Montag, 9. Februar 2009

Lernstationen taugen was

Nachdem ich nun mit zwei unterschiedlichen Klassen im Lernfeldunterrich der Elektrotechnik die Methode Lernstationen getestet habe komme ich zu dem Schluss, es taugt was. Die Vorbereitungszeit hält sich in vernünftigen Grenzen, wenn man nicht zu viele verschiedenen Medien einsetzen will. Auch ist die Fragestellung bei den Aufgaben nicht gar zu kritisch, da man als Lehrer bei der Bearbeitung in der Klasse genügend Zeit hat, Einzelfragen zu klären. Dies gilt zumindest in den getesteten Konstellationen, bei denen maximal 16 Schüler anwesend waren. Mit mehr Schülern tritt sonst auch ein Raumproblem auf. Wie hatte mir eine geschätzte Seminarleiterin mal gesagt: „ Alle Schüler bleiben im gleichen Raum, damit die Schaffenskraft gebündelt bleibt“ (oder so ähnlich). Das finde ich gut, wenn auch oft eng. Sobald die Schüler verteilt sind, geht oft der Arbeitswille herunter. Der Lehrer schaut ja nicht mehr zu. So sind sie halt ;) , so waren wir auch (und sind es noch?).
Zwei unterschiedliche Ansätze der Lernstationen habe ich gewählt. Die eine Klasse hat geübt, mit bekannten Herausforderungen um zu gehen. Sie haben sich Formeln umgestellt, Begriffe nochmals anhand von Literatur erarbeitet, Messreihen aufgenommen und Schaltungen berechnet. Als besondere Herausforderung sollten Sie versuchen die erfassten Werte mit einem Tabellenkalkulationsprogramm zu erfassen und grafisch darzustellen. Die angesetzten 80 Minuten Netto Bearbeitungszeit für sechs Stationen mit vier Arbeitsgruppen war sehr knapp. Die Zeitnehmer nehmen ihre Aufgabe noch nicht ernst genug. Auch war die eine Messung zeitlich aufwändiger als von mir gedacht. Unzufriedenheit gab es sicher mit der fehlenden „Kontrolle“ der Ergebnisse. Diese folgt aus organisatorischen Gründen erst sehr spät (nach zwei Wochen). Das ist nicht gut.
Die andere Klasse hat sich Neues erarbeitet, indem sie vorrangig von den Erfahrungen der Kollegen profitiert haben. Die mitgelieferten Materialien in Form von Geräte Beschreibungen und Stromlaufplänen wurden kaum genutzt. Hier machte es aber richtig Spaß mit einer inhomogenen Gruppe zu arbeiten. Die Azubis des dritten Lehrjahres kommen aus so vielen verschiedenen Betrieben, dass fast jeder seine speziellen Erfahrungen einbringen konnte. Das Ziel der auf 180 Minuten (über zwei Wochen) verteilten sieben Lernstationen für fünf Gruppen war, auf ein Projekt für den Rest des Halbjahres vor zu bereiten. Ich denke, das ist gelungen. Der heutige Projektstart zeigt dies auch deutlich. „Leider“ sind die Schüler erst in fünf Wochen erneut in der Schule. Hoffentlich sind sie dann noch genau so motiviert bei der Sache.
See you

Sonntag, 8. Februar 2009

Schlechte Laune

Man kann so Vieles falsch machen, man kann so Vieles falsch sehen oder ungewiss reflektieren. Vorurteile sind nur sehr schwer zu überwinden.
Wenn ich Schüler unterrichte, die mit dem Vorurteil in die Unterrichtsstunde kommen, dass sie bei mir nichts lernen werden, dass die Stunde langweilig wird oder ähnliches, dann wird sich dies auch erfüllen. Wie diese Urteile entstehen, ist mir schon klar, denn es gab einzelne Stunden, in denen das sicher so war. Nur, wie komme ich aus diesem Dilemma heraus? Mittlerweile habe ich selber ja auch schon Vorurteile, die ich sehr schwer überwinden kann. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich mich selber blockiere, weil ich die negativen Reaktionen einzelner Schüler auf einzelne Unterrichtsmethoden oder Inhalte schon erwarte. Ich gehe mit schlechter Laune in diese Stunden. Das schafft zusätzlich kein gutes Klima.
Ich finde es schade, dass ich mich gerade in diesen problematischeren Situationen in meiner Methodenauswahl einschränken lasse. Gerade hier sollte ich den Mut haben, weiter neue Wege zu beschreiten.
Der Versuch, Lernstationen im Fachunterricht einzusetzen hat mir gezeigt, dass diese Organisation durchaus zu konzentriertem Arbeiten in kleinen Gruppen führt. Leider weiß ich noch nicht, wie erfolgreich dabei gelernt wurde. In zwei Klassen führe ich diese Unterrichtsmethode gerade ein. Montag erhoffe ich mir das erste Feedback in Form der Ergebnispräsentationen. Denn eine Schwäche haben die Lernstationen beim Fachunterricht aus meiner Sicht. Um genügend Tiefe und Vielfalt in die Themen zu bringen dauern die einzelnen Bearbeitungen recht lang. Durch viele Schüler wird die Zahl der notwendigen Stationen groß. Folglich schafft man den Durchgang aller Arbeiten nicht in 90 Minuten und kommt zur ungünstigen Bearbeitung über zwei Wochen hinweg. Mal sehen, ob die Ergebnisse trotzdem noch als erfolgreich bewertet werden können. Mir ist bewusst, dass diese Arbeitszeit bis zur schülergeeigneten Erfolgssicherung sehr (zu) lang ist. Ich hoffe, sie verlieren nicht die Motivation bis zur Präsentation Ihrer Ergebnisse.
Wir werden sehen.
Ach ja, was mir einfällt, um mich in Teilen besser zu fühlen ist, dass ich mir selber klarer werden muss, wie ich bewerten will. Zum Beispiel werde ich Montag den Schülern einen Bogen verteilen, aus dem die Projektanforderungen ihres diesjährigen fachlichen Projektes noch einmal deutlicher hervor gehen. Nur mündliche Absprachen helfen da nicht weiter. Das habe ich an anderer Stelle gerade wieder erfahren. Ein gemeinsamer Terminplan ist nichts Wert, auch wenn er vor drei Wochen vereinbart, in Schülerhefte geschrieben und im elektronischen Klassenkalender eingetragen ist. Wenn der Lehrer nicht wöchentlich ansagt, was in der folgenden Woche anliegt, dann sind viele Schüler sehr unzufrieden. Bleibt die Frage: ist das Erziehung zum Selbstmanagement? Aber ist es die Unzufriedenheit Wert?
see you

Dienstag, 3. Februar 2009

Blockunterricht und mehr

Blockunterricht, das ist was ganz besonderes. 2 Wochen erstes Lehrjahr, zwei Wochen Zweites, zwei Wochen Drittes. Somit erlerne ich den Beruf in einem Jahr ;) Dazu werde ich jetzt auch weiter vorbereiten müssen. Nachher dann Gespräch mit meinem AlK, dann hospitieren und Schulrecht beim Chef. Abends dann den Unterricht für Do machen.
Nebenbei bin ich jetzt auch im Festausschuss. Wird lustig. Hoffe ich.
Die Feuerwehr bindet mich auch stärker ein, da werde ich wohl im Funkbereich und bei der Brandschutzausbildung aktiver auftreten müssen.
Bleibt also weniger Zeit für die Bauarbeiten am Haus, obwohl heute das bestellte Fenster und die Tür kommen sollen. Die Steine stehen schon parat, so dass auch diese Baustelle bald eröffnet wird.
Einige Lernstation Aufträge für Donnerstag habe ich gerade erstellt. Wenn das dann mit den Mechatronikern ebenso gut läuft wie gestern die Lernstationen mit den Elektronikern, dann bin ich zufrieden.
Morgen mal wieder ein WiPo Seminar, spielen lernen. Heute Abend den alten Film "die Welle" sichten und ggf. nächste Woche in der Berufsfachschule einsetzen. Es gibt viel zu tun. Also los in die Schule.
See you

Sonntag, 25. Januar 2009

Krankenhaus

Schön ist es nicht im Krankenhaus. Aber immerhin können Eltern heutzutage ihre Kinder im Krankenhaus mit betreuen und werden nicht einfach nach Hause geschickt. So hatte ich das "Vergnügen", die letzten beiden Nächte die Unruhe auf der Kinderstation erleben zu dürfen. Wirklich nette Schwestern und Ärztinnen machen den Kindern den Aufenthalt angenehm. Schmerzen werden ernst genommen und selbst Papas werden gut behandelt. Aber so nett und appart die Ärztinnen auch sind, ich bin froh mit Kim wieder daheim sein zu können. Leider ist sie noch nicht wieder voll genesen, aber wir sind guter Hoffnung, dass die nächsten Tage besser werden.
Was man auch als Begleiter im Krankenhaus nicht kann ist ausschlafen. Die Schlafphasen werden einfach zu oft unterbrochen. Na, dafür geht es ja morgen wieder in die Schule ;)
See you

Mittwoch, 21. Januar 2009

101 kg

Es geht abwärts. Bis wann?
see you

Noten geben

Immer wieder ein Spaß in der ganzen Schule. Die Zeugnisse müssen geschrieben werden. Richtlinien einhalten, Konferenzen koordinieren und viel Schreibarbeit. Schüler wollen schon vorher alles ganz genau wissen. Einige versuchen die letzten Stunden sehr aktiv für Verbesserungen zu nutzen. Bei manchen sind die zwei Wochen vor den Zeugnissen die einzigen aktiven Wochen im Halbjahr. Andere wiederum zeigen nochmals besonders, was sie können.
In der Berufsausbildung kommt dann noch dazu, dass Lernfelder in Zeugnisnoten umgesetzt werden müssen. Einige Ausbilder wollen noch immer gerne wissen, wie die Notengebung denn wäre, wenn es die Fächer vor 2003 noch gäbe....
Egal, jeztzt bin ich so weit durch, das meine (letzte?) Konferenz morgen steigen kann. Allerdings schreibt meine Klasse morgen noch eine letzte Klassenarbeit, die wir leider verschieben mussten. Das bedeutet morgen wieder Nachtschicht. Darum ist jetzt auch erst mal Schicht bei mir. Noch eine Stunde Sofa, dann ins Bett.
see you

Dienstag, 20. Januar 2009

102 kg

Da läuft was falsch. Seit Beginn meiner „Diät“ habe ich zwei Prozent zugenommen. Ob das daran liegt, dass die Feierei doch noch kein Ende hatte. Weihnachten ist zwar lange vorbei, auch die Geburtstage liegen hinter uns. Aber da gab es ein Belohnungsessen für mich, den Feuerwehrball, den Ball des Sports und unser Nachbar feierte seinen 65sten Geburtstag. Noch ist mein Leidensdruck nicht so groß, dass ich diese Feiern mit Wasser und Brot begehen möchte.
Wie geht es jetzt weiter? Am Samstag feiert eine liebe Freundin ihren 30sten, da gibt es sicher wieder viel zu genießen. Aber danach…
See you

Donnerstag, 15. Januar 2009

Auf dem Weg zum Pädagogen

Pädagnostizieren, ein Begriff, den ich gestern kennen lernen durfte. Was mir an diesem Seminar so gut gefiel, lässt sich gar nicht exakt beschreiben. Unter Pädagogischen Aspekten Diagnostizieren ist gemeint. In der Schule ist dies nicht nur die Beurteilung von Leistungen, auch die Umstände unter denen Leistung erbracht wird (oder nicht) ist gemeint.
Vermutlich war das Seminar auch deswegen so gut, weil es zeitlich für mich gut gepasst hat. Morgen geht es zur Transaktionsanalyse für Lehrer. Wenn ich dieses Seminar eher besucht hätte, wäre der heutige Tag sicher anders gelaufen.
Ein für mich als überzeugten Lehrer (in Ausbildung) ist es besonders wichtig, das die Schüler auch was wichtiges lernen. Das ist nicht immer nur der Lehrplaninhalt. Gerade in der beruflichen Bildung sehe ich die Handlungskompetenz als ein wichtiges Ziel. Diese Kompetenz über Handlungsorientierten Unterricht zu erreichen, das ist schwer. Wenn die Methode zu weit weg ist von den Erfahrungen der Schüler aus bisherigem Unterricht, dann klappt das schlecht. Dazu muss die Methode erst gelernt werden. Ist klar, aber unbefriedigend.
Wie geht ein Lehrer mit Problemen der Akzeptanz des eigenen Unterrichts um? Kann man das ignorieren? Ich höre dann immer wieder, dass die Schüler das einfach nicht begreifen und gerade diese Klasse sehr schwierig sei.
Das kann ich nicht. Und so musste heute eine Klärung erfolgen. Professionell hätte ich das im bisherigen Berufsleben über einen externen Moderator leiten lassen. Diese Konstellation konnte und wollte ich hier nicht herstellen. Ich musste also als Betroffener selber die Moderation übernehmen. Zum Glück waren die Schüler an einer gemeinsamen Lösung interessiert und haben sich aktiv am Ablauf beteiligt und zur Erarbeitung der Lösungsvorschläge viel Mühe gegeben.
Am Ende der vier härtesten Stunden meiner kurzen lehrerberuflichen Erfahrungen, haben wir konkrete gemeinsame Schritte vereinbart. Wir werden diese Schritte konsequent beobachten. Ich werde die Ergebnisse den Schülern immer wieder transparent machen.
Was mich überraschte und freute war, dass viele der eingesetzten Lehrmethoden durchaus weiterhin gewollt sind. Auch, dass die Schüler mehr Kontrolle und Strenge fordern war zunächst überraschend. Selbst das Online Medium Lo-Net2 schnitt deutlich besser in der Bewertung der Schüler ab, als ich erwarten konnte.
Die Schüler wollen lernen, die Art darf sich nur nicht so sehr von ihren bisherigen Methoden unterscheiden. Der Aufwand darf nicht zu groß sein.
Was schade ist, finde ich, ist die Tatsache, dass sie sich gut beteiligt fühlen, wenn ich lehrerzentriert arbeite. Wenn 90 Minuten an die Tafel geschrieben wird und dabei mal 5 Minuten Fragen durch Schüler beantwortet werden, dann fühlen sie sich wohl. Das widerspricht deutlich meinem Eindruck von effektivem Lernen.
Neben dieser Gedankensammlung läuft auf 3Sat der Themenabend zu Darwinismus, Sozialdarwinismus, Rassismus. Teilweise sehr interessant und gerade richtig zur Vertiefung meiner Kenntnisse für den laufenden WiPo Unterricht zum Rechtsextremismus. Ein weiteres spannendes Thema.
Morgen also Transaktionsanalyse.
See you

Samstag, 10. Januar 2009

Ein Ziel 2009, unter 90 kg

Wie so oft geht zunehmende Arbeitsbelastung bei mir einher mit zunehmendem Gewicht. Das liegt sicher weniger an fehlender Bewegung statt an zu viel Pausen und Süßigkeiten. Erfahrungsgemäß geht der Konsum runter, wenn ich das TV Angebot der Medienvielfallt deutlich weniger nutze. Nachen und TV gucken gehört in meinem Unterbewusstsein scheinbar fest zzusammen.
Nun sollte man meinen, mehr Arbeit führt zu weniger TV Konsum. Leider nicht, es ist doch so einfach, sich auf das Sofa zu setzen, um zu entspannen. Leider plagt hinterher das schlechte Gewissen um so mehr und der Stress steigt weiter.
Also, weniger TV, weniger naschen und ich werde weniger werden, zumindest bezüglich des Körpergewichts. Vermutlich wird das Stressgefühl dann auch besser werden.
Start heute: 100 kg, mal sehen, wann ich das Zwischenziel 95 kg erreichen kann. Heute Abend hilft da nicht, denn da geht es erst einmal zum Feuerwehrball mit Grünkohl, Bier und Tanz.
see you

Suche im blog

 

Aktuelle Beiträge

Finanzamt
Die machten schon immer wie es für sie am besten passt.
Weiterbildung (Gast) - 31. Jan, 10:00
welcher Verbraucher achtet...
Selbst die reichen Verbraucher unserer westlichen Welt...
msa - 15. Nov, 23:20
Globalisierung
Ich denke im Prinzip ist die Globalisierung nicht schlecht...
Christian (Gast) - 2. Nov, 18:23
Mr Vertigo
eine Kurzbeschreibung: Im Jahr 1927 hat der Jahrmarkt...
Marianne Kempel (Gast) - 8. Okt, 14:22
Mr Vertigo?
Worum geht es denn da? Woher kennst Du "Tod und Teufel"?
msa - 7. Okt, 19:09

Web Counter-Modul

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsplanung Lehrer
Formalismus
Handwerk
Hausarbeit ET
Pädagogik
Politik
Privat oder so
Schwimmlehrer
Studium
Vorbereitungsdienst
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren