Donnerstag, 14. August 2008

Ferien verfliegen

Nun haben wir schon den 14. August und die Ferien gehen nur noch bis zum 31.
Danach sollte ich eigentlich einen großen Anteil an Unterrichtsvorbereitungen fertig haben. Derzeit komme ich damit nicht so gut voran. Immerhin habe ich gerade 17 Seiten Folien für die Einführung von SPS erstellt. Das reicht eine oder zwei Doppelstunden. Leider mal wieder ohne viel Schüleraktivität, aber darauf aufbauend gibt es dann eine Menge möglicher Übungen, die auch an realen Systemen erprobt werden können. Es ist ein theoretisches Gerüst notwendig, um Übungen zu erstellen.
Vorher wird mit Grafcet weiter gearbeitet und ich nutze wieder die recht gute Lernsoftware von Festo Didactic. Auch wenn es anstrengend ist werden die Schüler den zweiten und dritten Teil dieser Software gemeinsam durcharbeiten. Mal wieder sind sie selber gefordert, sich die wichtigen Inhalte selber zu notieren.
Wenn ich gleich noch Lust habe und nicht durch einen netten Chat oder eine Aufforderung zu einem Gesellschaftsspiel mit unseren Kieler Freunden abgehalten werde, dann mache ich mich noch an die Sitzordnung(en), die ich demnächst den Azubis vorgeben möchte. Ziel ist es, eine Verbesserung der Arbeitsatmosphäre zu erreichen. Auch sollen sich neue Arbeitsgruppen bilden, in denen die Kompetenzen und Vorwissen besser verteilt sind.
Ansonsten kann ich nicht umhin, zu gestehen, dass die Ferien auch als Ferien genossen werden. Heute mal wieder im Freibad, was bei „schlechtem“ Wetter richtig schön ist. Kaum andere Besucher . Ein Bad für uns fast alleine, nur kalt ist es halt. Vorher haben wir unseren Wohnwagen für den Kurzurlaub in der nächsten Woche vorbereitet. Er ist jetzt sogar wieder sauber und sieht gleich viel teurer aus. Selbst das Gestänge des Vorzelts habe ich noch schnell geschweißt. Nach dem Urlaub möchte ich den Trailer gerne verkaufen, da wir nächstes Jahr eher nach Kanada wollen und ab 2010 wird der kleine WoWa eh zu klein mit den beiden Kindern.
Gestern war auch ein schön fauler Tag. Außer an dem Portfolio, was für die Ausbildung zu schreiben ist, habe ich nichts für meine Aus-Bildung getan. Gemeinsames Frühstück in einem netten Kaffee, danach Einkaufsbummel durch die City von Itzehoe. Endlich habe ich es geschafft, mir auch Inliner zu kaufen. Es ist gar nicht so einfach, vernünftige, günstige und große Inliner zu ergattern. Nachdem Kim und Bea schon seit mehreren Monaten welche haben, werden wir jetzt wohl häufiger gemeinsam laufen. Ich hoffe das zumindest . Meine ersten Versuche heute waren recht gut. Kein Sturz und sicherer Stand machen Mut. Nur bremsen kann ich noch nicht wirklich.
Auch gestern bestätigten sich meine Gebote bei e-bay und ich bin der Hoffnung morgen oder Samstag die Pakete mit dem Neo und dem Boogieboard zu bekommen. Dann warte ich nur noch auf Wellen auf der Nordsee und der Spaß geht weiter.
Heute fragte ich mich, ob Ferien nicht eigentlich viel länger dauern sollten. Wenn ich so bedenke, was ich während der Unterrichtszeit alles nicht schaffe, dann muss ich in der Unterrichtsfreien Zeit schon ganz ordentlich ranklotzen um die Hausarbeiten zu erledigen. Damit meine ich vorwiegend die Arbeiten am Haus. Montag schaffte ich es ein altes Dach eines unserer Nebengebäude abzudecken. Dienstag kam die neue Lattung drauf und die ersten neuen Blecheindeckungen sind auch fest. Aber dann kam zu viel Wind auf und es wurde unmöglich mit großen Blechplatten zu hantieren. Mit Glück schaffe ich das noch vor Montag zu beenden.
Was kommt nach dem Urlaub? Eine Woche harte Arbeit an mir und den Unterrichtsthemen meiner Schüler. Denn der September ist voll mit Seminaren und außerdem steht der Schulrechtstest an. Ich muss dringend lernen.
Aber erstmal hat sich das Warten gelohnt. Wir spielen noch was. Ein Bier oder Wein und danach gut schlafen ist ja auch schön. Die Sitzordnungen lassen sich auch morgen noch planen.
See you

Montag, 11. August 2008

Sylt Exkursion beendet

So schön (und schmerzhaft) kann Fortbildung sein. Zehn wundervolle und anstrengende Tage auf Sylt in dem ADS Landschulheim haben mir viele neue Erkenntnisse gebracht. Eines davon lautet: ich bin nicht mehr 25. Aber nachdem das klar ist und ich mich mit den entsprechenden Sportstudenten nicht messen musst, habe ich eine Menge Spaß gehabt und viel gelernt. Retten aus dem Meer ist deutlich anders zu bewerten, als das Retten aus einem warmen, ruhigen und übersichtlichen Schwimmbad. Wellen sind toll und gewaltig. Dabei sollen unsere Wellen noch nicht einmal groß gewesen sein. Leider jedoch zum Ende der Woche zu groß, um noch den Abschluss des Wellenreitkurses vollziehen zu können. Ich in nur bis zum Knien auf dem Brett bekommen. Das Aufstehen muss ich jetzt selber lernen. Gerade habe ich einen Neopren Anzug und ein Boogieboard bestellt und hoffe, das die Sachen bald kommen. Am nächsten Montag geht es wieder zur Nordsee und da will ich erneut Spaß haben.
Spaß hat besonders das letzte WE gemacht. Eine sehr gute Freundin besuchte mich noch und so konnten wir zwei schöne Partyabende in Westerland verbringen. Aufgrund meines Erschöpfungszustandes waren die zwar nicht wie früher mal nachtfüllend, aber es reichte voll aus. Somit kenne ich jetzt viele Muskeln in meinem Körper, weiß, dass ich auch über längere Zeit an meinen Grenzen belastbar bin und habe noch mehr Spaß am Wassersport gefunden als zuvor. Mal sehen, wann ich den Windsurfkurs jetzt noch beginne. Windsurfen hat den Vorteil, dass ich nicht immer auf der Suche nach Wellen sein muss. Das geht dann auch vor meiner Haustüre auf der Elbe. Andererseits wird Sylt definitiv als Naherholungsgebiet der nächsten Jahre fest eingeplant.
Ab heute haben wir Besuch von Freunden, die eine Woche bei uns Urlaub machen. Am nächsten WE kommen weitere Freunde, danach fahren wir weg. Mit Arbeiten an Schulaufgaben und am Haus komme ich wohl nicht recht weiter. Aber was soll’s? Genieße den Tag und das Leben ist schön. Jetzt weiß ich auch endlich, dass unser alter Chevy weg muss, damit ich die Zeit nicht unnötig unter Autos verbringe, die man auch auf dem Wasser verbringen könnte. Gesünder ist der Sport ja schließlich auch noch.
Resultat: Fortbildung bringt Freude und Wissen/Können. Und sie kann persönlichkeitserweiternd sein.
See you

Mittwoch, 30. Juli 2008

Ferien Zwischenstatus

Die Überschrift ist nicht gelungen. Dafür war der Tag heute ganz gut, wenn er auch mit dem Besuch beim Zahnarzt schmerzhaft begann (Wurzelbehandlung). Immerhin sind Kims Zähne besser gepflegt als meine und sie brachte keine Schmerzen zu ertragen. Schön zu sehen, wenn Zahnärzte auch mit Kindern umgehen können. Und das bei eine Körpergröße von mindestens zwei Metern.
In der Schule ging es weiter um ASI Systeme und deren Inbetriebnahme. Jetzt kann ich adressieren, anschalten und PEW und PAW lesen und sogar die Symboltabelle ist kein Problem mehr. Etwas mehr Übung noch und ich kann vermutlich schnell mal ein Programm schreiben. Ich merke aber auch, dass ich mich teilweise ähnlich überfordere wie meine Schüler. Statt mit einem einfachen Programm zu beginnen will ich immer gleich eine komplexe Lösung schaffen. Am Ende bin ich genervt, weil nur die Hälfte geht. Kleinschrittiger wäre manchmal besser. Also demnächst mehr Geduld walten lassen.
Morgen geht es mit der Familie nach Hamburg, einen Ausflug an den Hafen zu den Hamburger Cruise Days. Danach Koffer packen und Freitag Morgen nach Sylt fahren. Wer mich bis zum 10.8. erreichen will, der nutze bitte mein Mobiltelefon. Vermutlich werde ich nur selten oder nie das Internet aufsuchen. Auch dieser Blog ruht dann und wird wohl hinterher weiter gefüttert. Aber das stört keinen ;)
Die nächsten 12 Tage habe ich quasi Urlaub von E-Technik und technischem Unterricht. Dafür werde ich hoffentlich pädagogisch hinzulernen, organisatorisch mehr erfahren und sportlich Neues ausprobieren. Und zum Lesen bleibt hoffentlich auch noch Zeit. Mal sehen.
Schlimmstes finanzielles Erlebnis diese Woche (bisher): Wir haben Heizöl bestellt, weil es gerade mal wieder „günstig“ war. Was immer das heute heißt. Egal, frieren wollen wir ja auch nicht (Außentemperatur derzeit gut 25 Grad)
Schade, dass Annika nicht erreich bar ist. Ein kleines Telefonat wäre jetzt noch schön, statt dessen schalte ich jetzt ab und gehe auf das Sofa.
See you

Montag, 28. Juli 2008

Ferienwoche Eins zu Ende

Die Zeit verfliegt so schnell, dass ich schon jetzt das Gefühl habe, die Ferienzeit reicht nicht aus, um mich zu erholen, die privaten Aufgaben zu erledigen und die beruflichen Aufgaben vorzubereiten.
Andererseits ist letzte Woche das erste von drei Dächern, die dieses Jahr fertig restauriert werden sollten auch fertig geworden. Das Wetter spielte mit, so das ich nichts anderes machen konnte als draußen zu schuften. Windstille und kein Regen, das ist wichtig, wenn man mit 4 qm Blechplatten hantiert. Das dabei auch 30 Grad herrschten war nicht ganz so gut. Resultat neben dem ersten Dach: Sonnenbrand und Rückenschmerzen.
Zwei Tage konnte ich auch in der Schule verbringen, so dass der Schrecken vor der SPS und ASI Technik verwehen konnte. Die Technik ist beherrschbar. Auch die Zusammenarbeit mit Jan scheint gut zu laufen. Diese Woche will ich noch zwei Tage dort verbringen, denn es beruhigt mich, wenn die Schüleraufgaben wenigstens einmal durch mich gelöst werden können. Arbeitsblätter erstellen oder von Kollegen kopieren reicht dazu nicht aus. Ich merkte letzte Woche schon deutlich, dass zwischen Theorie und Praxis immer noch eine Hürde zu nehmen ist. Dass wird meinen Schülern sicher ähnlich gehen. Außerdem wird es meinen Rücken freuen, wenn ich nicht zu viel und schwer hebe, das restliche Dach muss halt noch warten.
Gestern waren wir bei Ina Müller zum Konzert in Flensburg. Da wir rechtzeitig angereist sind, konnten wir noch schön in der Flensburger Förde baden, auf dem Spielplatz am Strand Kim beschäftigen und nett mit Freunden Essen gehen. Ein gelungener Urlaubstag halt. Er wäre noch schöner gewesen, wenn alle Beteiligten in guter Stimmung gewesen wären, aber manchmal ist das Privatleben gerade mal auf einem Tiefpunkt angelangt, aus dem man sich dann mühsam wieder befreien muss. Ich hoffe es geht schnell. Helfen möchte ich, weiß aber nicht, ob ich das kann.
Großen Dank schulde ich Anni und Antje, die sich so lieb um unsere Kleinen gekümmert haben, während die „Alten“ zum Konzert gingen. Das war sehr schön.
Wie geht es weiter? Heute körperlich ruhiger angehen lassen, was schon mit einem langen und angenehmen Ausschlafen begonnen hat. Gleich geht es zum „Kringelverdrehen“, was immer das ist. Es hat hier in der Gegend Tradition und Bea will da gerne mal hin. Abends werde ich dann schwimmen, muss mich nur noch zwischen Schwimmbad und Elbe entscheiden. Das Schwimmen gestern tat meinem Rücken sehr gut. Ich hoffe auf eine Wiederholung des Erfolgs.
Nächsten Freitag dann nach Sylt- Fortbildungsurlaub, wie ich hoffe. Gestern habe ich den veranstaltenden Dozenten noch kurz auf dem Konzert getroffen und er sagte immerhin, dass es nicht nur Arbeit sein werde. Ich hoffe es sehr, denn Erholung mal ohne (eigene) Kinder und etwas Neues im Bereich Wassersport zu testen ist es, worauf ich mich sehr freue.
Was noch? Ach ja, die Altlasten holen mich ein. Wenn man Dinge lange genug verschiebt, vergisst man sie leicht – oder ist „man“ hier falsch? Mir geht es jedenfalls so. Und so bin ich jetzt wieder auf Behördentour für meine Tante, um noch einmal die Pflegestufe zu beantragen. Auch müssen unsere Kfz Versicherungen umgeändert werden und die Arbeiten bei Schwiegereltern müssen zumindest begonnen werden. Kleinkram an allen Ecken, aber das mag ich nicht. Trotzdem tue ich es. Warum?
See you

Freitag, 25. Juli 2008

Lebensziele

„Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, daß der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.“
Samuel Butler nach www.zitate.net

Ist das nicht wirklich wichtig?
Andere Weisheiten dazu gibt es ja auch noch in „Der Sinn des Lebens“ einer Satire von Monty Python. Diesen Film habe ich erst verstanden, nachdem ich ihn mit langen Abständen mindestens fünfmal gesehen habe. Am Ende des Pädagogik Studiums in unserer WG kam dann der Durchblick. Genieße es!
Auch Douglas Adams hat in seiner fünfbändigen Trilogie „Per Anhalter durch die Galaxis“ dieses Thema sehr schön aufgegriffen. Immerhin war hier die Antwort auf die große Frage einfach „42“. Leider hatte man die Frage nicht konkret genug formuliert und sie auch nicht rekonstruieren können.
Einen weiteren Sinn wird mir sicher das Buch „Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele“ aufzeigen. Aber das Buch muss noch etwas warten.
Was ist mein Sinn des Lebens eigentlich? Vielleicht auch der Genuss. Nur genießt halt jeder Mensch anders. Ich finde es beispielsweise gut zu lernen, solange ich es freiwillig machen kann. Ich genieße das Ansehen, das mir entgegengebracht wird, wenn dieses auf meiner „echten“ Persönlichkeit beruht. Ich genieße, wenn ich Menschen, die ich mag, helfen kann und diese das auch wollten.
Viel eher fallen uns immer Dinge ein, die wir nicht mögen, nicht genießen. Dazu werde ich hier und jetzt nichts schreiben.
Ich gehe jetzt in die Sonne und genieße es, an unserem Schuppen weiter zu bauen. Denn auch Anstrengung und das erschaffen von Bauwerken oder anderem freut mich (oft). Hauptsache freiwillig.
Als Letztes: Ich vertrete ja immer noch den Standpunkt, dass alles was wir tun freiwillig geschieht, da wir Menschen ja einen eigenen Willen haben. Aber zwischen freiwillig und freiwillig gibt es Unterschiede.
See you

Donnerstag, 24. Juli 2008

Steuerungen

Was ist der Unterschied zwischen steuern und regeln? Eine beliebte Frage von Dozenten und Lehrern, und sicher auch eine Frage in einer der kommenden Klassenarbeiten. Für mich ist das aber derzeit nicht so wichtig. Gerade letzte Woche habe ich mir die Ausbildungsunterlagen von Siemens zur S7 SPS durchgearbeitet. Gestern dann den ASI Kurs. Ich war ganz stolz, dass ich jeweils nur einige Stunden daran saß, wenn auch das Seminar von Siemens zwei bis drei Tage dauern soll. Dort gibt es dann natürlich auch Praxis und angeleitete Übungszeit. Heute in der Schule haben wir, Jan und ich, dann die Kommunikationsmodule und Spannungsversorgungen an die Lehrmodule für die STEP 7 angebaut, danach haben wir erfolgreich versucht einen ASI Bus zu installieren und die Sensoren abzufragen, sowie Aktuatoren anzusprechen. Dies hat zwar auch drei Stunden Zeit benötigt, aber nun kann ich auch sagen „so schwer ist es nicht“. Was am meisten Zeit gekostet hat waren Probleme mit der Software, weil wir eine alte Version hatten, die nicht alle ASI Bauteile kennt. Auch aufwändig war die Fehlersuche bei der Abfrage von Sensoren (Induktiver Näherungsschalter), der zwar das Werkstück erkannte, aber der ASI Slave dessen Schaltsignal nicht erkannte. Alles haben wir durchgemessen, bis wir zu dem Ergebnis gelangten, dass der Sensor nicht für diese Slaves geeignet ist. Und ein weiteres Bedienteil lässt sich einfach nicht adressieren. Typische Praxis halt, wen die Theorie schon stimmt. Na ja, morgen mal beim Lieferanten anrufen und um Hilfe ersuchen, denn im November soll diese Technik meine Schüler begeistern und ich dazu meine erste Hausarbeit abgeben.
Gestern konnte ich mit Lars auch eine Web-Video-Konferenz testen, die unsere Schülergruppen vielleicht einsetzen sollen. Der Rest der Kommunikation zwischen den entfernt und zeitlich nicht gleichzeitig arbeitenden Schülern wird im Lo-Net2 abgebildet.
Und sonst so? Ich hatte einen sehr schönen entspannten Montag, einen arbeitsreichen erfolgreichen Dienstag mit nachmittags Tantenbesuch und abends einen nachdenklich stimmenden Kneipenabend mit Frank. Wenn ich über mich sowieso schon stärker nachdenke, dann bin ich zu sensibel bezüglich Kommentaren von Freunden. Gestern kam dann auch noch so eine Frage, vermutlich im Spaß, von Neele „richtigen Beruf ergriffen?“, nachdem ich Ihr von meinen Stundenplanungen für das nächste Schuljahr erzählte.
Ich denke, der Beruf ist richtig. Ich muss nur noch viel lernen und wenn ich dann einen gangbaren Weg gefunden habe, werde ich auch noch zufriedener. Bis dahin arbeite ich an mir.
Und heute? Wie oben beschrieben ist die Programmierung erfolgreich, jetzt werde ich nächste Woche nur noch einige Beispiele ausprobieren und Arbeitsblätter entwerfen. Eine pädagogische Fragestellung zur Hausarbeit findet sich dann auch schnell. Ich freue mich jedenfalls, dass ich erneut das Themengebiet e-learning untersuchen kann. Diesmal sogar mit Unterrichts und Lernfeldbezug. Sonst gab es heute meine Geburtstagsgeschenke. Ich durfte einkaufen gehen. Ist es eigentlich üblich, dass man mit zunehmendem Alter stärker auf die Garderobe achtet? Jedenfalls war es nicht wirklich billig heute, dafür finde ich die Klamotten aber wirklich gut.
See you

Samstag, 19. Juli 2008

Ferien einläuten

Ferien einläuten
So nennen das die Kollegen an meiner Schule und veranstalten seit Jahren am Abend des letzten Schultages vor den Sommerferien ein Fest. Das war gestern sehr schön und gemütlich viele Kollegen und ehemalige der Abteilung dieser Schule waren dort. Hier hat man dann die Möglichkeit, sich über Schule, Lernerfahrungen und privates auszutauschen. Vor allem letzteres fand ich sehr angenehm, denn sonst erfährt man ja nur sehr wenig über das private Umfeld der Kollegen. Ein soziales Gefüge entsteht und Informationen werden problemloser ausgetauscht.
Schön für mich war auch, dass es einige Rückmeldungen zu meiner Person als Lehrer, zu „meiner“ Klasse und zu den Zukunftsaussichten an dieser Schule gab.
Seit heute sind dann Ferien und ich bin seit gestern Nachmittag deutlich entspannter. Die letzten Tage waren rückblickend betrachtet doch sehr anstrengend.
Nächste Woche will ich mindestens zwei Tage in der Schule verbringen, um mir den Umgang mit der Technik anzueignen, die ich im nächsten Schuljahr unterrichten werde. Ich werde Aufgaben entwerfen und diese mit SPS Steuerungen realisieren. Neue Bauteile zusammenbauen und Schulfertig vorbereiten. Mich mit meinem Fachlehrer Kollegen abstimmen und gemeinsam den Unterricht planen. Vielleicht sogar schon die technischen Herausforderungen meiner geplanten Hausarbeit erarbeiten und an Schüler satt einmal musterhaft lösen.
Ansonsten hoffe ich in dieser Woche auf gutes Wetter zum Bauen, auf Badewetter in Flensburg und Zeit von Frank in Hamburg. Langeweile habe ich nicht. Gleich geht’s ans neue Auto. Irgendwann möchte ich auch mal wieder Radio hören können und muss mich demzufolge mit dem Einbau der Technik dazu beschäftigen.
Nachmittags mit Kim spielen und abends die Programmierung der S7 erarbeiten.
Ferien sind schön.

Ach ja. Ich habe da mal eine Frage: Umfrage unter Lehrern
See you

Freitag, 18. Juli 2008

Lernen ist Verhaltensänderung

Und Das ist schwer, denn damit stoße ich leicht an Grenzen, die meine Persönlichkeit in Frage stellen.
Reflektion ist wichtig, um zu erkennen, wie ich auf andere wirke. Interessant dabei ist, dass mein Selbstbild oft vom Fremdbild abweicht. Und das ist gerade deshalb interessant, weil ich dieses Phänomen oft bei anderen Menschen beobachte und anspreche. Mich selber sah ich meist nicht so. Ich dachte bisher, ich könne meine Wirkung durchaus real einschätzen. Was ist real?
Vielleicht geht es manchmal auch nur um verschiedene Bewertung von Begriffen. Beispiel: Ich soll lockerer werden im Unterricht, aber auch gleichzeitig strenger. Für mich ist das ein Widerspruch, den ich noch nicht aufklären kann. Bislang hatte ich auch eher den Eindruck, zu locker zu sein.
Interessant ist ja auch, wenn ich mir Feedback so durchlese oder das mündliche Feedback durch den Kopf gehen lasse, dass immer einzelne Aussagen besonders hängen bleiben. Eine Aussage davon ist, dass das Wort Feedback bei meinen Schülern schon negativ besetzt ist. Ich wende diese Reflexion scheinbar zu häufig an. Bei näherem nachdenken dazu fällt schon auf, dass sie sich gegenseitig, ihrer Arbeitsgruppe und mir immer wieder die Wirkung auf die eigene Person darstellen sollen. Zu häufig angewendet wird das lästig, so hilfreich es auch sein mag, sich Gedanken über Außenwirkungen zu machen. Und einige der Schüler sollten dringen etwas an ihrer Außenwirkung ändern um im Berufsleben erfolgreicher sein zu können.
Zurück zu den Veränderungen. Ich bin scheinbar wieder an dem Punkt angekommen, den ich vor drei Monaten schon einmal zu ändern versuchte. Ich sollte mehr auf die Schülererwartungen Rücksicht nehmen. Scheinbar überfordere ich sie mit meiner Art der Forderung von Selbständigkeit. Sie rufen förmlich nach Kontrolle, Regeln, sogar Bestrafung, damit sie effektiv an den Themen der Ausbildung arbeiten. Freiwillig erfolgt nicht sehr viel. Schade.
Einen Wunsch kann ich jedoch nicht erfüllen. Ich werde weiterhin nicht an die Tafel schreiben, was genau so in der nächsten Klassenarbeit gefragt wird. Dann wäre ich beim Faktenlernen angekommen und würde mein Ziel des selbständig handelnden Schülers aufgeben. Ein Zugeständnis in dieser Richtung war ja schon die Entscheidung, dass Aufgaben der Hausaufgaben in sehr ähnlicher Form auch in der Klassenarbeit abgefragt wurden. Schade für jeden, der sich nicht mit seinen Hausaufgaben beschäftigt hat.
Noch bin ich nicht so weit, dass ich mir das Lehrer-Leben einfacher mache, indem ich den Schülern das Leben einfacher mache. Aber Ihnen einen effektiveren Unterricht zu geben, das werde ich weiter anstreben. Ich muss mich verändern.
Interessant für mich: Die Schüler fordern mehr selbständiges Arbeiten im Unterricht und ich dachte bisher, dass ich dies auch fordere. So gehen die Meinungen auseinander. Ich glaube aber zu wissen, was die Schüler meinen. Getreu dem Grundsatz „vom Leichten zum Schweren“ ist Lernen angenehmer. Ich dachte bislang, dass größere Herausforderungen mehr Freude bereiten. Scheinbar aber verbreiten große Herausforderungen erstmal mehr Stress und Frust. OK, das habe ich verstanden. Jetzt muss ich es nur noch umsetzen können. Die Planung für das kommende Jahr läuft ja gerade an.
See you

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