Lautet das Thema der nächsten WiPo Einheit meiner Schüler. Ich habe heute nach der Struktur von Dörge den Unterricht vorbereitet und hoffe auf ein aktives und effektives Arbeiten der Klasse. Nicht zu viel vortragen, dafür aber reichlich Text zur Erarbeitung. Mal sehen, ob die Vor- und Nachteile dieser Reform von den Schülern ebenso gesehen werden wie von mir.
Ziel ist es, ein Verständnis für die sich ändernde Situation im Sozialsystem der Bundesrepublik zu bekommen. Es sollte eben nicht selbstverständlich sein, dass man immer einen Arzt aufsuchen kann, dass man immer Medikamente bekommt, das man immer ein Krankenhaus nutzen kann… Diese Errungenschaft wird in Deutschland kaum noch gewürdigt. Alle schimpfen nur über ihre persönlichen, zum Teil kleinen Probleme.
Sozialsystem begreifen, Generationenvertrag verstehen und Alternativen durchdenken können, das sind die Punkte für die nächsten Drei Wochen.
Zum Glück haben wir ja wöchentlich eine Doppelstunde dazu zur Verfügung. Somit müssen aktuelle Themen nicht auf der Strecke bleiben. Ich versuche gerade, die Schüler an Satire heranzuführen. Ich war erstaunt, wie viele die, letzte Woche eingespielte Wochenschau (NDR-Info), nicht kannten (keiner) und wie viele die Inhalte der Sendung scheinbar nicht verstanden haben. Ich werde jetzt diese Wochenschau, den satirischen Wochenrückblick und einige Sachen aus „Xtra-3“ wöchentlich einsetzen. Danach werden wir die politischen Themen daraus erläutern. – So weit der Plan.
Ansonsten betätige ich mich in der nächsten Woche als Praktikumsbetreuer. Auch mal spannend. Betriebe aufsuchen und nach dem Befinden der Ausbilder und Praktikanten in ihrer Situation erkundigen. Die Betriebsbesichtigungen habe ich eh länger vernachlässigt und werde jetzt zumindest wieder Termine auch bei den Ausbildungsbetrieben meiner Klasse vereinbaren. Nichts ist so wichtig wie die reale Arbeitsumgebung. Daraus kann ich für Unterricht und Planung lernen.
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msa - 6. Sep, 20:05
Ob es mein Verdienst ist oder nicht, dass mag ich nicht bewerten. Ich muss nun jedenfalls damit umgehen, dass meine Schüler zu zum Teil sehr kritischen Schülern geworden sind. Sie stellen vieles in Frage, was und wie ich im Unterricht handle. Damit kann ich mich dann auseinandersetzen.
Zugegeben ist dieser Weg anstrengender als die Arbeit mit einer Klasse, die einfach tut was man fordert. Ich muss jetzt aufpassen, dass nicht zu viel Zeit für Diskussion verbraucht wird. Einen Kritikpunkt nehme ich besonders ernst, denn einzelne Schüler beklagen sich, dass die fachliche Seite zu kurz kommt und Kommunikation im Vordergrund stehe. Erwischt. Ich bin (noch) der Ansicht, dass die Kommunikation in vielfältiger Form ein wesentlicher Inhalt des heutigen Arbeitslebens ist. Ohne die Fähigkeit, in Teams zu arbeiten, ohne Kompetenzen im Bereich elektronischer Kommunikation, ohne sprachliches Ausdrucksvermögen, ohne Erfahrungen beim Präsentieren, ohne Diskussionsfähigkeit und ohne übersichtliche Erstellung von Dokumenten wird es schwer im Beruf zu bestehen. Dies gilt zumindest für Facharbeiter, die nicht immer nur nach konkreter Anweisung arbeiten wollen (oder sollen).
Spannend wird die kritische Haltung zur Kommunikation insbesondere während meiner anstehenden Hausarbeit. Dort wartet eine ganz besondere Herausforderung, die allerdings gestern noch nicht positiv bewertet wurde. Zwei Klasse unterschiedlicher Berufsschulen sollen zusammenarbeiten. Sie haben unterschiedliche Berufsschultermine, müssen sich aber trotzdem untereinander verständigen. Diese Kommunikation findet vornehmlich auf schriftlichem Weg statt. Es geht dabei um Kundenauftrag, Arbeitsplanung und anschließendes Übergeben des Produktes einschließlich Dokumentation an den „Kunden“. Die fachliche Erarbeitung der zu realisierenden Steuerungen erfolgt innerhalb der eigenen Klassenverbände.
Nach dem gestrigen Tag steigt meine Spannung weiter. Ich will ja gerade untersuchen, ob diese Art der Auftrags- und Produktübergabe die Nachhaltigkeit des Lernens steigert. Im Stilen hatte ich angenommen, das dies so sein wird. Jetzt sehe ich das kritischer.
Eines darf ich nicht vergessen. Die kritischen Stimmen in der Klasse gehören nur wenigen einzelnen Schülern. Was die schweigende Mehrheit denkt sollte bei der Evaluation im Mittelpunkt stehen. Wie beginne ich diese Evaluation am besten? Ich muss mal wieder lesen….
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msa - 5. Sep, 10:05
Und heute bin ich mit einer sehr motivierten angehenden Lehrerin lange Auto gefahren. Es ist schön, dass sich einige junge Frauen die Aufgabe Schule so zu ihrer Berufung machen.
Ich bin auch motiviert, aber sicher nicht ganz so fleißig und ehrgeizig wie die Kollegin. Immerhin habe ich heute mal wieder ein IQSH Seminar besucht. Es war zum Teil auch ganz brauchbar, nur die langen Wege stören auf die Dauer doch etwas. Reine Fahrzeit heute 4,5 Stunden :(
Gestern habe ich noch ein wenig am Unterricht gefeilt, Unterlagen sortiert und für den Schulrechtstest gelernt.
Morgen geht es dann wieder in die Schule. Diesmal wohl auch mit Schülern. Mal sehen wie das wird. Für mich zumindest ungewohnt, weil schon um 13:00 Uhr Schluss sein könnte. Aber ab 15:00 Uhr gibt es dann ja noch eine Versammlung. Somit bleibt Zeit zu hospitieren, kopieren oder SPS programmieren üben. Mal sehen, was ich mache.
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msa - 3. Sep, 20:17
Ich hatte tatsächlich Lampenfieber. Da half es auch nichts, eine Stunde früher hin zu fahren. Es war auch egal, dass ich die Stunde, den Ablauf und den weiteren Unterricht gut vorbereitet hatte. Erst in der Schule, als ich auch weitere Ausdrucke für Donnerstag und diverse Kopien gefertigt hatte wurde es besser. Was soll das eigentlich? Das kenne ich von früher doch nur bei Prüfungen oder Vorträgen vor großem Publikum. Vermutlich liegt es daran, dass mir die Schüler wichtiger sind als viele Kunden oder Kollegen von früher. Auch liegt es sicher daran, dass ich einiges besser machen möchte als im letzten Jahr.
Und dann? Pünktlich zum Unterrichtsbeginn wollte ich los, da hatte der Chef noch eine Ansage zu machen. Also mit zwei Minuten Verspätung zum Unterricht. Ich habe den neuen Raum gleich gefunden, eine Klasse stand vor der Tür und ich fragte so zu Scherz, ob es die… sei. Leider nein. Sie hatten heute früh die Räume getauscht, also stiefelte ich los, den neuen Raum zu suchen. Auch dort stand eine Klasse ohne Lehrer und der Stundenplan auf dem Tisch sagte mir, dass ich auch hier falsch bin. Weitere Entschuldigung in der Klasse und weitere Suche. Alle Unterlagen, ob elektronisch oder auf Papier halfen nicht weiter. Erst eine Abteilungsleiterin vermutete, dass diese Klasse wohl noch im Schülerpraktikum sei. Der Klassenlehrer wurde in der Bücherei gefunden und tatsächlich – in den nächsten zwei Wochen sind die Schüler betrieblich unterwegs. Meine Aufgabe: Betriebe besuchen und nach den Schülern erkundigen.
In der Hoffnung, dass der Kaukasuskonflikt innerhalb der nächsten 14 Tage friedlich gelöst werden kann, werde ich mich dann vermutlich mit einem anderen Thema als aktuelle Stunde beschäftigen müssen. Mal schauen. Vielleicht ergibt sich ja auch ein Ansatz zur Nachbetrachtung dieses Konfliktes und seiner Beilegung.
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msa - 1. Sep, 16:46
endlich habe ich mal wieder was über ein Buch geschrieben. Siehe Linkliste Bücher ;)
Das muss ich wieder regelmäßiger machen. versprochen.
Ach ja, demnächst entsteht die neue Rubrik Hausarbeit Staatsexamen zwei.
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msa - 30. Aug, 14:31
Heute Früh habe ich tatsächlich in nur zwei Stunden geschafft, was ich mir für den zukünftigen Unterricht vorgenommen hatte. Die Aktuelle Stunde zum Kaukasuskonflikt ist fertig, die zwangssteuernden Befehle für Not-Aus und ähnliches habe ich begriffen und auch mein Interesse an der Kopplung zwischen Kopfhörerausgängen an PC oder MP3 Player mit Line In Eingängen an Verstärkern habe ich ausreichend geklärt. Somit kann die kommende Woche kommen und ich benötige lediglich noch ein Adapterkabel um was zu probieren.
Montag werden dann die Kollegen angesprochen, bei denen ich gelegentlich hospitieren möchte und der Unterricht kann beginnen. Ein schönes Gefühl.
Mit Kim war ich gerade noch im Schwimmbad und in einer Stunde machen wir eine kleine Radtour. Das Wetter ist heute einfach zu schön, um den Tag am Schreibtisch zu verbringen. Morgen geht es dann zu Hilde und zu meiner Mutter. Familientag, eher aus schlechtem Gewissen als aus Freude. Allerdings empfindet Kim das ganz anders und freut sich schon. Auch werden sich die besuchten freuen, Lisa wieder zu sehen und etwas an der Entwicklung teilhaben zu können.
Jetzt wo Lisa ihren ersten Zahn bekommen hat, wackelt auch der erste Zahn bei Kim, so dass sie nun bald stolz mit Zahnlücken herumlaufen kann. Bei uns ist das schon anders. Ich bin nicht stolz auf meine Lücken. Weder in den Zähnen noch sonst wo.
Interessant für mich ist es auch, dass ich feststelle, jetzt wo Lisa aktiver wird und herumkrabbelt, mit uns Kontakt sucht und versucht mit uns zu spielen, da wird sie wesentlich ineterssanter für mich. Ich habe den Eindruck, dass wir Männer die hilflosen, scheinbar kommunikationsschwachen Baybys nicht so toll finden. Danach wechselt das dann von der Mutter zum Vater. Die Frau fühlt sich plötzlich zu stark beansprucht und will diese zusätzliche Aktivität nicht immer. Ich bin dann ganz froh, öfter mit dem Kind zu spielen, denn jetzt reagiert sie endlich sichtbar auf mein Handeln. Endlich fängt sie an, eine „verständliche“ Kommunikation aufzubauen. Besonders beeindruckend ist es, zu sehen, wie gut die beiden Kinder untereinander klarkommen. Sie verstehen sich scheinbar besser als wir sie verstehen.
Wirklich schön zu sehen.
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msa - 30. Aug, 13:41
Ein kurzer Chat mit Frank und schon komme ich ins Grübeln. Sind meine Ansprüche an mich wirklich zu hoch? Ich glaube das nicht, bin aber selten zufrieden mit dem was ich in der Schule leiste. Also vielleicht doch zu hohe Ansprüche?
Heute habe ich mich mit den Themen Steuerung, Sensoren, Aktoren und der Kaukasus Krise beschäftigt. Wie macht man daraus vernünftigen Unterricht. Was ist eigentlich vernünftiger Unterricht? Im Fach Politik habe ich jedenfalls entschlossen, zumindest eine Stunde dem aktuellen Konflikt zu widmen. Aber wie gehe ich da ran. Täglich gibt es neue Nachrichten dazu. Was können die Schüler daraus lernen? Ich selber kann den Konflikt nicht bewerten, also sollte ich dieses Bewertungsziel auch nicht an die Schüler geben. Aber immerhin können wir ja was zur Schwierigkeit der Wahrheitsfindung bei politischen Themen lernen. Auf jeden Fall muss ich am Abend vor dem jeweiligen Unterricht die aktuellsten Daten / Nachrichten beschaffen.
Und Sensoren? Einige kennen lernen, mit den vorhandenen Büchern umgehen können. Sich selber das Thema erarbeiten und anschließend wenige englische Datenblätter lesen können. Wenn wir das in vier Stunden schaffen, bin ich froh und die Schüler können was. Sollten sie schneller fertig werden, kann man ja noch eine Steuerung mit Grafcet beschreiben. Auch hier sind allerdings noch einige Fragen zu klären. Da gibt es die sogenannten zwangssteuernden Befehle, die ich noch in die richtige Darstellung bringen muss. Wo und wie setze ich die ein? Wie helfen die dabei, den Stopp oder Not-Aus Taster sinnvoll zu beschreiben. Das werde ich morgen nachlesen.
Gleich werde ich erstmal zwangsgesteuert zur Feuerwehr gehen, denn wir legen Montag unsere erste „Roter Hahn“ Prüfung ab. Und der Chef meint, wir sollten noch mal üben.
Na dann…
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msa - 29. Aug, 18:34
Seit gestern bin ich wieder am Schreibtisch. Jedes mal wenn ich was suche, finde ich noch zusätzliche zu erledigende Arbeiten. Gestern Abend war ich ganz schön genervt, aber dann fiel mir ein, dass ich nicht alles so wichtig nehmen muss. Eine vernünftige Ausgewogenheit zwischen Vollständigkeit, Wichtigkeit und Freizeit muss bleiben.
Immerhin konnte ich einiges schon erledigen. Die WiPo Stoffverteilung für die Berufsachschule habe ich vorbereitet. Es gibt genügend Freiraum für aktuelle Themen und auch für Vorschläge der Schüler. Gelernt habe ich auch, denke ich, denn ich habe Bewertungskriterien und Note(sammel)liste vorbereitet. Der erste Tag, nächsten Montag steht auch schon fast, nur ein geeignetes Kennenlern Spiel muss ich noch auswählen und vorbereiten.
Die WiPo Stunden der anderen Schüler muss ich noch plaen, dafür habe ich ja noch drei Tage mehr Zeit. Morgen geht es erstmal wieder in die Schule, um mit der SPS zu spielen und die möglichen Versuche / Programmierungen der Schüler zu testen. Leider habe ich noch immer nichts dazu herausgesucht und meine Aufzeichnungen von den letzten Tests konnte ich bislang nicht finden. Bis Montag wird wieder Ordnung herrschen, sonst wird es schwierig.
Die erste Lektion im Bereich Elektrotechnik ist fertig und auch eine der nächsten Einheiten bezüglich SPS ist eigentlich vorbereitet. Nur die Handlungsorientierung fehlt noch, mal sehen ob Jan morgen eine gute Idee dazu hat.
Thema Sensoren und Aktoren muss ich für die zweite Woche vorbereiten. Auch hier fehlt mir noch die zündende Idee. Erstmal werde ich, vielleicht gleich noch, den neuen Sitzplan erstellen. Aber parallel läuft noch der Chat mit Neele in Schweden. Das ist eigentlich viel schöner.
Mitte September steht der Schulrechtstest an. Ich habe immerhin einiges im Schulgesetz nachgelesen, aber immer wenn ich die Testfragen durchgehen möchte finde ich neue Gesetze und Verordnungen, die ich kennen sollte. Wie das ohne das Internet früher funktioniert hat kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Heute findet man ja sehr schnell Antworten, sobald die Frage klar ist. Allerdings funktionierte das heute bei der Suche nach einem neuen CD Laufwerk nicht. Wahrscheinlich kenne ich die Richtige Frage noch nicht.
Mein gestern Morgen aufgestellter Arbeitsplan für diese Woche ist jetzt schon dreimal geändert worden. Nachdem gestern Abend mal wieder die Sirenen heulten und wir eine Übung im Kraftwerk fahren mussten, sagte man mir gleich drei weitere Termine bei der Feuerwehr. Dadurch gehen wieder viele Stunden verloren. Einen Tag dieser Woche habe ich als Familientag definiert und der Rest sollte effektiv für die Schule, bzw. meine Ausbildung genutzt werden.
Was mir etwas Sorge bereitet ist der schleppende Fortgang der zu erledigenden/ planenden Hausarbeit im Lernfeld 7 der Elektrotechnik. Ich habe zwar viele Ideen, aber noch wenig konkrete Pläne. Vorhin, bei einem langen Spaziergang ist mir zumindest schon mal die Wichtigkeit einer geplanten Evaluation aufgefallen. Daran werde ich jetzt erst mal arbeiten.
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msa - 26. Aug, 21:48
Der Urlaub ist zu Ende. Meist heißt es dann ja, dass er zu kurz war. Das finde ich nicht, denn sechs Tage mit zwei kleinen Kindern in einem Wohnwagen sind auch anstrengend. Wenn dann auch das Wetter es nicht zulässt, zu viel draußen zu unternehmen, dann können die kindlichen Anforderungen an die Eltern manchmal belasten. Der Urlaub war trotzdem wirklich toll. Wir konnten uns entspannen und durch ruhige Tagesabläufe ohne zeitlichen Druck einfach so in den Tag leben. Viele Gedanken habe ich mir gemacht, wen ich Kim (5) so beobachten konnte. Nebenbei habe ich in einem Buch von … (fällt mir bestimmt wieder ein) etwas über Entwicklungspsychologie gelesen und verstehe immer mehr die Beobachtungen Piagets. Ich kann vieles an unseren Töchtern nach verfolgen. Es ist schön zu erkennen, dass viele Entwicklungen einfach normal verlaufen. Zusätzlich erkenne ich immer wieder Ansätze für Unterricht. Manchmal finde ich es geradezu ärgerlich, dass „meine“ Schüler schon so alt sind. Die Begeisterung, die Fünfjährige entwickeln und dann auch zeigen. Die Ausdauer, die diese kleinen Menschen haben, wenn sie etwas lernen wollen. Die Freude und der Stolz über erbrachte Leistungen und neue Erfahrungen. Das ist wirklich schön zu sehen und als Vater zu erleben. Jedoch nicht nur als Vater. Auch die in den letzten Wochen erfahrenen kleinen Erfolge als Lehrer (Schwimmen) sind toll. Drei Menschen haben jetzt schon erfolgreich einiges bei mir gelernt. Und die beiden Kinder haben auch deutlich gezeigt, dass sie meinen Unterricht gut fanden und haben mich gelobt. Besonders stolz bin ich dabei auf den Erfolg, dass Kim jetzt schwimmen kann. Zumindest geht sie nicht mehr unter, an der Technik muss noch viel geübt werden. Stolz deshalb, weil ich immer wieder höre, dass Kinder bei ihren Eltern eigentlich nicht schwimmen lernen können. Ich war schon so weit, dass ich einen Kurs für sie buchen wollte. In diesem Urlaub blieb uns kaum eine Wahl, als mehrmals die Hallenbäder der Region zu nutzen, da die Nordsee für Kinder nicht in Frage kam (zu kalt und regnerisch). Kim wollte unbedingt zeigen, dass sie ihre Angst überwindet und meinen Vorschlägen im Wasser zunehmend nachkommen wollte. Irgendwann traute sie sich dann und wurde nicht enttäuscht. Danach wollte sie einfach nicht mehr aufhören und schwamm bis zur körperlichen Erschöpfung. Die Nächte danach konnte ich dann auch mal wieder etwas lesen.
Zu dem aktuellen Buch „komm ich erzähl Dir eine Geschichte“ werde ich noch einiges schreiben. Das fasziniert mich sehr. Ich werde daraus vermutlich noch oft zitieren, denn ich finde darin viele brauchbare Weisheiten für mein Leben.
Also, jetzt wieder an den Schreibtisch, sobald ich ausgeschlafen bin. Der Muskelkater stört dabei ja nicht so sehr. Ich wusste gar nicht, dass Wasserski so anstrengend ist. Macht aber riesig Spaß.
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msa - 24. Aug, 23:13