Samstag, 26. Dezember 2009

Weihnachten

Weihnachten
Die Ferien sind da, der dritte Weihnachtstag ist fast zu Ende und der Besuch fährt morgen nach Hause. Bisher läuft es ganz gut und der Stress hält sich in Grenzen. Entspannt bin ich aber nicht.
Noch zwei Kindergeburtstage und eine Sylvesterparty und das neue Jahr hat uns wieder in seinen Fängen. Danach kommen die ganzen Abrechnungen, Versicherungen, Steuererklärungen und Zensurenkonferenzen. Alles Dinge, die man sich gut ersparen könnte. Als Jugendlicher weiß man meist noch nicht, wie toll es ist, für diesen Papierkram seine Eltern zu haben.
Allmählich fängt es ja an, dass man Teile dieser Arbeiten auch noch für die Eltern, Schwiegereltern und Tanten zu erledigen hat. ;(
Nun steht der Wechsel in den Landesdienst kurz vor mir. Auch wenn die Feiertag e schon wieder vier Kilo mehr auf die Waage bringen , den nächsten Amtsarzt Termin habe ich erst in drei Jahren ;)
Ich freue mich sehr, dass ich das Kapitel „Telekom“ haben durfte. Die Kollegen dort haben viel zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen. Die Firma selber hat mir viel Weiter-, Fort- und Ausbildung bezahlt. Dafür bin ich dankbar. Ich habe meinen Job immer gerne getan und war meist auch von den Leistungen des Unternehmens überzeugt.
Jetzt, nachdem man den Laden vier Jahre von außen betrachtet, habe ich ein etwas anderes Bild zum letzten Punkt und möchte ungern wieder zurück.
Auch Lehrer sein ist nicht so einfach. Ich denke immer wieder mal an unsere "Rückzugsoption", den Imbisswagen. Da hat man dann jeden Tag das Gleiche und braucht nicht viel zu denken.
Das Schwierigste am Lehrerdasein im Vergleich zum Vertrieb bei Telekoms ist, dass ich jetzt jeden Tag gut vorbereitet sein muss. Da sitzen im blödesten Fall vier Mal 90 Minuten 30 neue Schüler vor mir und erwarten eine gute Show. Und die wiederholt sich kaum. Mit mehr Erfahrung kann man vielleicht die Hälfte irgendwann mal auswendig, aber bislang muss ich mich ständig aktuell vorbereiten.
So und jetzt wieder zurück zur Familie, das nächste (Fre) Essen steht an.
See you

Samstag, 19. Dezember 2009

Ferien

Drei Wochen Zeit, um mich zu erholen und einige private Dinge abzuarbeiten. Damit ich Stress abbaue eignet sich ganz gut eine ToDo Liste. Diese Liste hat zwei Vorteile. Zum Einen speichere ich so die zu erledigenden Dinge auf einen Zettel aus. Dadurch brauche ich nicht mehr daran zu denken und schlafe besser. Was mir noch einfällt, kann dann einfach darauf vermerkt werden. Zum Anderen kann ich mich immer schnell belohnen, denn jede erledigte Aufgabe kann durchgestrichen werden. Dadurch kommt jedes Mal ein Gefühl der Zufriedenheit auf. Nachteil dabei ist, damit viele Dinge als erledigt gelten können, müssen die zu erledigenden Aufgaben sehr detailliert und in kleine Teilschritte zerlegt aufgeschrieben werden. Folge ist, dass die Liste sehr lang wird. Lange Aufgabenlisten demotivieren dabei leider wieder.
Auf meinem Schreibtisch liegen jetzt sechs DIN A4 Zettel, die voller Aufgaben sind. Schön unterteilt nach Schule, Haus, Finanzen, Familie und so weiter. Es ist noch nicht alles drauf, aber das Wichtigste.
Abgearbeitet habe ich noch nichts. Immerhin habe ich schon etwas aufgeräumt und Zeit mit den Kindern verbracht.
Eines der wichtigen Themen ist die neue Heizanlage. Unser BHKW arbeitet seit fast 900 Betriebsstunden sauber. Jetzt muss es sich bei Minusgraden bewähren und da zeigt sich, dass die thermische Leistung für die Wohnfläche nicht voll ausreicht. Wir müssen also nachdämmen (fast nicht mehr möglich) oder anders nachheizen (Wohnstube mit Holzofen oder andere Zimmer elektrisch) oder unsere Wohnung intelligenter nutzen. Konsequent die Zimmer weniger heizen, die wir gerade nicht brauchen. Mal sehen, wie es weiter geht, vielleicht lohnt es sich auch, die Nachtabsenkung zu reduzieren, denn dann braucht die Heizung morgens nicht so viel neu aufzuladen.
Wir üben weiter. Immerhin war es ja gewollt, dass die Heizung knapp kalkuliert ist, denn nur so läuft sie viele Stunden im Jahr. Jede Stunde produziert sie somit verkaufbare elektrische Energie. Wenn ich selber elektrische Energie erzeuge, dann kann ich damit auch zu-heizen, ohne die Ökologie zu beeinträchtigen.
Damit wir aber auch noch Geld für den Strom bekommen, muss ich den Formalismus endlich zu Ende führen. Steuer, Anmeldungen, Ablesung, Verträge ändern… Das sind einige Dinge der oben genannten ToDos.
See you

Dienstag, 15. Dezember 2009

Vorferienwoche

Geht es den anderen Lehrern eigentlich auch so, dass in der letzten Woche vor den ferien irgendwie die Luft raus ist?
Im Unterricht gibt es nur noch mal das, was schon immer mal nachgearbeitet werden musste. Und natürlich die ausstehenden Klassenarbeiten, damit die Ferien nicht zu langweilig werden.
So, schnell noch eine erstellen, zwei kopieren und eine korrektur beginnen, bevor der Abend mit einer lieben freundin verbracht werden kann.
Schule und Schulentwicklung laufen weiter, die neie BFS3 ist auf guten Wegen. Das Umweltprojekt läuft weiter und ich muss allmählich die Stoffplanung für das nächste Ausbildungsjahr der mechatroniker fertig stellen.
Es bleibt spannend.
see you

Montag, 14. Dezember 2009

Endlich wieder Bücher lesen.

Die Belastung durch die Schule hält sich trotz Klausuren und anstehender nebenjobs für die Schule in erträglichen Rahmen. Ich konnte sogar endlich mal wieder was zu Ende lesen. Ein Buch von einer Freundin geschenkt habe ich jetzt durch. „Die Insassen“ von Katharina Münck ist wirklich lesenswert. Eine nette Story über Manager in der Heilanstalt. Sie können es nicht lassen und managen schon wieder. Anfangs war es nicht so einfach zu lesen, denn die Schreibweise ist eigentlich nicht für die späte Bettlecktüre geeignet. Zu kompliziert, aber danach wird es besser lesbar.
Jetzt habe ich auch das zweite Mal angefangen ein sehr seltenes Buch zu lesen. Ein guter freund hat endlich seinen Verlag gegründet und ein erstes buch verlegt. Wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es nur 260 deutsche Exemplare. Vor einigen Wochen bekam ich es geschenkt und habe sofort begonnen, es zu lesen. Nach wenigen Seiten mochte ich es nicht mehr. Der Schreibstil und der Inhalt haben mich genervt. Ich war auch irgendwie nicht in der Lage, mich zu konzentrieren. Jetzt, Wochen später habe ich mich wieder ran gewagt und siehe da, wenn ich langsam und aufmerksam lese, macht sogar dieses Buch Spaß.
Allmählich werde ich aber typisch Lehrer. Ich habe schon zwei Rechtschreibfehler entdeckt ;)
Nachher geht es weiter, immer schön langsam. Allerdings wird es auch sicher nie mein Lieblingsbuch werden. Das Buch ist von Marlon James und heißt „Tod und Teufel in Gibbeah“. Werden seltene Bücher eigentlich auch wertvoll? Für mich ist es dies auf jeden Fall.
See you

Freitag, 4. Dezember 2009

Lehrer werden

Seit gestern ist es amtlich. Das Land bietet mir eine Stelle als Studienrat für berufliche Schulen an. Ab Februar soll es los gehen, sofern die Amtsärztliche Untersuchung keine Probleme aufzeigt. Das sollte eigentlich klappen ;)
Die Arbeit ist weiterhin anstrengend. Zu viele "Nebenjobs" belasten mein Zeitkonto. Daran muss ich dringend arbeiten, damit ich demnächst auch 24 Stunden unterrichten kann. Bis dahin werde ich noch viele Stunden vorbereiten und hoffentlich danach aus der Dateiablage unterrichten können. Das hört sich doof an, ist für die Standard Unterrichtseinheiten aber oft gut, dafür können die restlichen Stunden dann besser werden.
see you

Freitag, 27. November 2009

Umweltschutz

Ich habe vor einigen Jahren mal einer Kommilitonin gesagt, dass wir als Lehrer deutlich mehr Einfluss auf die Lebensbedingungen der Welt haben als die meisten anderen Menschen. Sie glaubte mir nicht und fand es nicht ausreichend, was sie zur Rettung der Welt unternimmt.
Ich bin immer noch der Meinung, dass ich viel erreichen kann. Schließlich habe ich wöchentlich mit 120 verschiedenen Menschen zu tun, die unsere Welt in der Zukunft mit gestalten werden. Wenn wir den Ansatz der Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für die persönliche Verantwortung in der Welt vermitteln können, dann ist schon viel erreicht.
Zugegeben, als WiPo Lehrer habe ich besondere Möglichkeiten, die exemplarischen Themen fast aller politischer und wirtschaftlicher Themen der verschiedenen Lehrpläne auf der Grundlage von Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit aufzubauen.
Aber auch die Elektrotechnik bietet genügend Spielraum für zukunftsweisende, schonende Techniken und Handlungsmuster der Facharbeiter.
Ich fühle mich ganz gut damit, denn aktiv betriebener Umweltschutz bedeutet dann nicht zwingend den Verzicht auf Komfort oder Bequemlichkeit. Er bringt auch noch Freude.
Glücklicherweise ist unser Bildungszentrum auch aktiv am Umweltschutz beteiligt. Somit können wir uns an Projekten der Deutschen Umwelthilfe beteiligen und wir können sogar neue Berufsausbildungen anbieten, die direkt zur Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft beitragen werden. Im Moment arbeiten meine Kollegen und ich an den Lehrplänen für die Ausbildung zum Technischen Assistenten für regenerative Energietechnik und Energiemanagement. Ein langer Name für eine sehr interessante Berufsausbildung.
Zum Glück habe ich bis Ende Januar ja noch viel Zeit für solche Planungsarbeit, denn erst ab Februar werde ich das volle Stundenkontingent unterrichten müssen. Danach bleibt wohl weniger Freizeit. So versprechen das zumindest die ausgelasteten Kollegen.
Mal sehen, wie es dann wird.
Ach ja, NDR Info hatte den Klimaretter des Nordens gesucht. Wir sind privat immerhin mit aufgeführt worden. Das kleine BHKW in unserem Haus trägt aktiv zur Rettung bei. – Wobei Rettung hier eigentlich nur heißt, die Vernichtung von Rohstoffen zu verlangsamen –
Aber immerhin.
See you

Donnerstag, 19. November 2009

Arbeit in Teams

Plötzlich sieht es so aus, als wolle ich als Neuling meine Kollegen überfordern. Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die leider keine Leitung bekommen hat. Das müssen wir ändern, denn ohne Sprachrohr nach außen ist Teamarbeit nicht möglich. Das sollten wir Lehrer ja wissen.
Wenn ich mich kümmere und den Zusammenhalt organisiere, dann trete ich ständig jemandem auf die Füße. Heute frage ich eine Kollegin, ob der Termin, den ich vereinbaren möchte für sie passen würde. Leider kam es wohl so an, als hätte ich den Termin schon fest fixiert, so dass sie sich übergangen fühlen musste. Und dann auch noch um 17 Uhr….
Ich verstehe, dass man irgendwann mal Freizeit haben möchte, aber das heißt doch nicht, dass ich ausnahmslos keine Rücksicht auf andere Kollegen nehmen kann.
Vielleicht gehe ich noch immer mit dem falschen Selbstverständnis an die Arbeitsteilung, sprich Teamarbeit heran. Ich denke, wir arbeiten an einem gemeinsamen Ziel und achten unsere Leistung. Das Durchsetzen von persönlichen Positionen gehört nur Teilweise zu einer erfolgreichen Teamarbeit.
Vielleicht denke ich aber auch falsch und es geht bloß darum, Aufgaben schnell und korrekt zu erledigen.
Immerhin habe ich noch etwas mehr Zeit als die Kollegen mit vollem Stundenkontingent. Darum finde ich meinen Einsatz an verschiedenen Aufgaben gleichzeitig noch vertretbar. Und trotzdem ärgert es auch mich manchmal, dass ich jetzt erst anfange, die Hausaufgaben zu korrigieren, die morgen an die Schüler gehen sollen. Zusätzlich noch eine Klassenarbeit für morgen erstellen und eigentlich den Unterricht des nächsten Blocks Elektroniker für die nächste Woche planen. Letzteres wird dann wohl erst morgen erfolgen, nachdem ich auf dem Dach war, um den Schaden zu begutachten. Es regnet mal wieder an vier Stellen durch. Die nächste Investition ist ein neues Dach. Leider teures Reet…
Dafür arbeite ich dann ja voraussichtlich ab Februar voll im Landesdienst und bekomme unmengen an Geld dafür ;)
Ach ja, einiges für die Klassenfahrt muss auch noch getan werden. Kopien für die Schüler…
Nicht stöhnen, dafür hat man ja nachmittags auch mal Zeit für die eigenen Kinder. Da kann der Abend dann am Schreibtisch sinnvoller sein als auf dem Sofa. Jedoch ist das Sofa auch verlockend ;)
Samstag geht es dann mal einen Tag raus nach Sylt. Ich freue mich schon riesig.
See you

Montag, 9. November 2009

BMI

Jetzt ist es so weit, der äußere Druck, den Körper wieder in die „Wohlfühlform“ zu bringen wird größer. Mein Termin zur Untersuchung für die gesundheitliche Eignung als Beamter steht fest. Am 17ten Dezember muss ich einen BMI von 27 vorweisen. Ansonsten gibt es unnötige Diskussionen. Glücklicherweise liegt das ja kurz vor Weihnachten und nicht kurz danach. Jetzt kann ich mich guten Gewissens um die vielen Kuchen und Kekse herum drücken. Andererseits esse ich ja auch ganz gerne ;). Es brechen also harte Zeiten an, die leider oft auch schlechte Laune bringen. Zum Glück ist die stressigste Zeit, die Prüfungsvorbereitung ja vorbei. Beide Partys zum Examen sind auch gelaufen. Das restliche Bier werden Freunde und Nachbarn schon vertilgen und der Wein wird ja nicht so schnell schlecht. Vielleicht schaffe ich es sogar mal wieder regelmäßig Sport zu treiben. Dafür hatte ich die letzten Woche einfach keine Zeit mehr gefunden.
Im Nachhinein betrachtet wäre es besser gewesen, Sport zu treiben und weniger am Schreibtisch zu hocken. Aber das sagt sich hinterher immer leicht.
Der Stress mit den Banken und Genehmigungen für unser neues kleines Kraftwerk veranlasst mich leider auch eher, mehr zu essen. Freunde behaupten ja immer, dass sie durch Stress abnehmen, Ich nicht.
Jetzt werde ich erst einmal raus gehen und in der Dämmerung einen Haufen schwerer Erde wegschaufeln, danach habe ich noch einiges im Büro zu erledigen. Heute Abend dann die vorerst letzte Sitzung als Kindergartenbeirat. Zumindest bis Lisa dann auch so weit ist ;)
See you

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