Privat oder so
Heute Früh habe ich tatsächlich in nur zwei Stunden geschafft, was ich mir für den zukünftigen Unterricht vorgenommen hatte. Die Aktuelle Stunde zum Kaukasuskonflikt ist fertig, die zwangssteuernden Befehle für Not-Aus und ähnliches habe ich begriffen und auch mein Interesse an der Kopplung zwischen Kopfhörerausgängen an PC oder MP3 Player mit Line In Eingängen an Verstärkern habe ich ausreichend geklärt. Somit kann die kommende Woche kommen und ich benötige lediglich noch ein Adapterkabel um was zu probieren.
Montag werden dann die Kollegen angesprochen, bei denen ich gelegentlich hospitieren möchte und der Unterricht kann beginnen. Ein schönes Gefühl.
Mit Kim war ich gerade noch im Schwimmbad und in einer Stunde machen wir eine kleine Radtour. Das Wetter ist heute einfach zu schön, um den Tag am Schreibtisch zu verbringen. Morgen geht es dann zu Hilde und zu meiner Mutter. Familientag, eher aus schlechtem Gewissen als aus Freude. Allerdings empfindet Kim das ganz anders und freut sich schon. Auch werden sich die besuchten freuen, Lisa wieder zu sehen und etwas an der Entwicklung teilhaben zu können.
Jetzt wo Lisa ihren ersten Zahn bekommen hat, wackelt auch der erste Zahn bei Kim, so dass sie nun bald stolz mit Zahnlücken herumlaufen kann. Bei uns ist das schon anders. Ich bin nicht stolz auf meine Lücken. Weder in den Zähnen noch sonst wo.
Interessant für mich ist es auch, dass ich feststelle, jetzt wo Lisa aktiver wird und herumkrabbelt, mit uns Kontakt sucht und versucht mit uns zu spielen, da wird sie wesentlich ineterssanter für mich. Ich habe den Eindruck, dass wir Männer die hilflosen, scheinbar kommunikationsschwachen Baybys nicht so toll finden. Danach wechselt das dann von der Mutter zum Vater. Die Frau fühlt sich plötzlich zu stark beansprucht und will diese zusätzliche Aktivität nicht immer. Ich bin dann ganz froh, öfter mit dem Kind zu spielen, denn jetzt reagiert sie endlich sichtbar auf mein Handeln. Endlich fängt sie an, eine „verständliche“ Kommunikation aufzubauen. Besonders beeindruckend ist es, zu sehen, wie gut die beiden Kinder untereinander klarkommen. Sie verstehen sich scheinbar besser als wir sie verstehen.
Wirklich schön zu sehen.
See you
msa - 30. Aug, 13:41
Der Urlaub ist zu Ende. Meist heißt es dann ja, dass er zu kurz war. Das finde ich nicht, denn sechs Tage mit zwei kleinen Kindern in einem Wohnwagen sind auch anstrengend. Wenn dann auch das Wetter es nicht zulässt, zu viel draußen zu unternehmen, dann können die kindlichen Anforderungen an die Eltern manchmal belasten. Der Urlaub war trotzdem wirklich toll. Wir konnten uns entspannen und durch ruhige Tagesabläufe ohne zeitlichen Druck einfach so in den Tag leben. Viele Gedanken habe ich mir gemacht, wen ich Kim (5) so beobachten konnte. Nebenbei habe ich in einem Buch von … (fällt mir bestimmt wieder ein) etwas über Entwicklungspsychologie gelesen und verstehe immer mehr die Beobachtungen Piagets. Ich kann vieles an unseren Töchtern nach verfolgen. Es ist schön zu erkennen, dass viele Entwicklungen einfach normal verlaufen. Zusätzlich erkenne ich immer wieder Ansätze für Unterricht. Manchmal finde ich es geradezu ärgerlich, dass „meine“ Schüler schon so alt sind. Die Begeisterung, die Fünfjährige entwickeln und dann auch zeigen. Die Ausdauer, die diese kleinen Menschen haben, wenn sie etwas lernen wollen. Die Freude und der Stolz über erbrachte Leistungen und neue Erfahrungen. Das ist wirklich schön zu sehen und als Vater zu erleben. Jedoch nicht nur als Vater. Auch die in den letzten Wochen erfahrenen kleinen Erfolge als Lehrer (Schwimmen) sind toll. Drei Menschen haben jetzt schon erfolgreich einiges bei mir gelernt. Und die beiden Kinder haben auch deutlich gezeigt, dass sie meinen Unterricht gut fanden und haben mich gelobt. Besonders stolz bin ich dabei auf den Erfolg, dass Kim jetzt schwimmen kann. Zumindest geht sie nicht mehr unter, an der Technik muss noch viel geübt werden. Stolz deshalb, weil ich immer wieder höre, dass Kinder bei ihren Eltern eigentlich nicht schwimmen lernen können. Ich war schon so weit, dass ich einen Kurs für sie buchen wollte. In diesem Urlaub blieb uns kaum eine Wahl, als mehrmals die Hallenbäder der Region zu nutzen, da die Nordsee für Kinder nicht in Frage kam (zu kalt und regnerisch). Kim wollte unbedingt zeigen, dass sie ihre Angst überwindet und meinen Vorschlägen im Wasser zunehmend nachkommen wollte. Irgendwann traute sie sich dann und wurde nicht enttäuscht. Danach wollte sie einfach nicht mehr aufhören und schwamm bis zur körperlichen Erschöpfung. Die Nächte danach konnte ich dann auch mal wieder etwas lesen.
Zu dem aktuellen Buch „komm ich erzähl Dir eine Geschichte“ werde ich noch einiges schreiben. Das fasziniert mich sehr. Ich werde daraus vermutlich noch oft zitieren, denn ich finde darin viele brauchbare Weisheiten für mein Leben.
Also, jetzt wieder an den Schreibtisch, sobald ich ausgeschlafen bin. Der Muskelkater stört dabei ja nicht so sehr. Ich wusste gar nicht, dass Wasserski so anstrengend ist. Macht aber riesig Spaß.
See you
msa - 24. Aug, 23:13
Die ganze Woche war Besuch hier. Heute gegen 17:00 Uhr fuhren die letzten dann heim. Und wir starteten unsere eigenen Vorbereitungen. Es ist schon erstaunlich, was Frau so alles in einen Wohnwagen packt, um sechs Nächte zu verreisen. Aber jeder Widerspruch ist zwecklos und so lasse ich es lieber gleich. Man lernt ja aus der Vergangenheit. Jetzt ist der Wagen voll, alles verstaut und Morgen nach 7 Minuten Fahrt wird dann das erste in Erinnerung gerufen, was wir vergessen haben. Auch das ist ein altes Ritual.
Ich freue mich auf den Urlaub. Nicht unbedingt auf die Fahrt, aber es sind immerhin nur 175 km, die aber laut Navi sechs Stunden dauern sollen. Technik kann eben nicht alles perfekt berechnen.
Was mich am Urlaub stört ist eigentlich nur, dass man in so einem Wowa mit zwei Kindern keinerlei Rückzugsmöglichkeit hat. Keine Minuten für mich allein, das wird hart. Hier zu Hause gibt es ja immer noch das Büro. Auch ist Kim hier ja auch mal bei Oma oder Freunden. Eine Woche fulltime, das wird interessant.
Schön zu sehen ist allerdings, dass Kim sich riesig freut. Endlich gemeinsam wegfahren. Endlich wieder mal im Wowa leben , schlafen, essen, spielen.
Die Reise geht zurück zu unserem Familienstart. Vor fast genau 25 Jahren hat meine Frau mich dort kennen gelernt und wir haben uns erobert. Mal sehen, ob die alte Romantik wieder einsetzt ;)
See you
msa - 17. Aug, 19:42
Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
André Gide
aus zitate.net
Den Mut habe ich oft nicht, aber die Sehnsucht nach anderen Erdteilen schon. Ich bin eher der Küstensegler, der immer einen festen Halt braucht. Manchmal kommt dan ein starker ablandiger Wind und veranlasst mich, zu neuen Ufern aufzubrechen. Ich kenne nur die Wettervorhersage nie.
Das entspricht auch meiner "Theorie des äußeren Anlasses". Meiner Ansicht nach stelen wir viele Weichen in unserem Leben nur deswegen, weil ein (oder mehrere) von außen kommende Situatonen uns genau dann treffen, wenn wir zur Aufnahme der Chance bereit sind. Als Beispiel schauen wir Männer eine andere Frau, die zufällig in unsere Richtung lächelt, nur dann interessiert an, wenn zu Hause gerade dicke Luft ist.
Na ja, das mag vielleicht nicht auf jeden zutreffen ;)
see you
msa - 16. Aug, 23:50
Manchmal ist es schwer, sich zu entscheiden, welche Bezeichnung denn nun redlich ist. Gerade bei Paaren ist es für mich immer wieder schwierig, beide als Freund zu bezeichnen. Da gibt es die, wo der eine Partner eigentlich nicht zu gebrauchen ist (aus meiner Sicht). Der Andere ist dann aber wirklich nett und ein guter Gesprächspartner. Wann kann ich dann aber über genau dieses Problem reden? Oder über unterschiedliche Auffassungen so emotional besetzter Themen wie Kindeserziehung? Muss oder darf ich meine Eindrücke schildern, wenn ich denke, dass den Kindern von Bekannten durchaus geholfen werden kann? Verletze ich die Eltern zu sehr? Habe ich die Aufgabe den Kindern zu helfen? All diese Fragen zu beantworten fällt mir schwer. Da ist es schon wesentlich leichter, die Lebensgefährtin eines guten Freundes nicht zu mögen. Ich brauche mich dann nicht zu rechtfertigen, akzeptiere einfach, dass sie dazu gehört und versuche nett zu sein.
Noch einfacher und angenehmer ist es, echte Freunde zu haben, die Auch wissen, dass mir deren Freundschaft wichtig ist. Da ist dann kein Vorspielen falscher Sympathie nötig. Kein Thema muss ausgenommen werden. Man darf sich streiten und vertragen. Man muss nicht einer Meinung sein oder werden um sich zu mögen, zu vertrauen und sich zu respektieren. Unterschiedliche Ansichten auszudiskutieren und trotzdem miteinander Spaß haben zu können, das nenne ich echte Freundschaft. Solche Freunde zu haben ist ein Geschenk und es gibt immer nur wenige davon. Alle anderen sind eher nur Bekannte, die ich aber auch brauche.
Diese Gedanken sind für mich auch beruflich interessant, denn ich muss beachten, dass Schüler nicht Freunde sind (sein sollten?), sie sind in meinen Augen nicht einmal Bekannte. Wir haben eher eine geschäftliche Beziehung zueinander. Mit der Besonderheit, dass ich sie erziehen soll und mich somit in ihre Lebensplanung und Persönlichkeitsentwicklung stärker einmische als ich es bei Bekannten versuchen würde. Bei Freunden hingegen sehe ich es als meine Pflicht an, sie an meinen Eindrücken zu ihrem Leben teilhaben zu lassen. Dies erwarte ich übrigens auch. Allerdings erwarte ich das nicht unbedingt von meinen Schülern.
Bis zum Ferien Ende sind es jetzt nur noch zwei Wochen. Morgen wird gepackt und eine Woche Urlaub an der See verbracht. Danach muss ich an den Unterrichtseinheiten arbeiten. Ich denke, gas Dach muss schon wieder ein Jahr warten. Immerhin ist der Schuppen diese Woche so weit fertig geworden, dass die Restarbeiten nur noch einen Tag dauern dürften. Viel Arbeit und Rückenschmerzen haben sich gelohnt.
See you
msa - 16. Aug, 23:48
Die Zeit verfliegt so schnell, dass ich schon jetzt das Gefühl habe, die Ferienzeit reicht nicht aus, um mich zu erholen, die privaten Aufgaben zu erledigen und die beruflichen Aufgaben vorzubereiten.
Andererseits ist letzte Woche das erste von drei Dächern, die dieses Jahr fertig restauriert werden sollten auch fertig geworden. Das Wetter spielte mit, so das ich nichts anderes machen konnte als draußen zu schuften. Windstille und kein Regen, das ist wichtig, wenn man mit 4 qm Blechplatten hantiert. Das dabei auch 30 Grad herrschten war nicht ganz so gut. Resultat neben dem ersten Dach: Sonnenbrand und Rückenschmerzen.
Zwei Tage konnte ich auch in der Schule verbringen, so dass der Schrecken vor der SPS und ASI Technik verwehen konnte. Die Technik ist beherrschbar. Auch die Zusammenarbeit mit Jan scheint gut zu laufen. Diese Woche will ich noch zwei Tage dort verbringen, denn es beruhigt mich, wenn die Schüleraufgaben wenigstens einmal durch mich gelöst werden können. Arbeitsblätter erstellen oder von Kollegen kopieren reicht dazu nicht aus. Ich merkte letzte Woche schon deutlich, dass zwischen Theorie und Praxis immer noch eine Hürde zu nehmen ist. Dass wird meinen Schülern sicher ähnlich gehen. Außerdem wird es meinen Rücken freuen, wenn ich nicht zu viel und schwer hebe, das restliche Dach muss halt noch warten.
Gestern waren wir bei Ina Müller zum Konzert in Flensburg. Da wir rechtzeitig angereist sind, konnten wir noch schön in der Flensburger Förde baden, auf dem Spielplatz am Strand Kim beschäftigen und nett mit Freunden Essen gehen. Ein gelungener Urlaubstag halt. Er wäre noch schöner gewesen, wenn alle Beteiligten in guter Stimmung gewesen wären, aber manchmal ist das Privatleben gerade mal auf einem Tiefpunkt angelangt, aus dem man sich dann mühsam wieder befreien muss. Ich hoffe es geht schnell. Helfen möchte ich, weiß aber nicht, ob ich das kann.
Großen Dank schulde ich Anni und Antje, die sich so lieb um unsere Kleinen gekümmert haben, während die „Alten“ zum Konzert gingen. Das war sehr schön.
Wie geht es weiter? Heute körperlich ruhiger angehen lassen, was schon mit einem langen und angenehmen Ausschlafen begonnen hat. Gleich geht es zum „Kringelverdrehen“, was immer das ist. Es hat hier in der Gegend Tradition und Bea will da gerne mal hin. Abends werde ich dann schwimmen, muss mich nur noch zwischen Schwimmbad und Elbe entscheiden. Das Schwimmen gestern tat meinem Rücken sehr gut. Ich hoffe auf eine Wiederholung des Erfolgs.
Nächsten Freitag dann nach Sylt- Fortbildungsurlaub, wie ich hoffe. Gestern habe ich den veranstaltenden Dozenten noch kurz auf dem Konzert getroffen und er sagte immerhin, dass es nicht nur Arbeit sein werde. Ich hoffe es sehr, denn Erholung mal ohne (eigene) Kinder und etwas Neues im Bereich Wassersport zu testen ist es, worauf ich mich sehr freue.
Was noch? Ach ja, die Altlasten holen mich ein. Wenn man Dinge lange genug verschiebt, vergisst man sie leicht – oder ist „man“ hier falsch? Mir geht es jedenfalls so. Und so bin ich jetzt wieder auf Behördentour für meine Tante, um noch einmal die Pflegestufe zu beantragen. Auch müssen unsere Kfz Versicherungen umgeändert werden und die Arbeiten bei Schwiegereltern müssen zumindest begonnen werden. Kleinkram an allen Ecken, aber das mag ich nicht. Trotzdem tue ich es. Warum?
See you
msa - 28. Jul, 12:39
„Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, daß der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.“
Samuel Butler nach www.zitate.net
Ist das nicht wirklich wichtig?
Andere Weisheiten dazu gibt es ja auch noch in „Der Sinn des Lebens“ einer Satire von Monty Python. Diesen Film habe ich erst verstanden, nachdem ich ihn mit langen Abständen mindestens fünfmal gesehen habe. Am Ende des Pädagogik Studiums in unserer WG kam dann der Durchblick. Genieße es!
Auch Douglas Adams hat in seiner fünfbändigen Trilogie „Per Anhalter durch die Galaxis“ dieses Thema sehr schön aufgegriffen. Immerhin war hier die Antwort auf die große Frage einfach „42“. Leider hatte man die Frage nicht konkret genug formuliert und sie auch nicht rekonstruieren können.
Einen weiteren Sinn wird mir sicher das Buch „Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele“ aufzeigen. Aber das Buch muss noch etwas warten.
Was ist mein Sinn des Lebens eigentlich? Vielleicht auch der Genuss. Nur genießt halt jeder Mensch anders. Ich finde es beispielsweise gut zu lernen, solange ich es freiwillig machen kann. Ich genieße das Ansehen, das mir entgegengebracht wird, wenn dieses auf meiner „echten“ Persönlichkeit beruht. Ich genieße, wenn ich Menschen, die ich mag, helfen kann und diese das auch wollten.
Viel eher fallen uns immer Dinge ein, die wir nicht mögen, nicht genießen. Dazu werde ich hier und jetzt nichts schreiben.
Ich gehe jetzt in die Sonne und genieße es, an unserem Schuppen weiter zu bauen. Denn auch Anstrengung und das erschaffen von Bauwerken oder anderem freut mich (oft). Hauptsache freiwillig.
Als Letztes: Ich vertrete ja immer noch den Standpunkt, dass alles was wir tun freiwillig geschieht, da wir Menschen ja einen eigenen Willen haben. Aber zwischen freiwillig und freiwillig gibt es Unterschiede.
See you
msa - 25. Jul, 09:16
Ist es das Wetter oder woran liegt es, dass so viele Menschen derzeit unhöflich, um es nett auszudrücken, sind? Einige Beispiele der letzten drei Tage. Ich komme mit der falschen Kleidung zum Lehrgang und werde schon vor der Tür rüde darauf hingewiesen, dass ich gefälligst in Dienstkleidung zu erscheinen habe. Sachlich richtig, menschlich falsch. Meist gibt es ja einen Grund, warum jemand nicht den Regeln entsprechend handelt. Als Leiter, Chef oder auch Lehrer kann ich diese Gründe doch wenigstens erfragen. Und wenn nicht, kann ich doch das Gespräch zumindest so führen, dass dem Gesprächspartner die Möglichkeit gegeben wird, nicht sauer und verbockt zu reagieren. Ich jedenfalls musste mich sehr beherrschen, diesen Ausbilder den Abend über noch ernst zu nehmen.
Heute am Fahrkartenautomaten in der Schlange neben mir. Nicht nur, dass die Bahn durch die Einführung der neuen Automaten fest von sinkenden Fahrgastzahlen auszugehen scheint. Der Druck eines Tickets dauert so lange, dass es einfach nur noch wenige Fahrgäste schaffen, rechtzeitig eine Karte zu lösen. Aber das ist ein anderes Problem, über das ich mich schon Jahrelang aufrege.
Jedenfalls waren viele Personen in Schlangen vor den vier betriebsbereiten der sechs Automaten aufgereiht. Jeder auf dem Weg zur nächsten Bahn, meist in Eile. Eine Typische Frage in diesen Situationen ist „ Dürfte ich mal vor? Mein Zug kommt gleich“ Heute eine Reaktion „ Nein, mein Zug kommt auch gleich, wenn ich jetzt jemanden vorlasse, schaffe ich den auch nicht mehr….laber laber laber….“ Die fragende Junge Frau ist schon längst zur Nachbarschlange geflüchtet, der nächste in der Schlange schaut genervt. Er weist die erklärende Frau darauf hin, dass Sie doch jetzt mal weiter den Automaten bedienen könne, damit es weiter geht. Zugegeben auch er war nicht mehr sehr freundlich. Dies steigerte nun wieder den Unmut der Automatenblockiererin und sie schimpfte auf den Jungen Mann ein. Der Automat tat ungerührt seine Pflicht und ging zurück zur Startseite. Wer die Bahnautomaten kennt weiß, jetzt dauert es wieder sehr lange bis ein ungeübter Antragsteller (Kunde mag ich einfach nicht mehr sagen) seinen Fahrtwunsch und Kartenwunsch formuliert bekommt. Auch dieser junge Mann flüchtet nun zum Nachbarautomaten. In der Zwischenzeit ist auch meine Schlange so kurz, dass ich bald den Kampf mit der Maschine aufnehme und gewinne. Und jetzt kommt’s, ich brauche eine zweite Karte und kann schon spüren, wie die Enttäuschung sich in dem Antragsteller hinter mir breit macht. Gut, dass er sich nicht auch noch lauthals bei mir beschwert hat.
Und dann kommt man nach Hause und das Spiel geht weiter. Schlechte Laune trifft auf Erschöpftheit und der Stress nimmt seinen Lauf. Einerseits ganz gut, dass ich gleich wieder weg muss, aber dann treffe ich auch gleich wieder auf den unfreundlichen, oder zumindest manchmal ungeschickten Ausbilder ;)
Na ja, immerhin hat mich meine Mutter gerade angerufen und wir hatten ein erstaunlich entspanntes Telefonat. Nun kommt am Sonntag zu meiner Geburtstagsfeier auch ein Onkel noch, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Er ist zwar auch nicht einfach zu nehmen, aber andererseits kann man sich einige Stunden ganz nett unterhalten.
Samstag feiern wir mit einigen Freunden, nachdem ich (schon wieder) von der Feuerwehr Ausbildung komme. Ich hoffe, das wird ein entspannender Abend.
See you
msa - 10. Jul, 18:10
Schade, Franks Blog ist beendet. Nachdem er sich viel Zeit damit um die Ohren schlug, setzt er seine Prioritäten anders.
Schade auch, dass die regelmäßigen Flensburgaufenthalte erstmal beendet sind. Ich bin jetzt Schwimmlehrer und werde wohl weniger Zeit in Ausbildungen stecken, die so weit weg sind, solange ich nicht meine anderen Aufgaben für den Job und an unserem Häuschen erledigt habe.
Wozu ich Schwimmlehrer geworden bin, das werde ich häufiger gefragt. Die Ausbildung hat mich gut 1000 Euro gekostet und es wird kein Einkommen dadurch generiert. Aber es hat Freude gemacht und ich gehe wieder mehr schwimmen. Auch hoffe ich, unseren Kindern besser helfen zu können.
Hier sind Mütter aber anscheinend die besseren Lehrer. Gerade gestern hat Kim das selbständige Fahren mit dem Fahrrad erlernt. Natürlich durch Bea. Ich habe seit Monaten immer wieder versucht, ihr zu helfen, bin stützend neben den Fahrversuchen hergerannt und nun kann sie es einfach. Den Trick muss man sich merken: Einfach einen kleinen Hügel herunterrollen und dann anfangen zu treten.
So einfach kanns sein. Sobald Kim bremsen kann, geht es auf Radtour ;)
see you
msa - 6. Jul, 11:43
Heute hat mich die Chefsekretärin glücklich gemacht. Nachdem wir ja schon einmal zu einer Veranstaltung erschienen sind, die dann nicht stattfand hat sie uns heute rechtzeitig informiert. Jetzt fällt zwar eine Fortbildung aus, aber diese Zeit kann ich gut für andere Unterrichtsplanungen gebrauchen. Und die Fahrerei mit nicht vorhandenen Autos fällt auch weg. Morgen geht es dann wie gewohnt per Bus nach Itzehoe.
Der VW nervt weiter. Auf die Verkaufsanzeigen reagiert niemand und nun haben wir auch noch den Schlüssel verloren. Einen Zweitschlüssel gibt es leider nicht. Wenn uns die Kiste nicht schon so teuer gekommen wäre würde ich sie verschrotten wollen. Aber jetzt muss ich erstmal versuchen etwas von dem Geld zurück zu bekommen. Donnerstag erfolgt der erste Sparschritt: Abmeldung. Danach vielleicht in Teilen verkaufen? Mal sehen.
Gleich geht es an die Ausarbeitung zu WiPo. Thema Armutsbericht und Hinführung zum Sozialstaat Deutschland. Danach die Elektrotechnik Hausarbeit vorbereiten und mit Lars abstimmen.
Nachmittags geht es dann mit Familie und Freunden ins Schwimmbad. Ein wenig Kinder unterrichten, dann etwas mehr selber trainieren, denn das Rückenkraul beherrsche ich noch nicht wirklich. Die Prüfung steht in drei Wochen an. Prüfungsvorbereitung im sonnigen Freibad hat ja auch was. Nächsten Montag dann die Lehrprobe. Auch dazu muss noch etwas geplant und vor allem verschriftlicht werden.
Den Energieberater schiebe ich noch etwas auf, nachdem ich gestern gelesen habe, wie aufwändig diese Ausbildung werden kann. Ich denke, ich versuche erstmal, mich selber entsprechend zu beraten und unser eigenes Haus zu analysieren. Wenn das Spaß macht, dann geht es weiter. Vermutlich kann man daraus sogar noch einen Wirtschaftsunterricht für die Berufsfachschule Wirtschaft gestalten. Diese Klassen werde ich wohl ab August unterrichten.
See you
msa - 9. Jun, 09:40