Zweimal Wipo an einem Tag in verschiedenen Schulformen und unterschiedlichem Kenntnisstand der Schüler. Einmal normale Unlust am allgemeinen Unterricht und das andere Mal fast komplette Verweigerung am Schulbesuch. Die hälfte der Klasse war da, das ist schon ein guter Schnitt.
Was lief also? Geplant war in der Fachschule die Wahl in den USA zum Thema Demokratie aufzubereiten. Als Anschluss an die Wahlen in Russland, die wir letzte Woche untersucht hatten. Vorbereitung nach einer Struktur namens „aktuelle Stunde“ sollte das in 90 Minuten klappen. Das war wohl nichts, denn ich habe selber zu viel im Kurzvortrag erzählt und bin immer wieder in ein Lehrer-Schüler-Gespräch „abgerutscht“. Das war zwar interessant und viele gute Informationen zum Thema kamen auch von den Schülern. Die Gruppenarbeit habe ich kurzfristig in eine Partnerarbeit umgewandelt, weil die Klasse noch wenig Erfahrung damit hat. Somit kamen wir dann zum Stundenschluss noch zu ersten Teilergebnissen. Daran lässt sich nächste Woche anknüpfen und in Richtung Demokratie weitermachen. Das Experiment an der Partnerarbeit: Die meisten Schüler hatten unterschiedliche Informationen erhalten, die nur entfernt und „um die Ecke gedacht“ mit der konkreten Frage zu tun hatte. Trotzdem haben die Ergebnisse gezeigt, dass die Schüler die Texte mit Erfahrungen und Teilen des Kurzvortrags in Verbindung bringen können. Einige Schüler waren irritiert, aber das verhinderte nicht den Arbeitserfolg. Bis auf die Menge dieser Unterrichtseinheit bin ich ganz zufrieden. Zu verbessern wäre vielleicht noch der Lernerfolg, zumindest muss ich nächste Woche mal testen, was bei den Schülern hängen geblieben ist, bevor wir weitermachen.
Die andere Klasse war herausfordernder. Ich habe schon wieder kein Thema getroffen oder zumindest nicht so aufbereitet, dass es die Schüler begeisterte. Hier ist der Pädagoge gefragt, nicht der Fachvermittler. Da muss ich noch viel lernen. Morgen wird hospitiert. Mal sehen, was ich abgucken kann. Donnerstag acht Stunden, Freitag Vorführung und Reflexion. Abends dann mal wieder Feuerwehr. Das wird auch immer mehr.
Nebenbei die Ungewissheit über den Gesundheitszustand von Leo. Mal sehen, ob er diese Krise diesmal wieder überlebt, das belastet die Familie natürlich sehr. Alle Planungen sind dadurch unsicher. Ob also der WE Trip zu Freunden an die Ostsee stattfinden kann, bleibt somit fraglich.
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msa - 11. Mär, 23:33
Gerade wiedergefunden:
"Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand."
Theodor Fontane
Ich denke, heute verschiebt sich das etwas. Hoffe ich.
Ich bin jetzt 41 und möchte noch nicht aufhören, meine Ideen zu verfolgen. Auch gegen Widerstände.
Aber der Elan wird geringer, da hatte er schon Recht.
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msa - 9. Mär, 20:08
Ich weiß nicht, was ich wie mache. Für WiPo Inhalte habe ich allmählich ein Gefühl bekommen und kann recht gut abschätzen, welche Inhalte mit welchen Methoden vermittelt wie lange brauchen. In der BV Klasse verschätze ich mich zwar immer wieder, aber das wird sich schon noch geben. Aber im technischen Bereich fällt es mir schwerer. Aktuell arbeite ich, mal wieder, an der Konzeption von Unterricht über Spule und Induktivität. Vor etwas einem Jahr habe ich mal eine Klasse, während meines Praktikums, auf die Klausurinhalte zum Thema Spule und Induktion vorbereiten dürfen. Diese Unterlagen habe ich gesichtet und für schlecht befunden. Also mache ich mir seit einigen Tagen das Leben angenehm, indem ich mal wieder Grundlagen der Elektrotechnik erlerne. Das ist schon ganz spannend und macht auch Spaß. Aber es ist mir noch nicht möglich, zu erahnen, wie lange ich mit meinen Schülern daran arbeite. Handschriftlich habe ich jetzt 19 Seiten vorbereitet. Das nenne ich noch nicht wirklich reduziert. Das zeitliche Randproblem dabei ist, dass ich am Donnerstag bis zu sechs Doppelstunden verwenden kann, um dann am Freitag die 45 Minuten Vorführstunde im Rahmen meines Vorbereitungsdienstes daran anzuknüpfen. Wichtig ist dann, dass am Freitag auch ein guter und Sinnvoller Abschluss gefunden wird, denn danach sind die Schüler drei Wochen nicht da (Ferien). Nach den Ferien würde ich zwar gerne wiederholen, aber nicht noch einmal von vorne beginnen müssen.
Morgen bin ich sowieso in der Schule, weil ein Schulrechtsseminar ansteht. Da werde ich dann hoffentlich mal alle Namen und mailadressen der anderen LiAs bekommen und wir werden uns über die nächsten Veranstaltungen abstimmen. Außerdem suche ich morgen in aller Ruhe Demo Objekte zu Spule und E-Magnet.
Für Dienstag steht dann wieder zweimal WiPo auf dem Plan. Bisher habe ich nur 30 % vorbereitet, aber das würde auch morgen Früh noch gehen. Gleich noch einige Folien für die BFT vorbereiten und eine Arbeitsaufgabe (Stillarbeit) kreieren. Thema: irgendwas zur USA Wahl und deren Wahlsystem. Nachdem letzte Woche Russland dran war, werden Dienstag die USA betrachtet und nächste Woche könnten wir dann ja Deutschland zum Vergleich anschauen.
Die BV Klasse werde ich wohl mit Sozialversicherungen bedienen. Mal sehen, ob sie sich hierzu etwas begeistern lassen. Die letzte Veranstaltung war ja eher ein Reinfall. Warum auch immer sie so müde waren, ich habe kaum jemanden erreichen können.
Und Privat? Gestern noch habe ich mich über einen Brief von Sandra gefreut, weil er mich an den bevorstehenden Kurzurlaub und eine baldige Party bei Annika erinnert. Heute kam Bea’s Vater erneut ins Krankenhaus und schon besteht mal wieder die Gefahr, dass wir nicht in den Urlaub fahren können. Hoffentlich erholt er sich in den nächsten Tagen wieder, sonst fällt unsere Urlaubserholung schon wieder aus.
Zu beneiden ist Frank. Der ist gestern nach Rom geflogen und wird sich dort erholen. Ich gönne es ihm, möchte aber auch mal wieder raus und ohne volle todo Liste dasitzen. Es nerven auch nur die todo’s, die keine Freude bereiten. Lernen könnte ich irgendwie ständig, aber nicht alles was mich interessiert findet ausreichend Platz in den 24 Stunden des Tages. Und ich merke deutlich, dass zwischendurch Pausen notwendig sind.
Zu guter letzt. Gestern habe ich als Hilfsausbilder bei der Feuerwehr den Tag verbracht. Das war lustig und bei schönem Wetter draußen auch angenehm entspannend. Abends zuhause die neue Kettensäge ausprobiert und einiges geschafft, so dass ich danach noch ein wenig im Netz nach Hilfen für meinen Unterricht suchen mochte. Als der Wein zu viel wurde und die Augen schwer ging es dann zu Bett. Heute war ich viel am Schreibtisch. Ob ich viel geschafft habe, weiß ich nicht.
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msa - 9. Mär, 17:38
Es ist kühl, aber für den Winter zu warm. Es regnet und das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen, wo der letzte Sturm doch einen Teil unseres Daches weggepustet hat. Die Arbeit für die Schule, für die Ausbildung ist auch nicht ohne, zumindest dann nicht, wenn ich mir ausreichend Mühe für guten Unterricht geben will. Manchmal muss es aber auch mit weniger gehen. Heute ja auch wieder. Die Stichwortliste, die ich als Unterrichtsvorbereitung für die letzte Stunde hatte, wurde nicht mehr benötigt, so dass daraus für nächsten Donnerstag auch was anständiges entstehen kann. Fachlich haben wir heute einiges abgearbeitet. Auch wurde geübt und sehr viel zielgerichtet diskutiert. Eigentlich hätte ich gerne noch den Einstieg in die Magnetische Welt und Spulen begonnen, aber Lehrer und Schüler waren zum Ende des Schultages doch ziemlich kaputt. Und da tat es gut, dass einer der Schüler einen sehr guten Beitrag über Raubkopien und deren Folgen vorbereitet hatte. WiPo und Technologie laut Lernfeld 4 gleichzeitig. Das Internet, Datennetze und Kopieren von Daten. Alles enthalten. Die rechtliche und wirtschaftliche Seite wurde diskutiert, so dass mir im Anschluss nur noch die Grundlagen der EDV Teil 3 blieben. Heute: Betriebssysteme im Schnelldurchgang. Irgendwann werde ich dann Netzwerke behandeln, aber vorerst kümmern wir uns wieder um Applikationen, Spule und Kondensator. Auch sollen nächste Woche die Kompetenzen zur Berechnung der im Projekt zu bauenden Elektromagnete erworben werden. Also Kraft, Magnetfeld und Bauformen pauken, didaktisch aufbereiten und methodisch vorbereiten.
Gleich holt mich Thomas noch ab und wir gehen in den KiGa um etwas über Bewegungstherapie bei Kleinkindern zu lernen. Vielleicht gibt es ja hinterher auch ein Bier? Morgen habe ich quasi frei und kann etwas länger schlafen. Danach wird strengend geplant und der Unterricht bis zu den Osterferien geplant. Die anderen Tage wird es wieder mal zeitlich eng. Nur Sonntag verbleibt etwas Zeit zur weiteren Vertiefung. Ich muss lernen, mich auf eine Sache zu konzentrieren und wieder mehr Lücken zulassen. Wie der Tag heute gezeigt hat, geht das ja auch mal. Selbst mein Ausbilder, der heute mal 90Min zugeschaut hat, hatte nicht zu viel zu bemängeln.
Was mich etwas ärgert ist die Kommunikation mit meinen Freunden. Lange Zeit schon habe ich nichts mehr von Dori, Antje und Annica gehört. Selbst auf Mails gibt es keine Antwort. Sind die alle weg? Und Frank, wo bist Du? Keine Antworten mehr.
Was habe ich getan?
Ostern steht vor der Tür, vermutlich bemalen alle irgendwelche unförmigen Bälle ;)
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msa - 6. Mär, 17:59
Der Sturm tobt über das Land. Die Feuerwehr ruft noch nicht zum Einsatz und die letzte Nacht gab es hier auch keine Schäden. Heute Früh sind wir dann los, haben Kim bei ihrer Freundin abgeholt und sind zur Einweihung der neuen Eissporthalle in unserem kleinen Ort gegangen. Einen Monat lang wird sie für diese Saison noch geöffnet sein. Seit Jahren war ich nicht mehr Eislaufen und traute mich heute 15 Minuten auf die Eisfläche. Mit geliehenen Schlittschuhen, die etwas zu groß waren habe ich mir sicher Muskelkater für die nächsten Tage geholt. Immerhin bin ich nicht gestürzt. Aber elegant war mein Stil auch nicht.
Danach wollten wir zur „Bildungsmesse“ einer Grundschule in Brunsbüttel. Zum Glück hatte ich die Adresse zuhause vergessen und rief eine Freundin an, die auch dorthin gehen wollte. Es stellte sich heraus, dass die Messe erst nächstes WE stattfindet. Die gewonnene Zeit, weil sie ja schon verplant war, haben wir genutzt, um einen Baumarkt zu stürmen, eine neue Kettensäge zu kaufen (bei Sturm recht wichtig auf dem Lande) und einiges mehr mit nach hause zu bringen. Auch haben wir ein neues Restaurant ausprobiert und gemütlich, sehr gut und recht günstig zu Mittag gegessen. Alles gut soweit. Ab durch den Sturm nach hause. Dort stellte sich dann leider heraus, das „Emma“ einen kleinen Teil unseres Daches in die Tiefe geblasen hat. Das Loch im Dach ist nicht sehr groß, aber bei Regen dürfte die Wohnstube unter Wasser stehen. Also Eimer bereitstellen. Die schweren Dachfirstplatten unseres Reetdachhauses sind aus Eternit. Zum Glück ist diese Platte in einem schmalen Bereich zwischen anderen Dächern und dem Wohnwagen aufgeschlagen und hat außer des Komposthaufens nichts und niemanden getroffen. Glück gehabt.
Die Versicherung und der Dachdecker sind informiert, nur kann bei diesem Sturm niemand ohne Lebensgefahr auf das Dach klettern. Also warten und hoffen, dass der Regen ausbleibt.
Morgen geht es nach Hamburg und wenn das Wetter mitspielt wollen wir nach Jahren mal wieder in den Zoo. Das heißt für mich, dass ich heute noch meinen WiPo Unterricht für Dienstag und Donnerstag vorbereiten muss. Die Jahresplanung steht schon, aber Struktur, Methoden und Inhalte müssen jeweils neu erarbeitet werden. Einige Themen werden sich in mehreren Klassen wiederholen, das spart Zeit. Allerdings sind die Vorkenntnisse zwischen den Klassen extrem unterschiedlich. Auch gibt es „Spezialthemen“, die nur in einzelnen Klassen Anwendung finden werden.
Donnerstag wird mein WiPo Unterricht das erste Mal vom Ausbildungslehrer besucht. Also muss die Vorbereitung auch formal vernünftig erarbeitet werden. Das ist etwas aufwändiger, übt aber für die anderen Vorführungen. Auf das Feedback bin ich gespannt.
Ein weiterer Termin steht an, auf den ich mich sehr freue. Demnächst besuchen wir einen alten Kollegen mal privat. Volker kenne ich schon mindestens 15 Jahre, wir verstehen uns aber treffen uns selten. Das mag an der Entfernung von gut 150 km liegen. Und wie es der Zufall so will, wohnt Udo mit Familie sehr nahe bei Volker, so dass wir dort auch noch reinschauen werden. Das wird ein langer, anstrengender Tag, aber bestimmt sehr nett.
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msa - 1. Mär, 16:34
Nachdem ich mir heute morgen wieder viel Zeit bei der Sichtung verschiedener WiPo Bücher genommen habe, habe ich einen recht guten Überblick, was es so gibt. Einige, eigentlich viele Themen der Lehrpläne sind noch nicht abgedeckt. Entweder habe ich das richtige Buch noch nicht gefunden, oder ich muss es erst schreiben. Könnte sich lohnen, denn ein gutes und vor allem stets aktuelles Buch wäre schon sehr hilfreich.
Mittags schön gegessen, danach dann etwas am Unterricht für morgen geschraubt und anschließend Kim zum Turnen chauffiert. Diese Stunde habe ich dann genossen und bin mit dem Hund an die Elbe gegangen. Es herrscht derzeit ein schöner Sturm, es war trocken und kalt. Das Wasser stand sehr hoch und die Wellen waren für einen Fluss schon gewaltig. DA konnte ich die Gedanken schön wandern lassen. Den Hund hat es auch gefreut und als mir zu kalt wurde hatte ich noch 15 Minuten, um im Auto was zu lesen, bevor der Turnunterricht zu Ende war. Ein nettes Fachbuch aus den 1980ern hilft mir dabei, die Grundlagen der Elektronik aufzubessern. Als Student der Elektrotechnik habe ich diese Bücher kaum gelesen, jetzt, da ich selber Schüler habe, muss ich da durch.
Heute habe ich mit dem Magnetischen Feld begonnen, Grundlagen schaffen für meinen Vorführunterricht. Ich werde vermutlich etwas zum Thema Elektromagneten behandeln, da meine Schüler zur Zeit einen Verriegelungsmechanismus für eine Schranke projektieren. Und dafür bauen sie dann einen Elektromagneten, den sie selber berechnen. Wie das gehen könnte, das sollte ich zumindest wissen.
Es gibt so viele interessante Themen, in die ich mich einarbeiten möchte. Ich unterrichte ja auch bald Datenverarbeitung und hätte schon gerne selber mehr Ahnung davon. Wie geht man das Thema didaktisch sinnvoll an? Wie erarbeite ich mir das nötige fachlich tiefere Grundwissen? Spannend. Manchmal fehlt die Zeit, manchmal hilft der Mut zur Lücke über den Zeitmangel hinweg. Die anstehenden Aufgaben so erledigen, dass die Resultate sich kopieren und anpassen lassen. Heute habe ich zumindest mal erfasst, wie viel verschiedenen WiPo Unterricht ich schon selber veranstaltet habe. Der Fundus wächst. Mal sehen, welche Quellen sich da sonst noch öffnen, es muss ja nicht alles selber erdacht werden.
Gleich noch einige Mails, ein Telefonat und einen Serienbrief erstellen, dann ist der Abend auch rum und ich kann morgen entspannt in die Schule gehen. Meist komme ich Donnerstags zwar nicht entspannt zurück, aber vielleicht schaffe ich es ja, mich noch ein Stündchen zu motivieren, um die Laborschränke zu inspizieren. Wer weiß, welche Schätze sich da verbergen, um den Unterricht aufzuwerten. Einen alten PC zum probieren der Schüler habe ich schon beschaffen können. Ich muss jetzt nur noch sehen, was ich damit Sinnvolles anstelle.
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msa - 27. Feb, 20:58
Es war heute enttäuschend, wenn man das Resultat meiner Unterrichtsversuche betrachtet. Heute im wahrsten Sinne von Versuche, denn mehr als daraus lernen kann ich nicht. Ob es den Schülern was gebracht hat, das weiß ich wahrlich nicht.
DSDS als Aufhänger für die Heranführung an die Grundrechte in Deutschland war die Idee. Meine Planung, entwickelt während eines Fortbildungsmoduls, hat nicht funktioniert. Die Umsetzung scheiterte. In einer Klasse gab es wenigstens noch eine Diskussion, in der anderen Klase dann eher nicht mehr. Zumindest nicht über Menschenwürde und Grundrechte.
Mal sehen, wie das Donnerstag wird. Anpassen meiner Struktur und Fragestellungen in einer Klasse, die ich besser kenne, kann helfen.
Ansonsten habe ich wieder einmal hospitiert und war erstaunt über den Umgang mit sehr schwer zu bedienenden Geräten. Ich kam damit jedenfalls nicht klar und die Schüler haben auch viel probieren müssen, bis die eigentlichen Messungen erfolgen konnten. Ob das das Ziel war, habe ich nicht herausbekommen.
Aber jetzt weiß ich zumindest schon mehr über ein mögliches Hausaufgabenthema. Ich werde mich morgen fleißig in den ASI Bus einarbeiten. Auch habe ich mir einen Stapel Wirtschaft und Politik Bücher in der Schule geliehen. Mal sehen, welches ich nach einer Inhaltsanalyse in neuerer Version erwerben möchte. Etwas Halt für den täglichen, oft gleichen, Unterricht in Schulbüchern zu finden wäre schon entspannend.
Und dann muss ich auch noch meinen Stoffverteilungsplan für das laufende Jahr korrigieren, denn mein Ausbilder hat angeregt, dass ich mehr elektrotechnische Grundlagen unterrichten solle. Er hatr deutlich mehr Erfahrung als ich und argumentiert, dass die Schüler die Zwischenprüfung ohne diese Grundlagen nur schwer schaffen können. Ich habe mich bisher an die Lernfelder, deren Inhalte und die Absprachen mit den Ausbildungsbetrieben gehalten. Dabei kommen aber mehrheitlich andere Themen zum Tragen. Das ruft nach einer Kompromisslösung. – Wird nachher erarbeitet, nach dem Abendessen (lecker Hähnchen)
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msa - 26. Feb, 18:51
Immer wieder wichtig, aber nicht immer wieder spannend. Das Wochenende stand im Zeichen der Hilfe für andere. Unser Erste Hilfe Kurs war zumindest ein Erfolg, weil alle angemeldeten Teilnehmer kamen. Inhaltlich kannte man natürlich schon vieles aber die Wiederholungen sind schließlich ein Teil des Lernens. Allerdings gab es auch einiges Neues, zum Beispiel die jetzt geänderte, viel leichtere Art der stabilen Seitenlage. Auch der Verzicht auf das Erfühlen vom Puls des Hilfsbedürftigen gefällt mir. Ich hatte den Puls meist nicht gefunden, jetzt verlassen wir uns darauf, dass jemand der nicht atmet wohl auch keinen Puls haben wird. Ist ja auch logisch. Die Übungen waren wichtig und die Ideen zur Veränderung eigener Hilfsausrüstung konnten schon teilweise umgesetzt werden. Auch Anregungen für einfache Veränderungen an der Feuerwehr Ausrüstung werde ich mit einbringen. Beatmung von Unfallopfern kann mit Hilfsmitteln wesentlich einfacher, angenehmer und effektiver erfolgen.
Morgen geht es zum Schulleiter. Einige Fragen zum Schulrecht klären, Copyright Lösungen ansprechen und die sogenannten Netzwerktage der Schulen bezüglich meiner Ausbildung klären. Dann Dienstag zwei Klassen in WiPo, einmal Klimawandel (Filmunterstützt) und DSDS (Grundrechte Einstig). Danach gucke ich meinem Ausbilder zu und lerne die Mechatroniker kennen, die ich demnächst „unter Anleitung“ unterrichten werde. Zugucken ist auch mal gut. Da ich aber was dabei lernen möchte ist es auch anstrengend.
Heute bin ich recht kaputt, aber einen Teil meiner Unterrichtsvorbereitung kann ich morgen Vormittag noch erledigen. Und Mittwoch habe ich auch Zeit. Es war ganz gut, mal zwei Tage was Anderes zu machen. Beispielsweise habe ich Projektmanagement mit „open workbench“ erprobt. Einiges muss ich noch lernen, aber vielleicht kann ich meinen Azubis damit Donnerstag schon das Leben, zumindest ihr Projekt, erleichtern.
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msa - 24. Feb, 20:23
Heute, nein es war schon gestern, habe ich manchmal gedacht: „jetzt weiß ich, warum meine Schüler oft gelangweilt aussehen“
Wenn der Lehrer immer um den eigentlich, zumindest aus Schülersicht interessanten Part herumredet, dann wird das öde. So ging es mir heute Zeitweise auch. Das ist ärgerlich, weil viel Zeit und Energie in diese Fortbildung gesteckt wird. Ich hoffe auf den nächsten Termin, zu dem ich dann einen eigenen Unterricht zeigen darf. Meine Kollegen werden dann ordentlich Feedback geben. Bleibt also die Frage nach dem Unterrichtsthema und meiner Vorbereitung. Schwierig finde ich, dass ich dazu nur 45 Minuten habe. Ich bin es jetzt gewohnt, einen acht Stunden Tag einfach zu nutzen. Planung von Zeiteinheiten ist dabei unwichtiger als das Eingehen auf Schülerwünsche oder begleitende Themen. Nicht selten verläuft mein Unterricht in anderen Bahnen als geplant. Meist kommen wir trotzdem zu einem angestrebten Ziel. Diese Freiheit bieten 45 Minuten meiner Meinung nach nicht. Aber es ist eine Randbedingung mit der ich umgehen werde. Ich freue mich schon darauf, wenn ich auch zugebe, dass ich wie wohl die meisten, darüber nachdenke, etwas besonderes zu machen. Aber ich werde mich beherrschen und das Einzige was besonders sein wird ist, dass es eine Formal ausgearbeitete Vorbereitung geben wird. Thema aber noch ungewiss. Vermutlich etwas technisches, was zum aktuelle laufenden Schrankenprojekt passt. Ich könnte mir denken, dass die Schüler Mitte März an der Berechnung eines notwendigen Elektromagneten interessiert sind. Dass kann ich dann sicher vermitteln oder erarbeiten lassen.
Der Abend war wie erwartet. Ich bediente viele Menschen, die zu einem gemütlichen Abend bei unserer Feuerwehr eingeladen waren. Kurz vor Eins habe ich dann die Bar quasi geschlossen und für die noch Anwesenden eine Restmenge an Getränken zur Verfügung gestellt. Zu müde möchte ich morgen nicht sein, denn die nächsten beiden Tagen läuft ein Erste Hilfe Kurs. Hier bin ich zwar Organisator, aber ansonsten nur Schüler. Da darf ich dann mal die Konsumentenhaltung einnehmen. Ich werde beobachten, was an Hilfe leistbar ist und besonders, wie der Trainer den Inhalt an uns vermitteln wird. Also Doppelte Weiterbildung.
Dafür bleibt wieder mal Nachtarbeit zur Unterrichtsvorbereitung für die nächste Woche zu erwarten.
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msa - 23. Feb, 01:20