Prüfungsplanung
Jetzt geht es allmählich los, neben den vielen privaten Planungen, an die Prüfung im Oktober zu denken.
Die vorerst letzte große Herausforderung meiner beruflichen Ausbildung. Zumindest konnte ich mir die Ungewissheit nehmen, indem ich die Prüfung von Stephan beobachten durfte. Eigentlich passiert da nichts Schlimmes. Man muss sich nur einigermaßen vorbereiten. Wenn die Stoffauswahl und die eingesetzte Methode begründet stimmig ist, dann kann man sich nur noch in der Reflektionsphase selber sein Grab plaudern. Also kurz halten, das gute nennen und einige Verbesserungsvorschläge definieren. Lernen aus Fehlern halt.
Die mündliche Prüfung ist ein nettes Gespräch zu den Themen, die uns sowieso im Unterricht begegnen. Eigene Meinung in Verbindung mit Pädagogik und Schulrecht einbringen.
Jetzt folgt aber die Fleißarbeit. Seit Tagen will ich das Portfolio schreiben, immerhin habe ich ja schon was schriftliches, aber das muss alles neu erstellt werden. Es soll ja auch passen ;)
Danach werde ich den Lehrplan der BG im Bereich GMK studieren müssen, denn darin werde ich meine zweite Prüfungsstunde absolvieren. Bisher habe ich nicht im BG unterrichtet, was etwas verunsichert. Aber dafür wird die erste Stunde gut passen, denn in der Prüfungswoche läuft ein Projekt zwischen Elektronikern und Anlagenmechanikern, das ich initiiert habe. Schön, dass diese Mehrarbeit auch in der Prüfung eingesetzt werden kann. Die Planung zu dem Projekt läuft schon, eine Besprechung mit den beteiligten Lehrkräften steht aus. Und fachlich muss ich noch Material und Aufgabenstellungen vervollständigen. Interessant wird es in jedem Fall. Auch ohne Prüfung.
Nun aber wieder zu den kurzfristigen Zielen. Am Do sollen die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl thematisiert werden. Es sind also noch geschätzte 300 Seiten zu sichten. Außerdem findet demnächst der Tag der offenen Tür statt, so dass ich mir überlegen muss, was meine Schüler dort zeigen könnten. Das wird Montag dann vorbereitet.
Ach ja, am WE kommen Gäste, das Haus muss aufgeräumt werden, die Speisen und Getränke besorgt werden und die Party organisiert werden.
Nebenbei erwarten wir noch einen Anbieter für Solartechnik und planen endlich das BHKW einbauen zu lassen. Dann liegt hier noch die Steuererklärung halb fertig herum. Also schnell ran, Rasenmähen wäre jetzt eine gute Alternative nach dem Essen und Basteln mit Töchterchen.
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msa - 30. Jun, 12:07
Na ja, ob ich fertig bin oder nicht, das entscheidet sich nach der Rückmeldung der Lektoren. Aber ich bin mit der Arbeit jetzt so weit ganz zufrieden. Thematisch geht es um die EU und daher bleibt das Thema mit der gerade laufenden Parlamentswahl auch weiter interessant für den WiPo Unterricht. Vermutlich kann ich diese Woche drei Mal den gleichen Input geben. Nachbetrachtung der Wahl und Analyse der Gründe für die schlechte Wahlbeteiligung.
So wird es doch wohl sein - oder. Morgen um diese Uhrzeit bin ich schlauer. Dann noch schnell geeignete Grafiken erstellen und in den Unterricht einbringen.
Der heutige Tag war sonst auch schön, da er mit der Familie verbracht werden konnte. Der Abend gehörte der Unterrichtsvorbereitung und der letzten Hausarbeitsüberarbeitung.
Letzte Woche haben wir uns auch endlich durchgerungen und ein neues Auto bestellt. Das kommt dann passend nach unserem Sommerurlaub. Es ist ein Kompromiss aus Spaß und Vernunft geworden. Reicht aber voll aus, um als vorgezogene Belohnung für das zweite Staatsexamen dienen zu können.
Ende Oktober wird die Prüfung laufen, eine Anstellung danach ist derzeit sehr wahrscheinlich. Dadurch habe ich auch wieder mehr Mut für kostspieligere Vorhaben.
Jetzt wird das BHKW wohl doch noch dieses Jahr eingebaut. Auch eine Solaranlage könnte dieses Jahr noch realisiert werden. Zeit ist Geld, denn die Fördersummen des Staates gehen jedes Jahr zurück. Mal sehen, ob die Kreditanstalten unseren Berechnungen vertrauen und das Geld dafür auch rausrücken.
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msa - 6. Jun, 21:45
Eigentlich habe ich heute einen entspannten Tag. Ausreichend Schlaf und ein nettes gemeinsames Familienfrühstück brachten den Geist auf Touren. Das angenehme Treffen mit einer Freundin gestern Abend hat mich zusätzlich entspannt. Außerdem herrscht seit gestern mehr Klarheit über die kommenden Prüfungen zum ii Staatsexamen. Am 29.10 ist es so weit, da muss ich noch einmal zeigen, was die Prüfer sehen wollen. Interessant war dabei ja die gestrige Aussage, dass in der Prüfung eh nicht das gezeigt wird, wie Unterricht eigentlich laufen sollte. Schließlich passen die normalen, handlungsorientierten Unterrichtseinheiten von 90 Minuten nicht in die 45 Minuten Vorführstunde. Egal. Die nächsten Tage prüfe ich mal, ob ich alle Unterlagen und Pflichtstunden bis zum Termin auch wirklich erbringen kann. Danach ist noch zu klären, wann und wo ich mich bewerben sollte.
Also, frohen Mutes heute Morgen an den Schreibtisch, um die letzte Hausarbeit für das Examen weiter zu schreiben. Es ging damit die letzten Tage ja ganz gut voran.
Was nervt sind dann aber diese kurzen, nicht bös gemeinten Unterbrechungen. Innerhalb von 60 Minuten kamen viermal Personen zu mir, die was wissen wollten oder kurz Hilfe brauchten. Immer nur einige Minuten und von den Umständen her durchaus nachvollziehbar. Aber es stört gewaltig. Jedes Mal muss ich mich neu einarbeiten. Die Gedankengänge wieder ordnen und Texte, die schon im Kopf waren, neu formulieren.
Was ist die Folge? Ich bin sauer, nicht mehr entspannt und komme nicht voran.
Jetzt aber gibt es erst mal Mittag und danach gehe ich wieder auf meine Baustelle. Das entspannt den Geist und gibt Muskelkater. Die Hausarbeit wird morgen weiter geschrieben.
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msa - 21. Mai, 12:49
Die nächste Woche ist frei. Zumindest hat die Schule geschlossen, so dass wir Lehrer und anderen Dingen widmen können. Nur Mittwoch findet noch ein Pädagogik Seminar statt. Kurz entschlossen waren wir also Samstag den Baumarkt gestürmt und Türen und Fliesen für den Flur meiner Schwiegereltern gekauft. Danach ging es an das entfernen von 32 qm Bodenfliesen. Tagesleistung vollbracht, Muskelkater geerntet. Abends stand dann noch die Restkorrektur der WiPo Klassenarbeit an. Ich muss unbedingt wieder zu Klausurentwürfen kommen, die in weniger als vier Stunden zu korrigieren sind. Na ja.
Heute wurde etwas Elektrik verlegt und eine Wand verputzt. Leider reichte das Material nicht aus, aber am Ende des Mörtels war der Tag eh gelaufen und meine Kondition am Ende. Also schnell noch etwas im Internet recherchieren und Schülerhilfen online stellen (lo-net2). Heute Morgen habe ich es sogar geschafft, die mir selbst verordneten zwei Stunden für die zweite Hausarbeit zu nutzen. Die Sachanalyse nimmt Form an. Diese zwei Stunden sind täglich fest eingeplant, wenn auch die Renovierungsarbeiten absehbar länger dauern werden, als geplant.
Gleich geht es zum Abendessen, dann noch zwei Telefonate führen und an die nächste Korrektur setzen. Diesmal Elektrotechnik, mal sehen, wie lange das dauert.
Freitag war nett. Ich habe Unterricht gezeigt und war mit meiner Leistung voll zufrieden. Die Teilnehmer weitgehend auch. Abends ging es dann mit unserem Festausschuss zur Erkundung von Essen und Landschaft für zwei zu planende Betriebsfeiern. Der Abend war wirklich schön. Mit drei jungen Kollegen sind wir noch etwas in einer Spelunke versackt und hatten viel Spaß.
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msa - 17. Mai, 19:54
Manche Tage laufen echt gut. Das schafft dann immer bessere Stimmung. Heute Morgen konnten zwei positive Erfolge für unseren nächsten Kooperationstag und auch für den zu organisierenden Betriebsausflug den Morgen retten. Danach konnte ich meine Kollegen zu einem recht komplexen Projekt zum berufsübergreifenden arbeiten überzeugen. Wenn auch eines ihrer Argumente eher aussagte, dass man ja immer auf die Bildungswünsche der Referendare eingehe. Nun werde ich also Projektorientierten Unterricht in den Schwerpunkt des zu füllenden Portfolios aufnehmen. Da habe ich ja diverse Erfahrungen sammeln dürfen. Nicht nur positive, aber immer mit Lernpotenzial für mich. Die nächsten Schüler haben es dann vielleicht besser.
Mit dem neuen Projekt habe ich mir zwar einen Wunsch erfüllt. Ich kann die neuen Energien in den Unterricht effektiver integrieren. Zugegebener Maßen habe ich damit auch jede Menge Arbeit an der Backe. Aber was tut man nicht alles für den Job.
In der letzten Zeit etwas zu viel. Der Stress nahm deutlich zu und ich reagiere nicht richtig darauf. Selbst zwei entspannende Wochenenden haben nicht geholfen, die schlechte Laune stieg ständig an. Dann wieder gibt es Tage wie heute, wo vieles gut und schnell läuft. Dann ruft auch noch eine gute Freundin an und wir verabreden uns zum Tee morgen Abend. Danach ging es mir schlagartig gut. Kleine Ursachen verändern so viel an unserem Gefühlsleben.
Sogar zu dem Blog Eintrag lasse ich mich heute hinreißen. Viele Tage habe ich nichts mehr geschrieben. Hätte ich zu dem leckeren Abendessen nicht den Wein getrunken, dann würde ich vermutlich den Abend noch durch arbeiten. Aber so gibt es noch etwas Schriftverkehr und danach leichte Lektüre zu Blindleistungskompensationen. Morgen früh dann nach Husum zum Modul fahren. Gestern hatte ich noch keine Lust auf dieses Modul, weil die letzten WiPo Stunden so schlecht gelaufen sind. Aber jetzt freue ich mich sogar wieder auf die Kollegen.
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msa - 5. Mai, 20:26
Selbst ohne Zeitdruck mal effektiv zu arbeiten, das ist eine schöne Erfahrung. Eigentlich nehme ich mir dann immer besonders viel Zeit, um den Unterricht zu planen, dadurch werde ich unproduktiv. Es macht dann aber meist auch Freude, sich in ein Thema tiefer ein zu arbeiten. Dadurch verschwimmen dann die Grenzen zwischen Arbeit und Hobby. Diese Konstellation ist zwar sehr angenehm, hat aber den Nachteil, dass für die nächsten Pflichtaufgaben zu wenig Zeit bleibt. Heute war es anders, da wollte ich „schnell mal“ den Unterricht im Lernfeld 8 vervollständigen, damit ich genügend Material für die Schüler habe. Schließlich habe ich am gleichen Tag einen Vorführunterricht in einer anderen Klasse. Dann brauche ich nicht auch noch Stress während des normalen Unterrichts. Was mich stört ist eigentlich nur, dass ich an dem Tag acht Stunden unterrichte und Pausenaufsicht vor der Vorführstunde habe. Das zwingt zumindest dazu, den Tag effizient zu planen. Improvisieren geht dann wohl kaum noch.
Nachdem ich gestern gut acht Stunden an einer Unterrichtsstunde gearbeitet hatte, wurden es heute nur gut fünf Stunden für drei Unterrichtstunden (je 90 Minuten). Das finde ich erstaunlich gut.
Es macht Sinn, sich manchmal die Zeitdiebe zu ersparen. Heute habe ich nur selten das Internet bemüht und mich lediglich auf ein Tabellenbuch, ein Fachbuch und ein Aufgabenbuch verlassen. Die Planung erfolgte Handschriftlich und nur zum Teil wurde eine schon einmal erstellte elektronische Präsentation erweitert.
Ideen, es anders zu machen habe ich konsequent verworfen. Dies nicht nur deswegen, weil meine Schwiegermutter mal wieder denkt, Lehrer haben in den Ferien so viel Zeit, dass sie jeden Tag eine neue Aufgabe findet. „Kannst Du mal eben…“ Das stört allmählich.
Immerhin habe ich es derzeit gut raus, vormittags für die Schule arbeiten, danach etwas am Haus oder so erledigen. Mit Kim spielen oder basteln, zwischendurch mit Lisa spielen. Die Kinder zu Bett bringen und danach noch einige Stunden am Schreibtisch verbringen. Diese Stunden sind oft Schularbeit, aber auch gelegentlich Planungen für das Haus, neue Autos oder einfach Interessen nachgehen, die sonst zu kurz kommen. Zugegeben, meist ist es Arbeitszeit.
In Zukunft will ich es häufiger schaffen, abends auch mehr in die Werkstatt zu gehen. Erst einmal einige Wochen kontinuierlich aufräumen, danach hoffentlich an netten Sachen basteln. Dazu muss ich mir die Arbeitseffektivität erhalten und verbessern.
Und trotzdem. Wäre Frank jetzt nicht gerade im chat online, dann würde ich ein Bier öffnen und noch TV glotzen. So wird das wohl zum Glück nichts mehr damit. Gut so.
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msa - 16. Apr, 21:49
Jetzt will ich einen motivierenden Unterricht zur EU gestalten und finde so viele Internet Auftritte und Zeitungsberichte, die nur Gefahren von europäischen Regelungen aufzeigen. Immer wird nur gemeckert und Ängste geschürt. Was soll ich denn da für Material für die Erarbeitungsphase finden? Selbst unsere gute Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) nennt die EU als Unterrichtsthema „sperrig“ und bringt zwar recht gute Themenblätter dazu heraus, aber leider nicht viel, was ich brauche. Das Schengen Übereinkommen soll ja nach allgemeiner Auffassung den Binnenmarkt unterstützen. Aber das Übereinkommen bestand schon vor der Vollendung des Binnenmarktes. Zugegeben, es wurde erst danach umgesetzt, weil so viele Regierungen Angst vor den Sicherheitsrisiken des freien Personenverkehrs hatten. Alle Bedenken, die wir heute im Lande vor staatlicher, Datenbankgestützter Überwachung haben, sind für Personen aus nicht Schengen Staaten schon lange Standard. Sie müssen sich alle in der Biometrischen Datenbank des SIS erfassen lassen. Wie haben wir Deutsche noch vor wenigen Jahren auf die Ami’s geschimpft. Diese wollten doch glatt schon vor dem Flug wissen, wer kommen will. Wir Deutschen wissen das schon, sobald ein Reisender die Außengrenze des Schengen Raums übertritt. Ist die Sicherheit nun größer geworden, weil EDV technisch zwischen allen Staaten vernetzt? Ich glaube, das haben nicht einmal die Landespolizeien der Bundesländer untereinander geschafft. Schäuble müsste sich das SIS doch eigentlich als Wunschtraum für seine innere Sicherheit erträumen. Ich gebe zu, dass ich nicht weiß, welche Daten hier gespeichert werden und wer wie oft darauf zugreift. Aber der Verzicht auf Grenzkontrollen wurde durch die stärkere innereuropäische polizeiliche Zusammenarbeit erst möglich. Wenn man so die Berichte der Schweizer Schengen Gegner aus dem letzten Jahr liest und dann die heutigen Berichte nach der Umsetzung des Abkommens, dann überwiegen auch dort die Vorteile. Und sie sind ja auch für jeden spürbar, der schon etwas älter ist und auch vor 1995 in europäisches Ausland reiste. Lange Staus vor den Grenzen waren der Alptraum eines jeden Auto-Touristen. Jeder LKW Fahrer haste die verlorene Zeit an den Kontrollpunkten. Da konnte noch so gut oder günstig im Ausland produziert werden. Der Zoll und der Zeitverlust machten so manches Geschäft unmöglich. Heute ist es beinahe egal, in welchem EU Staat ich mir meine Konsumgüter bestelle. Die heimische Industrie leidet und profitiert gleichermaßen darunter, wie die der anderen Länder.
So, genug gearbeitet, jetzt wird noch schnell etwas geschlafen. Morgen werde ich dann zur Abwechslung mal etwas E-Technik vorbereiten. Nicht dass es schon in der ersten Woche nach den Ferien wieder Stress gibt.
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msa - 15. Apr, 23:35
Schon wieder Ferien. Das geht schnell, finde ich. Die Zeit rast. Und viele Kollegen haben heute schon gesagt, dass dieser Zeitraum seit den letzten Ferien zu lang war.
Es stimmt schon, ich bin ziemlich kaputt und freue mich, dass ich heute keinen Unterricht mehr planen muss. Wenn ich auch noch einige recherchieren möchte. Zum Einen zu Heizkraftwerken und dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz), zum Anderen zu Europa. Wie mache ich das Schengen Abkommen für die Schüler greifbar? Sie kommen dann zwar gerade aus Prag zurück, aber welche Problemstellung gäbe es wohl für Sie? Worüber können wir trefflich diskutieren? – Es wird mir schon noch was einfallen. Erst einmal eine ordentliche Sachanalyse durchführen, schließlich kommt der Studienleiter zu Besuch, da muss es besonders gut werden.
Heute habe ich mir den Unterricht einfach gemacht. Die Schüler durften arbeiten und vortragen, sie haben auch noch Hausarbeiten zu erledigen. Vorbereitungszeit ca. 40 Minuten für 90 Minuten Unterricht. Danach kam ein Schüler zu mir und sagte „ der Unterricht heute hat mir gut gefallen“; wenn das so weitergeht, bin ich zufrieden. War ich zufrieden? Na ja, es war kein Politik und auch kein Wirtschafts-Unterricht. Es ging um Kommunikation und meinen Bedarf an einer möglichen Notenvergabe.
Der Technik Unterricht war auch ganz gut. Denke ich – Mein Kollege fährt 14tägig das gleiche Thema in der zweiten Klassenhälfte, die wir glücklicherweise auf zwei Fachräume teilen können. Er schafft inhaltlich immer wesentlich mehr als ich. Bei mir müssen die Schüler viele Probleme (Aufgaben) aber selber lösen. „Malen nach Zahlen“ gibt es selten. Dafür hat der Kollege ein enormes Fachwissen angesammelt und ist auch in der Lage, dieses kurz und bündig zu vermitteln. Was ist besser? Ich hoffe, das die Mischung unserer Stile den Schülern Vorteile bringt. Wer kann das aber wirklich beurteilen?
Ein anderes Projekt muss ich wahrscheinlich begraben. Es gab Mittwoch einen schönen Ansatz, Klassenübergreifend (Berufsübergreifend) ein 5 Tages Projekt zu gestalten. Die eine Abteilung würde wohl mit machen und ist interessiert. Nur meine direkten Kollegen haben Bedenken. Einige der Bedenken trage ich mit, andere eher nicht. Schade, mal sehen, was ich noch retten kann. Viel miteinander sprechen tut Not, aber das ist zwischen Lehrern nicht einfach. Nicht weil wir nicht wollen, wir treffen uns nur zu selten und haben meist nur 10 Minuten Zeit. Und nach der Arbeitszeit treffen? Das gibt es auch, nur nicht mit allen Beteiligten. Vielleicht finde ich einen guten Ansatz zu mehr Gesprächen? Ich weiß nur noch nicht, wo ich suchen soll.
Andererseits ist ein nicht zu realisierendes Projekt eine gute Gelegenheit, Zeit zu sparen. Da die nächste Hausarbeit ansteht und die Prüfungen demnächst auch, brauche ich diese Zeiten.
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msa - 2. Apr, 19:56