Samstag, 15. November 2008

Neue Arbeitsmedien

Gestern waren wir wieder zu einem Pädagogik Modul eingeladen. Das Schöne an solchen Modulen ist, dass in entspannter Atmosphäre einiges Neues gelernt werden kann. Ich darf aber selber entscheiden, was ich für meinen Alltag übernehmen möchte. Zumindest den Fröbelkran werde ich auch mal einsetzen. Das war lustig.
Neben den Fachthemen gibt es dann auch viel Gelegenheit mit den anderen LiAs zu plaudern. Hier gibt es meist mehr gute Tipps und Ansätze, die ich gerne mitnehme.
Eine Anregung war die Verwendung der Dienstleistungen von Dropbox. Damit spart man sich sowohl das ständige Backup für die wichtigsten Daten, als auch die blöde hin und her Kopiererei zwischen verschiedenen benutzten Rechnern. Das gewählte Verzeichnis dupliziert sich automatisch in die Internet Dropbox. Angeblich sogar per verschlüsselter Leitung. Was dort mit meinen Daten geschieht weiß ich zwar nicht, aber Geheimnisse lege ich eh nicht im Internet ab. Das Beste ist jedoch, dass ich einen anderen Rechner auch so einrichten kann, dass meine Daten dorthin gespiegelt werden, sobald eine Internet Verbindung besteht. Schön.
Jetzt steht also dem Kauf eines Netbooks nur noch die Finanzierung im Wege. Leider hat eine erhebliche Steuernachzahlung ungeahnt große Löcher in meine Finanzen gerissen.
Zusätzlich bin ich auch wieder neugierig auf openoffice geworden. Die 3.0 Version soll richtig gut sein. Gestern habe ich diese dann auch neben meinem MS Office von 2003 installiert und probiere dieses jetzt täglich aus. Bislang ohne Probleme bei der Nutzung. Auch die Bedienung weicht kaum vom MS Paket ab. Ein Problem schaffe ich mir allerdings, den jetzt muss ich immer zweimal speichern, um MS und OO Dokumente zu erhalten. Nicht jeder hat schließlich die kostenfreie Version.
Ein großer Vorteil ist jedoch, dass OO Dokumente jetzt direkt als PDF Files gespeichert werden können. Da brauche ich dann weniger Aufwand als zuvor, um meinen Schülern oder Kollegen mal ein PDF zur Verfügung zu stellen.
see you

Freitag, 14. November 2008

Medien III

Neben Audio und Video gibt es ja auch noch die fast vergessenen ;) Papier Medien. Auch Bücher genannt. Nun ist es ja nun mal so, dass einzelne Seiten eines Buches oder einer Zeitschrift für den Unterricht interessant sind. Eine kurze Zeit lang durften wir Lehrer diese Seiten dann nicht vervielfältigen und als Unterrichtsmaterial verwenden. Insbesondere die Schulbuchverlage haben sich dagegen gewehrt, dass nicht immer und ausschließlich die Bücher als Klassensatz Verwendung finden. Vom ersten Gedanken her ist es ja auch verständlich, dass die Verlage und Autoren Geld mit Büchern verdienen wollen. Nehmen wir aber beispielhaft Bücher des WiPo Unterrichts, so kenne ich kein Buch, dass alle Lehrplan Themen vollständig gut behandelt. Also bin ich auf zusätzliches Material angewiesen um zu unterrichten.
Selbstverständlich kann man vieles selber entwerfen, dabei schreibt man dann aber auch oft viel Inhalt aus Quellen ab. Interessant, dass dieses Abschreiben nicht verboten ist. Ich kann dazu sogar einen PC verwenden, denn Handschriftlichkeit ist nicht vorgeschrieben. Nur scannen darf ich es nicht, wäre ja auch zu leicht.
Neues Problem, bzw. auch altes Problem ist, dass die vermehrt genutzten elektronischen Lernplattformen auf Dokumente aus vorhandenen Büchern verzichten müssen. Kopieren auf Papier ist in begrenztem Umfang also wieder für den Unterricht erlaubt. Aber Die gleichen Dokumente als Datei in der gleichen Klasse zu verwenden, das eben nicht.
Ok, also verwende ich halt die Ideen der Autoren aus den Büchern für eigene Arbeitsmaterialien, die ich dann auch elektronisch verwenden darf. Das ist manchmal aufwändiger, aber immer individueller auf meine Schüler abgestimmt.
Kurze Meldung noch zu Video Medien. Ich habe in den letzten Wochen vermehrt Videos der Landesfilmdienste verwendet. Die sind Lizenzrechtlich unbedenklich und in der Regel kurz genug für den Unterricht. Didaktisch sind viele davon auch recht gut gestaltet. Hier erlaube ich mir als Auszubildender eine eigene Bewertung. Ich sehe die Filme schließlich mehrfach und ich kann die Reaktion der Schüler beobachten.
Medien werden immer vielfältiger, die Nutzung in Bildungseinrichtungen auch. Schön, wenn sich auch die Ministerien um die Rechte der Nutzung kümmern. Diesmal ging es ja recht schnell.
Lernplattformen oder Lernmanagementsysteme sind auch in den Schulen auf dem Vormarsch. Nächste Woche werde ich dazu ein weiteres Mal Kollegen schulen. Ich hoffe, einen Arbeitskreis zu initiieren, damit wir den Einsatz der Plattformen koordinieren und die Didaktik gemeinsam überlegen können.
See you

Sonntag, 19. Oktober 2008

Medien im Unterricht II

Das Thema wird scheinbar beliebig kompliziert. Im Urhebergesetz http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/urhg/gesamt.pdf wird zwar recht genau definiert, welche Vorführungen und Kopien erlaubt sind. Es steht auch immer wieder etwas von angemessener Vergütung beschrieben, die man in der Regel an die Verwertungsgesellschaft des verwendeten Originals zu leisten habe. Was mir aber weiterhin schleierhaft bleibt ist die Frage nach der Einstufung zwischen gewerblicher und privater Nutzung. Oft wird das Recht von Bildungseinrichtungen explizit genannt.
Der alte §52a der UrHg gilt seit 1.1.2009 (leider) nicht mehr. Die Schulbehörden und Lehrer sind meiner Meinung nach zu Recht sehr unglücklich darüber. Darin stand, dass zu nichtkommerziellen Zwecken in Bildung und Forschung kleine Teile von Werken (auch Zeitungen und Zeitschriften) Vervielfältigungen verwendet werden dürfen. Dies galt nicht für Bücher, die für den Unterrichtsgebrauch hergestellt wurden. Inhalte von Schulbüchern durften und dürfen demnach nicht vervielfältigt werden. Schade.
§53 ist da schon interessanter für Lehrer. Vervielfältigung zum eigenen wissenschaftlichem Gebrauch sind erlaubt, wenn keine gewerbsmäßiger Zweck verfolgt wird. Die meisten Lehrer forschen schließlich privat nach besseren Lehrmethoden oder pädagogischen Verfeinerungen. Aber Achtung, der Gesetzgeber hatte scheinbar noch Angst vor digitalen Medien, denn vornehmlich erlaubt sind klassische „phototechnische“ Vervielfältigungen. Was mache ich nur, wenn dann später doch mal ein Buch daraus wird, ohne die Absicht vorab gekannt zu haben?
§53 Absatz 5 http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html ist aber in gewisser Weise eine Rettung für meine Unterrichtsform des e-learning. Denn zu schulischen Zwecken ohne gewerbliches Interesse dürfen auch mal Datenbanken benutzt werden. Die Vervielfältigungen dürfen nicht veröffentlicht werden! Dann hoffe ich mal, dass keiner der Schüler auf die Idee kommt, erlaubte Unterrichtskopien in wikipedia zu nutzen.
Wichtig scheint mir auch ein gelegentlicher Blick auf §63, der den Umfang der nötigen Quellenangaben beschreibt. Im Studium haben wir die korrekte Art der Zitierungen zwar auch gelernt, meist schleift sich aber ein gewisser Schlendrian ein, sobald ich mit vielen verschiedenen Quellen arbeite. Immerhin ist die Notwendigkeit bei Zeitungsausschnitten einfacher gehalten, denn dort steht selten der jeweilige Autor, auch sind Seitenzahlen dabei weniger wichtig. Datum und Zeitungsname reichen aus. Bei abgedruckten Radiokommentaren ist der Urheber und das Sendeunternehmen zu nennen.
Komme ich wieder auf die Frage zurück, ob die vielfach gelesene Einschätzung, Vorführung in einer geschlossenen Unterrichtsklasse sei eine private Nutzung, vertretbar ist. Das wäre gut und entspannend, denn dann könnte man ohne schlechtes Gewissen auch moderne Medien im Unterricht einsetzen. §53 (5) sagt das ja eigentlich auch so, denn hier wird die wissenschaftliche oder nicht gewerbliche Unterrichtsnutzung von Dateien erlaubt.
Podcast Angebote sind dabei zwar nicht explizit genannt, sind in ihrem Wesen aber Dateien als Kopie von Originalen Sendungen.
Einen interessanten Abschnitt habe ich im Urhebergesetz noch entdeckt. Dieser könnte der Grund dafür sein, warum so viele Lehrer noch immer „Romane“ an die Tafel schreiben. ;)
Die abschriftliche Vervielfältigung für den Privatgebrauch ist nämlich gestattet §53 (4). Müsste der Lehrer dann nicht eigentlich diktieren, denn die Tafel ist nicht privat – oder? Na ja, §44a könnte das abdecken (vorübergehende Vervielfältigungshandlung)
§47 http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__47.html ist wohl auch eher unbekannt. Denn welcher Lehrer weiß schon, dass Schulfunksendungen nur maximal im Schuljahr nach der Veröffentlichung genutzt werden dürfen? Zumindest wenn man nicht noch einmal Lizenzgebühren zahlen möchte.
Ach ja, es gibt Lehrer, die sich weniger um Urheberrechte kümmern müssen, denn das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Also einfach alte Literatur nutzen ;)
Demnächst muss ich mal andere Gesetze durchstöbern, denn in der Schule gilt ja nicht nur das Urheberrecht.
See you

Samstag, 18. Oktober 2008

Effektivität vs. Effizienz

Gestern diskutierten wir über Begriffe. Im Sinne einer mündlichen Prüfungsvorbereitung sicher auch wichtig. Gerade Begriffsdefinitionen schaffen of einen klareren Zugang zu komplexen Themen. Udo hat mich früher oft damit genervt, dass er Vorträge damit begann, auf Begriffen und deren Definition herumzureiten. Aber mittlerweile verstehe ich diese Herangehensweise besser und bewundere Redner, die Begriffe sauber und verständlich definieren können.
Gestern also die Frage, was ist der Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität. Bislang habe ich diese Worte oft synonym verwendet. Heute habe ich dazu eine kurze aber einprägsame Formulierung gefunden: Effektivität heißt, die richtigen Dinge zu tun. Es dient als Abschätzung, ob die geplanten Aktivitäten auch wirklich das Ziel erreichen kann.
Effizienz hingegen heißt: Die Dinge richtig zu tun. Nach dem Motto, ist das Ergebnis mit einem Minimum an eingesetzten Mitteln erreicht worden. Wirtschaftlich also eher das Minimalprinzip.
So einfach kann es sein.
Eine andere Abgrenzung zwischen Kosten und Ausgaben haben wir gestern auch noch gesucht. Hier tue ich mich eigentlich schwerer, obwohl es mir gestern noch klar war. Ausgaben sind dann der Abfluss von Geldmitteln. Kosten hingegen sind der Wert von der Güter und Dienstleistungen, die aufgabenbezogen eingesetzt werden. Kosten sind immer einer bestimmten Leistung zuzuordnen.
Kosten zu haben heißt noch nicht, dass jetzt auch Geld fließen muss.
Andere Definitionen scheinen einfacher zu sein, denn sie lassen sich mit mathematischen oder physikalischen Größen beschreiben. Beispiel: Es ist ein Schaden am Straßenrand entstanden und eine Reifenspur muss aufgefüllt werden. Hier braucht man dann die Definition de Gesamtmenge (Volumen) an Füllsand. Dieses Problem löse ich dann Montag. Nach meinen Schätzungen brauche ich 100 bis 200 Liter Sand. Nach Schätzungen vor Ort sagte man mir erst einen Bedarf von 1 qm, danach von 1,5 bis 2 qm voraus. Mal sehen, wer Recht behält. Ich vermute, da kann jemand Volumen nicht schätzen, oder es gab noch einen LKW, der nach dem PKW die Fahrbahn verlassen ha ;)
Ok, letzten Teil verstehen nur Eingeweihte. Aber egal.
See you

Hobby, wichtig oder nicht?

Nach einer Ewigkeit habe ich heute endlich mal wieder am Ford gebastelt. Es waren zwar nicht einmal zwei Stunden, aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wie wichtig ein Hobby neben den täglichen Pflichten ist, weiß ich nicht wirklich.
Zusammen mit Heino wollen wir jetzt Freitags regelmäßig basteln. Mal sehen, ob wir das durchhalten und organisiert bekommen. Zu zweit kann man sich ja auch besser motivieren.
Wenn er heute nicht mitgemacht hätte, dann hätte ich eh nur eine Pflicht erledigt. Gearbeitet habe ich heute zwar nicht, jedoch ist Apfelpflücken, Einkaufen und basteln mit Kim auch weniger Hobby als Verpflichtung. Ein Hobby ist eher etwas, was man für sich macht.
Dieser Blog ist in diesem Sinne zwar auch für mich, aber dann doch wieder ein wichtiger Teil der Selbstreflektion bezüglich meiner Ausbildung.
Morgen will ich dann mal wieder fleißig Unterricht planen. Mal sehen, ob SPS, AS-i oder WiPo. Aber erstmal aufräumen! Das Büro ist dran, nachdem die letzten Tage der PC gesäubert wurde. Dabei ging es mir wie Kim. Wenn sie aufräumt, spielt sie auch viel mit wiedergefundenen Spielsachen. Ich habe etliches der letzten drei Jahre gelöscht, aber vieles auch neu durchgelesen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Präsentationen oder Ausarbeitungen immer noch interessant sind. Auch finde ich verwunderlich, an wie viele Details und Zusammenhänge ich mich noch erinnere. Und einiges ist für kommende Unterrichte durchaus recyclebar. Da ist zum Beispiel ein alter Unterrichtsplan zur Globalisierung, den ich wohl nach den Ferien wieder aufbereitet nutzen werde.
See you

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Aufräumen

Endlich geht es mir wieder besser. Ich arbeite sehr ungern mit Fieber, da bin ich sicher keine Ausnahme. Durch die Aufsicht über Lisa am heutigen Vormittag und den Besuch am Nachmittag konnte ich nicht effektiv an dem künftigen Unterricht arbeiten. Statt dessen quäle ich den PC mit der Bearbeitung von Videos und Fotos mit dem Windows Movie Maker. Der Rechner ist einfach zu alt für solch aufwändige Rechenarbeit. Leider konnte ich auch nicht das Problem lösen, dass die geplante musikalische Untermalung auch zu hören ist. Immerhin gibt es jetzt einen Mitschnitt unseres letztwöchigen Ausflugs mit einigen KiGa Kindern in den Wald. Als Erinnerung vielleicht ganz nett. Heute Abend werde ich dieses Video, die Bilder und die kleine Mediator Präsentation den ersten Müttern aushändigen.
Dieses Erlernen und üben an Software auf dem Sofa während der Krankheitsperiode ist ein gutes Mittel gegen Frust. Auch stelle ich fest, dass nach zwei Abenden die wichtigsten Anwendungen des jeweiligen Produktes laufen. Einige ungenutzte Software habe ich ja noch, die wird demnächst erlernt.
Gestern Abend sagte mir das Notebook, es benötige 245 Minuten um den Film auf der Festplatte zu speichern. Ich sagte, „dann mach mal, wir sehen uns morgen früh“. Morgens stand auf dem Bildschirm, das noch etwa 17833 Minuten benötigt werden. Also: Abbruch der Aktion. Um schneller arbeiten zu können brachte der PC erst mal viel mehr Speicherplatz. Die Festplatte ist leider permanent voll. Und was ich im Büro schon sehr schleppend schaffe, das war heute Vormittag nötig. Aufräumen.
Man glaubt gar nicht, wie viel sich in drei Jahren, fast täglicher Nutzung, so alles ansammelt. Mit Lisa auf dem Schoß ging es an die Durchsicht. Vieles war mehrfach und in verschiedensten Sicherungsversionen vorhanden. Noch mehr wurde so lange nicht gebraucht, dass eine weitere Aufbewahrung sinnlos ist. Aber auch viele interessante Dokumente und Präsentationen konnte ich wiederfinden, die in zukünftigen Unterrichtsstunden erneut Verwendung finden werden. Da gab es sogar einige Präsentationen zum Schulrecht von der Uni, ich erinnere mich kaum noch daran.
Lustig fand ich auch meine alten Unterrichtsvorbereitungen. Thematisch kann einiges davon recycelt werden, aber die Stundenplanung ist heute völlig anders. Zumindest schreibe ich das nicht mehrt detailliert nieder. Immerhin soll ich in einer Woche ja die Globalisierung thematisieren. Dazu habe ich meine alte Präsentation des Lebens einer Jeans Hose neu entdeckt. Also werden die Kinder einmal politische Globalisierung anhand des Kaukasuskonflikts erleben und danach dann die globale Wirtschaft nachvollziehen. Was sie selber erarbeiten? Ich weiß es noch nicht.
Damit meine eigene Klasse auch noch was aus dem heutigen Tag ziehen kann habe ich noch einen kurzen Test entworfen, der als Einstimmung auf den Unterricht nach den Ferien sicher gut ankommen wird. Ich brauche halt Evaluationsmaterial für die Hausarbeit.
See you

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Mindmapping wiederentdeckt

Gestern habe ich nach langer Zeit mal wieder das Mindmapping Programm von softonic verwendet.
Es war eher ein Zufall, denn ich hatte vor kurzem das professionelle matchware Produkt Openmind vorgestellt bekommen. Es hatte mich schon begeistert, wie einfach scheinbar die erstellten Mindmaps in Word, Powerpoint, Mediator oder Html Seiten übersetzt werden können. Und gestern auf dem Sofa sitzend, aufgrund einer fiebrigen Erkältung mal nicht im Büro, hatte ich keinen Schreibblock zur Hand. Meine Ideen zur Unterrichtsplanung wollte ich aber festhalten. Ich öffnete also freemind und fing einfach mal an. Es funktionierte besser als ich es in Erinnerung hatte. Die Gedanken konnten schnell und übersichtlich sortiert dargestellt werden, so dass schnell eine brauchbare Unterrichtsstruktur erkennbar wurde. Es ist schon erstaunlich, wie viele Ideen dadurch vernetzt sichtbar werden.
Bislang mochte ich Mindmapping nicht besonders, das lag aber wohl daran, dass ich es meist auf Papier oder Tafel versucht habe. Die nachträgliche Sortierung der erfassten Gedanken ist dann sehr schwierig. Die Software macht das ganz einfach.
Wenn ich also schon so weit war, dann konnte ich auch gleich mit der Software experimentieren. Und ich war überrascht, dass auch diese kostenfreie Software Exporte der Mindmaps zulässt. Es lassen sich verschiedene Bilddateien erzeugen, pdf Dokumente erstellen und interaktive Internet Seiten erzeugen. Auch der Export in ein OpenOffice Dokument soll möglich sein. Die Ergebnisse sind faszinierend.
Noch schöner ist die Übersichtlichkeit des eigentlichen Mindmaps durch das Aufteilen in einzelne Dokumente, die untereinander vernetzt sind. All dies funktioniert tatsächlich ohne einen Blick in das Handbuch zu werfen. Ich bin begeistert.
Jetzt aber genug der Werbung. Ich werde zukünftig die Kreativmethode Mindmap wieder aktiver auch mit den Schülern behandeln. Neben Kawas und ABC Listen (siehe Vera F. Birkenbihl) sind das schön einfache Methoden, die Schüler schnell einsetzen können.
Ein weiteres Programm möchte ich einsetzen. Es ist auch von matchware und heißt Mediator. Auch hier hat mich die Präsentation begeistert und ich habe die Testversion geladen. Es ist eine vertrauensbildende Verkaufsstrategie, eine lauffähige Testversion zu verbreiten.
Die ersten Versuche sind etwas enttäuschend, denn die Erstellung von Präsentationen gestaltet sich aufwändiger als mit Powerpoint. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich an das microsoft Produkt schon länger gewöhnt habe. Immerhin konnte eine erste Präsentation gestern erfolgreich erstellt werden. Gleich fange ich eine Weitere an. Was mich besonders interessiert ist, dass jede Präsentation als lauffähiges Programm gespeichert werden kann. Das Verteilen von Präsentationen auf Datenträgern an Freunde oder Schüler bedingt also nicht, dass ein Programm installiert wird. Außerdem sollen sich interaktive Lernprogramme erstellen lassen. Das ist für die Schule dann besonders interessant. Hier könnten die Schüler ihre Prüfungsvorbereitung dadurch effektiv gestalten, indem sie sie ein CBT dazu erstellen. Mal sehen, ob die das mit machen.
See you

Sonntag, 12. Oktober 2008

Security unterrichten

Letztens habe ich an einem Seminar (Modul) teilnehmen dürfen, in dem es um Datensicherheit und Datenschutz ging. Datenschutzrichtlinien und der Umgang damit ist alleine schon interessant. Dabei braucht man sich nicht nur die großen Skandale in der Telekommunikationsbranche ansehen. Wer wurde nicht auch, wie ich, schon mal von einem Versicherungsvertreter angerufen, der von irgendwo her Informationen über mich hatte?
Als Lehrer handhaben wir verschiedene wichtige Daten unserer Schüler, deren Eltern oder Ausbilder.
Als technisch interessierter Lehrer fand ich das Thema Datensicherheit noch interessanter. Hierbei meine ich nicht die Sicherung von Daten, damit ich im Falle eines Computerabsturzes weiter arbeiten kann. Das ist zwar auch wichtig, meiner Erfahrung nach bleiben aber gerade die wichtigen Daten für immer verschwunden. Alles andere ist da ;)
Wie sieht es aber mit Datenübertragungen, Verschlüsselungen und Angriffen auf die Daten aus? Passwörter knacken, LAN Netzwerke durchleuchten, Daten auf PC’s anderer Benutzer verändern oder fremde WLAN nutzen. All dies geht irgendwie. Und irgendwie müssen sich Firmen und Privatpersonen davor schützen können. Hier ansetzen und den angehenden Elektronikern oder IT-Facharbeitern vermitteln, wie solch ein Schutz aussehen kann, finde ich wichtig. Dieser Meinung wahren die anderen Seminarteilnehmer auch und wir haben uns Unterrichtseinstiege dazu überlegt. Eine unserer Ideen war, den Schülern live zu zeigen, wie einfach es geht, sich in einen anderen Rechner am ungeschützten WLAN zu hacken. Solche offenen WLAN findet man mittlerweile häufig als Hotspots oder Internet Cafes. Bauen wir also ein WLAN im Unterricht auf und lassen die Schüler im Internet arbeiten. Dabei hacken wir uns auf deren Festplatte und zeigen, was alles geht, wenn man sich nicht schützt. Einige wussten sogar schon, wie das technisch lösbar wäre. Da muss ich hingegen noch etwas lesen.
Danach kam eine große Diskussion auf. Nicht zur Technik, nicht zur Ethik oder Moral. Aber es gab eine große Unsicherheit bezüglich der rechtlichen Regelungen. Einige meinten, dass die Programme, mit denen man solche Sicherheitslücken zeigen könnte verboten seien. Andere sprachen davon, dass man die Programme zwar besitzen darf, aber nicht anwenden dürfe. Blieb die Frage, wie man IT-Fachleute ausbilden soll, die Netze zu schützen haben, wenn wir denen nicht zeigen dürfen wie das geht.
Meine Aufgabe bestand nun darin, die rechtliche Lage zu durchleuchten. Der in der Presse seit 2007 häufig diskutierte „Hackerparagraph“ ist der §202c im STGB. Hier steht das Vorbereiten des Ausspähens oder Abfangens von Daten unter Strafe. Jeder der solche Programme herstellt, sich beschafft oder anderen zur Verfügung stellt wird bestraft, wenn sie dazu dienen, eine Straftat zu begehen. Letzterer Punkt ist in der öffentlichen Empörung zu dem Gesetz damals oft nicht beachtet worden. Nach Auffassung des Bundesministeriums für Justiz (Beispiel) ist es sowohl Netzwerkadministratoren als auch Security Spezialisten erlaubt, diese Tools zu nutzen um Netzwerke sicher zu machen. Auch die Lehre wird nicht eingeschränkt, wenn sie nicht dazu dient, eine strafbare Handlung, z.B. nach §202a oder §202b zu begehen.
Gehe ich also davon aus, dass der Besitz solcher Programme zum Zwecke der Ausbildung erlaubt ist. Jetzt muss ich nur wissen, was ich brauche, wie die funktionieren und welchen Schutz es gegen das Ausspähen von Daten geben kann. Danach werde ich das Thema gerne aktiv in den Unterricht einbinden. Ich bin davon überzeugt, dass die Schüler hier sehr aktiv dabei sind. Einige werden sicher deutlich mehr darüber wissen als ich ;)
Ich lerne ja gerne. Auch von Schülern.
See you

Samstag, 11. Oktober 2008

Erster Ferientag im Herbst

Der heutige Tag war gut und effektiv. Gestern noch habe ich die letzte Stunde in der Schule zusammen mit Jan erlebt. Es war ganz angenehm, so wenige Schüler und davon auch nur einen Teil „beschäftigen“ zu dürfen. Danach begann das WE, Einkaufen des Materials für die Renovierung bei Hilga und Leo. Gestern Abend bereitete ich die Baustelle vor und entfernte schon mal die restlichen Tapeten, nachdem wir letzte Woche die fechten Wände mit neuem Putz versehen hatten. Heute Früh kam der bestellte Tischler, um ein Angebot für die Haustür Renovierung zu erstellen. Danach wurde schnell das Esszimmer tapeziert. Kurz nach dem Mittag waren wir schon fertig und wahrscheinlich müssen wir nicht einmal streichen.
Schon gestern hatte ich mich geärgert, weil die Wettervorhersage für heute einen schönen Spätsommertag prophezeite. Und ich hatte nun einmal die Renovierung zugesagt.
Nachmittags konnte ich dann doch noch raus. Es ist Oktober und die Bäume mussten beschnitten werden. Unser Baumbestand ist verhältnismäßig groß, so dass ich die Kettensäge heute dreimal betanken musste. Einige Bäume mussten komplett weichen, denn wir brauchen an einigen Stellen mehr Licht für die anderen Bäumchen, am Hofgraben muss demnächst ein Bagger arbeiten können und vier Bäume standen so schief, dass sie die Herbststürme sicher nicht überstanden hätten. Einer davon auch noch direkt neben dem Kinderspielplatz. Ich liebe Bäume, darum fällt es mir immer schwer, einen abzuschneiden. Manchmal muss es jedoch sein.
Danach ging es ans Aufräumen. Insbesondere das Entfernen der gefällten Bäume aus dem Hofgraben war anstrengend. Und jetzt, hier auf dem Sofa beginnt der verdiente Muskelkater. Ich fühle mich gut und kaputt. Und neben dem TV konnte ich sogar noch einiges interessantes bezüglich Rechtsauslegungen zu Softwareprodukten und Medien für den Unterricht lesen. Meine Hausaufgaben bezüglich des letzten IT Seminars sind somit fertig.
Ein guter Tag, morgen geht es nach Hamburg. Mit Tantchen Essen gehen und das Tibargfest mit der Familie besuchen. Danach geht es heim. Auch der Montag ist schon verplant. Wann werde ich wohl erstmals effektiv den Unterricht für meine erste Hausarbeit erstellen? In den Ferien, so weit ist klar – aber auch sicher?
See you

Medien im Unterricht

In den letzten Tagen gab es viele interessante Berichte und Filme im Fernsehen, die durchaus auch für den WiPo Unterricht geeignet erscheinen. Darunter waren Filme zum Thema Deutsche Einheit oder auch Themenabende auf Arte zum Thema Privatisierungen und Globalisierung.
Nun frage ich mich, ob ich diese Sendungen mitschneiden darf und danach im Unterricht einsetzen kann.
Nach ersten Recherchen u.a. unter http://www.lmz-bw.de/fileadmin/user_upload/medien/urheberrecht/legaler_medieneinsatz_in_schulen_05.pdf scheint folgendes fest zu stehen. TV oder auch Radio Mitschnitte sind zur Vorführung in der Schule verboten. Selbst das Anlegen eines entsprechenden Archivs sei verboten. Ausnahme sind Sendungen des Schulfernsehens oder Sendungen, in denen ausdrücklich auf das Recht einer Vorführung in der Schule hingewiesen wird. Zum Glück gibt es einige weitere Ausnahmen. So sind reine Nachrichten (ohne Kommentare), öffentliche Debatten (z.B. Parlamentsdebatten) oder auch Sendungen, die durch die Sendeanstalt zum Mitschnitt freigegeben sind, erlaubt. Letzteres interpretiere ich erst einmal so, dass die Podcast Angebote verschiedenster Sender, die ohne Speicherung auf eigenem Datenträger nicht funktionieren, demnach erlaubte Mitschnitte sind.
Sobald ich Eigentümer einer Originalversion eines Films, DVD oder Videos öder ähnlichem bin, ist die Rechtsauffassung so, dass eine Vorführung in der eigenen Klasse erlaubt ist. In den Klassen von Kollegen aber nicht. Auch nicht auf Schulfesten oder vor zwei Klassen gleichzeitig. Ich darf meine DVD nicht einmal einem Kollegen leihen. Wenn ich aber legal einen originalen Medienträger leihe, dann darf ich ihn im Unterricht nutzen.
Besonders sicher können wir Lehrer uns demnach nur sein, wenn wir spezielle Schulmedien einsetzen. Zum Beispiel von den Landesmedienanstalten.
Urheberrecht, ein immer wieder komplexes und spannendes Thema. Früher habe ich mal mit der Konferenz der Landesfilmdienste www.landesfilmdienste.de beruflich zu tun gehabt. Heute nutze ich deren Angebot. Gerade habe ich Videos zur Globalisierung bestellt und werde auswählen, was meine Schüler davon zu sehen bekommen.
Andere Medien sind Software, dazu aber ein anderer Blog Eintrag.
See you

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