Dienstag, 15. Juli 2008

Keine rechte Lust

Das Schuljahr geht zu Ende und ich müsste Zeugnisse schreiben. Die Noten habe ich fast alle vorliegen, aber einige fehlen noch, weil einige Schüler das Referat bzw die Präsentation einer Projektarbeit erst am Donnerstag halten werden. Gerade in das Projekt wurde zum Teil sehr viel Zeit und Mühe investiert. Ich möchte das darum nicht unbewertet lassen. Vermutlich werde ich also am Freitag nochmals in die Schule eilen und die Zeugnisse verteilen.
Heute hatten wir einen angenehmen Tag, denn es War Tag der beruflichen Bildung. Ich war ehrlich erstaunt, wie viele Schüler ihre Berufe vorgestellt haben oder Technik präsentierten. Es hat Spaß gemacht, sich die verschiedenen Räume mal anzusehen. Auch meine Klasse hat ein Projekt vorgestellt. Sechs Schüler sind extra gekommen, haben eine Präsentation erarbeitet und ihr Projektergebnis vorgestellt. Diesen Einsatz werte ich sehr hoch.
Ich könnte jetzt Schulrecht pauken, denn kurz nach den Ferien steht der Test an. Ich könnte meine Hausarbeit beginnen, denn nach den Ferien steht der begleitende Unterricht dazu an. Ich könnte meine Unterlagen für die Lehrerschulung morgen überarbeiten. Ich könnte mir Simatic S7 Programmieren beibringen oder auch den Lehrplan für Berufsfachschulen Oberstufe Politik sichten und das nächste Schuljahr vorbereiten.
Aber ich mag nicht. Ich glaube, ich werde alte Zeitungen durchblättern und etwas TV glotzen. Morgen früh ist dann ja auch wieder Zeit ;)
See you

Montag, 14. Juli 2008

Zeugnisse 2

Und wieder einmal merke ich, dass ich es nicht wirklich mag Menschen zu bewerten. Ein Urteil bildet man sich ja schnell, aber wenn ich das dann niederschreibe und als Dokument verteile wird es plötzlich wesentlich werthaltiger und bestimmender. Gerade solche Noten wie „Lernverhalten“, „Verhalten in der Schule“ und „Kommunikation“ unterliegen stark dem jeweiligen Wertegefüge des Beurteilenden. Hier gibt es zumindest unterschiedliche Lehrer, die sich auf eine gemeinsame Note einigen müssen. Das ist dann zwar auch nicht so einfach zu organisieren, aber immerhin möglich.
Organisation ist das Zweite, was ich nicht wirklich gerne mag. Ich organisiere zwar eine Menge Dinge gleichzeitig, aber ich finde langwierige Planungen, Abstimmungen und Terminvereinbarungen eher lästig. Gestern erst habe ich zu lange erneut vor dem PC und meinen beiden Kalendern gesessen um die Lehrgänge, sorry „Module“ des nächsten Semesters zu planen. Welche Termine überschneiden sich? Was muss privat geändert werden? Warum verschieben sich Seminare einfach und weshalb bekomme ich nicht die angeboten, die ich gebucht hatte. All diese Fragen sind zu klären und danach die Termineinhaltungen zu beobachten. Die Lernerfolge der Module flie0en dann in die eigene Reflexion mit ein. Auch diese Planerei fließt in die eigenen Reflexion mit ein. Es ist kaum zu glauben, dass ich diese Tätigkeit in meinem früherem Leben fast täglich zu erledigen hatte. Immer waren neue Kundentermine zu planen, Projekttermine zu überwachen und Lösungen bei Verschiebungen zu organisieren. Und jetzt fällt diese Arbeit nur noch viermal im Jahr an. Dann zwar geballt, aber dafür seltener.
Das WE war nett. Einige Freunde kamen zum Feiern und wir haben ruhig und gesittet den Abend miteinander verbracht. Vorher habe ich noch schnell die Feuerwehr Ausbildung abgeschlossen, so dass ich mich jetzt auch Sprechfunker nennen darf. Alles in allem ganz gut gelaufen in den letzten 14 Tagen.
Gleich geht es zur Schule. Mal sehen, ob mein Chef noch zu sprechen ist, das mit den Zeugnissen braucht noch einiges an Klärungen. Und danach Schulrecht besprechen. Einiges drucken und ab nach Hause. Unterricht für Donnerstag ist eigentlich nicht sehr viel zu planen, da noch drei Projektpräsentationen und die Zeugnisbesprechungen anstehen. Zusätzlich dann noch Feedback und Planung des nächsten Schuljahres. Dan sind acht Stunden auch schnell wieder rum.
See you

Donnerstag, 10. Juli 2008

Umgangsformen

Ist es das Wetter oder woran liegt es, dass so viele Menschen derzeit unhöflich, um es nett auszudrücken, sind? Einige Beispiele der letzten drei Tage. Ich komme mit der falschen Kleidung zum Lehrgang und werde schon vor der Tür rüde darauf hingewiesen, dass ich gefälligst in Dienstkleidung zu erscheinen habe. Sachlich richtig, menschlich falsch. Meist gibt es ja einen Grund, warum jemand nicht den Regeln entsprechend handelt. Als Leiter, Chef oder auch Lehrer kann ich diese Gründe doch wenigstens erfragen. Und wenn nicht, kann ich doch das Gespräch zumindest so führen, dass dem Gesprächspartner die Möglichkeit gegeben wird, nicht sauer und verbockt zu reagieren. Ich jedenfalls musste mich sehr beherrschen, diesen Ausbilder den Abend über noch ernst zu nehmen.
Heute am Fahrkartenautomaten in der Schlange neben mir. Nicht nur, dass die Bahn durch die Einführung der neuen Automaten fest von sinkenden Fahrgastzahlen auszugehen scheint. Der Druck eines Tickets dauert so lange, dass es einfach nur noch wenige Fahrgäste schaffen, rechtzeitig eine Karte zu lösen. Aber das ist ein anderes Problem, über das ich mich schon Jahrelang aufrege.
Jedenfalls waren viele Personen in Schlangen vor den vier betriebsbereiten der sechs Automaten aufgereiht. Jeder auf dem Weg zur nächsten Bahn, meist in Eile. Eine Typische Frage in diesen Situationen ist „ Dürfte ich mal vor? Mein Zug kommt gleich“ Heute eine Reaktion „ Nein, mein Zug kommt auch gleich, wenn ich jetzt jemanden vorlasse, schaffe ich den auch nicht mehr….laber laber laber….“ Die fragende Junge Frau ist schon längst zur Nachbarschlange geflüchtet, der nächste in der Schlange schaut genervt. Er weist die erklärende Frau darauf hin, dass Sie doch jetzt mal weiter den Automaten bedienen könne, damit es weiter geht. Zugegeben auch er war nicht mehr sehr freundlich. Dies steigerte nun wieder den Unmut der Automatenblockiererin und sie schimpfte auf den Jungen Mann ein. Der Automat tat ungerührt seine Pflicht und ging zurück zur Startseite. Wer die Bahnautomaten kennt weiß, jetzt dauert es wieder sehr lange bis ein ungeübter Antragsteller (Kunde mag ich einfach nicht mehr sagen) seinen Fahrtwunsch und Kartenwunsch formuliert bekommt. Auch dieser junge Mann flüchtet nun zum Nachbarautomaten. In der Zwischenzeit ist auch meine Schlange so kurz, dass ich bald den Kampf mit der Maschine aufnehme und gewinne. Und jetzt kommt’s, ich brauche eine zweite Karte und kann schon spüren, wie die Enttäuschung sich in dem Antragsteller hinter mir breit macht. Gut, dass er sich nicht auch noch lauthals bei mir beschwert hat.
Und dann kommt man nach Hause und das Spiel geht weiter. Schlechte Laune trifft auf Erschöpftheit und der Stress nimmt seinen Lauf. Einerseits ganz gut, dass ich gleich wieder weg muss, aber dann treffe ich auch gleich wieder auf den unfreundlichen, oder zumindest manchmal ungeschickten Ausbilder ;)
Na ja, immerhin hat mich meine Mutter gerade angerufen und wir hatten ein erstaunlich entspanntes Telefonat. Nun kommt am Sonntag zu meiner Geburtstagsfeier auch ein Onkel noch, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Er ist zwar auch nicht einfach zu nehmen, aber andererseits kann man sich einige Stunden ganz nett unterhalten.
Samstag feiern wir mit einigen Freunden, nachdem ich (schon wieder) von der Feuerwehr Ausbildung komme. Ich hoffe, das wird ein entspannender Abend.
See you

Sonntag, 6. Juli 2008

Schülermeinung zum Terror

Schade, dass wir nicht mehr Zeit haben, um das Thema Terrorismus weiter zu behandeln. In der nächsten WiPo Klasse werde ich dieses Thema eher angehen und mich nicht so lange mit klassischen Demokratie Themen aufhalten. Gerade habe ich die letzte Hausarbeit zu dem Thema: „Was kann die Politik gegen die Terrorbedrohung machen?“ gelesen. Es ist erschreckend, wie naiv und radikal die Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheitslage in Deutschland sind. Hier muss die Schule mehr Aufklärung leisten und gezielt gegen Boulevardblätter und Kinofilme argumentieren können. Folgende Probleme sehen die Schüler:
 Terror ist immer religiös und zwar aus Richtung Islam kommend
 Grenzen müssen kontrolliert werden um Verdächtige draußen zu halten
 Überwachung weiter Lebensbereich durch Kameras, bewaffnetes Sicherheitspersonal und Abhören von Telefonen wird gewollt
 Verdächtige seien einfach zu erkennen
 Terror geht immer von Ausländern aus
 Ausländische Jugendliche müssen stärker überwacht und härter bestraft werden
 Strafen müssten nur verstärkt werden, bis hin zu Hinrichtungen
 …. Und in diesem Stil geht es weiter

Ich denke, hier haben wir WiPo Lehrer eine besondere Herausforderung, aufklärend tätig zu werden. Nur vereinzelt lassen sich in dieser Klasse Schüler finden, die etwas weiter denken und auch die Widersprüche entdecken
 Wie kann Kontrolle aussehen?
 Wer ist den verdächtig?
 Gibt es auch Terroristen, die nicht aus dem Ausland kommen?

Ich habe aber niemanden gefunden, der sich mit den Ursachen beschäftigt. Frei nach amerikanischem Actionfilm wird nur der Schutz vor einer konkreten Gefahr behandelt, indem der „Gute“ den „Bösen“ erkennt und aufhält. Das Problem, die Entstehung und die Wiederholung wird nicht beachtet.
Schade, aber ein wichtiges Thema für das nächste Schuljahr. Ich werde mal sehen, wo das in die Lehrpläne meiner neuen Berufsfachschulklassen hineinpassen kann. Wenn ich nächstes Jahr um diese Zeit wieder darüber nachdenke, dann hoffe ich auf tiefgreifendere Diskussionen der Schüler zum Terrorthema.
See you

Ende

Schade, Franks Blog ist beendet. Nachdem er sich viel Zeit damit um die Ohren schlug, setzt er seine Prioritäten anders.
Schade auch, dass die regelmäßigen Flensburgaufenthalte erstmal beendet sind. Ich bin jetzt Schwimmlehrer und werde wohl weniger Zeit in Ausbildungen stecken, die so weit weg sind, solange ich nicht meine anderen Aufgaben für den Job und an unserem Häuschen erledigt habe.
Wozu ich Schwimmlehrer geworden bin, das werde ich häufiger gefragt. Die Ausbildung hat mich gut 1000 Euro gekostet und es wird kein Einkommen dadurch generiert. Aber es hat Freude gemacht und ich gehe wieder mehr schwimmen. Auch hoffe ich, unseren Kindern besser helfen zu können.
Hier sind Mütter aber anscheinend die besseren Lehrer. Gerade gestern hat Kim das selbständige Fahren mit dem Fahrrad erlernt. Natürlich durch Bea. Ich habe seit Monaten immer wieder versucht, ihr zu helfen, bin stützend neben den Fahrversuchen hergerannt und nun kann sie es einfach. Den Trick muss man sich merken: Einfach einen kleinen Hügel herunterrollen und dann anfangen zu treten.
So einfach kanns sein. Sobald Kim bremsen kann, geht es auf Radtour ;)
see you

Sonntag, 29. Juni 2008

Morgen Schwimmprüfung

Da sitze ich hier, habe ordentlich Muskelkater vom Bauen gestern, und versuche die Theorie des Schwimmens schnell noch in mein Hirn zu bekommen. Immer wieder sage ich meinen Schülern, dass nicht der letzte Tag vor den Prüfungen der Beste zum Lernen ist. Und ich?
Na, so schlimm ist es auch nicht, denn ich habe durchaus die letzten 14 Tage regelmäßig was dazu gelesen. Mehr Sorgen bereitet mir die praktische Prüfung, denn das Delfinschwimmen beherrsche ich nicht wirklich. Auch die letzten drei Trainingseinheiten in unserem Freibad haben mir vornehmlich die fehlende Kondition bewiesen. Die Technik habe ich nicht deutlich verbessert.
Zwei andere Probleme werden gleich noch angegangen. Zunächst haben wir wieder mal eine Marderfamilie im Dach. Die sind zwar niedlich, zerstören aber das Reet und stinken enorm. In unserer Wohnstube hält man es kaum noch aus. Gestern Nacht habe ich diese, angeblich so scheuen Tiere deutlich beobachtet. Und sie mich auch. Keine drei Meter von mir saß er und meckerte mich an. Seine Frau etwas weiter weg bewachte das Nest. Nur sehen kann man das nicht. Die verstecken sich recht gut in den letzten Winkeln.
Unsere „Kampfkatzen“ mag ich nicht auf die Marder hetzen, denn die Marder sind vermutlich besser ausgebildet. Auch der Hund kann zwar rumlaufen und bellen, beeindruckt die Tierchen aber nicht. Meine gestrigen Versuche, mit menschlich hergestellten Duftstoffen aus Flaschen und Dosen hat auch nicht geholfen.
Mal sehen, was sich machen lässt, um diese Mieter los zu werden.
Und dann werde ich anfangen aufzuräumen, den die nächsten Tage habe ich dazu wenig Zeit. Die Feuerwehr Ausbildung steht an, einige Feste in Schule und Feuerwehr sowie die Zeugnisschreiberei. Auch soll ich jetzt mal die Hausarbeit für Elektrotechnik beginnen. Na ja.
Frank fragte gerade mal wieder (zu Recht?), wann ich kürzer trete. Vermutlich nie, denn irgendwie macht das Leben am Rand der persönlichen Lastgrenze auch Spaß. Und den Urlaub haben wir auch fast fertig durchdacht. Der Wohnwagen ist durch uns zumindest gestern als fahrtechnisch akzeptabel eingestuft worden. Im August geht es dann an die See.
See you

Donnerstag, 26. Juni 2008

Konsequenzen

Ich weiß nicht ob ich Recht habe, aber heute hatte ich den Eindruck, dass mein Verhalten gegenüber Störungen durch einzelne Schüler hat heute tatsächlich erste positive Resultate gezeigt.
Elektrotechnik war recht spannend. Es ging um Schaltungsanalyse und Steuerungen. Die Gruppe ist diesbezüglich extrem heterogen. Die Einen wissen nichts, die Anderen haben schon selber Schaltungen entworfen. Folglich sind einige immer unterfordert. Spannend ist dann immer, diesen Schülern spontan attraktive Aufgaben zuzuteilen. Klappt nicht immer, aber immerhin teilweise.
Nächste Woche werden die Ergebnisse der Projektarbeiten präsentiert. Ich bin schon sehr gespannt, denn das, was ich bisher sah ist wirklich gut. Ich werde meinen Chef und meinen Ausbildungslehrer mal einladen, sich das auch anzusehen.
Für das e-learning habe ich auch wieder die Führungsrolle in der Klasse übernommen. Durch das direkte Verteilen von Aufgaben, die angesagt benotet werden, wird das Schüler wiki sich jetzt ständig weiterentwickeln.
Zu den Modulen geht es immer noch per Bahn, was mir morgen Früh wieder ein Frühstück in einem netten kleinen spanischen Kaffee einbringt und ich danach viel lesen kann. Da kann dann einiges an Input für die zu entwickelnde Hausarbeit gewonnen werden. Die Rückfahrt nutze ich dann zur Vorbereitung auf meine Klausur am Montag. Samstag dann erst mal wieder richtig handwerklich arbeiten. Das wird schön, so mal einen Tag ohne Schreibtisch.
See you

Montag, 23. Juni 2008

Notengebung

Manchmal merke ich gar nicht, dass ich einzelne Aufgaben nicht mag. So wie gerade jetzt, wo ich mich hingesetzt habe um die Notengebung der Berufsfachschule zu erarbeiten. Morgen möchte ich den Schülern Infos dazu geben und danach auch den Klassenlehrer mit den notwendigen Listen überreichen. Was habe ich bislang getan? Ich habe mir eine Liste erstellt, was ich denn eigentlich in der Berufsvorbereitung im letzten halben Jahr so „durchgenommen“ habe. Daraus sollte ein kleiner mündlicher Test werden, mit dem diese Schüler sich morgen noch einmal von ihrer besten Seite zeigen können. Wenn ich die Noten nur auf die bisherigen Hausarbeiten beziehe, dann sieht das nicht wirklich toll aus. Nun bin ich jedoch erstaunt, wie viel Inhalt wir tatsächlich geschafft haben. Die Liste ist lang und ich bin beeindruckt, denn gefühlsmäßig war ich anderer Meinung. Mal sehen, zu welchen Themen die Schüler morgen auch noch was einbringen können.
Nebenbei werden wir morgen auch an der Sozialkompetenz arbeiten. Wir probieren mal ein Planspiel aus, dass meine Kollegen in einem IQSH Modul erarbeitet haben. Somit gibt es morgen „nur“ zwei Themen. Ein Planspiel und eine Stoffwiderholung mit Hilfe eines Tests. Vielleicht besser Quiz genannt, um unangenehme Assoziationen zu vermeiden.
Schwierig ist es in dieser Klasse vor allem, weil man einige Schüler nur sehr selten zu Gesicht bekommt.
Aber zurück zur Notenliste für die BF. Das geht gleich lost und zur Motivation werde ich auch hier mal eine Liste vorbereiten, die als Test (nein Quiz) der letzten Monate verwertbar wird. Thematisch sollten wir uns eigentlich mit Bewerbungen befassen, da meine Vertretung in der letzten Woche allerdings die Arbeitsaufträge zum Terrorismus nicht verteilt hat, müssen wir erst noch dieses Thema abschließen. Bewerbungen dann nächste Woche.
Und sonst? Die Exkursion zur Lufthansa muss weiter geplant werden, Mittwoch geht es nach Schleswig und ich habe mal wieder kein Fahrzeug. Freitag wird in Flensburg getagt und Lars will mit mir zusammen das Konzept der gemeinsamen Hausarbeit dem „Dozenten“ vorlegen. Mein Ausbildungslehrer meint, dass wir uns da (zu) viel vorgenommen haben. Mal sehen. Inhaltlich stelle ich das auch mal näher dar.
Demnächst werde ich eine Infoveranstaltung für meine Kollegen zum Lo-Net2 anbieten und hoffen, dass mehrere Klassen danach damit arbeiten dürfen. Meine eigene Klasse findet allmählich den Draht zu den Vorteilen einer elektronischen Lernplattform. Zumindest habe ich dieses Gefühl. Ich muss nur aufpassen, dass meine Begeisterung nicht in deren Überforderung endet.
See you

Dienstag, 17. Juni 2008

Unklarheiten

Heute Abend habe ich mir vorgenommen, mal zu überprüfen, ob ich meinen Azubis den auch schon dass vermittelt habe, was laut Lernplan bereits absolviert sein sollte. Mein Ausbilder sagte zwar heute zu mir, nachdem ich ihm meine „Bauchschmerzen“ zur „Lernzielerreichung“ geschildert habe, das man es nie schaffe, alle Inhalte in der kurzen Schulzeit unter zu bringen. Das macht mich aber nicht glücklicher, wenn auch etwas entspannter. Er hat schließlich deutlich mehr Erfahrung als ich.
Also geht es los. Lernfelder und Inhalte sichten und abstreichen, was schon „gelaufen“ ist. Dann eigentlich noch den zweiten Beruf prüfen, aber halt. Es gibt da doch den internen Stoffverteilungsplan, nach dem ich arbeiten soll. Der enthält zwar auch die Bezeichnungen der Lernfelder, wenn auch nicht durchgehend, schlägt aber vor, wer welchen Inhalt dem Schüler vermitteln soll. Hier sind sogar die Inhalte der betrieblichen Ausbildung und der Überbetrieblichen Ausbildung mit verzeichnet. Schön auch, dass dieses Dokument eine Absprache zwischen den Betrieben und unserer Schule ist. Somit sollten doch alle zufrieden sein.
Mein Problem, dass ich die Lernfeldinhalte nicht so einfach diesem Plan zuordnen kann. Mein Problem, dass ich zeitlich teilweise anders strukturiert habe. Mein Problem, dass die Inhalte der Abschlussprüfungen teilweise andere sind, als die Schwerpunkte der einzelnen Lernfelder. Mein Problem, dass Ausbilder und Schüler (und Lehrer?) den Lernfeldansatz nicht durchblicken. Mein Problem, dass ich demnächst wieder Zeugnisse nach schleswig-holsteinischer Vorgabe schreiben muss und dann Lernbereiche statt Lernfelder benoten muss.
Genug gelästert. Ich werde das jetzt formalistischer sehen und mal wieder den Ausbildungsplan der Region nehmen und danach den aktuellen Stand überprüfen und das nächste Jahr planen, Mein Pro, neun meine Herausforderung lautet: Wie verteile ich die Inhalte vernünftig auf verschiedene Lehrer und vor allem, wie stelle ich fest, dass diese Lehrer dann auch das unterrichten, was ich meine, das das unterrichtet werden müsste?
Ich mache das ungern, aber ich verschiebe die weitere Arbeit daran auf Freitag, nach einem Gespräch mit meinen Kollegen. Tipps holen.
Jetzt noch einige Lerntipps zusammentragen. Viele gute Freunde haben mir dazu einiges geschickt und ich denke daran. Eine kleine Lernfiebel für die Schüler zu kreieren. Liest sich jedenfalls bislang schon besser als viele teure Bücher mit guten Ratschlägen.
Ach ja. Heute war es lustig. Ich habe das erste Mal Englisch unterrichtet. Na ja, so richtig Unterricht war das nicht, aber ich habe vielleicht einige Anregungen zum leichteren erlernen einer Sprache geben können. Zumindest war die Stimmung entspannt und die Schüler haben mitgearbeitet.
See you

Lob dem Gesundheitsamt

Heute waren wir im gesundheitsamt. Die Dame und der Herr vor Ort haben wirklich gute Arbeit geleistet. In einer recht überschaubaren Gruppe junger Leute wurde eine offene und anregende Diskussion über Suchtgefahren geführt. Wenn diese Schüler sonst auch nur 20 Minuten diskutieren mögen, bis sie unruhig werden, so waren es hier über 60 Minuten am Stück.
Ich denke, das war gut und wichtig.

Gestern: Schwimmlehrer Lehhrprobe. Ja, ich habe bestanden. Jetzt noch zwei Prüfungen bis zur Urkunde. Heute Abend noch etwas Theorie büffeln und sobald der Muskelkater des gestrigen Trainings abgeklungen ist wieder ins Wasser springen.

Auch gestern: Endlich mal wieder mit ANni einen Kaffee getrunken. Schöne Zeit im Campus Cafe gehabt. Schade, dass diese Freunde und Uni Bekannten jetzt alle so weit weg wohnen. Aber schön, wenn wir uns dann doch noch so einiges zu erzählen haben.
see you

Suche im blog

 

Aktuelle Beiträge

Finanzamt
Die machten schon immer wie es für sie am besten passt.
Weiterbildung (Gast) - 31. Jan, 10:00
welcher Verbraucher achtet...
Selbst die reichen Verbraucher unserer westlichen Welt...
msa - 15. Nov, 23:20
Globalisierung
Ich denke im Prinzip ist die Globalisierung nicht schlecht...
Christian (Gast) - 2. Nov, 18:23
Mr Vertigo
eine Kurzbeschreibung: Im Jahr 1927 hat der Jahrmarkt...
Marianne Kempel (Gast) - 8. Okt, 14:22
Mr Vertigo?
Worum geht es denn da? Woher kennst Du "Tod und Teufel"?
msa - 7. Okt, 19:09

Web Counter-Modul

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufsplanung Lehrer
Formalismus
Handwerk
Hausarbeit ET
Pädagogik
Politik
Privat oder so
Schwimmlehrer
Studium
Vorbereitungsdienst
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren