Selbst ohne Zeitdruck mal effektiv zu arbeiten, das ist eine schöne Erfahrung. Eigentlich nehme ich mir dann immer besonders viel Zeit, um den Unterricht zu planen, dadurch werde ich unproduktiv. Es macht dann aber meist auch Freude, sich in ein Thema tiefer ein zu arbeiten. Dadurch verschwimmen dann die Grenzen zwischen Arbeit und Hobby. Diese Konstellation ist zwar sehr angenehm, hat aber den Nachteil, dass für die nächsten Pflichtaufgaben zu wenig Zeit bleibt. Heute war es anders, da wollte ich „schnell mal“ den Unterricht im Lernfeld 8 vervollständigen, damit ich genügend Material für die Schüler habe. Schließlich habe ich am gleichen Tag einen Vorführunterricht in einer anderen Klasse. Dann brauche ich nicht auch noch Stress während des normalen Unterrichts. Was mich stört ist eigentlich nur, dass ich an dem Tag acht Stunden unterrichte und Pausenaufsicht vor der Vorführstunde habe. Das zwingt zumindest dazu, den Tag effizient zu planen. Improvisieren geht dann wohl kaum noch.
Nachdem ich gestern gut acht Stunden an einer Unterrichtsstunde gearbeitet hatte, wurden es heute nur gut fünf Stunden für drei Unterrichtstunden (je 90 Minuten). Das finde ich erstaunlich gut.
Es macht Sinn, sich manchmal die Zeitdiebe zu ersparen. Heute habe ich nur selten das Internet bemüht und mich lediglich auf ein Tabellenbuch, ein Fachbuch und ein Aufgabenbuch verlassen. Die Planung erfolgte Handschriftlich und nur zum Teil wurde eine schon einmal erstellte elektronische Präsentation erweitert.
Ideen, es anders zu machen habe ich konsequent verworfen. Dies nicht nur deswegen, weil meine Schwiegermutter mal wieder denkt, Lehrer haben in den Ferien so viel Zeit, dass sie jeden Tag eine neue Aufgabe findet. „Kannst Du mal eben…“ Das stört allmählich.
Immerhin habe ich es derzeit gut raus, vormittags für die Schule arbeiten, danach etwas am Haus oder so erledigen. Mit Kim spielen oder basteln, zwischendurch mit Lisa spielen. Die Kinder zu Bett bringen und danach noch einige Stunden am Schreibtisch verbringen. Diese Stunden sind oft Schularbeit, aber auch gelegentlich Planungen für das Haus, neue Autos oder einfach Interessen nachgehen, die sonst zu kurz kommen. Zugegeben, meist ist es Arbeitszeit.
In Zukunft will ich es häufiger schaffen, abends auch mehr in die Werkstatt zu gehen. Erst einmal einige Wochen kontinuierlich aufräumen, danach hoffentlich an netten Sachen basteln. Dazu muss ich mir die Arbeitseffektivität erhalten und verbessern.
Und trotzdem. Wäre Frank jetzt nicht gerade im chat online, dann würde ich ein Bier öffnen und noch TV glotzen. So wird das wohl zum Glück nichts mehr damit. Gut so.
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msa - 16. Apr, 21:49
Jetzt will ich einen motivierenden Unterricht zur EU gestalten und finde so viele Internet Auftritte und Zeitungsberichte, die nur Gefahren von europäischen Regelungen aufzeigen. Immer wird nur gemeckert und Ängste geschürt. Was soll ich denn da für Material für die Erarbeitungsphase finden? Selbst unsere gute Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) nennt die EU als Unterrichtsthema „sperrig“ und bringt zwar recht gute Themenblätter dazu heraus, aber leider nicht viel, was ich brauche. Das Schengen Übereinkommen soll ja nach allgemeiner Auffassung den Binnenmarkt unterstützen. Aber das Übereinkommen bestand schon vor der Vollendung des Binnenmarktes. Zugegeben, es wurde erst danach umgesetzt, weil so viele Regierungen Angst vor den Sicherheitsrisiken des freien Personenverkehrs hatten. Alle Bedenken, die wir heute im Lande vor staatlicher, Datenbankgestützter Überwachung haben, sind für Personen aus nicht Schengen Staaten schon lange Standard. Sie müssen sich alle in der Biometrischen Datenbank des SIS erfassen lassen. Wie haben wir Deutsche noch vor wenigen Jahren auf die Ami’s geschimpft. Diese wollten doch glatt schon vor dem Flug wissen, wer kommen will. Wir Deutschen wissen das schon, sobald ein Reisender die Außengrenze des Schengen Raums übertritt. Ist die Sicherheit nun größer geworden, weil EDV technisch zwischen allen Staaten vernetzt? Ich glaube, das haben nicht einmal die Landespolizeien der Bundesländer untereinander geschafft. Schäuble müsste sich das SIS doch eigentlich als Wunschtraum für seine innere Sicherheit erträumen. Ich gebe zu, dass ich nicht weiß, welche Daten hier gespeichert werden und wer wie oft darauf zugreift. Aber der Verzicht auf Grenzkontrollen wurde durch die stärkere innereuropäische polizeiliche Zusammenarbeit erst möglich. Wenn man so die Berichte der Schweizer Schengen Gegner aus dem letzten Jahr liest und dann die heutigen Berichte nach der Umsetzung des Abkommens, dann überwiegen auch dort die Vorteile. Und sie sind ja auch für jeden spürbar, der schon etwas älter ist und auch vor 1995 in europäisches Ausland reiste. Lange Staus vor den Grenzen waren der Alptraum eines jeden Auto-Touristen. Jeder LKW Fahrer haste die verlorene Zeit an den Kontrollpunkten. Da konnte noch so gut oder günstig im Ausland produziert werden. Der Zoll und der Zeitverlust machten so manches Geschäft unmöglich. Heute ist es beinahe egal, in welchem EU Staat ich mir meine Konsumgüter bestelle. Die heimische Industrie leidet und profitiert gleichermaßen darunter, wie die der anderen Länder.
So, genug gearbeitet, jetzt wird noch schnell etwas geschlafen. Morgen werde ich dann zur Abwechslung mal etwas E-Technik vorbereiten. Nicht dass es schon in der ersten Woche nach den Ferien wieder Stress gibt.
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msa - 15. Apr, 23:35
Schon wieder Ferien. Das geht schnell, finde ich. Die Zeit rast. Und viele Kollegen haben heute schon gesagt, dass dieser Zeitraum seit den letzten Ferien zu lang war.
Es stimmt schon, ich bin ziemlich kaputt und freue mich, dass ich heute keinen Unterricht mehr planen muss. Wenn ich auch noch einige recherchieren möchte. Zum Einen zu Heizkraftwerken und dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz), zum Anderen zu Europa. Wie mache ich das Schengen Abkommen für die Schüler greifbar? Sie kommen dann zwar gerade aus Prag zurück, aber welche Problemstellung gäbe es wohl für Sie? Worüber können wir trefflich diskutieren? – Es wird mir schon noch was einfallen. Erst einmal eine ordentliche Sachanalyse durchführen, schließlich kommt der Studienleiter zu Besuch, da muss es besonders gut werden.
Heute habe ich mir den Unterricht einfach gemacht. Die Schüler durften arbeiten und vortragen, sie haben auch noch Hausarbeiten zu erledigen. Vorbereitungszeit ca. 40 Minuten für 90 Minuten Unterricht. Danach kam ein Schüler zu mir und sagte „ der Unterricht heute hat mir gut gefallen“; wenn das so weitergeht, bin ich zufrieden. War ich zufrieden? Na ja, es war kein Politik und auch kein Wirtschafts-Unterricht. Es ging um Kommunikation und meinen Bedarf an einer möglichen Notenvergabe.
Der Technik Unterricht war auch ganz gut. Denke ich – Mein Kollege fährt 14tägig das gleiche Thema in der zweiten Klassenhälfte, die wir glücklicherweise auf zwei Fachräume teilen können. Er schafft inhaltlich immer wesentlich mehr als ich. Bei mir müssen die Schüler viele Probleme (Aufgaben) aber selber lösen. „Malen nach Zahlen“ gibt es selten. Dafür hat der Kollege ein enormes Fachwissen angesammelt und ist auch in der Lage, dieses kurz und bündig zu vermitteln. Was ist besser? Ich hoffe, das die Mischung unserer Stile den Schülern Vorteile bringt. Wer kann das aber wirklich beurteilen?
Ein anderes Projekt muss ich wahrscheinlich begraben. Es gab Mittwoch einen schönen Ansatz, Klassenübergreifend (Berufsübergreifend) ein 5 Tages Projekt zu gestalten. Die eine Abteilung würde wohl mit machen und ist interessiert. Nur meine direkten Kollegen haben Bedenken. Einige der Bedenken trage ich mit, andere eher nicht. Schade, mal sehen, was ich noch retten kann. Viel miteinander sprechen tut Not, aber das ist zwischen Lehrern nicht einfach. Nicht weil wir nicht wollen, wir treffen uns nur zu selten und haben meist nur 10 Minuten Zeit. Und nach der Arbeitszeit treffen? Das gibt es auch, nur nicht mit allen Beteiligten. Vielleicht finde ich einen guten Ansatz zu mehr Gesprächen? Ich weiß nur noch nicht, wo ich suchen soll.
Andererseits ist ein nicht zu realisierendes Projekt eine gute Gelegenheit, Zeit zu sparen. Da die nächste Hausarbeit ansteht und die Prüfungen demnächst auch, brauche ich diese Zeiten.
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msa - 2. Apr, 19:56
Es wäre zu einfach, den fehlenden Schlaf einfach nur Lisa zuzuschreiben. Sie hat heute Nacht beschlossen, dass Schlafen nicht nötig ist und man über lautes Schreien viel Aufmerksamkeit bekommt. Seit 3:30 Uhr bin ich dran gewesen, damit Bea mal zur Ruhe kommt. Gleich geht es zur Arbeit. Zum Glück muss ich heute nicht unterrichten, sondern werde mir Unterricht ansehen.
Aber auch sonst konnte ich kaum Ruhe finden. Es gibtr im Moment zu viele kleine und große Baustellen. Viel ist noch unklar und einiges ist zeitlich drängend. Auch wenn ich es ja schon wusste, so ist der Stressfaktor seit gestern Abend noch durch den anstehenden Hausarbeitsunterricht nach den Ferien angestiegen. Sobald etwas offiziell und terminiert ist, wird es wichtiger. Also muss ich endlich konkret den Unterricht planen, einen Entwurf schreiben und mit meinem Alk abstimmen. Leider sind die Kollegen während der Ferien nicht erreichbar ;)
Direkt vor dem Unterricht sind wir mit der Abteilung auf Helgoland. Eine private Fortbildung. Und wer organisiert? Ich natürlich.
Nach den Ferien steht die zweite Projektbesprechung zum gemeinsamen Unterrich von Sanitären Anlagenmechanikern und Elektronikern zum Thema Erneuerbare Energien an. Diese Projektwoche muss auch noch vorbereitet werden. Eigentlich sind es sogar zwei, da zu viele Schüler da sein werden. Aber vorher muss ich Kollegen informieren, Innungen ansprechen, Betriebe überzeugen und Kollegen auch noch begeistern. Nebenbei wird auch ein kompletter Stundenplan der beiden beteiligten Abteilungen umgestellt werden müssen. Wenn man sonst nichts zu tun hat….
Ok, gleichzeitig brauchen wir noch eine neue Heizung und wollen in den Urlaub fahren. Das Auto ist auch zu ersetzen und zwei Familienfeiern stehen an.
Die neue Heizung belastet meine Denkkapazität derzeit am meisten, denn durch den Wunsch nach Nachhaltigkeit versuche ich die Zwickmühlen der Gesetze und Verordnungen zu durchdringen. Um EEG, Biomasseverordnung, Wärme EEG und KWK Förderungen zu verstehen, muss ich noch einige Vokabeln erlernen. Die aktuelle Frage seit gestern: Ist Pflanzenöl eine förderfähige Biomasse laut EEG? Noch bin ich nicht sicher, denn PÖl ist ja kein RME….
Na ja, die Recherchen zahlen sich dadurch aus, das ich die Erkenntnisse im Unterricht einsetzen kann. Schließlich bin ich seit gestern als Fachmann für das neue BHKW der Schule benannt. Inoffiziell natürlich.
So, jetzt aber ab zur Arbeit. Diesmal nach Heide. Vorher noch Mal zum Reifenhändler. Zu allem Überfluss hatte ich einen platten Reifen (nein, kein Schülerstreich), da wir mit LPG fahren gibt es im Auto keinen Ersatzreifen mehr (da sitzt der Gastank). Platte Reifen gibt es schließlich kaum noch ;) Der Händler hat auch schnell repariert und abends konnte ich das Rad abholen. Zuhause angebaut passte die Radkappe nicht mehr. Warum? Wir haben die falsche Felge bekommen – beim Händler vertauscht – also, wieder abbauen und heute hoffen, dass der andere Kunde unser Rad auch schon wieder zurück gebracht hat. So kann man seine Zeit auch verschwenden.
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msa - 1. Apr, 07:41
Heute Morgen konnte ich etwas länger schlummern, da ich nicht zur Schule und auch nicht zu irgend einem Seminar musste. Selbst das „schlechte Gewissen“ ließ mich bis 7:30 Uhr in Ruhe. Danach spielte sich wieder der Kreislauf ab, was denn noch alles zu erledigen sei. Einiges Privates konnte ich schon erledigen, so dass diese Zeit nicht mehr verbraucht werden muss. Kann man Zeit verbrauchen ?
Immerhin konnte der neue Pflegedienst beauftragt werden, dem alten habe ich gekündigt, die Pflegekasse hat Anträge auf Erstattung erhalten und auch eine alte Rechnung für Traktor Ersatzteile habe ich endlich beglichen. Die lag leider unter einem Stapel anderer Papiere der Schule. Somit werde ich gleich eine kurze Kaffee Pause einlegen, nachdem dieser Eintrag im Blog und ein wichtiger Anruf in der Schule erledigt sind.
Montag werde ich nicht unterrichten, denn ich bin als Prüfer bei der IHK Abschlussprüfung Teil 1 der Elektroniker eingetragen. Ist lustig, wie schnell man da mit eingebunden wird. Früher dachte ich immer, das wäre ein langer Weg bis zu dieser „Ehre“. Jetzt weiß ich, Prüfer sind Ehrenamtler und es wird immer schwerer, genügend zu finden. Wenn man sich den Aufwand anschaut, der durch die IHK getrieben wird, um die Prüfungen frist- und formgerecht ablaufen zu lassen, dann kann ich nur staunen. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so viel vor.
Auch im letzten Ausbildergesprächskreis standen wieder Prüfungen im Mittelpunkt. Diese „Elternabend“ für Ausbilder ist ähnlich schlecht besucht, wie klassische Elternabende. Gerade die Betriebe, mit denen man mal ernster reden müsste sind meist nicht vertreten. Dafür beklagen sich Schüler immer häufiger über die Bedingungen in ihren Betrieben. Was soll ein Lehrer da machen? Mehr als zuhören und vorsichtig im informellen Gespräch mit den Verantwortlichen diskutieren geht nicht.
Anders herum bin ich sicher, dass sich im Betrieb genau so viele Schüler über den Unterricht in der Schule beklagen.
Was steht jetzt noch an? Drei Wochen bis zu den Ferien, danach Zwischenprüfung der Mechatroniker, also drei Wochen Üben lassen. Nächste Woche befasse ich mich erstmals mit Elektropneumatik. Das wird spannend, weil neu. Das Simulationsprogramm muss ich noch selber erlernen.
Und heute? Erst mal Planung der drei Wochen erstellen, das wichtigste analysieren, danach Hausarbeitsthema formulieren und absenden, dann die WiPo Vorführstunde zum NPD Verbot planen. Wenn Zeit bleibt wird auch noch etwas E-Technik geplant, denn da bastele ich an zwei Lernfeldkonzepten (LF8 und 10), die ich in der Fachkonferenz am 23.März vorstellen möchte. Und als spaßige Vorbereitung werde ich den Mediator weiter erlernen, denn auch den werde ich für Kollegen vorbereiten und eine Schulung anbieten (müssen). Nachmittags kommen dann Freunde zu Besuch und wir werden die Arbeit vergessen.
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msa - 13. Mär, 09:49
Dieses Lernen so nebenbei, ohne das man das eigentlich wollte, das fasziniert mich immer wieder am meisten. Da strenge ich mich als Lehrer so an, damit ich hoffentlich die richtigen Arrangements schaffe, in denen meine Schüler lernen können. Und mir selber bleibt am besten in Erinnerung, was nebenher so erfolgt. Ungeplant, also informell lernen, das bringt mehr als geplantes, also formelles Lernen. Bis zu 90% unseres Wissens sollen wir schließlich informell erwerben (je nach Quelle auch weniger ;)). Warum gehen wir dann noch zur Schule? Weil die Schule eine Ordnung in das zu Lernende bringt. Den Lehrplan.
Bleibt die Frage, in wie weit der Lehrplan eigentlich das wiedergibt, was die Schüler im Leben brauchen. Meist geben sie das wieder, was in den Prüfungen gefragt werden soll. Vermutlich haben sich viele schlaue Köpfe „damals“ mal nach bestem Wissen ausgedacht, was Schüler wissen müssten, danach sind Lehrpläne entwickelt worden, die wiederum zu Prüfungssituationen und -fragen führten. Danach aber sind dann die Lehrpläne scheinbar oft anhand der vorhandenen Fragen verfeinert worden, so dass das Lernziel immer mehr dazu verkommt, möglichst gut die Prüfungen zu schaffen.
Wie ändern sich denn nun Lehrpläne. Manchmal durch informelles Lernen. Da sagt ein Einzelner in einer Reihe von Fachleuten während einer Besprechung, dass die Azubis nicht mehr ordentlich zeichnen können. Nicht einmal mehr Skizzen könnten sie vernünftig erstellen und Dokumentationen anfertigen schon gar nicht mehr. Keiner widerspricht, man will schließlich nach Hause… Folge ist aber, dass vermutlich ab nächstem Jahr wieder Fachzeichnen stärker in den Vordergrund gerückt wird. Ist schließlich eine Grundvoraussetzung für den Beruf und ist auch einfacher zu prüfen als die sogenannten Schlüsselqualifikationen. Wir lernen informell.
Ich habe heute auch viel gelernt, informell natürlich. Gesteuert hatte ich versucht die Mediator Software weiter zu vertiefen, denn ich will die endlich für Lehrzwecke einsetzen. Das macht aber nur Sinn, wenn ich weiß wie es geht und auch einige Kollegen am gleichen Strang mitziehen. Mir schwebt da so etwas wie ein über die Lehrzeit mit wachsendes CBT vor. Die Schüler erstellen ihre Fragen und Lösungen selber und schaffen sich damit ein Übungsmedium für die Abschlussprüfungen. Hausarbeiten sind dann nicht mehr für alle gleich, aber jeder profitiert vom Mitschüler. So ähnlich sollte es ja mit dem Wiki Versuch letztes Jahr auch laufen. Hatte leider nicht funktioniert.
Ich komme schon wieder vom Thema ab. Informell erfahren konnte ich heute, dass ich den Internet Explorer nicht auf Offline Betrieb einstellen sollte, nur um mal schnell was aus zu probieren. Danach funktionierte meine komplette Internet Anbindung auch für andere Programme nicht mehr. Das so ein kleines Häkchen sogar die Router Verbindung in meinem kleinen Home LAN kappt, hatte ich nicht geahnt. Die Sucherei nach dem Fehler heute bleibt mir dafür dauerhaft im Gedächtnis. Aber mit dem Offline Browsen, wie es früher mal ging, bin ich noch nicht weiter.
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msa - 10. Mär, 18:18
Wenn auch nicht übermäßig viel und eigentlich auch eher Tantchen betreffend. Aber der Pflegedienst und die Abstimmung mit den Pflegeversicherern ist auch nicht wirklich einfach. Welcher Pflegebedürftige steigt denn da noch durch? Mit Beratung in diesem Sektor könnte man bestimmt noch eine „Ich AG“ gründen. Aber das macht so wenig Spaß…
Und dann noch das halb private. Die Helgoland Tour nimmt Formen an. Es ist aber immer noch fraglich, ob wir genügend Zimmer gebucht bekommen. Immerhin haben wir schon ein Restaurant und auch die MediaBroadcast stellt einen Techniker zur Besichtigung der Funktechnik zur Verfügung. Alte Kontakte sind doch noch was Wert. Welches Rahmenprogramm ich den Kollegen noch bieten kann, muss ich mal sehen.
Auch die Mauerarbeiten gehen dem Ende entgegen. Nachdem heute der letzte Ziegel von der Palette verschwand fehlen mir nur noch 27, die ich morgen kaufen werde. Erste Putzarbeiten sind auch fertig und das Fenster ist drin. Als nächstes steht dann der Flur an. Verputzen, tapezieren, Fliesen legen und die Decke neu gestalten. Nebenbei schnell noch neue Leitungen verlegen. Das wird eine Aufgabe für den ganzen Frühling, wie ich annehme.
Heute kam dann auch der Elektriker, um die Maße für das neue BHKW auf zu nehmen, welches wir wohl dieses Jahr noch einbauen. Zumindest, wenn sich nicht eine bessere Idee finden lässt. Rein wirtschaftlich rechnet sich eine Erdwärmversorgung eigentlich besser. Aber wir haben keine Niedertemperatur Heizkörper, so dass Erdwärme im kalten Winter wohl nicht ausreichen wird. Aber rechnen kann man ja mal…
Und der Unterricht für Morgen? Na ja, die WiPo Stunde wird erneut verkürzt, so dass wir ein Spiel zur Vertiefung der letzten Stunde spielen werden. Über das Spiel soll zusätzliches Wissen vermittelt werden. Ist ein Experiment. Danach geht es dann 45 Minuten schnell durch die Wiederholung zur Wechselstromtechnik, damit wir danach im Fachraum Messungen mit dem Oszilloskop anstellen können. Die Arbeitsblätter kann ich morgen noch in der Schule kopieren. Geteilte Klasse in den letzten beiden Stunden ist ein Geschenk. Da hat man mal Zeit für einzelne Schüler. Außerdem können sie endlich an elektrischen Messgeräten arbeiten, was meist mehr Spaß macht als nur zu schreiben
Ärgern tue ich mich über den Unterricht morgen Früh, den dazu habe ich die Unterlagen (vermutlich) in der Schule gelassen. Das ist echt blöd mit diesem verteilten Arbeitsplatz. Immer wieder kommt es vor, dass Bücher oder Material gerade dort liegen, wo ich nicht bin. Ich plädiere für ein Lehrer Büro. Dann kann man da in Ruhe arbeiten und ist auch für Kollegen und Schüler vernünftig erreichbar. Vermutlich würde ich sogar deutlich weniger Zeit mit Schularbeit verbringen, denn wie auch jetzt wieder sitze ich gerne stundenlang am Abend allein im Büro. Mal ist das ganz nett, aber andererseits nervt das auch oft.
Letztes zum privat-beruflichen: Meine Uni, Flensburg, wurde gerade in der Presse verrissen. So wie dort über die Lehrerausbildung in Flensburg berichtet wurde, dürfte kaum noch ein Schulleiter einen Lehrer aus Schleswig Holstein beschäftigen wollen. Ich bin gespannt auf die nächsten Berichte.
Ach ja, ich bin jetzt offiziell als Prüfer bei der IHK benannt. Toll, Ansehen, Ehre und viel Geld stehen daraus nicht an, aber andererseits ist es auch lustig, das Geschehen und die Entwicklungen der immer mehr zentralisierten Prüfungen zu beobachten. Bin gespannt, wie viel Arbeit das mit sich bringen wird.
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msa - 4. Mär, 20:01
Wie so oft im Beruf, so ändern sich auch Privat mal Pläne. Gestern noch fehlten mir Stunden der Vorbereitungszeit, weil ich zusätzlichen Unterricht zu planen habe. Spät abends sagten dann leider die Freunde ab, die uns heute besuchen wollten. Sie sind erkrankt und da macht Eislaufen nicht wirklich Freude. Kim ist trotzdem sehr früh aufgewacht, wie immer am Samstag und fragte gleich, ob wir nicht schon aufstehen müssen, weil sie sich auf den Besuch freut. Schade.
Dafür haben wir schon etwas gespielt, gut gefrühstückt und ich hatte eine Stunde Zeit, den Unterricht über die Gleichstromantriebe für morgen fertig zu erstellen. Die Ausdrucke liegen hier und ich muss nur noch hoffen, dass der Farbdrucker morgen in der Schule funktioniert.
Sogar eine Idee für die nächste Politik Stunde ist schon fertig. Wir werden dort jetzt die Parteien in Deutschland Thematisieren. Zuerst: Warum gibt es überhaupt Parteien? Mir fehlt nur noch eine Schüleraktivität dazu. Textauszüge sind dafür recht einfach aus GG und ParteienG zu finden.
Jetzt wollte ich eigentlich den Rechner ausschalten und mit Bea und Kim zur Eisbahn, da erreicht mich die Meldung, dass Kim nicht mehr hin will. Ich schätze, sie will lieber bei Oma Fernsehen. Aber ich will aufs Eis. Also erstmal tschüss Rechner, Ich bin ja bald wieder hier.
Schließlich müssen heute noch einige private Dinge erledigt werden und auch zwei Präsentationen für die nächsten Ausbildergesprächskreise stehen noch aus. Wenn die heute erledigt werden können, bin ich glücklich.
Und, wenn das Wetter gut wird, dann könnte ich auch den Rest der Mauer schaffen :)
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msa - 1. Mär, 10:08