Na ja, so fast. Letzte Woche konnte ich mein zweites Examen ablegen. Zufrieden bin ich nicht, aber immerhin habe ich den „Schein“. Damit erhalte ich nach Ende der Ausbildungszeit die Lizenz, als Studienrat eingestellt werden zu können.
Glücklicherweise herrscht in meiner Schule ein Mangel an Elektrotechnikern, so dass ich sehr wahrscheinlich hier bleiben und weiter arbeiten kann. Einige neue Aufgaben kenne ich auch schon.
Erst einmal freue ich mich, den Ausbildungsteil Nummer x in meinem Leben abgeschlossen zu haben. Bis Ende Januar kann ich viele gute Unterrichte planen, die ich dann hoffentlich als Portfolio (oh, dieses Wort ) zur Verfügung habe. Danach geht es mit den offiziellen 24 Stunden los. Einiges in der Schule möchte ich gerne verändern, aber langsam. Manche Probleme lösen sich eh bald durch Pensionierungen ;)
Jetzt erst einmal Familie, Freunde und privaten Schreibtisch wieder in den Normalzustand bringen. Dann die Weihnachtsfeier der Schule planen und mit durchführen. Nebenbei mit an einer neuen Schulform bei uns arbeiten, denn wir machen nächstes Jahr eine weitere BFS III auf. Ich freue mich schon.
Allerdings bewahrheitet sich dann die Aussage meines ehemaligen Profs. Lehrer machen Lehrplanarbeit, sie erstellen Curricula. Und plötzlich bin ich tatsächlich mitten drin. Und ich freue mich trotzdem darauf. Vermutlich, weil dieser Prof nicht dabei ist ;)
So, genug für heute.
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msa - 6. Nov, 19:16
Liegt es daran, dass ich schwer „nein“ sagen kann? Manchmal stimmt das sicherlich.
Vielleicht traue ich mich auch nur zu oft an etwas Neues heran und werde, immer wieder, überrascht von der Arbeit die damit zusammenhängt. Interessant an diesem Aspekt ist nur, dass die meisten Dinge (Projekte) durchaus erfolgreich verlaufen. Selbstkritisch muss ich dann aber auch zugeben, dass ich meist nur gute bis befriedigende Ergebnisse liefere. Ein 1er Kandidat bin ich noch nie gewesen. Dafür habe ich sicher in meinem mittellangen Leben schon mehr auf die Beine gestellt als Andere bis zum Lebensende. Vieles ist Privatkram, einiges geht darüber hinaus.
Im Moment läuft die Prüfungsvorbereitung für das zweite Staatsexamen am Donnerstag. Ich bin ganz zufrieden mit den Ideen, sehe einige möglich Fallstricke, werde aber nichts mehr dagegen unternehmen. Viel wichtiger ist mir das parallel laufende Schulprojekt der Elektroniker. Das bereitet viel Arbeit und wird hoffentlich ein Erfolg, den wir in den nächsten Jahren reproduzieren können. Zum Glück spielen die Kollegen der Sanitärbereiche mit und übernehmen einen Großteil der Arbeit. Und der Teil ist groß.
Wie geht es weiter? Nach der Prüfung will ich ordentlich Material erschaffen, um ab Februar gut vorbereitet in viele Unterrichtsstunden zu starten. Das Familienleben soll wieder mehr Zeit zugeteilt bekommen und Umweltprojekte privat und beruflich einen Schwerpunkt bilden.
Zu Hause wird neben dem jetzt installierten BHKW auch noch die Fotovoltaik realisiert werden. In der Schule will ich ein Projekt zu Nachhaltigkeit und Energieberatung aufsetzen. Vielleicht kann ich in diesem Zuge ja auch noch Energieberater werden. Das wäre sehr interessant.
Den pädagogischen Anteil möchte ich aber auch weiter stärken. Die Erlebnispädagogik und Teamtrainings für Schüler (und Lehrer?) koppeln mit den Lernerfahrungen im Internet (lo-net2). Geht das? Ich probiere gerade die Abstimmung und Organisation der nächsten Studienfahrt im Netz zu gestalten. Die Schüler dürfen (sollen) sich selber klar werden, was sie machen wollen. Unterstützend biete ich Kanu oder Segeltouren an, denn dadurch könnte das Erlebnispädagogische Element gut ausgeprägt werden. Aber auch wenn sie sich zu einer Wandertour in Alaska (oder war es Spanien am Strand?) durchringen, werden wir viel miteinander erleben können.
Aber erstmal diese Woche schaffen, danach geht es von Neuem los. Samstag wird gefeiert und Montag habe ich frei. Da ist der Montag schon für Korrekturen von Hausaufgaben und Klassenarbeit reserviert.
Und die Frage, woran es liegt, dass ich immer viel zu tun habe, ist auch beantwortet. Ich mache es einfach, wenn mir etwas (scheinbar) Gutes einfällt. Also selber Schuld ;)
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msa - 25. Okt, 19:38
Nette Idee meiner Frau.
Ob ich nicht in der Grundschule Schwimmen unterrichten wolle. Als kostenlose Hilfe, weil nicht genügend Lehrkräfte die Lizenz haben.
Einerseits spannend, denn dadurch bekäme ich endlich mehr Praxiserfahrung.
Organisatoriisch aber kaum machbar, da ich meinen Stundenplan immer erst in der letzten Ferienwoche erhalte. Wie sollte mich dann noch eine andere Schulleitung in die Schwimmzeiten der Schule einplanen.
Aber interessant bleibt es....
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msa - 15. Okt, 01:57
Es ist ja schon komisch. Innerlich ist man manches Mal unsicher, ob die eigenen Handlungen so richtig sind. Wenn dann jemand kommt und einem Verbesserungsvorschläge macht, dann wird man jedoch etwas ärgerlich. Beispiel: Die Frau auf dem Beifahrersitz sagt "hast Du das 80 Schild gesehen?" Gut gemeint aber es macht wütend.
Feedback im Job ist ähnlich problematisch. Bei Schülern muss ich besonders vorsichtig sein, das weiß ich. Manchmal schaffe ich es dann aber doch nicht.
Und wenn ich selber Rückmeldungen bekomme, dann zeigt mir das die zu verbessernden Möglichkeiten. Gerade heute Morgen bekam ich einige gute Anregungen zu meinen Unterrichtsentwürfen. Mich ärgerte eigentlich auch nur, dass wieder einige Stunden der Nachbereitung nötig waren. Jetzt, da ich es geschafft habe bin ich ganz zufrieden.
Allerdings ist wieder ein Tag vergangen, an dem ich keinen anderen Unterricht vorbereitet habe. Morgen muss das schneller gehen.
Immerhin sind drei andere Vorhaben des heutigen Tages gut erledigt worden. Einige qm Sand und Erde schaufeln, zur Bank gehen und mit der Familie ins Schwimmbad zur Erholung. Gestern habe ich mich noch für Samstag verabreden können und auch das Büro ist etwas ordentlicher geworden, weil ein neues Regal jetzt die WiPo Materialien aufnehmen kann. Es geht voran ;)
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msa - 14. Okt, 21:44
Aber noch nicht zu viel. Zum Glück läuft derzeit vieles nach Plan. Das neue BHKW läuft seit gestern, heute kam auch rechtzeitig die erste Gaslieferung, so dass wir nun bis Weihnachten Strom und Wärme produzieren können. Einerseits freut man sich, wenn es neben dem Büro vor sich hin brummt, denn dann wird eingespeist und ein Kostenbeitrag zum Heizen erwirtschaftet, andererseits müssen die 2,5 Liter Gas auch jede Stunde bezahlt werden. Das Gas kostet mehr als der Strom einbringt. Aber dafür heizt man ja auch noch damit.
Ein ähnliches Kraftwerk wird Teil der Projektwoche sein, die direkt nach den Ferien startet. Daneben nehmen die Jungs auch noch eine Solaranlage und zwei klassische Brennwertthermen in Betrieb. Am 29ten geht es dann zur Sache und ich lege meine Zweite Examensprüfung ab. Den Unterricht habe ich heute so weit fertig geplant, dass ich nur noch die Unterlagen drucken muss und loslegen kann. Jetzt kann ich mich auf die Unterrichtsvorbereitung für die anderen Stunden der Woche konzentrieren, damit die keine Zeit mehr fressen.
Natürlich gibt es at home auch viel zu erledigen, da muss noch ein Graben verfüllt werden und einige Mauerdurchbrüche wieder verschlossen werden. Das BHKW braucht noch eine Modem Leitung für die Fernwartung und die Kinder wollen auch bespaßt werden. Zwei Schultermine stehen zusätzlich noch an, dazu ein Besuch bei Tantchen und ein Treffen mit einer Freundin, die wir schon lange nicht sehen konnten. Gerne würde ich einen Tag für mich haben und mal wieder nach Flensburg düsen und entspannen. Entspannung finde ich in diesen Ferien eher wenig. Meist ist es nur oberflächlich, mal etwas schwimmen, mal mit dem Hund raus oder auch einfach nur Dinge durch die Gegend schleppen, Sand schaufeln, Holz sägen …
Alles Dinge, die helfen, den Kopf frei zu bekommen, aber sobald der Schreibtisch, der PC oder die Papierberge vor mir liegen bin ich verspannt.
Morgen könnte sich das etwas ändern, den wir müssen mal wieder zur Bank, denn der KFW Kredit für das kleine brummende Kraftpaket ist noch immer nicht bewilligt. Man fragt sich manchmal, wie die Menschen das sonst hin bekommen. Nach dem Antrag bei der BAfA ging es recht schnell, die Förderung bewilligt zu bekommen. Da wir uns schon zuvor um Technik Lieferanten und Konzepte kümmern konnten, wurde der Kredit beantragt. Die BAfA will innerhalb von drei Monaten eine abgenommene Anlage sehen, sonst gibt es keinen Zuschuss. Der Lieferant will Geld, nachdem er aufgebaut hat. Und wann liefert die bundeseigene Kreditanstalt die Scheine? Erst hinterher? Durch notwendige Zwischenfinanzierungen können Kalkulationen schnell unwirtschaftlich werden.
Genug geärgert. Es wird schon laufen.
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msa - 13. Okt, 21:35
Es ist etwas inflationär, wie derzeit mit dem Begriff „Projekt“ umgegangen wird. Plötzlich ist jede Aufgabe, die nicht nur eine Unterrichtsstunde andauert ein Projekt.
Andererseits ist diese Definition auch hilfreich, denn ein Projekt benötigt Planung und Kontrolle. Dadurch werden sie erst erfolgreich abgeschlossen.
Jetzt arbeite ich zu hause auch schon mit diesen Begriffen. Da gibt es das Projekt der neuen Heizunsanlage, die neue Fotovoltaikanlage, der Einliegerwohnungsbau und weiteres. Jedes mittlerweile mit einer Mindmap und eigenen Ordnern digital und real. Das sieht dann nach viel Arbeit aus und ist es im Endeffekt auch.
In der Schule gibt es zwei Projekte, die Zeit fressen. Zum Einen die in 29 Tagen anstehende Examensprüfung. Danach muss ich wohl diesen Blog umbenennen ;)
Nebenbei läuft auch noch ein nettes Wochenprojekt, bei dem zwei unterschiedliche Klasen effektiv an gemeinsamen Themen arbeiten sollen. Hier geht es nur sehr schleppend voran, denn irgendwie komme ich noch nicht zu geeigneten, realistischen, herausfordernden und überprüfbaren Arbeitsaufträgen.
Zumindest die Termine stehen, die Beteiligten Personen stehen fest und die Räume sind auch schon gefunden. Fehlt nur noch der Inhalt ;)
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msa - 30. Sep, 19:53
Töchter
Es ist interessant, wie unterschiedlich zwei Kinder sein können, obwohl sie Geschwister sind.
Nur ein Beispiel. Unsere „Große“ (6) ist ziemlich schmerzempfindlich und braucht bei jeder kleinen Verletzung viel Trost und Zuwendung.
Die Kleine hingegen weigert sich, getröstet zu werden. Wenn sie mal schreit, dann muss es wirklich weh getan haben oder es hat sie sehr überrascht. Sie ist jetzt 21 Monate auf dieser Welt. Heute hat sie sich den Kopf an einer Schublade gestoßen. Staunen, dann etwas schreien und sie machte sich auf den Weg zum Kühlschrank. Dort angekommen klopfte sie an, denn selber öffnen geht noch nicht. Sie sagte nur „kühlen“. Ich stand also auf, gab ihr ein Kühlkissen und sie hielt es sich an den Kopf und verschwand wieder in der Spielecke.
Ich finde das erstaunlich.
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msa - 26. Sep, 20:13
Oder auch nicht. Das ist sicher Betrachtungssache. Morgen jedenfalls findet mein erster eigener Elternabend statt. Und im BG melden sich tatsächlich viele Eltern an. Das ist eine ganz andere Wertschätzung der schulischen Ausbildung, als ich es aus den Sprechtagen der BFS I kenne. Mal sehen, wie das wird. Vorher werde ich noch einen Ausbildungsbetrieb aufsuchen, einen Kollegen im Umgang mit LoNet2 helfen und zwei Doppelstunden unterrichten. Leider bleibt kaum Zeit, den Unterricht für Donnerstag richtig vor zu bereiten. Glücklicherweise kann ich noch immer von den Planungen aus der Sommerferienzeit zehren. Damit ist WiPo gut vorbereitet und in der Elektrotechnik werden die Schüler mehr Zeit für eigene Übungsaufgaben bekommen. Das muss auch mal sein.
Was mich freut ist, dass ich es heute endlich geschafft habe, mein Portfolio fertig zu stellen. Nur die dienstliche Beurteilung und das Gutachten zur zweiten Hausarbeit fehlen noch. Dann kann der Prüfungstermin endlich offiziell angemeldet werden.
Die nächsten Tage werden damit verbracht, das Projekt der Prüfungswoche zu gestalten. Aufgabenblätter fertigen, Messungen testweise durchführen, Normen studieren und Räume für die vielfältigen Gruppenarbeiten organisieren. Ich bin froh, wenn der 30.10. da ist. Dann wird erst einmal ordentlich gefeiert.
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msa - 15. Sep, 21:24
Betriebsausflug
Gestern waren wir, ein Teil der Kollegen unserer Schule, losgezogen um den jährlichen Kollegiumsauszug zu veranstalten. Die Aufregung war groß. Zumindest bei meinen Kollegen im Festausschuss und mir, denn ich gehöre dazu.
Gleich zu Beginn warteten wir auf den Bus, der uns abholen sollte. Er kam verspätet. Unmut stieg auf und einzelne Verantwortliche wurden sichtlich nervös. Im Bus erwarteten die Kollegen den „üblichen“ Sekt, den es nicht gab, denn die Busfahrt war sehr kurz angesetzt.
Danach wurde dann alles gut. Die Sonne schien, auf dem Parkplatz des ersten Etappenziels stand der Teil des Festausschusses, der Kaffee und Kuchen organisiert hatte bereit und der Spaß begann so richtig. Und nach unserer Veranstaltung gab es von allen Seiten Lob. Ich war glücklich und kaputt.
Schön, dass heute ein ruhiger Tag wird. Wir fahren zu meiner Mutter und feiern ihren Geburtstag. Entspannt im Restaurant – schön.
Jetzt habe ich noch eine Stunde um ein wenig für die Schule zu tun und die nutze ich für einen thematischen, elektrotechnischen Rückblick auf meinen Unterricht der letzten zwei Jahre. Morgen wird dann das Portfolio fertig geschrieben, damit meine Ausbilder nächste Woche mal ihr Feedback dazu abgeben.
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msa - 12. Sep, 09:17