Jetzt habe ich schon so viele Verordnungen und Gesetze gelesen, die ich nächste Woche zum Test bereit haben sollte, aber zu dem Thema Praktikumstellen (Betriebe) durch den Lehrer zu besuchen habe ich nichts gefunden. Also bin ich heute nach gestriger Terminabsprache losgefahren und habe Betriebe besucht in denen unsere Berufsfachschüler ihr Praktikum absolvieren. Ich wusste zwar nicht, was ich hätte besprechen können, aber uninteressant war es nicht. Es liegt durchaus in meinem Interesse, die verschiedenen Betriebe der Region besser kennen zu lernen. Einer der heutigen ist zugleich Ausbildungsbetrieb einiger Schüler, die ich unterrichten darf.. Also konnte ich den Termin auch für einen Kontakt mit dem Ausbilder nutzen. Dies war besonders interessant, nur hatte ich mich nicht rechtzeitig verabredet, um eine „große“ Werksführung zu erhalten. Das wäre noch besser geworden.
Resultat: die Betriebe mögen Praktikanten, geben sich Mühe, damit das Praktikum jeweils sinnvoll ist und treffen gleichzeitig Personalvorentscheidungen für den Fall einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Die Praktikanten waren auch zufrieden. Somit bin ich es auch.
Mittags dann schnell noch zum Arzt weil der Arm immer stärker schmerzt. Ich hatte genügend zu lesen und arbeiten dabei, weil die Wartezeit dort in der Regel sehr lang ist. Heute nicht. Ich habe nur eine Seite Vorbereitung für den Test geschafft. Danach haben wir Kim gemeinsam vom KiGa geholt und sind gleich an den Deich gegangen um „Inliner“ fahren zu üben. Nach 20 Minuten hatte Kim so viel neue Bewegungsabläufe probieren können, dass ihr Hirn sicher zwei bis drei Nächte braucht, um dies zu verarbeiten. Danach werde ich das Resultat beobachten.
Auch ich habe fleißig geübt, denn ich würde schon gerne auch vernünftig bremsen können. Das bedeutet in meinem Alter aber mehr üben und weniger darüber schlafen als in Kims Alter.
Nachmittags etwas Schreibtisch – Fleißarbeit. Nun habe ich die Tafelbilder für die ersten 90 Minuten des Technologie Unterrichts mal erstellt. Das ist lästig, weil es so lange dauert. Es ist aber auch hilfreich, weil ich merke, wie lange das in der Schule dann auch dauern wird. Außerdem merke ich, dass doch noch sehr viel Stoff in dem Bereich des Grafcet steckt. Ich habe mich dazu entschlossen, einen Teil (erstmal) weg zu lassen. Diesen Teil der Hierarchisierung mit zwangssteuernden Befehlen und so, werde ich später einführen, wenn wir uns bei der Programmierung reale Gedanken über deren Anwendung machen.
Ich möchte lieber noch am Donnerstag mit den Sensoren beginnen, damit wir baldigst SPS einführen und programmieren können. Die Sensoren kommen ohne Tafelbild aus, dafür bekommen die Schüler ein umfangreiches Arbeitsblatt und müssen in Büchern und Datenblättern (ich habe extra englische besorgt) recherchieren.
Ach ja, WiPo. Ich werde weiter Satire einsetzen, danach Nachrichten diskutieren um die restlichen 60 Minuten dann die Gesundheitsreform 2007 nach Dörge Struktur zu bearbeiten. Auch hier gibt es kein fertiges Tafelbild. Dies werden die Schüler erstellen (müssen)
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msa - 9. Sep, 20:00
Heute habe ich keinen eigenen Unterricht gehabt, weil die Schüler der Klasse noch im Praktikum sind. Dafür hatte ich, eil ich eh in die Schule wollte (musste) drei Hospitationsmöglichkeiten. Dabei nervt man als LIA alteingesessene Lehrer durch das Beobachten ihres Unterrichts. Einige finden das gar nicht so gut. Aber höflich wie wir alle sind lehnt auch kaum jemand ab, wenn ich höflich frage. Interessant war es heute, zu sehen, mit welcher Gelassenheit unterrichtet werden kann. Das möchte ich auch bald können, so spielerisch mit den Schülern umgehen und sie dabei noch interessieren und über 90 Minuten zu fesseln ist schön.
Zu den Vorurteilen. Ich hatte welche bezüglich eines Lehrers, weil mir diese über Kollegen so eingegeben wurden. Stück für Stück hat sich ein Bild von ihm in mir aufgebaut, das heute zerstört wurde. Ich habe guten Unterricht (aus meiner Sicht) gesehen, der meinem Stil durchaus entgegen kommt. Interesse geweckt, offene Diskussionen zugelassen und ein Thema strukturiert behandelt ohne in Eile zu verfallen. Dabei ist die Präzision bei der Erarbeitung von Fremdwörtern oder Fachbegriffen imponierend gewesen. Er sagt nicht so schnell, worauf er hinaus will und die Schüler strengen sich redlich an, die Lösung selber zu finden. So viel Ruhe und Geduld dabei möchte ich auch bekommen. Das Thema waren übrigens auch noch vorschnelle Urteile über andere Menschen.
Ok, die andere Hospitation heute war dann eher wieder das Gleiche wie immer. Ich bin damit nicht so glücklich, aber die Schüler mögen das teilweise trotzdem. Danach ging es noch in eine kleine Besprechung mit unserem IT Verantwortlichen und ich werde die nächste Lo-Net2 Schulung demnächst im größeren Rahmen abhalten. Mal sehen, wie viele Erfahrungen wir dann zwischen Lehrern diskutieren können. Es bleibt spannend.
Mein Resultat heute: Ich werde fleißiger etwas tun, was ich nicht mag. Ich werde meine Tafelbilder vorformulieren und nutzen. Die Schüler sind es so gewohnt und ich kann sie nur schwer umerziehen. Zudem stimmen viele Lehrer dem Konzept zu, dass es mehr bringt, die Inhalte durch die eigene Feder zu Papier zu bringen als Unterlagen zu verteilen und mit den Inhalten zu arbeiten. Ich glaube das noch nicht, werde aber jetzt zumindest einen Kompromiss versuchen.
Was mich nur nervt ist, dass es Schülern leicht fällt von der Tafel abzuschreiben. Wenn ich den gleichen Text aber als Folie vorbereitet auf den OHP lege, dann stöhnen sie und wollen lieber eine Kopie haben. Es scheint immer noch nur das wertvoll zu sein, was der Lehrer anschreibt. Die gute alte Tafel Media-Methodik.
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msa - 8. Sep, 20:01
Demnächst werde ich den Schulrechtstest absolvieren (müssen). Der Termin steht und ich habe noch einiges „auswendig“ zu lernen. Gesetzestexte sind eigentlich nicht so meine Sache. Ich bin auch schon seit 15 Jahren Beamter, aber mit den Gesetzen habe ich mich lange nicht mehr befasst. Neben der Art des Testes, in Form eines Multiple Choice Tests, der Fakten abfragt, stören mich die spielerischen Versuche der Testautoren, kleine Fallen in die Antwortformulierungen einzubauen. Da werden ganze Absätze von Paragraphen dreimal als Antwort angeboten und jeweils ein Wort verändert. Aus meiner Sicht führen solche Tests nicht dazu, sich mit dem Inhalt des Fachgebietes auseinander zu setzen. Es geht nur um kurzfristige Paukerei. Genau das ist es, was ich meinen Schülern nicht zumuten möchte. Die pädagogische Vorgabe heißt doch, zum handlungsfähigen Menschen zu erziehen. Und das auch noch mit handlungsorientierten Methoden.
Aber neben meiner Kritik erlaube ich mir selber auch tiefer nachzuschlagen und stolpere dann über verschiedene interessante Details. Einige sind deswegen interessant, weil sie die neue Organisation als RBZ (Regionales Bildungszentrum) betreffen. Wie steht es hier mit den Konferenzen (Schulkonferenz gibt es nicht) und mit der Funktion der Schulaufsicht? Noch habe ich dazu keine Klarheit. Es gäbe viel zu recherchieren, aber wie sagte Frank gerade so treffend: Wann soll man das alles lesen, was einen interessiert?
Nun noch einiges, was ich auch der Lehrerdienstordnung (LDO) für SH gefunden habe und für interessant halte. Diese Ordnung ist von 1950 und letztmalig 1978 geändert worden. Sie hat also eine hohe Nachhaltigkeit bewiesen.
Als Beamter ist man im Bereich der Rechtswidrigkeiten in einer merkwürdigen Position. Man Darf zu dienstlichen Vorgängen vor Gericht nur aussagen, wenn es der Vorgesetzte erlaubt. Man muss den Anweisungen seines Vorgesetzten Nachkommen und kann erst hinterher die Angelegenheit der Schulaufsichtsbehörde zur Entscheidung vorlegen (LDO §4). Was macht der gute Lehrer denn, wenn er der Meinung ist, dass er gegen Recht verstößt? Im gleichen Paragraphen heißt es wiederum, dass der Lehrer die persönliche Verantwortung für die Durchführung seiner Aufgaben trägt. Eine Zwickmühle, die nicht dadurch erleichtert wird, dass der Schriftverkehr mit der Schulaufsichtsbehörde (und anderer dienstlicher Schriftverkehr) nach §8 LDO über den Tisch des Schulleiters gehen muss.
Aber wie gesagt, seit 1950 fast unverändert, also scheint das ja ohne größere Schwierigkeiten zu funktionieren.
Schön auch §7 1 „Die Schule dient der Erziehung des Kindes zum verantwortlich handelnden freiheits- und ehrliebenden Menschen“ Diesen Satz sollte man einigen meiner ehemaligen Kommilitonen ruhig rechtzeitig näher bringen. Im Studium habe ich noch viele Studenten getroffen, die sich nicht als Erzieher der Kinder / Jugendlichen sehen wollen. Lehren sei ihre Aufgabe. Allerdings wissen wohl nur wenige etwas mit dem Begriff „erhliebend“ anzufangen Mein Rechtschreibkorrektor kennt das Wort ebenso wenig wie die 2006er Ausgabe des Rechtschreibduden. Immerhin liefert die LDO §7 (4) einen kleinen Hinweis, denn weiter heißt es „..,daß Schimpfworte in der Schule keinen Raum haben.“
Es gibt auch wichtige Infos für Klassenlehrer §5 LDO: Ich darf bis zu sechs Tage Urlaub pro Monat geben, ganz ohne Rücksprache, außer, wenn Geschwister in anderen Klassen auch Urlaub haben wollen.
Ich habe für die Aufrechterhaltung der Schulordnung zu sorgen, für einen regelmäßigen Schulbesuch, muss alle Leistungen in allen Fächern im Blick behalten und muss mit den anderen Lehrern zusammen dafür sorgen, dass die Schüler nicht übermäßig belastet werden.
Jetzt muss ich mich nur noch mit den Konferenzen beschäftigen und endlich herausbekommen, welche Regelungen es für Klassensprecher gibt. Bisher habe ich da nichts gefunden. Das ist zwar nicht für den Test wichtig, interessiert mich aber trotzdem.
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msa - 7. Sep, 17:35
Lautet das Thema der nächsten WiPo Einheit meiner Schüler. Ich habe heute nach der Struktur von Dörge den Unterricht vorbereitet und hoffe auf ein aktives und effektives Arbeiten der Klasse. Nicht zu viel vortragen, dafür aber reichlich Text zur Erarbeitung. Mal sehen, ob die Vor- und Nachteile dieser Reform von den Schülern ebenso gesehen werden wie von mir.
Ziel ist es, ein Verständnis für die sich ändernde Situation im Sozialsystem der Bundesrepublik zu bekommen. Es sollte eben nicht selbstverständlich sein, dass man immer einen Arzt aufsuchen kann, dass man immer Medikamente bekommt, das man immer ein Krankenhaus nutzen kann… Diese Errungenschaft wird in Deutschland kaum noch gewürdigt. Alle schimpfen nur über ihre persönlichen, zum Teil kleinen Probleme.
Sozialsystem begreifen, Generationenvertrag verstehen und Alternativen durchdenken können, das sind die Punkte für die nächsten Drei Wochen.
Zum Glück haben wir ja wöchentlich eine Doppelstunde dazu zur Verfügung. Somit müssen aktuelle Themen nicht auf der Strecke bleiben. Ich versuche gerade, die Schüler an Satire heranzuführen. Ich war erstaunt, wie viele die, letzte Woche eingespielte Wochenschau (NDR-Info), nicht kannten (keiner) und wie viele die Inhalte der Sendung scheinbar nicht verstanden haben. Ich werde jetzt diese Wochenschau, den satirischen Wochenrückblick und einige Sachen aus „Xtra-3“ wöchentlich einsetzen. Danach werden wir die politischen Themen daraus erläutern. – So weit der Plan.
Ansonsten betätige ich mich in der nächsten Woche als Praktikumsbetreuer. Auch mal spannend. Betriebe aufsuchen und nach dem Befinden der Ausbilder und Praktikanten in ihrer Situation erkundigen. Die Betriebsbesichtigungen habe ich eh länger vernachlässigt und werde jetzt zumindest wieder Termine auch bei den Ausbildungsbetrieben meiner Klasse vereinbaren. Nichts ist so wichtig wie die reale Arbeitsumgebung. Daraus kann ich für Unterricht und Planung lernen.
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msa - 6. Sep, 20:05
Ob es mein Verdienst ist oder nicht, dass mag ich nicht bewerten. Ich muss nun jedenfalls damit umgehen, dass meine Schüler zu zum Teil sehr kritischen Schülern geworden sind. Sie stellen vieles in Frage, was und wie ich im Unterricht handle. Damit kann ich mich dann auseinandersetzen.
Zugegeben ist dieser Weg anstrengender als die Arbeit mit einer Klasse, die einfach tut was man fordert. Ich muss jetzt aufpassen, dass nicht zu viel Zeit für Diskussion verbraucht wird. Einen Kritikpunkt nehme ich besonders ernst, denn einzelne Schüler beklagen sich, dass die fachliche Seite zu kurz kommt und Kommunikation im Vordergrund stehe. Erwischt. Ich bin (noch) der Ansicht, dass die Kommunikation in vielfältiger Form ein wesentlicher Inhalt des heutigen Arbeitslebens ist. Ohne die Fähigkeit, in Teams zu arbeiten, ohne Kompetenzen im Bereich elektronischer Kommunikation, ohne sprachliches Ausdrucksvermögen, ohne Erfahrungen beim Präsentieren, ohne Diskussionsfähigkeit und ohne übersichtliche Erstellung von Dokumenten wird es schwer im Beruf zu bestehen. Dies gilt zumindest für Facharbeiter, die nicht immer nur nach konkreter Anweisung arbeiten wollen (oder sollen).
Spannend wird die kritische Haltung zur Kommunikation insbesondere während meiner anstehenden Hausarbeit. Dort wartet eine ganz besondere Herausforderung, die allerdings gestern noch nicht positiv bewertet wurde. Zwei Klasse unterschiedlicher Berufsschulen sollen zusammenarbeiten. Sie haben unterschiedliche Berufsschultermine, müssen sich aber trotzdem untereinander verständigen. Diese Kommunikation findet vornehmlich auf schriftlichem Weg statt. Es geht dabei um Kundenauftrag, Arbeitsplanung und anschließendes Übergeben des Produktes einschließlich Dokumentation an den „Kunden“. Die fachliche Erarbeitung der zu realisierenden Steuerungen erfolgt innerhalb der eigenen Klassenverbände.
Nach dem gestrigen Tag steigt meine Spannung weiter. Ich will ja gerade untersuchen, ob diese Art der Auftrags- und Produktübergabe die Nachhaltigkeit des Lernens steigert. Im Stilen hatte ich angenommen, das dies so sein wird. Jetzt sehe ich das kritischer.
Eines darf ich nicht vergessen. Die kritischen Stimmen in der Klasse gehören nur wenigen einzelnen Schülern. Was die schweigende Mehrheit denkt sollte bei der Evaluation im Mittelpunkt stehen. Wie beginne ich diese Evaluation am besten? Ich muss mal wieder lesen….
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msa - 5. Sep, 10:05
Und heute bin ich mit einer sehr motivierten angehenden Lehrerin lange Auto gefahren. Es ist schön, dass sich einige junge Frauen die Aufgabe Schule so zu ihrer Berufung machen.
Ich bin auch motiviert, aber sicher nicht ganz so fleißig und ehrgeizig wie die Kollegin. Immerhin habe ich heute mal wieder ein IQSH Seminar besucht. Es war zum Teil auch ganz brauchbar, nur die langen Wege stören auf die Dauer doch etwas. Reine Fahrzeit heute 4,5 Stunden :(
Gestern habe ich noch ein wenig am Unterricht gefeilt, Unterlagen sortiert und für den Schulrechtstest gelernt.
Morgen geht es dann wieder in die Schule. Diesmal wohl auch mit Schülern. Mal sehen wie das wird. Für mich zumindest ungewohnt, weil schon um 13:00 Uhr Schluss sein könnte. Aber ab 15:00 Uhr gibt es dann ja noch eine Versammlung. Somit bleibt Zeit zu hospitieren, kopieren oder SPS programmieren üben. Mal sehen, was ich mache.
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msa - 3. Sep, 20:17
Ich hatte tatsächlich Lampenfieber. Da half es auch nichts, eine Stunde früher hin zu fahren. Es war auch egal, dass ich die Stunde, den Ablauf und den weiteren Unterricht gut vorbereitet hatte. Erst in der Schule, als ich auch weitere Ausdrucke für Donnerstag und diverse Kopien gefertigt hatte wurde es besser. Was soll das eigentlich? Das kenne ich von früher doch nur bei Prüfungen oder Vorträgen vor großem Publikum. Vermutlich liegt es daran, dass mir die Schüler wichtiger sind als viele Kunden oder Kollegen von früher. Auch liegt es sicher daran, dass ich einiges besser machen möchte als im letzten Jahr.
Und dann? Pünktlich zum Unterrichtsbeginn wollte ich los, da hatte der Chef noch eine Ansage zu machen. Also mit zwei Minuten Verspätung zum Unterricht. Ich habe den neuen Raum gleich gefunden, eine Klasse stand vor der Tür und ich fragte so zu Scherz, ob es die… sei. Leider nein. Sie hatten heute früh die Räume getauscht, also stiefelte ich los, den neuen Raum zu suchen. Auch dort stand eine Klasse ohne Lehrer und der Stundenplan auf dem Tisch sagte mir, dass ich auch hier falsch bin. Weitere Entschuldigung in der Klasse und weitere Suche. Alle Unterlagen, ob elektronisch oder auf Papier halfen nicht weiter. Erst eine Abteilungsleiterin vermutete, dass diese Klasse wohl noch im Schülerpraktikum sei. Der Klassenlehrer wurde in der Bücherei gefunden und tatsächlich – in den nächsten zwei Wochen sind die Schüler betrieblich unterwegs. Meine Aufgabe: Betriebe besuchen und nach den Schülern erkundigen.
In der Hoffnung, dass der Kaukasuskonflikt innerhalb der nächsten 14 Tage friedlich gelöst werden kann, werde ich mich dann vermutlich mit einem anderen Thema als aktuelle Stunde beschäftigen müssen. Mal schauen. Vielleicht ergibt sich ja auch ein Ansatz zur Nachbetrachtung dieses Konfliktes und seiner Beilegung.
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msa - 1. Sep, 16:46
endlich habe ich mal wieder was über ein Buch geschrieben. Siehe Linkliste Bücher ;)
Das muss ich wieder regelmäßiger machen. versprochen.
Ach ja, demnächst entsteht die neue Rubrik Hausarbeit Staatsexamen zwei.
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msa - 30. Aug, 14:31
Heute Früh habe ich tatsächlich in nur zwei Stunden geschafft, was ich mir für den zukünftigen Unterricht vorgenommen hatte. Die Aktuelle Stunde zum Kaukasuskonflikt ist fertig, die zwangssteuernden Befehle für Not-Aus und ähnliches habe ich begriffen und auch mein Interesse an der Kopplung zwischen Kopfhörerausgängen an PC oder MP3 Player mit Line In Eingängen an Verstärkern habe ich ausreichend geklärt. Somit kann die kommende Woche kommen und ich benötige lediglich noch ein Adapterkabel um was zu probieren.
Montag werden dann die Kollegen angesprochen, bei denen ich gelegentlich hospitieren möchte und der Unterricht kann beginnen. Ein schönes Gefühl.
Mit Kim war ich gerade noch im Schwimmbad und in einer Stunde machen wir eine kleine Radtour. Das Wetter ist heute einfach zu schön, um den Tag am Schreibtisch zu verbringen. Morgen geht es dann zu Hilde und zu meiner Mutter. Familientag, eher aus schlechtem Gewissen als aus Freude. Allerdings empfindet Kim das ganz anders und freut sich schon. Auch werden sich die besuchten freuen, Lisa wieder zu sehen und etwas an der Entwicklung teilhaben zu können.
Jetzt wo Lisa ihren ersten Zahn bekommen hat, wackelt auch der erste Zahn bei Kim, so dass sie nun bald stolz mit Zahnlücken herumlaufen kann. Bei uns ist das schon anders. Ich bin nicht stolz auf meine Lücken. Weder in den Zähnen noch sonst wo.
Interessant für mich ist es auch, dass ich feststelle, jetzt wo Lisa aktiver wird und herumkrabbelt, mit uns Kontakt sucht und versucht mit uns zu spielen, da wird sie wesentlich ineterssanter für mich. Ich habe den Eindruck, dass wir Männer die hilflosen, scheinbar kommunikationsschwachen Baybys nicht so toll finden. Danach wechselt das dann von der Mutter zum Vater. Die Frau fühlt sich plötzlich zu stark beansprucht und will diese zusätzliche Aktivität nicht immer. Ich bin dann ganz froh, öfter mit dem Kind zu spielen, denn jetzt reagiert sie endlich sichtbar auf mein Handeln. Endlich fängt sie an, eine „verständliche“ Kommunikation aufzubauen. Besonders beeindruckend ist es, zu sehen, wie gut die beiden Kinder untereinander klarkommen. Sie verstehen sich scheinbar besser als wir sie verstehen.
Wirklich schön zu sehen.
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msa - 30. Aug, 13:41