Eigentlich habe ich heute einen entspannten Tag. Ausreichend Schlaf und ein nettes gemeinsames Familienfrühstück brachten den Geist auf Touren. Das angenehme Treffen mit einer Freundin gestern Abend hat mich zusätzlich entspannt. Außerdem herrscht seit gestern mehr Klarheit über die kommenden Prüfungen zum ii Staatsexamen. Am 29.10 ist es so weit, da muss ich noch einmal zeigen, was die Prüfer sehen wollen. Interessant war dabei ja die gestrige Aussage, dass in der Prüfung eh nicht das gezeigt wird, wie Unterricht eigentlich laufen sollte. Schließlich passen die normalen, handlungsorientierten Unterrichtseinheiten von 90 Minuten nicht in die 45 Minuten Vorführstunde. Egal. Die nächsten Tage prüfe ich mal, ob ich alle Unterlagen und Pflichtstunden bis zum Termin auch wirklich erbringen kann. Danach ist noch zu klären, wann und wo ich mich bewerben sollte.
Also, frohen Mutes heute Morgen an den Schreibtisch, um die letzte Hausarbeit für das Examen weiter zu schreiben. Es ging damit die letzten Tage ja ganz gut voran.
Was nervt sind dann aber diese kurzen, nicht bös gemeinten Unterbrechungen. Innerhalb von 60 Minuten kamen viermal Personen zu mir, die was wissen wollten oder kurz Hilfe brauchten. Immer nur einige Minuten und von den Umständen her durchaus nachvollziehbar. Aber es stört gewaltig. Jedes Mal muss ich mich neu einarbeiten. Die Gedankengänge wieder ordnen und Texte, die schon im Kopf waren, neu formulieren.
Was ist die Folge? Ich bin sauer, nicht mehr entspannt und komme nicht voran.
Jetzt aber gibt es erst mal Mittag und danach gehe ich wieder auf meine Baustelle. Das entspannt den Geist und gibt Muskelkater. Die Hausarbeit wird morgen weiter geschrieben.
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msa - 21. Mai, 12:49
Die nächste Woche ist frei. Zumindest hat die Schule geschlossen, so dass wir Lehrer und anderen Dingen widmen können. Nur Mittwoch findet noch ein Pädagogik Seminar statt. Kurz entschlossen waren wir also Samstag den Baumarkt gestürmt und Türen und Fliesen für den Flur meiner Schwiegereltern gekauft. Danach ging es an das entfernen von 32 qm Bodenfliesen. Tagesleistung vollbracht, Muskelkater geerntet. Abends stand dann noch die Restkorrektur der WiPo Klassenarbeit an. Ich muss unbedingt wieder zu Klausurentwürfen kommen, die in weniger als vier Stunden zu korrigieren sind. Na ja.
Heute wurde etwas Elektrik verlegt und eine Wand verputzt. Leider reichte das Material nicht aus, aber am Ende des Mörtels war der Tag eh gelaufen und meine Kondition am Ende. Also schnell noch etwas im Internet recherchieren und Schülerhilfen online stellen (lo-net2). Heute Morgen habe ich es sogar geschafft, die mir selbst verordneten zwei Stunden für die zweite Hausarbeit zu nutzen. Die Sachanalyse nimmt Form an. Diese zwei Stunden sind täglich fest eingeplant, wenn auch die Renovierungsarbeiten absehbar länger dauern werden, als geplant.
Gleich geht es zum Abendessen, dann noch zwei Telefonate führen und an die nächste Korrektur setzen. Diesmal Elektrotechnik, mal sehen, wie lange das dauert.
Freitag war nett. Ich habe Unterricht gezeigt und war mit meiner Leistung voll zufrieden. Die Teilnehmer weitgehend auch. Abends ging es dann mit unserem Festausschuss zur Erkundung von Essen und Landschaft für zwei zu planende Betriebsfeiern. Der Abend war wirklich schön. Mit drei jungen Kollegen sind wir noch etwas in einer Spelunke versackt und hatten viel Spaß.
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msa - 17. Mai, 19:54
Manche Tage laufen echt gut. Das schafft dann immer bessere Stimmung. Heute Morgen konnten zwei positive Erfolge für unseren nächsten Kooperationstag und auch für den zu organisierenden Betriebsausflug den Morgen retten. Danach konnte ich meine Kollegen zu einem recht komplexen Projekt zum berufsübergreifenden arbeiten überzeugen. Wenn auch eines ihrer Argumente eher aussagte, dass man ja immer auf die Bildungswünsche der Referendare eingehe. Nun werde ich also Projektorientierten Unterricht in den Schwerpunkt des zu füllenden Portfolios aufnehmen. Da habe ich ja diverse Erfahrungen sammeln dürfen. Nicht nur positive, aber immer mit Lernpotenzial für mich. Die nächsten Schüler haben es dann vielleicht besser.
Mit dem neuen Projekt habe ich mir zwar einen Wunsch erfüllt. Ich kann die neuen Energien in den Unterricht effektiver integrieren. Zugegebener Maßen habe ich damit auch jede Menge Arbeit an der Backe. Aber was tut man nicht alles für den Job.
In der letzten Zeit etwas zu viel. Der Stress nahm deutlich zu und ich reagiere nicht richtig darauf. Selbst zwei entspannende Wochenenden haben nicht geholfen, die schlechte Laune stieg ständig an. Dann wieder gibt es Tage wie heute, wo vieles gut und schnell läuft. Dann ruft auch noch eine gute Freundin an und wir verabreden uns zum Tee morgen Abend. Danach ging es mir schlagartig gut. Kleine Ursachen verändern so viel an unserem Gefühlsleben.
Sogar zu dem Blog Eintrag lasse ich mich heute hinreißen. Viele Tage habe ich nichts mehr geschrieben. Hätte ich zu dem leckeren Abendessen nicht den Wein getrunken, dann würde ich vermutlich den Abend noch durch arbeiten. Aber so gibt es noch etwas Schriftverkehr und danach leichte Lektüre zu Blindleistungskompensationen. Morgen früh dann nach Husum zum Modul fahren. Gestern hatte ich noch keine Lust auf dieses Modul, weil die letzten WiPo Stunden so schlecht gelaufen sind. Aber jetzt freue ich mich sogar wieder auf die Kollegen.
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msa - 5. Mai, 20:26
Selbst ohne Zeitdruck mal effektiv zu arbeiten, das ist eine schöne Erfahrung. Eigentlich nehme ich mir dann immer besonders viel Zeit, um den Unterricht zu planen, dadurch werde ich unproduktiv. Es macht dann aber meist auch Freude, sich in ein Thema tiefer ein zu arbeiten. Dadurch verschwimmen dann die Grenzen zwischen Arbeit und Hobby. Diese Konstellation ist zwar sehr angenehm, hat aber den Nachteil, dass für die nächsten Pflichtaufgaben zu wenig Zeit bleibt. Heute war es anders, da wollte ich „schnell mal“ den Unterricht im Lernfeld 8 vervollständigen, damit ich genügend Material für die Schüler habe. Schließlich habe ich am gleichen Tag einen Vorführunterricht in einer anderen Klasse. Dann brauche ich nicht auch noch Stress während des normalen Unterrichts. Was mich stört ist eigentlich nur, dass ich an dem Tag acht Stunden unterrichte und Pausenaufsicht vor der Vorführstunde habe. Das zwingt zumindest dazu, den Tag effizient zu planen. Improvisieren geht dann wohl kaum noch.
Nachdem ich gestern gut acht Stunden an einer Unterrichtsstunde gearbeitet hatte, wurden es heute nur gut fünf Stunden für drei Unterrichtstunden (je 90 Minuten). Das finde ich erstaunlich gut.
Es macht Sinn, sich manchmal die Zeitdiebe zu ersparen. Heute habe ich nur selten das Internet bemüht und mich lediglich auf ein Tabellenbuch, ein Fachbuch und ein Aufgabenbuch verlassen. Die Planung erfolgte Handschriftlich und nur zum Teil wurde eine schon einmal erstellte elektronische Präsentation erweitert.
Ideen, es anders zu machen habe ich konsequent verworfen. Dies nicht nur deswegen, weil meine Schwiegermutter mal wieder denkt, Lehrer haben in den Ferien so viel Zeit, dass sie jeden Tag eine neue Aufgabe findet. „Kannst Du mal eben…“ Das stört allmählich.
Immerhin habe ich es derzeit gut raus, vormittags für die Schule arbeiten, danach etwas am Haus oder so erledigen. Mit Kim spielen oder basteln, zwischendurch mit Lisa spielen. Die Kinder zu Bett bringen und danach noch einige Stunden am Schreibtisch verbringen. Diese Stunden sind oft Schularbeit, aber auch gelegentlich Planungen für das Haus, neue Autos oder einfach Interessen nachgehen, die sonst zu kurz kommen. Zugegeben, meist ist es Arbeitszeit.
In Zukunft will ich es häufiger schaffen, abends auch mehr in die Werkstatt zu gehen. Erst einmal einige Wochen kontinuierlich aufräumen, danach hoffentlich an netten Sachen basteln. Dazu muss ich mir die Arbeitseffektivität erhalten und verbessern.
Und trotzdem. Wäre Frank jetzt nicht gerade im chat online, dann würde ich ein Bier öffnen und noch TV glotzen. So wird das wohl zum Glück nichts mehr damit. Gut so.
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msa - 16. Apr, 21:49
Jetzt will ich einen motivierenden Unterricht zur EU gestalten und finde so viele Internet Auftritte und Zeitungsberichte, die nur Gefahren von europäischen Regelungen aufzeigen. Immer wird nur gemeckert und Ängste geschürt. Was soll ich denn da für Material für die Erarbeitungsphase finden? Selbst unsere gute Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) nennt die EU als Unterrichtsthema „sperrig“ und bringt zwar recht gute Themenblätter dazu heraus, aber leider nicht viel, was ich brauche. Das Schengen Übereinkommen soll ja nach allgemeiner Auffassung den Binnenmarkt unterstützen. Aber das Übereinkommen bestand schon vor der Vollendung des Binnenmarktes. Zugegeben, es wurde erst danach umgesetzt, weil so viele Regierungen Angst vor den Sicherheitsrisiken des freien Personenverkehrs hatten. Alle Bedenken, die wir heute im Lande vor staatlicher, Datenbankgestützter Überwachung haben, sind für Personen aus nicht Schengen Staaten schon lange Standard. Sie müssen sich alle in der Biometrischen Datenbank des SIS erfassen lassen. Wie haben wir Deutsche noch vor wenigen Jahren auf die Ami’s geschimpft. Diese wollten doch glatt schon vor dem Flug wissen, wer kommen will. Wir Deutschen wissen das schon, sobald ein Reisender die Außengrenze des Schengen Raums übertritt. Ist die Sicherheit nun größer geworden, weil EDV technisch zwischen allen Staaten vernetzt? Ich glaube, das haben nicht einmal die Landespolizeien der Bundesländer untereinander geschafft. Schäuble müsste sich das SIS doch eigentlich als Wunschtraum für seine innere Sicherheit erträumen. Ich gebe zu, dass ich nicht weiß, welche Daten hier gespeichert werden und wer wie oft darauf zugreift. Aber der Verzicht auf Grenzkontrollen wurde durch die stärkere innereuropäische polizeiliche Zusammenarbeit erst möglich. Wenn man so die Berichte der Schweizer Schengen Gegner aus dem letzten Jahr liest und dann die heutigen Berichte nach der Umsetzung des Abkommens, dann überwiegen auch dort die Vorteile. Und sie sind ja auch für jeden spürbar, der schon etwas älter ist und auch vor 1995 in europäisches Ausland reiste. Lange Staus vor den Grenzen waren der Alptraum eines jeden Auto-Touristen. Jeder LKW Fahrer haste die verlorene Zeit an den Kontrollpunkten. Da konnte noch so gut oder günstig im Ausland produziert werden. Der Zoll und der Zeitverlust machten so manches Geschäft unmöglich. Heute ist es beinahe egal, in welchem EU Staat ich mir meine Konsumgüter bestelle. Die heimische Industrie leidet und profitiert gleichermaßen darunter, wie die der anderen Länder.
So, genug gearbeitet, jetzt wird noch schnell etwas geschlafen. Morgen werde ich dann zur Abwechslung mal etwas E-Technik vorbereiten. Nicht dass es schon in der ersten Woche nach den Ferien wieder Stress gibt.
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msa - 15. Apr, 23:35
Schon wieder Ferien. Das geht schnell, finde ich. Die Zeit rast. Und viele Kollegen haben heute schon gesagt, dass dieser Zeitraum seit den letzten Ferien zu lang war.
Es stimmt schon, ich bin ziemlich kaputt und freue mich, dass ich heute keinen Unterricht mehr planen muss. Wenn ich auch noch einige recherchieren möchte. Zum Einen zu Heizkraftwerken und dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz), zum Anderen zu Europa. Wie mache ich das Schengen Abkommen für die Schüler greifbar? Sie kommen dann zwar gerade aus Prag zurück, aber welche Problemstellung gäbe es wohl für Sie? Worüber können wir trefflich diskutieren? – Es wird mir schon noch was einfallen. Erst einmal eine ordentliche Sachanalyse durchführen, schließlich kommt der Studienleiter zu Besuch, da muss es besonders gut werden.
Heute habe ich mir den Unterricht einfach gemacht. Die Schüler durften arbeiten und vortragen, sie haben auch noch Hausarbeiten zu erledigen. Vorbereitungszeit ca. 40 Minuten für 90 Minuten Unterricht. Danach kam ein Schüler zu mir und sagte „ der Unterricht heute hat mir gut gefallen“; wenn das so weitergeht, bin ich zufrieden. War ich zufrieden? Na ja, es war kein Politik und auch kein Wirtschafts-Unterricht. Es ging um Kommunikation und meinen Bedarf an einer möglichen Notenvergabe.
Der Technik Unterricht war auch ganz gut. Denke ich – Mein Kollege fährt 14tägig das gleiche Thema in der zweiten Klassenhälfte, die wir glücklicherweise auf zwei Fachräume teilen können. Er schafft inhaltlich immer wesentlich mehr als ich. Bei mir müssen die Schüler viele Probleme (Aufgaben) aber selber lösen. „Malen nach Zahlen“ gibt es selten. Dafür hat der Kollege ein enormes Fachwissen angesammelt und ist auch in der Lage, dieses kurz und bündig zu vermitteln. Was ist besser? Ich hoffe, das die Mischung unserer Stile den Schülern Vorteile bringt. Wer kann das aber wirklich beurteilen?
Ein anderes Projekt muss ich wahrscheinlich begraben. Es gab Mittwoch einen schönen Ansatz, Klassenübergreifend (Berufsübergreifend) ein 5 Tages Projekt zu gestalten. Die eine Abteilung würde wohl mit machen und ist interessiert. Nur meine direkten Kollegen haben Bedenken. Einige der Bedenken trage ich mit, andere eher nicht. Schade, mal sehen, was ich noch retten kann. Viel miteinander sprechen tut Not, aber das ist zwischen Lehrern nicht einfach. Nicht weil wir nicht wollen, wir treffen uns nur zu selten und haben meist nur 10 Minuten Zeit. Und nach der Arbeitszeit treffen? Das gibt es auch, nur nicht mit allen Beteiligten. Vielleicht finde ich einen guten Ansatz zu mehr Gesprächen? Ich weiß nur noch nicht, wo ich suchen soll.
Andererseits ist ein nicht zu realisierendes Projekt eine gute Gelegenheit, Zeit zu sparen. Da die nächste Hausarbeit ansteht und die Prüfungen demnächst auch, brauche ich diese Zeiten.
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msa - 2. Apr, 19:56
Es wäre zu einfach, den fehlenden Schlaf einfach nur Lisa zuzuschreiben. Sie hat heute Nacht beschlossen, dass Schlafen nicht nötig ist und man über lautes Schreien viel Aufmerksamkeit bekommt. Seit 3:30 Uhr bin ich dran gewesen, damit Bea mal zur Ruhe kommt. Gleich geht es zur Arbeit. Zum Glück muss ich heute nicht unterrichten, sondern werde mir Unterricht ansehen.
Aber auch sonst konnte ich kaum Ruhe finden. Es gibtr im Moment zu viele kleine und große Baustellen. Viel ist noch unklar und einiges ist zeitlich drängend. Auch wenn ich es ja schon wusste, so ist der Stressfaktor seit gestern Abend noch durch den anstehenden Hausarbeitsunterricht nach den Ferien angestiegen. Sobald etwas offiziell und terminiert ist, wird es wichtiger. Also muss ich endlich konkret den Unterricht planen, einen Entwurf schreiben und mit meinem Alk abstimmen. Leider sind die Kollegen während der Ferien nicht erreichbar ;)
Direkt vor dem Unterricht sind wir mit der Abteilung auf Helgoland. Eine private Fortbildung. Und wer organisiert? Ich natürlich.
Nach den Ferien steht die zweite Projektbesprechung zum gemeinsamen Unterrich von Sanitären Anlagenmechanikern und Elektronikern zum Thema Erneuerbare Energien an. Diese Projektwoche muss auch noch vorbereitet werden. Eigentlich sind es sogar zwei, da zu viele Schüler da sein werden. Aber vorher muss ich Kollegen informieren, Innungen ansprechen, Betriebe überzeugen und Kollegen auch noch begeistern. Nebenbei wird auch ein kompletter Stundenplan der beiden beteiligten Abteilungen umgestellt werden müssen. Wenn man sonst nichts zu tun hat….
Ok, gleichzeitig brauchen wir noch eine neue Heizung und wollen in den Urlaub fahren. Das Auto ist auch zu ersetzen und zwei Familienfeiern stehen an.
Die neue Heizung belastet meine Denkkapazität derzeit am meisten, denn durch den Wunsch nach Nachhaltigkeit versuche ich die Zwickmühlen der Gesetze und Verordnungen zu durchdringen. Um EEG, Biomasseverordnung, Wärme EEG und KWK Förderungen zu verstehen, muss ich noch einige Vokabeln erlernen. Die aktuelle Frage seit gestern: Ist Pflanzenöl eine förderfähige Biomasse laut EEG? Noch bin ich nicht sicher, denn PÖl ist ja kein RME….
Na ja, die Recherchen zahlen sich dadurch aus, das ich die Erkenntnisse im Unterricht einsetzen kann. Schließlich bin ich seit gestern als Fachmann für das neue BHKW der Schule benannt. Inoffiziell natürlich.
So, jetzt aber ab zur Arbeit. Diesmal nach Heide. Vorher noch Mal zum Reifenhändler. Zu allem Überfluss hatte ich einen platten Reifen (nein, kein Schülerstreich), da wir mit LPG fahren gibt es im Auto keinen Ersatzreifen mehr (da sitzt der Gastank). Platte Reifen gibt es schließlich kaum noch ;) Der Händler hat auch schnell repariert und abends konnte ich das Rad abholen. Zuhause angebaut passte die Radkappe nicht mehr. Warum? Wir haben die falsche Felge bekommen – beim Händler vertauscht – also, wieder abbauen und heute hoffen, dass der andere Kunde unser Rad auch schon wieder zurück gebracht hat. So kann man seine Zeit auch verschwenden.
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msa - 1. Apr, 07:41
Heute Morgen konnte ich etwas länger schlummern, da ich nicht zur Schule und auch nicht zu irgend einem Seminar musste. Selbst das „schlechte Gewissen“ ließ mich bis 7:30 Uhr in Ruhe. Danach spielte sich wieder der Kreislauf ab, was denn noch alles zu erledigen sei. Einiges Privates konnte ich schon erledigen, so dass diese Zeit nicht mehr verbraucht werden muss. Kann man Zeit verbrauchen ?
Immerhin konnte der neue Pflegedienst beauftragt werden, dem alten habe ich gekündigt, die Pflegekasse hat Anträge auf Erstattung erhalten und auch eine alte Rechnung für Traktor Ersatzteile habe ich endlich beglichen. Die lag leider unter einem Stapel anderer Papiere der Schule. Somit werde ich gleich eine kurze Kaffee Pause einlegen, nachdem dieser Eintrag im Blog und ein wichtiger Anruf in der Schule erledigt sind.
Montag werde ich nicht unterrichten, denn ich bin als Prüfer bei der IHK Abschlussprüfung Teil 1 der Elektroniker eingetragen. Ist lustig, wie schnell man da mit eingebunden wird. Früher dachte ich immer, das wäre ein langer Weg bis zu dieser „Ehre“. Jetzt weiß ich, Prüfer sind Ehrenamtler und es wird immer schwerer, genügend zu finden. Wenn man sich den Aufwand anschaut, der durch die IHK getrieben wird, um die Prüfungen frist- und formgerecht ablaufen zu lassen, dann kann ich nur staunen. Aber vielleicht kommt mir das auch nur so viel vor.
Auch im letzten Ausbildergesprächskreis standen wieder Prüfungen im Mittelpunkt. Diese „Elternabend“ für Ausbilder ist ähnlich schlecht besucht, wie klassische Elternabende. Gerade die Betriebe, mit denen man mal ernster reden müsste sind meist nicht vertreten. Dafür beklagen sich Schüler immer häufiger über die Bedingungen in ihren Betrieben. Was soll ein Lehrer da machen? Mehr als zuhören und vorsichtig im informellen Gespräch mit den Verantwortlichen diskutieren geht nicht.
Anders herum bin ich sicher, dass sich im Betrieb genau so viele Schüler über den Unterricht in der Schule beklagen.
Was steht jetzt noch an? Drei Wochen bis zu den Ferien, danach Zwischenprüfung der Mechatroniker, also drei Wochen Üben lassen. Nächste Woche befasse ich mich erstmals mit Elektropneumatik. Das wird spannend, weil neu. Das Simulationsprogramm muss ich noch selber erlernen.
Und heute? Erst mal Planung der drei Wochen erstellen, das wichtigste analysieren, danach Hausarbeitsthema formulieren und absenden, dann die WiPo Vorführstunde zum NPD Verbot planen. Wenn Zeit bleibt wird auch noch etwas E-Technik geplant, denn da bastele ich an zwei Lernfeldkonzepten (LF8 und 10), die ich in der Fachkonferenz am 23.März vorstellen möchte. Und als spaßige Vorbereitung werde ich den Mediator weiter erlernen, denn auch den werde ich für Kollegen vorbereiten und eine Schulung anbieten (müssen). Nachmittags kommen dann Freunde zu Besuch und wir werden die Arbeit vergessen.
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msa - 13. Mär, 09:49