Dienstag, 19. Februar 2008

Typisch für Lehrer?

Nun ist es schneller passiert, als ich es erwatet habe. Die erste Krankheitsvertretung steht an. Ich bin zwar in der Ausbildung und das Land zahlt mir kein Geld dafür, aber mehr Stunden mache ich jetzt schon. Aber was soll’s, eine Doppelstunde mehr pro Woche kostet nicht so viel Zeit, dass die Ausbildung leiden könnte. So hoffe ich noch. WiPo in der Berufsfachschule. Ich nehme an, das der Lehrplan ähnlich aussieht wie in der Berufsschule und somit kann ich die gleichen Themen für eine weitere Zielgruppe aufbereiten. Und mein Portfolio freut sich auch, denn es wird umfangreicher.
Kleine Hoffnung: Vielleicht kann ich meinen Stundenplan im letzten Semester, passend zur Prüfung angemessen reduzieren. Dann wird es im Jahr 2010 entspannter. Aber ich weiß natürlich, dass auch dann gelegentlich Lehrer fehlen, die ersetzt werden müssen….. ;)
Zwei Fragen seien hier kurz erklärt: 1. ich bekomme vom Land kein Geld, weil ich noch vom Bund bezahlt werde und erst nach der Ausbildung übernommen werde. Patriotisch gesehen tue ich also was für SH.
2. Ähnliche Lehrpläne , aber andere Zielgruppen. In der beruflichen Bildung ist es wichtig, die Schüler oder Azubis auf das aktuelle Leben vorzubereiten. Sie beginnen oder vollziehen den Übergang von der Schule in den Beruf. Damit sind Themen wie Jugendstrafrecht, Demokratie, Sozialversicherung, Arbeitsrecht und Jugendschutz besonders wichtig. Und wenn es Hauptschüler, Schüler ohne Abschluss und Realschüler in dieser Situation gibt, bleiben die Themen eben gleich. Nur ist die didaktische Aufbereitung oft sehr unterschiedlich. Dazu werde ich dann an anderer Stelle fleißig Unterrichtseinheiten vorstellen.
See you

Nur Andere?

Zur Zeit nervt es mich. Aber was ist es eigentlich? Ich kann es in Gesprächen kaum beantworten. Gestern kam ich einer Lösung, zumindest einer Problemdefinition näher. Das Problem scheint zu sein, dass ich kaum noch Zeit für mich habe. Immer bin ich damit beschäftigt, etwas für andere Menschen oder Organisationen zu erledigen. Ich beneide viele meiner Schüler, die oft noch zuhause leben und sich vielfach um nichts anderes kümmern müssen, als um sich selber. Sicher, ich weiß auch, dass ich damals, in deren heutiger Situation auch unzufrieden war. Ständig wollte jemand was von mir, was gar nicht in meine Tagesplanung passte. Lehrer, Eltern, Ausbilder,…
Gestern hatte ich endlich mal wieder zwei positive Erlebnisse. Morgens ein langes, sogar ziemlich ungestörtes Telefonat mit Annika und Nachmittags hatte ich tatsächlich mal wieder Zeit, etwas für mich zu lernen. Ich habe eine der drei Softwaren, die ich im und für Unterricht nutzen möchte, erprobt. Mindestens die Grundfunktionen von Freemind, einer Mindmapping Software sind mir jetzt geläufig. Dieser Zeitaufwand ist zum Teil der Schule gewidmet, aber ich habe mich richtig gefreut, auch mal wieder was zu erlernen, was nicht konkret mit einem anstehenden Unterricht zu tun hat. Obwohl das nur teilweise stimmt, denn vermutlich werde ich diese Methode des Mindmappings am Donnerstag nutzen und erklären. Es ist aber nicht zwingend notwendig und nur eine Version des Unterrichts für eine Projektarbeit der Schüler.
Um ehrlich mit mit zu sein, muss ich sagen, dass Mindmapping als Methode mir meist nicht hilft. Ich kenne aber genügend Menschen, denen sie sehr gute Dienste leistet. Also werde ich es gelegentlich einsetzen und den Schülern somit weitere Methodenkenntnisse geben. Ob sie daraus eine Kompetenzerweiterung erfahren haben sie auch selber in der Hand.
Eine andere hilfreiche Software werde ich mir gleich ansehen. Es handelt sich um eines der vielen Projektmanagement Tools. Um eine freie und kostenlose Version zu nutzen habe ich „open workbench“ gewählt. Ich hoffe, dass sie hilfreich ist, denn ich kenne diese SW noch nicht. Auch gestehe ich, dass ich alle meine Projekte im alten Job ohne eine solche Projektmanagement Software gemanagt habe. Meist habe ich Terminplanungen und Übersichten mit outlook, excel und word erstellt. Der Aufgabenbereich von outlook war oft der wichtigste Terminplaner und Vorhabensteuerer. Nun wollen aber (oder sollen sie nur?) die Auszubildenden lernen, wie eine Arbeitsplanung professionell erfolgt. Auf Papier bekommen sie das mittlerweile hin. Es fehlen jetzt „nur“ noch die Fachbegriffe des Projektmanagements und eine Idee, wie entsprechende Branchensoftware funktioniert.
Also werde ich jetzt übern und danach erste weitere organisatorische Dinge für andere Personen und Organisationen in Angriff nehmen.
Sonst noch was? Ja, heute wieder Unterricht in BV und Hospitation im TG. Donnerstag dann ein Experiment. Ich teile die Klasse in Schüler und Tutoren, danach werden sie sich word beibringen. Und ich habe noch eine methodische Überraschung eingebaut. Davon ein anderes Mal mehr.
See you

Sonntag, 17. Februar 2008

Oh man

Heute ´bin ich echt genervt. Woran ich das merke? Man sagte es mir mehrfach. Und wenn das Gefühl schon nach außen dringt, dann sagt das viel aus. Woran es liegt, das werde ich dann gerne gefragt. Eine Antwort ist da sehr schwer. Woran liegt es, dass ein Fass überläuft? Daran, dass der letzte Tropfen zu viel ist, oder daran, dass vorher schon zu viel hineinkam?
Realistisch betrachtet geht es mir gut. Ich bin gesund, die Familie auch. Zu viel und vor allem lästige Arbeit gibt es auch nicht. Aber mich ärgert die Gesamtsituation und meine Unfähigkeit, alte Dinge abzuschließen. Sonst habe ich zumindest immer neue Ideen, die sich als Motivation aufdrängen. Nur hatte ich beschlossen, keine, oder nur wenige, neuen Ideen zuzulassen, bis ich die größten „Baustellen“ bereinigt habe. Jetzt ist das Dilemma da. Neue Ideen werden geblockt und der Berg der Altlasten ist hoch.
Schrittweise abbauen ist angeraten, aber das macht weniger Spaß als sich alternativ zu beschäftigen.
Genug davon. Es gibt auch Positives. Ich werde das wieder finden und nebenbei an der Bereinigung arbeiten. Heute habe ich zumindest schon die ausgesägten Bäume entsorgt. Bei schönem Winterwetter mal wieder ordentlich körperlich gearbeitet. Auch habe ich es letzte Woche geschafft zweimal spazieren zu gehen und einmal ins Schwimmbad zu kommen. Noch überwiegt das „Schuldgefühl“ dabei, denn die Zeit sehe ich noch immer als verschwendet an. Und das, obwohl ich merke, dass diese Zeiten körperlich wichtige Funktionen haben. Ich versuche daran festzuhalten. Mittwoch werde ich mir auch wieder ausreichend Zeit nehmen. Da bin ich beruflich in FL und werde abends schön Tee trinken und klönen. Leider kann man nicht alle Freunde an einem Nachmittag treffen, aber ich komme wieder 
So, für heute ist genug auf die Tastatur gehauen. Einige Informationen konnte ich finden, einiges war unbefriedigend, anderes wurde abgearbeitet. Morgen geht es in die Schule, zur Besprechung mit einem der Ausbildungslehrer, danach zur Feuerwehr Hauptversammlung. KiGa Kochen fällt mangels Beteiligung leider aus. Montag schein kein guter Termin zu sein. Aber einen anderen bekomme ich nicht mehr hin. Dienstag dann WiPo Unterricht, Hospitation und Lehrerkonferenz, zusätzlich will ich die Zeit nutzen, mir die Fachräume mit den PC’s anzusehen, damit die Word Schulung am Donnerstag auch gut laufen kann. Mittwoch Modul in FL und Fr. mal wieder nach Lübeck rüber. Das sind pro Weg über zwei Stunden Fahrt. Das nervt, zumal ich den Sinn der Trennung von Einführung und Grundlagen Veranstaltung nicht erkennen kann. Aber das gehört halt dazu.
See you

Freitag, 15. Februar 2008

Mal gut und mal nicht so gut

Ich denke, jeder Lehrer hat mal gute und mal schlechte Tage. Der letzte Dienstag war, wie bereits beschrieben ein sehr guter. Schüler, die was gemeinsam gemacht haben und dabei auch noch mit Spaß ein gemeinsames Ziel verfolgten, was der Lehrer einbrachte. Auch wenn ich überrascht war, das der versuch gut lief. Für den nächsten Dienstag habe ich noch keine Idee, wieder auf Interesse zu stoßen.
Dafür fand ich den Donnerstag nicht so doll. Eigentlich sollte eine kurze Einführung über Kundenwunsch und Lastenheft bis zur Angebotskalkulation den Prozess der Arbeitsplanung beschreiben. Exemplarisch wollte ich dann EDV Komponenten erläutern und ein gemeinsames Basisverständnis für IT-Anwendungen schaffen. Nächste Woche dann mit ersten Software Schulungen beginnen. Aber es kam anders. Leider hat die Erkenntnis der Bedeutung einer guten Auftragsbeschreibung nicht so schnell gegriffen, dass ich die Schüler gut genug auf ihre Projektarbeit vorbereitet sah. Die Projektarbeit bedingt, dass sich die Schüler klar werden, welche Arbeitsschritte zu bewältigen sind. Und das möglichst ohne Vorgaben durch den Lehrer, die über die Kundenwünsche hinausgehen. Arbeitsplanung halt.
Folglich war die Einführung EDV zu einer unstrukturiert verlängerten Einführung zur Arbeitsplanung verkommen. Diese war für die meisten Schüler dann leider nicht übertragbar auf die anderen Anforderungen im Projekt. Es war wohl zu viel verlangt, dass eine exemplarische Initialisierung anhand eines zu planenden PC-Netzwerkes für ein Büro, in eine Planungsphase für eine Schranke mündet.
Schade, dass die meisten es aus ihrer Schule gewohnt sind, dass alle Daten und Fakten vom Lehrer geliefert werden. Und das der Lehrer dann auch immer jeden Zwischenschritt bestätigt hatte. Eigenständiges zielgerichtetes Handeln mit vorheriger Planung ist noch zu lernen. Das habe ich zumindest daraus gelernt.
Morgen bereite ich den Unterricht für nächsten Donnerstag vor. Ich werde mich wohl mehr um die Fakten für die Projektarbeit kümmern müssen, damit sich niemand im Stich gelassen fühlt. Auch werde ich Vorlagen (Templates) und Beispiele für einfache Projektarbeit (Inhaltsverzeichnisse, Zeitplanung, Protokolle,…) liefern. Den EDV Unterricht kopple ich besser ab. Das ist dann ein Schritt in die Vergangenheit der Schüler, leider. Noch wollen sie immer wissen, welches Fach gerade unterrichtet wird. Sie begreifen es noch nicht, dass Lernfelder nicht Fächern zugeordnet sind – aber das begreifen die meisten Lehrer auch nicht. Also versuche ich jetzt den Konsens zu finden. Konsens und Konfliktlösung könnte dann ja auch ein Thema im WiPo Unterricht werden. Sowohl für Industrie Facharbeiter als auch für die Berufsvorbereitung. Das scheint mir interessanter zu sein als die Sozialversicherungen. Diese können die Azubis auch später lernen, schließlich müssen sie darüber was in der Prüfung wissen und dann liegt der Unterricht zeitlich näher am Prüfungstermin.
See you

Dienstag, 12. Februar 2008

Guter Tag

Heute habe ich aus Verlegenheit auf einen Unterricht zurückgegriffen, den ich letzte Woche „aus dem Affekt“ heraus geplant hatte. Und er hat sehr gut zum Ziel geführt. Das hat mich gefreut, denn jetzt weiß ich doch zumindest, dass spontane Ideen auch pädagogisch sinnvoll sein können.
Meine Ziele waren, die Schüler zu motivieren, eine gemeinsame Aufgabe im Unterricht erfolgreich zu erledigen. Außerdem sollte das Selbstwertgefühl gesteigert und die Scheu vor der Selbstdarstellung vor einer Gruppe gemindert werden. Das hört sich sehr hochgestochen an, ist im Kleinen aber gelungen.
Wir haben also Plakate geklebt, mit denen wir uns selber beschreiben können. Zur Belohnung gab es danach noch 15 Minuten Film. Immerhin sehen wir jetzt über dien nächsten Wochen hindurch „Eine unbequeme Wahrheit“ und wir werden daran das Thema Umweltbelastungen erarbeiten. Nebenbei wird gleich noch eine „Medienanalyse light“ vollzogen und einige Werbebotschaften aus TV und Radio unter den Gesichtspunkten der Manipulation untersucht.
Ich habe gelernt, dass diese Klasse etwas weniger Inhalt, aber mehr handwerkliche Aufgaben braucht. Also werde ich das einsetzen. Meine Schüler haben erfahren, dass der Unterricht viel schneller vergeht, wenn er Spaß macht und man mitmacht. Ich hoffe, dass sie das heute so erfahren haben. Zumindest hatte ich das entsprechende Gefühl.
Auch sind die Planungen zur Exkursion zum Gesundheitsamt jetzt fix. Im Juni werde ich mit zwei Klassen an getrennten Terminen die Suchtprävention in Angriff nehmen. Schön, dass es dabei externe Unterstützung gibt und die Schüler einen weiteren Lern- und Beratungsort kennen lernen können. Wie ich die Vorbereitung auf diesen Termin gestalte weiß ich noch nicht.
Termine sind jetzt auch schon viele geplant, so dass es richtig losgeht.
Flensburg war auch wieder sehr schön und sehr entspannend, wenn auch das Schwimmtraining sehr anstrengend war. Ich muss dringend häufiger trainieren. Mal sehen, ob ich am Donnerstag nach der Schule schwimmen gehe. Dann kann ich in der Regel gut eine anstrengende Entspannung gebrauchen. Was mir aber bei den Gesprächen in FL auffiel ist, dass der „Abstand“ zu den Freunden und Bekannten allmählich größer wird. Ich bin zu weit weg von deren täglichen Leben, als dass wir noch von den gleichen Eindrücken und Gefühlen sprechen. Jetzt sind es zwei Welten zwischen den Studenten und mir. Das ist normal, ich weiß, aber es ängstigt auch etwas. Einige Kontakte brechen sicher ab, andere bestehen hoffentlich auf einer neuen Basis weiter. Der Ort meines zweijährigen Zweitlebens lässt mich aber nicht los. Ich freue mich schon auf den nächsten Urlaub, den wir im März in FL verbringen wollen. Ohne Internet, ohne PC und nur mit leichter Fachliteratur im gemütlichen kleinen Ferienhaus entspannen. Das ist nötig, eigentlich schon jetzt, aber in den Osterferien spätestens.
See you

Samstag, 9. Februar 2008

Erste Eindrücke

Der Vorbereitungsdienst hat begonnen und die Einführungsveranstaltung zeigt, dass sich im Lande viele Gedanken gemacht wurden. Die Lehrerschaft auszubilden ist halt etwas, was die Bildung und damit auch Wirtschaft im Land beeinflusst. Folglich sind viele Termine geplant um uns real gelebte Pädagogik und fachlich, wie didaktisch wertvolle Inhalte zu bieten. Der Unterricht, wenn ich den mal so nennen darf, erfolgt durch Lehrer. Das ist gut so, denn nur dadurch bleibt der Realitätsbezug auch erhalten.
Was etwas fraglich erscheit ist, dass die Referendare mit den geringen Bezügen in einem Flächenland wie Schleswig Holstein geradezu gezwungen werden, sich auch noch ein Auto zu leisten. Anders können die unterschiedlichen, über das Land verteilten Seminarorte kaum pünktlich erreicht werden. Ob dabei die Kilometerabhängige Entschädigung ausreicht die Kosten zu decken bleibt fraglich.
Mich freut es im Moment aber noch, dass die Seminare, oder wie sie hier heißen „Module“ an unterschiedlichen Orten durchgeführt werden. Wenn ich nach Schleswig oder Flensburg darf kann ich Studien Freunde besuchen, in Neumünster schmeckt ein Kaffee mit Dori auch immer wieder gut und in Norderstedt lerne ich die Schule von Stephan und Ralf mal kennen.
Die Planung der Termine war nicht so einfach, aber mit zwei Stunden Aufwand habe ich heute die meisten in meinen Kalender und die online Buchungsliste übertragen bekommen. Es ist wie beim letzten Studium. Die Zeit wird zeigen, wie die Planungen besser laufen. Nur ist es (wieder einmal) schade, dass die interessantesten Termine für Wahlveranstaltungen so schnell ausgebucht sind. Vielleicht gelingt es mir im nächsten Semester, einige der Plätze zu gewinnen.
Morgen Abend geht es jedenfalls erstmal nach FL, eine Party, viele nette Gespräche, die Kaution der ehemaligen Wohnung endlich zurückbekommen und weiter an der Schwimmausbildung arbeiten. Vorher noch Auto reparieren und einiges andere hier regeln. Besonders freue ich mich, dass Frank mich hier abholt und wir eine gemeinsame Autofahrt zum ausgiebigen Klönen haben werden.
See you

Dienstag, 5. Februar 2008

Menschen

So unterschiedlich wir alle sind, so gleich sind doch viele Gedanken.
Da schreibt Frank so schön über Rechtstaatlichkeit und Staatsmacht. Er schimpft auf Berlusconi und Gesetzesänderungen. Ich bin geneigt zuzustimmen und denke kurz nach. Ist Italien nicht ein wundervoll demokratisches Land mit einem Starken Volk und nicht so starren Strukturen wie z.B. in Deutschland? Wenn dort eine Regierung nicht mehr die nötigen Mehrheiten hat, dann wird nicht auf Krampf versucht, so lange weiter zu regieren wie die Wahlperiode dauert. Unzufrieden ?  ändern! Basta
Und das die Regierungsmehrheit Gesetze erlassen und ändern kann ist im Grunde auch deutlich besser als bei uns. Hier kann man ja nicht mal mit der Macht einer großen Koalition vernünftig schnell handeln. Es gibt da ja immer noch den Bundesrat als netten Vetospieler.
Trotzdem. Ich finde unser stabiles System wesentlich angenehmer. Und das nicht nur, weil es auch unanfälliger gegen organisierte Kriminalität zu sein scheint.
Andere Menschen verstehe ich aber auch manchmal nicht wirklich. Da gibt es welche, die Ihr Leben ändern wollen und könnten, sich aber nicht trauen. Man hat doch nur eines davon und die Zeit auf dieser Erde ist so schnell um.
Manche brechen scheinbar plötzlich ihre Kommunikation ab und man weiß schon nicht mehr, was los ist. Dafür starten Andere eine sehr angenehme Kommunikation und erscheinen dadurch als willkommener Ersatz der notwendigen Anteilnahme am eigenen Leben und Denken.
Die Welt ist kompliziert. Ich bin kompliziert. Je mehr Gedanken ich verarbeite, je weniger Zeit ich mir für einzelne Gedanken dazu einräume und je mehr Aufgaben ich für wichtig halte, desto schwieriger wird es, sich wohl zu fühlen.
Ich werde jetzt noch ein wenig lesen und auf lustige Weise mehr über die deutsche Sprache erfahren. Morgen in der Schule erfahre ich dann sicher auch wieder neues über die deutschen Sprache. Die Schüler bringen den Wandel des gesprochenen Wortes sehr authentisch rüber.
See you

Ärger ablassen

Was mir derzeit so auf den Wecker geht, sind viele Dinge, die es immer schon gibt und die auch jedem dauernd passieren oder umgeben. Nur stören diese Dinge derzeit mehr als sonst.
Beispiel Feuerwehr. Jede Wehr ist zur Rettung von Verletzten da, also macht es Sinn, gelegentlich einen Erste Hilfe Kurs zu besuchen. Im November habe ich also geklärt, dass nach einer ersten spontanen Abfrage 13 Kollegen Interesse haben. Der Kurs war schnell organisiert, die Wehr übernimmt selbstverständlich die Kosten und der Termin lag so weit in der Ferne, dass sich jeder darauf einstellen konnte. Warum muss ich jetzt die Werbetrommel rühren, um wenigstens 10 Teilnehmer zu erhalten? Plötzlich gibt es andere Termine am geplanten Wochenende, einigen passt es nicht, zwei Tage nacheinander zu lernen, andere wollen aber auch nicht zwei Wochen aufeinander folgend was einplanen. Letzte Chance, wir öffnen das der Öffentlichkeit, aber was sich da wieder für Ärger anbahnt, kann ich mir denken. Trotzdem gibt es morgen einen Aushang im KiGa und im Dorfladen. Ich kanns einfach nicht lassen ;(
Übrigens KiGa, da ich ja nun meine Ausbildung weiter betreiben werde und in den Vorbereitungsdienst eingestellt wurde, kann ich das KiGa Kochen Mittwochs ich mehr durchführen. Mit der KiGa Leitung ist dann ein Ausweichtermin auf Montag Abend gefunden worden. Das ist gut und ich werde das auch weiter anbieten, wenngleich sich die Anmeldungen für diese kostenfreie ´Veranstaltung schon lange im kleinen Rahmen halten. Doch was passiert dann? Die Reinigungskräfte sind aufgebracht und fühlen sich übergangen. Sie müssen sich jetzt schon wieder auf neue Arbeitszeiten einstellen. Oder ich putze hinterher selber die Küche und den Flur. Ich glaube, sie sind beleidigt, weil ich sagte, dass das ja nicht so schlimm und in 10 Minuten zu erledigen sein. Als lernen die Kinder jetzt Kochen und Putzen.
Ich denke, es hatte jeder stillschweigend erwartet, dass das Kochen nicht lange stattfinden wird. Dann käme auch nie wieder diese blöde Idee auf, dass Eltern was mit den Kindern in der Tagesstätte unternehmen wollen. Das bringt schließlich nur Unruhe rein. Oder sehe ich das derzeit einfach zu negativ? Vielleicht. Auch andere Dinge nerven mehr als sonst. Kaputte Autos bringen mich schon fast dazu, mal einen Neuwagen zu finanzieren. Ungeordnete Unterlagen reizen mich, alles Möglich zu entsorgen und meine unaufgeräumte Werkstatt vermiest mir das basteln.
Wie komme ich aus dem Tief? Vielleicht hilft der morgige Tag. Ich fange den Unterricht in einer neuen Klasse an. Berufsvorbereitung an der Berufsschule. Das wird spannend.
See you

Freitag, 1. Februar 2008

Vorbereitungsdienst erster Tag

So, nun bin ich auch noch Beamter in Schleswig Holstein. Und die Arbeit hat gleich begonnen, wenn Beamte ja eigentlich nicht arbeiten sondern Dienst leisten. Der Dienst gestern war die Fachkonferenz. Heute Unterricht und Zeugnisausgabe. Nächste Woche beginnt dann der Unterricht in einer BV Klasse. Berufsvorbereitende Maßnahme, die meines Wissens nach in Zusammenarbeit mit einem freien Bildungsträger erfolgt. Leider habe ich es bisher nicht geschafft, mehr zu erfahren. Im Zweifel wird sich das Dienstag in der Klasse zeigen.
Mit solchen Schülern habe ich zumindest schon eigene Erfahrungen während der letzten Praktika bei Bildungsträgern sammeln können. Ich freue mich darauf und hoffe viel lernen zu können.
In „meiner“ BS Klasse, die ich auch weiter unterrichten darf, haben wir heute auch neue, zusätzliche Regeln eingeführt. Durch den zweiten Unterrichtstag und zwei weitere Lehrer für die gleichen Lernfelder wird der Stoffverteilungsplan recht aufwendig. Die Planung sollte ich am WE erledigen können, um gezielt meinen Unterricht planen zu können.
Was ich bislang unterschätzt habe ist die Notwendigkeit, genügend Einzelnoten zu sammeln. Es wird leichter für die Zeugnisse, wenn ich mehr sammle. Das wird jetzt konsequenter durchgeführt.
E-Learning möchte ich weiterführen, aber die Verantwortung für Qualität und Inhalt ist den Schülern übertragen. Das gibt dann auch wieder Kommunikationsnoten Grundlagen 
Die Inhalte kann ich dann auch wöchentlich bewerten, so dass die fachliche Note auch auf weitere Teilnoten aufgeteilt wird 
Mit der Abteilung komme ich bislang gut klar. Die interne Kommunikation und die Absprachen mit meinen beiden Ausbildern möchte ich auch fördern. Solange ich noch recht neu bin und Zeit sowie Elan habe, möchte ich versuchen Ideen zu hinterfragen und eventuell Verbesserungen zu etablieren.
Erste Aufgabe: ein E-Mail Verteiler für wichtige News. Zweite Aufgabe: Aktuelle Infos zu den Prüfungs- und Ausbildungsordnungen einholen und ggf. verteilen.
Nächste Woche geht es erst einmal zu den Einführungsseminaren des IQSH. Mal sehen, wen ich da so alles wiedertreffe. Einige Kollegen aus FL dürften ja auch dabei sein.
See you

Mittwoch, 30. Januar 2008

Kinder

Sie sind unsere Zukunft. Oder eigentlich nicht, denn sie sind ihre eigene Zukunft.
Für Eltern sind sie eher Gegenwart. Plötzlich, meist mit dem Beginn der Schwangerschaft verändern sie das Leben so extrem, dass viele Partnerschaften schon wegen dieser Veränderungen zerbrechen. Meist kommt es dann nicht zu Alleinerziehenden Vätern. Ich denke, wir wären dieser Belastung auch nicht gewachsen. Ich bewundere die Frauen, wie sie meist gelassen und gutmütig die ständig geforderte Aufmerksamkeit erbringen. Selbst nach stundenlangem Geschrei der Babys liebevoll füttern, trösten und wickeln. Mir macht das scheinbar wesentlich mehr aus. Ich bin dann fgroh, dass ich ja auch noch was anderes zu tun habe und mit der „Ausrede“ ich muss noch was arbeiten, im Büro verschwinde. Ausrede ist hier eigentlich falsch, denn irgendwann muss die Unterrichtsvor- und nachbereitung ja gemacht werden. Neben einer Vollzeit Kinderbetreuung wäre mir das aber nicht möglich. An dieser Stele noch mal ganz deutlich: Respekt allen Alleinerziehenden gegenüber (z.B. Dany).
Kinder verändern unsere Welt. Sie stehen plötzlich im Mittelpunkt und wir Erwachsenen müssen uns sehr bemühen, einige „alte Gewohnheiten“ zu retten. Der Freundeskreis leidet und orientiert sich mehr in Richtung Eltern gleichaltriger Kinder. Die Fahrzeuge werden nach Praxistauglichkeit und nicht nach Spaßfaktor ausgewählt. Freizeit gestaltet sich rund um die Termine der Kinder herum und Erholung ist nicht planbar. Wenn beispielsweise mal ein Sofa Abend geplant ist, hat bestimmt eines der Kinder gerade starke Ohrenschmerzen.
Das hört sich jetzt alles negativ an. Die Belastung finde ich auch groß. Ich möchte aber auf keinen Fall auf diese Erfahrungen und die Freude an den Kleinen verzichten. Ab einem Alter von etwa 12 Monaten finde ich die Entwicklung, die so kleine Geister durchmachen extrem faszinierend. Meine Verantwortung darf ich aber nicht vergessen und das bereitet wieder neuen Stress. Was sollten die Kinder können? Was muss ich tun, damit sie sich gesund und selbständig entwickeln? Wie bekomme ich es hin, sie nicht zu verhätscheln und doch genug Zeit für und mit ihnen zu verbringen. Nebenbei gefragt: wie erreicht man es, noch genug Zeit und Kraft für die Partnerin zu haben?
Ohne Kinder war das Leben sehr schön, mit ihnen ist es sehr schön und danach wird es wieder eine große Veränderung geben. Ob es dann schön wird?
See you

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