Freitag, 9. Januar 2009

Lernfelder

Die Ausbildungsbetriebe können sich scheinbar noch immer nicht an die Lernfeldorientierung der berufsschulischen Ausbildung gewöhnen. Das mag verwundern, denn schließlich haben die Arbeitgeber kräftig an der Neuordnung der Berufsausbildung Anfang 2000 mitgewirkt. Aber alte Gewohnheiten sind schwer abzulegen und sich an was zu gewöhnen, was man als Facharbeiter mal selber anders erfahren hat ist schwer.
Wie stellt man sich da als neuer Lehrer in Ausbildung dar? Die Ausbildung fordert, nach den neuen Richtlinien zu arbeiten, die Betriebe wären glücklich mit der alten Methodik und die Schulen arbeiten Landesweit unterschiedlich. Aber alle tragen die Konflikte aus. Zwischen Schülern und Lehrern, da die Schüler von den Ausbildern hören, das es früher besser war. Vermutlich auch, weil die allgemeinbildende Schule auch anders war. Konflikte im Kollegium, weil die erfahrenen Lehrer die alte Methode besser finden. Konflikte zwischen Ministerium und Schulen, zwischen Lehrern und Ausbildern.
Vermutlich hat dieser Punkt aber bald sein Ende gefunden, denn wie es scheint ist die Modulare Berufsausbildung nicht mehr so fern. Dann werden sich die neuen LiAs mit den jungen Lehrern und den alten Lehrern streiten. Das wird lustig ;)
see you
PS. manchmal ist es ganz gut, mit Kollegen anderer Schulen zu plaudern. Dann fühlt man sich mit den Problemen zumindest nicht mehr so allein.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Zeit

Das Buch „Zeit“ von Stefan Klein im Fischerverlag bringt mir zur Zeit viele neue Erkenntnisse zum Umgang mit Zeit und Stress. Viele eigene Erfahrungen werden bestätigt. Eigentlich zur Entspannung abends gelesen, nutze ich es zunehmend auch zwischendurch um zu lernen.
Eine wichtige Erkenntnis daraus ist, dass nicht Zeitmangel Stress verursacht, sondern Stress verursacht Zeitmangel. Nicht die Manager sind gestresst, sondern die Untergebenen. Stress entsteht durch die Angst davor, seine Verpflichtung nicht erfüllen zu können, so habe ich es bisher betrachtet. Stress entsteht nach Klein aber vor allem dadurch, dass wir unseren Tagesablauf nicht selbständig planen können. Die Freiheit, dann Dinge zu erledigen, wenn wir es wollen ermöglicht uns stressfreieres leben. Wenn wir Kontrolle darüber haben, was wir tun, wie wir leben, dann geht es uns gut. Dann schaffen wir auch sehr viel in kurzer Zeit. Werden wir aber ständig bei der Arbeit, in der Konzentration, gestört, dann machen wir Fehler, brauchen länger für gleiche Aufgaben und bekommen demzufolge Zeitnot.
Was also tun? Ich nehme im Moment zeitliche „Störungen“ gelassener, wen ich die Störung erwarten kann. Dazu gehört auch das Familienleben am Nachmittag, wenn ich nicht dauernd denke, ich könnte was viel wichtigeres im Büro erledigen, geht es schon besser.
Im Büro bemühe ich mich, von der Kommunikationsgeißel los zu kommen. Der e-mail Account bleibt länger unbeachtet als sonst, den Chat schalte ich seltener Online und das Telefon darf auch mal länger klingeln, bis jemand anderes abnimmt.
Das Buch fing langweilig an, als ich dann merkte, dass die typischen Floskeln der Zeitmanager nicht kamen und das Zeitempfinden der Menschen im Mittelpunkt steht, wurde es interessant. Die Zeitdiebe mal von anderer Seite betrachten, macht Spaß und hilft schneller, als die Selbstbeherrschung der strikten (nicht haltbaren) Planungen. Und dabei habe ich diese Zeitmanagement Methoden selber gelehrt. Ich werde umdenken und anders Lehren.
Das heißt natürlich nicht, dass Disziplin zur Erledigung der Aufgaben erforderlich ist. Aber ohne Stress macht Arbeit noch mehr Freude. Und Stress im Privatleben kann man damit auch noch besser eingrenzen. Problem erkannt, Problem gebannt?
Leider nicht ganz, denn es gibt immer wieder Situationen, die ich nicht selber kontrollieren kann. Kontrollverlust bringt Angst und Stress. Ich merke das besonders bei Prüfungen. Meine eigenen verantworte ich, z.B. die gerade fertig werdende erste Hausarbeit. Ich setze meinen Maßstab an und werde dazu stehen können. Aber bei Prüfungen meiner Schüler ist das anders. Da fühle ich mich noch hilflos. Ich kann versuchen ihnen das zu vermitteln, was sie für die Prüfung brauchen. Was davon ankommt und wie gut sie sich vorbereiten, das liegt außerhalb meiner Kontrolle. Und wie Klein das so schön dargestellt hat, stresst mich genau das im Moment am meisten.
Vor einigen Tagen habe ich meinen Terminkalender mit den schon bekannten Terminen des Jahres gefüllt. Es sind schon viele Verpflichtungen, die anfallen. Alles nicht so schlimm, wen man es einzeln angeht. Die Fülle der Termine hat mich allerdings nervös gemacht. Ich fühlte mich fremdbestimmt durch meine eigenen, oft privaten Termine. Ich muss das gelassener angehen und auch mal einen Termin absagen können / dürfen. Frank macht das schon seit längerem. Der ist scheinbar weiter als ich.
See you

Freitag, 2. Januar 2009

gerade gefunden

Nichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen.

Johann Wolfgang von Goethe

Stimmt. Daran arbeite ich gerade, denn bald sind die Zwischenprüfungen. Können die Schüler, was dort gefordert wird?
see you

Samstag, 27. Dezember 2008

Projektbewertung

Gestern Nacht konnte ich viele Stunden mit einem Fachbuch verbringen und fühle mich nun schon deutlich besser vorbereitet, um demnächst die Grundlagen der Wechselstromtechnik zu unterrichten. Mal sehen, ob meine didaktische Reduktion geeignet ist. Tafelbilder und Ablauf werden die nächsten Tage entstehen.
Heute muss ich mich wieder der Bewertung des letzten Projekts widmen. Dazu machte ich mir so meine Gedanken.
Welche Kriterien kann ich zur Bewertung ansetzen
1. Selbsteinschätzung zu Bereichen, die die Schüler mit ihren derzeitigen Kompetenzen beurteilen können. Dies sind im Wesentlichen die beobachtbaren Aktivitäten wie Präsentationen. Hier allerdings weniger die fachliche Korrektheit als die fachliche Verständlichkeit sowie das Wecken von Interesse bei Zuschauer, die Präsentation zu genießen.

2. Fremdeinschätzung von Mitschülern, damit die Selbsteinschätzung reflektiert werden kann. Hier wird mit gleichem (oder ähnlichem) Wissensstand ein Urteil abgegeben, auf das sich der Präsentierende berufen kann. Ziel ist es, Fremd und Selbsteinschätzung in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

3. Zieleinhaltung beurteilen. Haben die Schüler sich an den vorgegebenen Zielen orientiert und die Einzelforderungen erfüllt? Wie Ziel orientiert arbeitet die Gruppe? Ist erkennbar, dass die Ziele auch über längere Zeit immer wieder präsent waren? Diese Bewertung führt der Aufgabensteller (Lehrer) durch. Eine Fremdbewertung wäre hier möglich, erscheint aber zeitlich zu aufwändig.
Vorteil einer solchen Bewertung durch Mitschüler wäre allerdings, dass sich die anderen Schüler die Projektdokumentation der anderen ansehen muss. --Wäre also doch noch zu überlegen --

4. Fachliche Kriterien beurteilen. Hier wird es vermeintlich einfach, denn fachliches ist Richtig oder falsch. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Ausbildungsstand der Schüler berücksichtigt werden muss. Fachliche Fehler müssen korrigiert werden, dürfen aber nicht in jedem Fall zu einer schlechteren Bewertung führen. Aufwändig, weil mehrere individuelle Lösungen zu bearbeiten sind. Hilfreich, weil die korrekten Lösungen dann als Vorlage für weitere Projekte dienen.

5. Wie über die Bewertung eine Vertiefung der Kompetenzen zu erreichen ist, bleibt fraglich. Eine Möglichkeit wäre, fachliche Fehler an zu streichen, ohne sie zu korrigieren und diese Arbeit den Schülern zu überlassen. Sie müssten sich dann mit dem Thema erneut auseinander setzen. Nachteil ist, das wiederum Korrekturen/Kontrollen meinerseits anfallen.

Fazit. Aufwändige Projekte lassen sich durchführen. Die Bewertung ist schwierig und zeitintensiv. Sie ist dennoch unerlässlich, da die Schüler ihre Bestätigung brauchen. Diese Bestätigung sollte möglichst Zeitnah erfolgen.
Tipp: Während des laufenden Projekts genügend Notizen zu den Kommunikationszielen und Arbeitsweisen der einzelnen Gruppen strukturiert fertigen. Dadurch wird die Schlussbewertung schneller, leichter und gerechter.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Projekte beurteilen

Wenn ein Projekt über lange Zeit läuft wird nicht nur manchmal die Motivation geringer, auch die Ziele geraten in Vergessenheit. Ich bin froh, dass ich zu Projektbeginn die Anforderungen an das Resultat schriftlich verteilt habe. Anders wäre eine gerechte Bewertung der Erfolge gar nicht denkbar. So ist es nur ein Haufen Arbeit. Gestern konnten zumindest schon einmal die gegenseitigen Bewertungen der Schüler für die Abschlusspräsentationen ausgewertet werden. Für mich ist diese "Rückzugsmöglichkeit" an den Feiertagen eine willkommene Erholung. Zu viele Stunden verbringe ich zwar nicht im Büro, aber wenn nach den Festtagen auch die Projektbewertung fertig ist, bin ich sehr glücklich. Im Moment brutzelt die Gans im Ofen, den Klosteig habe ich vorbereitet und der Rotkohl ist auch fertig. Das erste Mal, dass ich Kartoffelklöße aus Kartoffeln herstelle. Ich hoffe es schmeckt mindestens so gut wie der Teig aus der Tüte.
Zurück zum Projekt. Das Interessante daran ist, dass die Selbstbewertung der Gruppen recht deutlich von den Fremdbewertungen der anderen Schüler abweichen. Sie schätzen sich durchgehend besser ein, als sie beurteilt werden. Das hätte ich nicht erwartet. Allerdings liegen beide Beurteilungen in der Regel unter meiner Einschätzung der Leistung. Das mag daran liegen, dass ich weiß was ich erwarte und auch nur die Präsentation und den geleisteten Einsatz der Gruppe dafür bewerte. Insgesamt waren die Produktübergaben gut bis sehr gut. Auch zeitlich haben sich die Schüler sehr schön an die Vorgaben gehalten. Zudem habe ich den Eindruck gewonnen, dass fast jeder Schüler sich aktiv an dem jeweiligen Gruppenergebnis beteiligt.
Schwieriger wird die restliche Bewertung werden der geforderten Arbeiten. Ich habe begonen, für jede Gruppe einen Bericht zu schreiben. Dieser Bericht wird die Kriterien mir und den Schülern deutlicher machen. Das führt dann hoffentlich auch zu guten, fachlichen Gesprächen und damit zur Vertiefung der gewonnenen Fachkompetenzen. Auf eine Klassenarbeit möchte ich zu dem Thema gerne verzichten.
So, jetzt mit dem Gedanken an die nächste Klassenkonferenz, die ich vorbereiten muss, zurück an den Her. Das Essen ist heute schließlich ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ich bin froh, wieder mal eine Gans essen zu dürfen.
see you

Samstag, 20. Dezember 2008

Freud und Leid

Liegen manchmal eng beieinander. Gestern noch war ich entspannt und froh, den Hausarbeitsunterricht erfolgreich beendet zu haben. Auch empfand ich das letzte Projekt mit den Schülern durchaus als positiv und fing motiviert an, die notwendige Hausarbeit dazu nieder zu schreiben. Auch wenn ich im Verlauf des Projektes schon gespürt habe, dass die e-learning Aktivitäten den Schülern nicht sonderlich gefallen, so hatte ich zum Ende den Eindruck, die Schüler haben in diesen sechs Wochen viel gelernt. Einerseits haben sie viel Fachkompetenz hinzu gewonnen, dazu noch das meiste wirklich selber erarbeitet und darum vermutlich fest in ihren Gedächtnissen verankert angelegt. Nebensächlich waren die anderen Kompetenzen nicht. Selbstgesteuertes Lernen, kommunizieren mit Hilfe von EDV Anwendungen, Soziale Kompetenz bei der Unterstützung anderer Schüler und Methodenkompetenzen durch das Erleben und Anwenden verschiedener Planungstechniken.
Heute habe ich dann frei formulierte Kommentare zu deren Motivation gelesen. Auch wenn viele keine Verbesserungsvorschläge für die Motivationssteigerung abgegeben haben, so beeindrucken mich einige Aussagen sehr. Lernen mit Hilfe des Internets stört viele, motivierend wirkt die Zusammenarbeit mit anderen Klassen oft nicht. Der Lehrer redet zu viel und gibt zu wenig Fachinformationen. Eine Motivation wäre es, einen neuen Lehrer zu bekommen.
Harter Toback für mich. Jetzt muss ich mich entscheiden, ob ich weiter meinen Weg gehe und versuche Kompetenzen handlungsorientiert zu vermitteln. Die Alternative liegt so nah – und ist so einfach- Fachunterricht mit viel Tafelbild, vielen Übungen und Tests.
Eines habe ich zumindest erneut gelernt. Zwischen mündlichen Feedbacks und schriftlichen Aussagen können Welten liegen. Leider kann man die schriftlichen Aussagen sehr schwer hinterfragen. Ich könnte also auch falsch interpretieren.
Mündlich melden sich meist die Schüler, die wenig tadeln. Schriftlich dann diejenigen, die kritisieren wollen.
Was mache ich daraus? Erstmal die Arbeit zu Ende schreiben, ich befasse mich schließlich nicht mit der Frage nach der Motivation sondern frage nach der Nachhaltigkeit des Erlernten. Dazu muss jetzt der nächste Evaluationsbogen vorbereitet werden.
Danach werde ich mir Gedanken zur Didaktik der nächsten Stunden machen. Schließlich haben die Schüler bald ihre erste Prüfung.
See you

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Projekte und Lernstationen

Lohnen sich aufwändige Projekte in der Schule eigentlich? Gerade heute haben wir eines davon im Rahmen einer "Großveranstaltung" - zumindest für Unterricht - abgeschlossen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Schüler wirklich genug fachliches gelernt haben. Sind sie überhaupt zufrieden mit ihren Lösungen und fühlen sie sich wohl mit den Ergebnissen?
Diese Fragen werde ich wohl nicht reell beantworten können.
Wie sieht es nun mit der Frage nach der Nachhaltigkeit des Erlernten aus. Dieser Frage will ich in meiner anstehenden Untersuchung ja schließlich nachgehen. Um das zu evaluieren, müsste ich wiederum wissen, was eigentlich erlernt werden konnte. Welche Kompetenzen haben die Schüler zusätzlich erlangen können? Fachlich können jetzt hoffentlich alle einfache Programme zur Steuerung von Anlagen mit Hilfe einer SPS und AS-Interface erstellen und diese dann in Betrieb nehmen. Auch die Planungsphase mit Hilfe von Grafcet als Beschreibung der Ablaufprogrammierung sollen alle einigermaßen hin bekommen. Und die methodischen Kompetenzen sind im Bereich der Selbstdarstellung und Produktdarstellung auf einer Messe erweitert worden. Im Besonderen konnte ich viele Fortschritte im schwierigen Bereich der Teamarbeit entdecken. Die Selbstkompetenz wurde gesteigert, weil jeder für sich entdecken konnte, welche Aufgaben er im Team übernimmt und welche Aufgaben man sich zutraut. Ebenfalls in diesem Bereich siedle ich ich das Üben von Selbstbeurteilungen an, denn die Schüler haben sich und ihre Teamleistung im direkten Vergleich zu anderen Teams beurteilt. Dies könnte ein besseres Selbstbild entstehen lassen. Und die Soziale Kompetenz ist heute durch den Einsatz für ein gemeinsames Ziel und den bewiesenen Willen zur Unterstützung des Lehrers deutlich geworden.

Wenn ich das so aufschreibe, dann werde ich wieder sicherer, das diese Art des Unterrichts richtig ist. Auch wenn mir Kollegen vorhalten werden, das in der genutzten Unterrichtszeit viel mehr Fach-Inhalt unter zu bringen wäre. Vermutlich könnten die Schüler dann auch mehr FAchvokabeln nennen. Aber die anderen Kompetenzen finde ich auch wichtig, und die bleiben bei klassischem Unterricht oft auf der Strecke.

Und zum Thema Lernstationen: Ich habe gestern wieder eine Demonstration dieser Methode erleben dürfen. Und wieder einmal war ich angetan von den Möglichkeiten dieser einfach umzusetzenden Methode. Die Vorarbeiten sind für den Lehrer zeitlich aufwändiger als der von Lehrervorträgen und Arbeitsblättern im Gleichtackt. Die Durchführung ist weniger anstrengend als Projektarbeit und die Materialien sind mehrfach einsetzbar.
Ich werde das nächstes Jahr auch mal ausprobieren. Eine gute Idee ist dazu sicher, dass die Schüler sich die Lernstationen selber erarbeiten, dann sind die vermutlich auch Schülergerecht. Als Vorbereitung auf eine Prüfung ist das dann auch eine gute Übung für Schüler.
So ähnlich war meine Idee mit dem Unterrichtswiki auch mal angelegt. Jeder erstellt einen Teil der Unterlagen, davon profitieren dann die Mitschüler. Vielleicht klappt das ja im Fachunterricht. Die Zwischenprüfungen stehe schließlich an.

So und jetzt etwas erholen. Surfen, träumen, TV schauen und einige gute Biere kippen. Das ist meine Belohnung für heute.
see you

Montag, 15. Dezember 2008

Das Inselspiel

Nachdem ich im Seminar von diesem Planspiel gehört hatte, wollte ich es doch auch mal ausprobieren. Unter http://www.agenda21schulen.de/Unterrichtspraxis/tb17.php habe ich eine brauchbare Beschreibung gefunden, an die ich mich heute weitgehend gehalten habe.
Die Berufsschüler haben sich der Aufgabe zwar nicht begeistert gewidmet, aber dann doch einige brauchbare Ergebnisse in verschiedenen Parteien erarbeitet. Obwohl die Ergebnisse der jeweiligen Lebensumstandsplanungen für die Inselgemeinschaft der einzelnen Parteien recht ähnlich waren, konnten einige Unterschiede herausgestellt werden. Die Schüler sind stark in unserer Gesellschaft sozialisiert, so dass viele Grundrechte nicht einmal mehr Erwähnung fanden. Sie gelten schließlich sowieso in menschlichen Lebensgemeinschaften. Eine Gruppe hat gleich den Programmpunkt aufgenommen, dass die Grundrechte des deutschen Grundgesetzes gelten sollen. Dadurch ist eine Auseinandersetzung mit den Inhalten dann schwieriger.
Immerhin hat sich durchgesetzt, dass eine unmittelbare Demokratie angestrebt wird. Auch soll jeder angemessen beteiligt werden und sich alle die Arbeit gerecht teilen.
Was nicht so gut lief war die sinnvolle Zusammenfassung eines Ergebnisses. Wir haben zwar über verschiedene Grundrechte, Demokratie und Werte diskutiert. Ist das genug? Es blieb ein ungutes Gefühl.
Vielleicht muss man doch noch striktere Vorgaben bei der Aufgabenstellung machen, zu Beispiel das erstellen von Gesetzen zur Aufgabe machen.
Denkbar wäre auch, eine äußere Bedrohung oder Unsicherheit durch Bewohner der Insel zu schaffen (Tiere oder Menschen). Das werde ich mal testen.
An der Fragestellung / Aufgabenbeschreibung entscheidet sich, wie gut das Planspiel verläuft. Der Traum von einer Insel ist dazu alleine nicht ausreichend.
Ach ja, es waren heute 16 Männer, erstes Problem: keine Frauen auf der Insel.
Das würde mir auch sehr missfallen ;)
see you

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