Samstag, 18. Oktober 2008

Effektivität vs. Effizienz

Gestern diskutierten wir über Begriffe. Im Sinne einer mündlichen Prüfungsvorbereitung sicher auch wichtig. Gerade Begriffsdefinitionen schaffen of einen klareren Zugang zu komplexen Themen. Udo hat mich früher oft damit genervt, dass er Vorträge damit begann, auf Begriffen und deren Definition herumzureiten. Aber mittlerweile verstehe ich diese Herangehensweise besser und bewundere Redner, die Begriffe sauber und verständlich definieren können.
Gestern also die Frage, was ist der Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität. Bislang habe ich diese Worte oft synonym verwendet. Heute habe ich dazu eine kurze aber einprägsame Formulierung gefunden: Effektivität heißt, die richtigen Dinge zu tun. Es dient als Abschätzung, ob die geplanten Aktivitäten auch wirklich das Ziel erreichen kann.
Effizienz hingegen heißt: Die Dinge richtig zu tun. Nach dem Motto, ist das Ergebnis mit einem Minimum an eingesetzten Mitteln erreicht worden. Wirtschaftlich also eher das Minimalprinzip.
So einfach kann es sein.
Eine andere Abgrenzung zwischen Kosten und Ausgaben haben wir gestern auch noch gesucht. Hier tue ich mich eigentlich schwerer, obwohl es mir gestern noch klar war. Ausgaben sind dann der Abfluss von Geldmitteln. Kosten hingegen sind der Wert von der Güter und Dienstleistungen, die aufgabenbezogen eingesetzt werden. Kosten sind immer einer bestimmten Leistung zuzuordnen.
Kosten zu haben heißt noch nicht, dass jetzt auch Geld fließen muss.
Andere Definitionen scheinen einfacher zu sein, denn sie lassen sich mit mathematischen oder physikalischen Größen beschreiben. Beispiel: Es ist ein Schaden am Straßenrand entstanden und eine Reifenspur muss aufgefüllt werden. Hier braucht man dann die Definition de Gesamtmenge (Volumen) an Füllsand. Dieses Problem löse ich dann Montag. Nach meinen Schätzungen brauche ich 100 bis 200 Liter Sand. Nach Schätzungen vor Ort sagte man mir erst einen Bedarf von 1 qm, danach von 1,5 bis 2 qm voraus. Mal sehen, wer Recht behält. Ich vermute, da kann jemand Volumen nicht schätzen, oder es gab noch einen LKW, der nach dem PKW die Fahrbahn verlassen ha ;)
Ok, letzten Teil verstehen nur Eingeweihte. Aber egal.
See you

Hobby, wichtig oder nicht?

Nach einer Ewigkeit habe ich heute endlich mal wieder am Ford gebastelt. Es waren zwar nicht einmal zwei Stunden, aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wie wichtig ein Hobby neben den täglichen Pflichten ist, weiß ich nicht wirklich.
Zusammen mit Heino wollen wir jetzt Freitags regelmäßig basteln. Mal sehen, ob wir das durchhalten und organisiert bekommen. Zu zweit kann man sich ja auch besser motivieren.
Wenn er heute nicht mitgemacht hätte, dann hätte ich eh nur eine Pflicht erledigt. Gearbeitet habe ich heute zwar nicht, jedoch ist Apfelpflücken, Einkaufen und basteln mit Kim auch weniger Hobby als Verpflichtung. Ein Hobby ist eher etwas, was man für sich macht.
Dieser Blog ist in diesem Sinne zwar auch für mich, aber dann doch wieder ein wichtiger Teil der Selbstreflektion bezüglich meiner Ausbildung.
Morgen will ich dann mal wieder fleißig Unterricht planen. Mal sehen, ob SPS, AS-i oder WiPo. Aber erstmal aufräumen! Das Büro ist dran, nachdem die letzten Tage der PC gesäubert wurde. Dabei ging es mir wie Kim. Wenn sie aufräumt, spielt sie auch viel mit wiedergefundenen Spielsachen. Ich habe etliches der letzten drei Jahre gelöscht, aber vieles auch neu durchgelesen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Präsentationen oder Ausarbeitungen immer noch interessant sind. Auch finde ich verwunderlich, an wie viele Details und Zusammenhänge ich mich noch erinnere. Und einiges ist für kommende Unterrichte durchaus recyclebar. Da ist zum Beispiel ein alter Unterrichtsplan zur Globalisierung, den ich wohl nach den Ferien wieder aufbereitet nutzen werde.
See you

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Aufräumen

Endlich geht es mir wieder besser. Ich arbeite sehr ungern mit Fieber, da bin ich sicher keine Ausnahme. Durch die Aufsicht über Lisa am heutigen Vormittag und den Besuch am Nachmittag konnte ich nicht effektiv an dem künftigen Unterricht arbeiten. Statt dessen quäle ich den PC mit der Bearbeitung von Videos und Fotos mit dem Windows Movie Maker. Der Rechner ist einfach zu alt für solch aufwändige Rechenarbeit. Leider konnte ich auch nicht das Problem lösen, dass die geplante musikalische Untermalung auch zu hören ist. Immerhin gibt es jetzt einen Mitschnitt unseres letztwöchigen Ausflugs mit einigen KiGa Kindern in den Wald. Als Erinnerung vielleicht ganz nett. Heute Abend werde ich dieses Video, die Bilder und die kleine Mediator Präsentation den ersten Müttern aushändigen.
Dieses Erlernen und üben an Software auf dem Sofa während der Krankheitsperiode ist ein gutes Mittel gegen Frust. Auch stelle ich fest, dass nach zwei Abenden die wichtigsten Anwendungen des jeweiligen Produktes laufen. Einige ungenutzte Software habe ich ja noch, die wird demnächst erlernt.
Gestern Abend sagte mir das Notebook, es benötige 245 Minuten um den Film auf der Festplatte zu speichern. Ich sagte, „dann mach mal, wir sehen uns morgen früh“. Morgens stand auf dem Bildschirm, das noch etwa 17833 Minuten benötigt werden. Also: Abbruch der Aktion. Um schneller arbeiten zu können brachte der PC erst mal viel mehr Speicherplatz. Die Festplatte ist leider permanent voll. Und was ich im Büro schon sehr schleppend schaffe, das war heute Vormittag nötig. Aufräumen.
Man glaubt gar nicht, wie viel sich in drei Jahren, fast täglicher Nutzung, so alles ansammelt. Mit Lisa auf dem Schoß ging es an die Durchsicht. Vieles war mehrfach und in verschiedensten Sicherungsversionen vorhanden. Noch mehr wurde so lange nicht gebraucht, dass eine weitere Aufbewahrung sinnlos ist. Aber auch viele interessante Dokumente und Präsentationen konnte ich wiederfinden, die in zukünftigen Unterrichtsstunden erneut Verwendung finden werden. Da gab es sogar einige Präsentationen zum Schulrecht von der Uni, ich erinnere mich kaum noch daran.
Lustig fand ich auch meine alten Unterrichtsvorbereitungen. Thematisch kann einiges davon recycelt werden, aber die Stundenplanung ist heute völlig anders. Zumindest schreibe ich das nicht mehrt detailliert nieder. Immerhin soll ich in einer Woche ja die Globalisierung thematisieren. Dazu habe ich meine alte Präsentation des Lebens einer Jeans Hose neu entdeckt. Also werden die Kinder einmal politische Globalisierung anhand des Kaukasuskonflikts erleben und danach dann die globale Wirtschaft nachvollziehen. Was sie selber erarbeiten? Ich weiß es noch nicht.
Damit meine eigene Klasse auch noch was aus dem heutigen Tag ziehen kann habe ich noch einen kurzen Test entworfen, der als Einstimmung auf den Unterricht nach den Ferien sicher gut ankommen wird. Ich brauche halt Evaluationsmaterial für die Hausarbeit.
See you

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Mindmapping wiederentdeckt

Gestern habe ich nach langer Zeit mal wieder das Mindmapping Programm von softonic verwendet.
Es war eher ein Zufall, denn ich hatte vor kurzem das professionelle matchware Produkt Openmind vorgestellt bekommen. Es hatte mich schon begeistert, wie einfach scheinbar die erstellten Mindmaps in Word, Powerpoint, Mediator oder Html Seiten übersetzt werden können. Und gestern auf dem Sofa sitzend, aufgrund einer fiebrigen Erkältung mal nicht im Büro, hatte ich keinen Schreibblock zur Hand. Meine Ideen zur Unterrichtsplanung wollte ich aber festhalten. Ich öffnete also freemind und fing einfach mal an. Es funktionierte besser als ich es in Erinnerung hatte. Die Gedanken konnten schnell und übersichtlich sortiert dargestellt werden, so dass schnell eine brauchbare Unterrichtsstruktur erkennbar wurde. Es ist schon erstaunlich, wie viele Ideen dadurch vernetzt sichtbar werden.
Bislang mochte ich Mindmapping nicht besonders, das lag aber wohl daran, dass ich es meist auf Papier oder Tafel versucht habe. Die nachträgliche Sortierung der erfassten Gedanken ist dann sehr schwierig. Die Software macht das ganz einfach.
Wenn ich also schon so weit war, dann konnte ich auch gleich mit der Software experimentieren. Und ich war überrascht, dass auch diese kostenfreie Software Exporte der Mindmaps zulässt. Es lassen sich verschiedene Bilddateien erzeugen, pdf Dokumente erstellen und interaktive Internet Seiten erzeugen. Auch der Export in ein OpenOffice Dokument soll möglich sein. Die Ergebnisse sind faszinierend.
Noch schöner ist die Übersichtlichkeit des eigentlichen Mindmaps durch das Aufteilen in einzelne Dokumente, die untereinander vernetzt sind. All dies funktioniert tatsächlich ohne einen Blick in das Handbuch zu werfen. Ich bin begeistert.
Jetzt aber genug der Werbung. Ich werde zukünftig die Kreativmethode Mindmap wieder aktiver auch mit den Schülern behandeln. Neben Kawas und ABC Listen (siehe Vera F. Birkenbihl) sind das schön einfache Methoden, die Schüler schnell einsetzen können.
Ein weiteres Programm möchte ich einsetzen. Es ist auch von matchware und heißt Mediator. Auch hier hat mich die Präsentation begeistert und ich habe die Testversion geladen. Es ist eine vertrauensbildende Verkaufsstrategie, eine lauffähige Testversion zu verbreiten.
Die ersten Versuche sind etwas enttäuschend, denn die Erstellung von Präsentationen gestaltet sich aufwändiger als mit Powerpoint. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich an das microsoft Produkt schon länger gewöhnt habe. Immerhin konnte eine erste Präsentation gestern erfolgreich erstellt werden. Gleich fange ich eine Weitere an. Was mich besonders interessiert ist, dass jede Präsentation als lauffähiges Programm gespeichert werden kann. Das Verteilen von Präsentationen auf Datenträgern an Freunde oder Schüler bedingt also nicht, dass ein Programm installiert wird. Außerdem sollen sich interaktive Lernprogramme erstellen lassen. Das ist für die Schule dann besonders interessant. Hier könnten die Schüler ihre Prüfungsvorbereitung dadurch effektiv gestalten, indem sie sie ein CBT dazu erstellen. Mal sehen, ob die das mit machen.
See you

Sonntag, 12. Oktober 2008

Security unterrichten

Letztens habe ich an einem Seminar (Modul) teilnehmen dürfen, in dem es um Datensicherheit und Datenschutz ging. Datenschutzrichtlinien und der Umgang damit ist alleine schon interessant. Dabei braucht man sich nicht nur die großen Skandale in der Telekommunikationsbranche ansehen. Wer wurde nicht auch, wie ich, schon mal von einem Versicherungsvertreter angerufen, der von irgendwo her Informationen über mich hatte?
Als Lehrer handhaben wir verschiedene wichtige Daten unserer Schüler, deren Eltern oder Ausbilder.
Als technisch interessierter Lehrer fand ich das Thema Datensicherheit noch interessanter. Hierbei meine ich nicht die Sicherung von Daten, damit ich im Falle eines Computerabsturzes weiter arbeiten kann. Das ist zwar auch wichtig, meiner Erfahrung nach bleiben aber gerade die wichtigen Daten für immer verschwunden. Alles andere ist da ;)
Wie sieht es aber mit Datenübertragungen, Verschlüsselungen und Angriffen auf die Daten aus? Passwörter knacken, LAN Netzwerke durchleuchten, Daten auf PC’s anderer Benutzer verändern oder fremde WLAN nutzen. All dies geht irgendwie. Und irgendwie müssen sich Firmen und Privatpersonen davor schützen können. Hier ansetzen und den angehenden Elektronikern oder IT-Facharbeitern vermitteln, wie solch ein Schutz aussehen kann, finde ich wichtig. Dieser Meinung wahren die anderen Seminarteilnehmer auch und wir haben uns Unterrichtseinstiege dazu überlegt. Eine unserer Ideen war, den Schülern live zu zeigen, wie einfach es geht, sich in einen anderen Rechner am ungeschützten WLAN zu hacken. Solche offenen WLAN findet man mittlerweile häufig als Hotspots oder Internet Cafes. Bauen wir also ein WLAN im Unterricht auf und lassen die Schüler im Internet arbeiten. Dabei hacken wir uns auf deren Festplatte und zeigen, was alles geht, wenn man sich nicht schützt. Einige wussten sogar schon, wie das technisch lösbar wäre. Da muss ich hingegen noch etwas lesen.
Danach kam eine große Diskussion auf. Nicht zur Technik, nicht zur Ethik oder Moral. Aber es gab eine große Unsicherheit bezüglich der rechtlichen Regelungen. Einige meinten, dass die Programme, mit denen man solche Sicherheitslücken zeigen könnte verboten seien. Andere sprachen davon, dass man die Programme zwar besitzen darf, aber nicht anwenden dürfe. Blieb die Frage, wie man IT-Fachleute ausbilden soll, die Netze zu schützen haben, wenn wir denen nicht zeigen dürfen wie das geht.
Meine Aufgabe bestand nun darin, die rechtliche Lage zu durchleuchten. Der in der Presse seit 2007 häufig diskutierte „Hackerparagraph“ ist der §202c im STGB. Hier steht das Vorbereiten des Ausspähens oder Abfangens von Daten unter Strafe. Jeder der solche Programme herstellt, sich beschafft oder anderen zur Verfügung stellt wird bestraft, wenn sie dazu dienen, eine Straftat zu begehen. Letzterer Punkt ist in der öffentlichen Empörung zu dem Gesetz damals oft nicht beachtet worden. Nach Auffassung des Bundesministeriums für Justiz (Beispiel) ist es sowohl Netzwerkadministratoren als auch Security Spezialisten erlaubt, diese Tools zu nutzen um Netzwerke sicher zu machen. Auch die Lehre wird nicht eingeschränkt, wenn sie nicht dazu dient, eine strafbare Handlung, z.B. nach §202a oder §202b zu begehen.
Gehe ich also davon aus, dass der Besitz solcher Programme zum Zwecke der Ausbildung erlaubt ist. Jetzt muss ich nur wissen, was ich brauche, wie die funktionieren und welchen Schutz es gegen das Ausspähen von Daten geben kann. Danach werde ich das Thema gerne aktiv in den Unterricht einbinden. Ich bin davon überzeugt, dass die Schüler hier sehr aktiv dabei sind. Einige werden sicher deutlich mehr darüber wissen als ich ;)
Ich lerne ja gerne. Auch von Schülern.
See you

Samstag, 11. Oktober 2008

Erster Ferientag im Herbst

Der heutige Tag war gut und effektiv. Gestern noch habe ich die letzte Stunde in der Schule zusammen mit Jan erlebt. Es war ganz angenehm, so wenige Schüler und davon auch nur einen Teil „beschäftigen“ zu dürfen. Danach begann das WE, Einkaufen des Materials für die Renovierung bei Hilga und Leo. Gestern Abend bereitete ich die Baustelle vor und entfernte schon mal die restlichen Tapeten, nachdem wir letzte Woche die fechten Wände mit neuem Putz versehen hatten. Heute Früh kam der bestellte Tischler, um ein Angebot für die Haustür Renovierung zu erstellen. Danach wurde schnell das Esszimmer tapeziert. Kurz nach dem Mittag waren wir schon fertig und wahrscheinlich müssen wir nicht einmal streichen.
Schon gestern hatte ich mich geärgert, weil die Wettervorhersage für heute einen schönen Spätsommertag prophezeite. Und ich hatte nun einmal die Renovierung zugesagt.
Nachmittags konnte ich dann doch noch raus. Es ist Oktober und die Bäume mussten beschnitten werden. Unser Baumbestand ist verhältnismäßig groß, so dass ich die Kettensäge heute dreimal betanken musste. Einige Bäume mussten komplett weichen, denn wir brauchen an einigen Stellen mehr Licht für die anderen Bäumchen, am Hofgraben muss demnächst ein Bagger arbeiten können und vier Bäume standen so schief, dass sie die Herbststürme sicher nicht überstanden hätten. Einer davon auch noch direkt neben dem Kinderspielplatz. Ich liebe Bäume, darum fällt es mir immer schwer, einen abzuschneiden. Manchmal muss es jedoch sein.
Danach ging es ans Aufräumen. Insbesondere das Entfernen der gefällten Bäume aus dem Hofgraben war anstrengend. Und jetzt, hier auf dem Sofa beginnt der verdiente Muskelkater. Ich fühle mich gut und kaputt. Und neben dem TV konnte ich sogar noch einiges interessantes bezüglich Rechtsauslegungen zu Softwareprodukten und Medien für den Unterricht lesen. Meine Hausaufgaben bezüglich des letzten IT Seminars sind somit fertig.
Ein guter Tag, morgen geht es nach Hamburg. Mit Tantchen Essen gehen und das Tibargfest mit der Familie besuchen. Danach geht es heim. Auch der Montag ist schon verplant. Wann werde ich wohl erstmals effektiv den Unterricht für meine erste Hausarbeit erstellen? In den Ferien, so weit ist klar – aber auch sicher?
See you

Medien im Unterricht

In den letzten Tagen gab es viele interessante Berichte und Filme im Fernsehen, die durchaus auch für den WiPo Unterricht geeignet erscheinen. Darunter waren Filme zum Thema Deutsche Einheit oder auch Themenabende auf Arte zum Thema Privatisierungen und Globalisierung.
Nun frage ich mich, ob ich diese Sendungen mitschneiden darf und danach im Unterricht einsetzen kann.
Nach ersten Recherchen u.a. unter http://www.lmz-bw.de/fileadmin/user_upload/medien/urheberrecht/legaler_medieneinsatz_in_schulen_05.pdf scheint folgendes fest zu stehen. TV oder auch Radio Mitschnitte sind zur Vorführung in der Schule verboten. Selbst das Anlegen eines entsprechenden Archivs sei verboten. Ausnahme sind Sendungen des Schulfernsehens oder Sendungen, in denen ausdrücklich auf das Recht einer Vorführung in der Schule hingewiesen wird. Zum Glück gibt es einige weitere Ausnahmen. So sind reine Nachrichten (ohne Kommentare), öffentliche Debatten (z.B. Parlamentsdebatten) oder auch Sendungen, die durch die Sendeanstalt zum Mitschnitt freigegeben sind, erlaubt. Letzteres interpretiere ich erst einmal so, dass die Podcast Angebote verschiedenster Sender, die ohne Speicherung auf eigenem Datenträger nicht funktionieren, demnach erlaubte Mitschnitte sind.
Sobald ich Eigentümer einer Originalversion eines Films, DVD oder Videos öder ähnlichem bin, ist die Rechtsauffassung so, dass eine Vorführung in der eigenen Klasse erlaubt ist. In den Klassen von Kollegen aber nicht. Auch nicht auf Schulfesten oder vor zwei Klassen gleichzeitig. Ich darf meine DVD nicht einmal einem Kollegen leihen. Wenn ich aber legal einen originalen Medienträger leihe, dann darf ich ihn im Unterricht nutzen.
Besonders sicher können wir Lehrer uns demnach nur sein, wenn wir spezielle Schulmedien einsetzen. Zum Beispiel von den Landesmedienanstalten.
Urheberrecht, ein immer wieder komplexes und spannendes Thema. Früher habe ich mal mit der Konferenz der Landesfilmdienste www.landesfilmdienste.de beruflich zu tun gehabt. Heute nutze ich deren Angebot. Gerade habe ich Videos zur Globalisierung bestellt und werde auswählen, was meine Schüler davon zu sehen bekommen.
Andere Medien sind Software, dazu aber ein anderer Blog Eintrag.
See you

Sonntag, 5. Oktober 2008

Arbeitszeiten

Fluch und Segen der Flexibilität. Arbeite ich nun weniger als früher oder gar mehr? Auch der damalige Job hat viel Flexibilität in Bezug auf meine persönlichen Arbeitszeiten gebracht. Auch damals habe ich am Wochenende mal (oder oft?) gearbeitet und dafür einen Nachmittag in der Woche weniger getan. Aber als Lehrer wird diese zeitliche Zerstückelung zur Normalität. In der Schule fängt es schon an. Freistunde hier, Konferenz da und zwischendurch keinen geeigneten Arbeitsraum finden. Mal eben zum Baumarkt oder Supermarkt gehen und einkaufen, danach wieder Unterrichten und andere Einheiten Vorbereiten. Kurz entspannen, aber wo? Danach die Konferenz oder einen Elternabend genießen. Nachts nach Hause, was mit der Frau besprechen und sobald diese im Bett liegt noch schnell den Unterricht des nächsten Tages durchgehen oder Unterlagen ausdrucken. Alles normal.
Wie effektiv aber so ein schön langes WE ist wie dieses, mag dahin gestellt sein. Seit Freitag korrigiere ich eine Klassenarbeit, nur leider nicht am Stück. Heute Morgen hatte ich 40 Minuten, also schnell weiter arbeiten, dann mit Kim los und ihren Auftritt in der Kirche bewundern. Kaum zu Hause wieder für 50 Minuten an den Schreibtisch. Danach ab zur Nachbarin, sie feiert ihren 90sten Geburtstag. Leider konnten wir nicht so lange bleiben, weil Leo im Krankenhaus liegt und Bea noch hin fahren möchte, also sitze ich jetzt wieder am Schreibtisch und kann den Rest abarbeiten. Danach müsste ich schon in Gedanken für den AS-I Unterricht verfallen. Auch konnte ich heute Morgen nicht ausschlafen, weil mich die Gedanken an den laufenden SPS Unterricht gequält haben. Ich finde einfach noch keinen richtigen Ansatz für den Donnerstag. Nur so weitermachen, wie es die Schüler (scheinbar) mögen reicht nicht. Der Lernerfolg des Lehrer- und Tafelzentrierten Unterrichts ist nicht so hoch wie gewünscht. Das sehe ich zumindest an den Ergebnissen der letzten Arbeit.
Bleibt die Frage, was ich nachher mache. Arbeiten am Unterricht, Arbeiten an mir (lesen), Spielen mit den Kindern oder planen der nächsten Umbauarbeiten am Haus.
Mal sehen. Jetzt erst mal mit speed an die Korrektur, bevor ich keine Lust mehr habe.
Mein Vorhaben für die nächsten Klassenarbeiten steht allerdings fest: Die Arbeit muss so erstellt sein, dass die Korrektur auch von 30 Schülerversionen in wenigen Stunden erfolgen kann. Also werden wohl Ankreuzfragen, Lückentexte und Zeichnungen als Aufgaben übrig bleiben. Mal spicken, wie die Kollegen das regeln.
See you

Freitag, 3. Oktober 2008

Große Tochter

Wenn ich bedenke, dass ich früher nie Kinde haben wollte, dann bin ich froh jetzt doch zwei zu haben. Und wäre das gemeinsame Aufziehen von Kindern nicht auch manchmal so nervenaufreibend, könnten gerne noch mehr da sein. Aber dann müsste ich die Arbeit einstellen und anderweitig genügend Geld zum Leben auftreiben. Die Zeit mit und für die Kinder wäre sonst zu knapp.
Unsere Fünfjährige hat in den letzten Wochen einen enormen Entwicklungsschritt getan. Seit sie als Vorschulkind im Kindergarten mehr Aufgaben hat und zu hause ihre Kleine Schwester mit erziehen darf ist sie viel selbstsicherer und selbständiger geworden.
Besonderes Talent hat sie immer noch darin, mich für sich zu binden. Heute hat sie mir bei der Renovierung von Omas Wohnung geholfen. Anfangs wirklich gearbeitet, danach natürlich gespielt und versucht mich mit einzubeziehen. Danach fiel ihr ein, dass ich gerne Pausen einlege wenn ich körperlich arbeite und so hat sie diese Pausen für sich genutzt. Trinken, kuscheln, vorlesen und Süßigkeiten anbieten und essen wollen. Sie hat Ihren eigenen Vorrat, von dem sie auch gerne abgibt.
Den Nachmittag über animierte sie mich zum Spiel mit der Autorennbahn, dann kamen Bastelarbeiten an meinen alten, längst auf dem Abstellparkplatz stehenden Revellautos. Sie hat liebevoll Autos geputzt, während ich reparieren durfte. Danach wollte sie baden, einen Film schauen, vorgelesen bekommen und Laternelaufen. Und ich war sehr froh darüber, denn so konnte ich vom Schreibtisch weg bleiben. Nachdem sie dann im Bett war, und erstmalig an diesem Tag nicht ihren Willen bekam und ihr eigenes Bett nutzen musste, habe ich Notebook und TV eingeschaltet. Eine Unterrichtseinheit neben der Mario Barth Show entwickelt. Jetzt noch das e-learning weiter gepflegt während Stallone sich in Gefahr begibt. Ein wenig blog schreiben und chatten, dann geht es ins Bett.
Auf dem Nachttisch liegt noch ein Büchlein von Dieter Nuhr. Er ist auf der Suche nach intelligentem Leben. Erstaunlich tiefgründig und zugleich albern geschrieben. Ganz nett zum abendlichen Abschalten. Als Komedian gefällt mir Nuhr aber besser. Nach diesem Büchlein werde ich mich endlich dem „Wer bin ich und wenn ja wie viele“ widmen. Darauf freue ich mich schon, seit Annika mir daraus vorgelesen hatte. Die ersten Kapitel hatten mich in den letzten Tagen aber noch nicht so richtig begeistert.
See you

Montag, 29. September 2008

Erlebnisse auf See

Manchmal komme ich in Versuchung, dem Wunschgedanken nachzueifern, möglichst viele Klassenreisen zu veranstalten. Pädagoge in Erlebnispädagogik. Wahrscheinlich wird das dann aber allmählich langweiliger als es jetzt erscheit.
Dieses Jahr durfte ich erfahren, wie schön es im Landschulheim auf Sylt sein kann, wenn man anstrengende Erlebnisse im Wasser hat. Rettungsschwimmen und Wellenreiten reicht dazu voll aus. Jeden Tag körperlich erledigt und mit der Gruppe unterwegs.
Letzte Woche konnte ich die Gruppendynamik des Kanu Fahrens positiv erleben. Hiermit könnte man bestimmt auch „schwierigeren“ Schüler Möglichkeiten vermitteln, sich zu integrieren.
Und das Letzte Wochenende war ebenso spannend wie erholsam. Wir sind mit einem großen Segler über die Ostsee gesegelt. Die Arbeit an Bord war angemessen, der Muskelkater deutlich geringer als nach dem Sylt Aufenthalt, aber der Kommunikationsfaktor ist auf so einem geschlossenen Raum wie einem Schiff nochmals höher. Gruppen können sich hier sehr gut kennen lernen. Und der Lehrer kann sich fast vollständig heraus halten und beobachten. Ich muss jetzt mal prüfen, ob es organisatorisch überhaupt denkbar ist, mit meiner Klasse so eine Tour zu veranstalten. Das wäre schön und für die Gruppenarbeit wahrscheinlich hilfreich.
Die andere Klasse sprach heute davon, dass sie nach Prag fahren werden. Einige deuteten gleich an, dass sie nur saufen wollen. Ich bin nicht dabei (denke ich). Womöglich würde mir diese Reise nicht so zusagen, wenn ich privat allerdings gerne mal Prag sehen möchte.
Vielleicht täusche ich mich ja, aber eine kulturelle Reise ist einer Kommunikativen Reise in nichts überlegen.
See you

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