Donnerstag, 11. Dezember 2008

Methoden

Liebes Tagebuch, ich vernachlässige Dich.
Irgendwie ist mein Bedarf, über das Weblog die Ausbildung zu reflektieren im Moment gesunken.
Insgesamt arbeite ich nicht mehr so viele Stunden daran, Unterricht zu planen und komplex vor zu bereiten. Und die Ergebnisse werden zum Teil besser. Die Schüler machen mehr selber, ohne dass zu viel Aufwand vorher getrieben wird. Und es bereitet mir Freude neue Methoden aus zu testen. Sogar eine Methode der Beratung, die PMI konnte erfolgreich im Unterricht eingesetzt werden um den Themenbereich Folter erarbeiten zu lassen. Das werde ich häufiger machen.
Auch die Schreibgespräche sind wider meinen Erwartungen gut angekommen und bringen sogar gute Ergebnisse ein. Auch das Diskutieren im Stuhlkreis kommt, kontrolliert eingesetzt, gut an. Andere Schüler als sonst kommen mal zu Wort.
Leider sind diese Methoden derzeit nur in WiPo gestestet. Im Technik Bereich muss ich noch gute Wege finden. Projektarbeit in allen Ehren, aber de Aufwand ist so groß, dass ich mir das nach der Ausbildungszeit nur selten erlauben kann. Technik lässt sich selten per Diskussion erarbeiten – oder?
See you

Dienstag, 2. Dezember 2008

Hospitation in der Grundschule

Das Schöne an der Lehrerausbildung ist ja, dass ich auch mal Zeit aufwenden kann, um andere Eindrücke zu erhalten. Heute habe ich also eine Grundschule besucht und mir einen guten Überblick über die tägliche Arbeit in einer ersten und zweiten Klasse machen können. Es ist schön, zu sehen, dass die Lehrmethoden sich im Vergleich zu meiner eigenen Schulzeit deutlich verändert haben. Die Kinder haben Spaß beim Lernen, sie werden individuell gefördert und immer wieder gut neu motiviert. Jeder darf sein eigenes Lerntempo haben und es langweilt sich niemand, während auch niemand vergessen wird. Heile Welt in einer kleinen übersichtlichen Schule also. Sicherlich ist auch hier noch weitere Verbesserung möglich, aber wenn ich mir den heutigen Tag ansehe und dann mit den Kompetenzen einiger meiner Schüler vergleiche, dann habe ich große Hoffnung für die Neuen. Die, die heute noch ohne Teamfähigkeit, Übung im Präsentieren oder Vortragen oder ohne ausreichende Selbständigkeit in die Berufsausbildung startet hat dann ja während dieser Ausbildung Gelegenheit zum Nachholen. Nur, was machen die, die keine Ausbildung beginnen?
Gestern habe ich guten Unterricht gemacht. Ich war zufrieden, die Schüler scheinbar glücklich und meine Beobachterin hatte Log zu vergeben. Auch schön.
Ach ja, letzte Woche ein „netttes“ Seminar zu Körpersprache und Stimmtraining besucht. Viel gelernt habe ich zwar nicht, dafür aber mal wieder erfahren, was ich schon kann. Das bestätigt auch mal positiv. Viele angehende Lehrer wissen einfach auch noch nicht, wie man eigentlich Vorträge hält. Auch wenn Unterricht was anderes sein soll, so bringen wir doch den Schülern auch das Vortragen bei. Zumindest sollten wir das. Wenn ich dann höre, das einer der Kollegen in diesem Seminar erst den zweiten Vortrag seines Lebens hält, dann beginne ich an der Qualität der Lehramtsstudiengänge zu zweifeln.
See you

Samstag, 22. November 2008

Blues Brothers

Vorgestern hatte ich den Blues. Gestern waren wir bei den Blues Brothers.
Und schon der Unterricht zuvor war richtig gut gelaufen, wenn auch der Einstieg in die Stunde zugegebener Maßen schwach war. Aber nach der Stunde sagte mein Kollege, das sei schon hart, so mit 14 Schülern eine komplexe Aufgabe live durch zu arbeiten. Man muss so schnell umschalten und ständig haben mehrere Schüler gleichzeitig verschiedenste Fragen. Ich konnte da nur zurück blicken, denn den Tag zuvor hatte ich 27 Schüler, gleiche Komplexität und doppelte Unterrichtszeit. Jetzt weiß ich, warum das so anstrengend war. Problem: Die Schüler haben keine maximale Lernzeit, da sie ständig auf den Lehrer warten „müssen“. Ich meine ja, dass Sie oft selbständiger an Probleme herangehen könnten, aber na ja, es ist halt für den Moment bequemer auf Hilfe zu warten.
Um fair zu bleiben: Die Schüler, die sich selber helfen, bemerke ich ja kaum, denn die arbeiten erfolgreich weiter. Und die gibt es!
Gestern habe ich auch sehr gute und trotz des Freiutag Nachmittags motivierte Schüler gehabt. Nicht alle, doch einige. Schön für mich war, dass ich wieder erfahren durfte, dass Schüler direkte Erfolgserlebnisse brauchen. Sie wollen das Ziel erreichen. Und wenn auch nur der Lehrer die letzten Problemchen beseitigt, bevor die Stunde zu Ende geht. Dann ist es gut.
Schade, dass viele noch nicht begreifen, das das Ziel einer Programmierung nicht ist, die Programmierung zu schaffen und in Betrieb zu setzen. Es ist das Ziel, diese und ähnliche Programme auch bei der nächsten Herausforderung wieder herstellen zu können. Mitschriften gibt es kaum und Nachfragen nach schon einmal „erlerntem“ gibt es noch zu viele. Wie ich da weiter mache? Protokolle schreiben lassen? Anleitungen verteilen? Hausaufgaben geben? Ich weiß nicht.
Aber zurück zu den Blues Brothers. Es schneite, die Straßen waren vereist, wir gingen in dass Theater, überall Menschen, die noch älter waren als ich. Ich war verspannt, genervt und hatte keinen Bock auf das Konzert.
Und es war richtig gut. Die Stimmung im Publikum war zwar mäßig, aber die Show war mitreißend und lustig. Die Sänger konnten singen und die Band spielte super. Erinnerungen an unsere aktive Zeit mit alten Ami's und viel Autobastelei kehrten ebenso zurück wie die Vorfreude auf weitere Aktivitäten diesbezüglich.
Hätte ich heute Zeit gehabt, wäre am Mustang wieder ein Blech mehr dran. Einen schwarzen Anzug wollte ich eh schon mal wieder kaufen, Hut und Sonnenbrille dazu und die Tour im Mustang könnte albern aber gut gelaunt los gehen. Jetzt fehlt noch die CD mit der Show, ein lauter Verstärker im Auto und es geht los. Hoffentlich hält die Motivation, denn am Wagen ist noch sehr sehr viel zu tun.
Zur Motivation: http://www.youtube.com/watch?v=FcPmBKi_rB8&feature=related
See you

Donnerstag, 20. November 2008

Unterrichtsstile

Ist es ein Stil oder eine Methode oder Didaktik? Was auch immer, heute bin ich fast der Meinung, meinen Stil ändern zu müssen. Nicht unbedingt, weil ich denke, er sei erfolglos für das effektive Lernen. Eher deshalb, weil meine Schüler immer unglücklicher werden. Kann man Schüler, die zehn oder mehr Jahre gewohnt sind, dass der Lehrer ihnen genau sagt wo es lang geht, dazu bringen, ihren Lernerfolg selber zu verantworten?
Zumindest nicht so extrem, wie ich es erwartet hatte. Jetzt muss ich analysieren, wie es weiter gehen kann. Die Kernpunkte, möglichst viel aktive Lernzeit und eine gut vorbereitete Lernumgebung zu schaffen, werde ich mehr in den Mittelpunkt rücken. Als einziges zusätzliches Ziel gebe ich mir nur noch, dass die Schüler in kürzeren Abständen ihre Erfolgserlebnisse haben. Zu offene Aufgabenstellungen mit großer Eigenverantwortung bewältigen nur die Wenigsten.
Welche Folgen hat das? Ich werde mich wohl zu einem „normalen“ Lehrer entwickeln und dadurch selber weniger Stress haben. Warum soll ich mir so viele Gedanken und so viel Arbeit machen, wenn die Schüler sich dadurch schlechter fühlen als bei anderen Lehrern?
Und trotzdem finde ich es noch immer befremdlich, wenn der Lehrer alles genauestens vormacht, was die Schüler dann nur noch kopieren müssen; Wenn die Schüler jede Problemstellung an den Lehrer abgeben können; Wenn in Klassenarbeiten nur die Fakten und Merksätze aus den Tafelbildern abgefragt werden. Ist das so richtig?
Immerhin, für die nächsten WiPo Stunden habe ich Unterricht so vorbereitet, dass die Schüler aktiv an genau formulierten Aufgaben arbeiten können. Mal sehen, wie das ankommt.
Für die nächsten Elektrotechnik Stunden muss ich viel mehr detailliert vormachen, in den Aufgabenblättern genau beschreiben, was zu tun ist und dann die Ergebnisse kontrollieren und bewerten. OK, einen Versuch ist es Wert. Zu Weihnachten werde ich das neue Vorgehen mal reflektieren.
See you

Mittwoch, 19. November 2008

Viel zu tun?

Eigentlich ist die Aufgabenliste verhältnismäßig überschaubar und die Kleinigkeiten, die nebenbei zu erledigen sind auch. Es gäbe da zwar einige größere Aktionen am Haus zu erledigen, aber die laufen auch nicht weg. Was nervt, das ist das ständige Gefühl gerade das Falsche zuerst zu erledigen. Immer denke ich, dass die anderen Sachen / Aufgaben eigentlich wichtiger wären. Selbst organisiertes Arbeiten ist gar nicht so einfach. Früher klappte das besser, da konnte ich Zeitreihen aufstellen und nacheinander abarbeiten, was an lag. Einiges verlor zwischenzeitlich an Bedeutung und konnte getrost vergessen werden. Heute schweben immer die schlechten Gewissen (davon scheint es mehrere zu geben) im Kopf herum. Eines sagt, kümmre Dich um die Kinder, das Andere erzählt was von der Hausarbeit in der Schule. Auch die Renovierungen und ähnliches melden sich ebenso wie die restliche Familie. Zwischendurch gibt es da noch die Planungen für den Betriebsausflug, meine Seminare im nächsten Jahr und dem Urlaub 2009. Ärgerliche Dinge, wie die Steuernachzahlung mal ausgenommen, nichts wirklich schwieriges also. Ich habe nur gerade besonders Lust, nichts zu tun.
Das Positive ist, dass wir uns dazu durch gerungen haben, nächstes Jahr richtig in Urlaub zu fahren, gebucht haben wir gestern auch schon. Auch über Pfingsten werden wir kurz mit Gerald und Familie nach Sylt reisen. Familie und Urlaub gleichzeitig, da bleibt dann wieder mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitungen im nächsten Jahr.
Auch den Unterricht für Morgen habe ich eigentlich fertig und die Schulung wird auch laufen. Den Formalismus für die Unterrichtsvorführung und die nächste LoNet Schulung schiebe ich noch als unerwünscht vor mir her, die Stunde selbst steht aber fast. Morgen werde ich die Zeit nutzen und einiges im Fachraum dazu ausprobieren.
Unsicher bin ich noch aus zwei Gründen. Erstens kommt die erste Teilprüfung meiner Azubis immer näher und ich weiß nicht, ob ich alles für sie getan habe, was nötig ist. Zweitens kommen bald wieder die ganzen Zeugniskonferenzen auf mich zu. Ich muss da noch was organisieren und werde mir mal Hilfe suchen, um diesen Formalismus stressfreier zu erledigen.
See you

Samstag, 15. November 2008

Neue Arbeitsmedien

Gestern waren wir wieder zu einem Pädagogik Modul eingeladen. Das Schöne an solchen Modulen ist, dass in entspannter Atmosphäre einiges Neues gelernt werden kann. Ich darf aber selber entscheiden, was ich für meinen Alltag übernehmen möchte. Zumindest den Fröbelkran werde ich auch mal einsetzen. Das war lustig.
Neben den Fachthemen gibt es dann auch viel Gelegenheit mit den anderen LiAs zu plaudern. Hier gibt es meist mehr gute Tipps und Ansätze, die ich gerne mitnehme.
Eine Anregung war die Verwendung der Dienstleistungen von Dropbox. Damit spart man sich sowohl das ständige Backup für die wichtigsten Daten, als auch die blöde hin und her Kopiererei zwischen verschiedenen benutzten Rechnern. Das gewählte Verzeichnis dupliziert sich automatisch in die Internet Dropbox. Angeblich sogar per verschlüsselter Leitung. Was dort mit meinen Daten geschieht weiß ich zwar nicht, aber Geheimnisse lege ich eh nicht im Internet ab. Das Beste ist jedoch, dass ich einen anderen Rechner auch so einrichten kann, dass meine Daten dorthin gespiegelt werden, sobald eine Internet Verbindung besteht. Schön.
Jetzt steht also dem Kauf eines Netbooks nur noch die Finanzierung im Wege. Leider hat eine erhebliche Steuernachzahlung ungeahnt große Löcher in meine Finanzen gerissen.
Zusätzlich bin ich auch wieder neugierig auf openoffice geworden. Die 3.0 Version soll richtig gut sein. Gestern habe ich diese dann auch neben meinem MS Office von 2003 installiert und probiere dieses jetzt täglich aus. Bislang ohne Probleme bei der Nutzung. Auch die Bedienung weicht kaum vom MS Paket ab. Ein Problem schaffe ich mir allerdings, den jetzt muss ich immer zweimal speichern, um MS und OO Dokumente zu erhalten. Nicht jeder hat schließlich die kostenfreie Version.
Ein großer Vorteil ist jedoch, dass OO Dokumente jetzt direkt als PDF Files gespeichert werden können. Da brauche ich dann weniger Aufwand als zuvor, um meinen Schülern oder Kollegen mal ein PDF zur Verfügung zu stellen.
see you

Freitag, 14. November 2008

Medien III

Neben Audio und Video gibt es ja auch noch die fast vergessenen ;) Papier Medien. Auch Bücher genannt. Nun ist es ja nun mal so, dass einzelne Seiten eines Buches oder einer Zeitschrift für den Unterricht interessant sind. Eine kurze Zeit lang durften wir Lehrer diese Seiten dann nicht vervielfältigen und als Unterrichtsmaterial verwenden. Insbesondere die Schulbuchverlage haben sich dagegen gewehrt, dass nicht immer und ausschließlich die Bücher als Klassensatz Verwendung finden. Vom ersten Gedanken her ist es ja auch verständlich, dass die Verlage und Autoren Geld mit Büchern verdienen wollen. Nehmen wir aber beispielhaft Bücher des WiPo Unterrichts, so kenne ich kein Buch, dass alle Lehrplan Themen vollständig gut behandelt. Also bin ich auf zusätzliches Material angewiesen um zu unterrichten.
Selbstverständlich kann man vieles selber entwerfen, dabei schreibt man dann aber auch oft viel Inhalt aus Quellen ab. Interessant, dass dieses Abschreiben nicht verboten ist. Ich kann dazu sogar einen PC verwenden, denn Handschriftlichkeit ist nicht vorgeschrieben. Nur scannen darf ich es nicht, wäre ja auch zu leicht.
Neues Problem, bzw. auch altes Problem ist, dass die vermehrt genutzten elektronischen Lernplattformen auf Dokumente aus vorhandenen Büchern verzichten müssen. Kopieren auf Papier ist in begrenztem Umfang also wieder für den Unterricht erlaubt. Aber Die gleichen Dokumente als Datei in der gleichen Klasse zu verwenden, das eben nicht.
Ok, also verwende ich halt die Ideen der Autoren aus den Büchern für eigene Arbeitsmaterialien, die ich dann auch elektronisch verwenden darf. Das ist manchmal aufwändiger, aber immer individueller auf meine Schüler abgestimmt.
Kurze Meldung noch zu Video Medien. Ich habe in den letzten Wochen vermehrt Videos der Landesfilmdienste verwendet. Die sind Lizenzrechtlich unbedenklich und in der Regel kurz genug für den Unterricht. Didaktisch sind viele davon auch recht gut gestaltet. Hier erlaube ich mir als Auszubildender eine eigene Bewertung. Ich sehe die Filme schließlich mehrfach und ich kann die Reaktion der Schüler beobachten.
Medien werden immer vielfältiger, die Nutzung in Bildungseinrichtungen auch. Schön, wenn sich auch die Ministerien um die Rechte der Nutzung kümmern. Diesmal ging es ja recht schnell.
Lernplattformen oder Lernmanagementsysteme sind auch in den Schulen auf dem Vormarsch. Nächste Woche werde ich dazu ein weiteres Mal Kollegen schulen. Ich hoffe, einen Arbeitskreis zu initiieren, damit wir den Einsatz der Plattformen koordinieren und die Didaktik gemeinsam überlegen können.
See you

Sonntag, 19. Oktober 2008

Medien im Unterricht II

Das Thema wird scheinbar beliebig kompliziert. Im Urhebergesetz http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/urhg/gesamt.pdf wird zwar recht genau definiert, welche Vorführungen und Kopien erlaubt sind. Es steht auch immer wieder etwas von angemessener Vergütung beschrieben, die man in der Regel an die Verwertungsgesellschaft des verwendeten Originals zu leisten habe. Was mir aber weiterhin schleierhaft bleibt ist die Frage nach der Einstufung zwischen gewerblicher und privater Nutzung. Oft wird das Recht von Bildungseinrichtungen explizit genannt.
Der alte §52a der UrHg gilt seit 1.1.2009 (leider) nicht mehr. Die Schulbehörden und Lehrer sind meiner Meinung nach zu Recht sehr unglücklich darüber. Darin stand, dass zu nichtkommerziellen Zwecken in Bildung und Forschung kleine Teile von Werken (auch Zeitungen und Zeitschriften) Vervielfältigungen verwendet werden dürfen. Dies galt nicht für Bücher, die für den Unterrichtsgebrauch hergestellt wurden. Inhalte von Schulbüchern durften und dürfen demnach nicht vervielfältigt werden. Schade.
§53 ist da schon interessanter für Lehrer. Vervielfältigung zum eigenen wissenschaftlichem Gebrauch sind erlaubt, wenn keine gewerbsmäßiger Zweck verfolgt wird. Die meisten Lehrer forschen schließlich privat nach besseren Lehrmethoden oder pädagogischen Verfeinerungen. Aber Achtung, der Gesetzgeber hatte scheinbar noch Angst vor digitalen Medien, denn vornehmlich erlaubt sind klassische „phototechnische“ Vervielfältigungen. Was mache ich nur, wenn dann später doch mal ein Buch daraus wird, ohne die Absicht vorab gekannt zu haben?
§53 Absatz 5 http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html ist aber in gewisser Weise eine Rettung für meine Unterrichtsform des e-learning. Denn zu schulischen Zwecken ohne gewerbliches Interesse dürfen auch mal Datenbanken benutzt werden. Die Vervielfältigungen dürfen nicht veröffentlicht werden! Dann hoffe ich mal, dass keiner der Schüler auf die Idee kommt, erlaubte Unterrichtskopien in wikipedia zu nutzen.
Wichtig scheint mir auch ein gelegentlicher Blick auf §63, der den Umfang der nötigen Quellenangaben beschreibt. Im Studium haben wir die korrekte Art der Zitierungen zwar auch gelernt, meist schleift sich aber ein gewisser Schlendrian ein, sobald ich mit vielen verschiedenen Quellen arbeite. Immerhin ist die Notwendigkeit bei Zeitungsausschnitten einfacher gehalten, denn dort steht selten der jeweilige Autor, auch sind Seitenzahlen dabei weniger wichtig. Datum und Zeitungsname reichen aus. Bei abgedruckten Radiokommentaren ist der Urheber und das Sendeunternehmen zu nennen.
Komme ich wieder auf die Frage zurück, ob die vielfach gelesene Einschätzung, Vorführung in einer geschlossenen Unterrichtsklasse sei eine private Nutzung, vertretbar ist. Das wäre gut und entspannend, denn dann könnte man ohne schlechtes Gewissen auch moderne Medien im Unterricht einsetzen. §53 (5) sagt das ja eigentlich auch so, denn hier wird die wissenschaftliche oder nicht gewerbliche Unterrichtsnutzung von Dateien erlaubt.
Podcast Angebote sind dabei zwar nicht explizit genannt, sind in ihrem Wesen aber Dateien als Kopie von Originalen Sendungen.
Einen interessanten Abschnitt habe ich im Urhebergesetz noch entdeckt. Dieser könnte der Grund dafür sein, warum so viele Lehrer noch immer „Romane“ an die Tafel schreiben. ;)
Die abschriftliche Vervielfältigung für den Privatgebrauch ist nämlich gestattet §53 (4). Müsste der Lehrer dann nicht eigentlich diktieren, denn die Tafel ist nicht privat – oder? Na ja, §44a könnte das abdecken (vorübergehende Vervielfältigungshandlung)
§47 http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__47.html ist wohl auch eher unbekannt. Denn welcher Lehrer weiß schon, dass Schulfunksendungen nur maximal im Schuljahr nach der Veröffentlichung genutzt werden dürfen? Zumindest wenn man nicht noch einmal Lizenzgebühren zahlen möchte.
Ach ja, es gibt Lehrer, die sich weniger um Urheberrechte kümmern müssen, denn das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Also einfach alte Literatur nutzen ;)
Demnächst muss ich mal andere Gesetze durchstöbern, denn in der Schule gilt ja nicht nur das Urheberrecht.
See you

Suche im blog

 

Aktuelle Beiträge

Finanzamt
Die machten schon immer wie es für sie am besten passt.
Weiterbildung (Gast) - 31. Jan, 10:00
welcher Verbraucher achtet...
Selbst die reichen Verbraucher unserer westlichen Welt...
msa - 15. Nov, 23:20
Globalisierung
Ich denke im Prinzip ist die Globalisierung nicht schlecht...
Christian (Gast) - 2. Nov, 18:23
Mr Vertigo
eine Kurzbeschreibung: Im Jahr 1927 hat der Jahrmarkt...
Marianne Kempel (Gast) - 8. Okt, 14:22
Mr Vertigo?
Worum geht es denn da? Woher kennst Du "Tod und Teufel"?
msa - 7. Okt, 19:09

Web Counter-Modul

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsplanung Lehrer
Formalismus
Handwerk
Hausarbeit ET
Pädagogik
Politik
Privat oder so
Schwimmlehrer
Studium
Vorbereitungsdienst
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren