Montag, 28. Juli 2008

Ferienwoche Eins zu Ende

Die Zeit verfliegt so schnell, dass ich schon jetzt das Gefühl habe, die Ferienzeit reicht nicht aus, um mich zu erholen, die privaten Aufgaben zu erledigen und die beruflichen Aufgaben vorzubereiten.
Andererseits ist letzte Woche das erste von drei Dächern, die dieses Jahr fertig restauriert werden sollten auch fertig geworden. Das Wetter spielte mit, so das ich nichts anderes machen konnte als draußen zu schuften. Windstille und kein Regen, das ist wichtig, wenn man mit 4 qm Blechplatten hantiert. Das dabei auch 30 Grad herrschten war nicht ganz so gut. Resultat neben dem ersten Dach: Sonnenbrand und Rückenschmerzen.
Zwei Tage konnte ich auch in der Schule verbringen, so dass der Schrecken vor der SPS und ASI Technik verwehen konnte. Die Technik ist beherrschbar. Auch die Zusammenarbeit mit Jan scheint gut zu laufen. Diese Woche will ich noch zwei Tage dort verbringen, denn es beruhigt mich, wenn die Schüleraufgaben wenigstens einmal durch mich gelöst werden können. Arbeitsblätter erstellen oder von Kollegen kopieren reicht dazu nicht aus. Ich merkte letzte Woche schon deutlich, dass zwischen Theorie und Praxis immer noch eine Hürde zu nehmen ist. Dass wird meinen Schülern sicher ähnlich gehen. Außerdem wird es meinen Rücken freuen, wenn ich nicht zu viel und schwer hebe, das restliche Dach muss halt noch warten.
Gestern waren wir bei Ina Müller zum Konzert in Flensburg. Da wir rechtzeitig angereist sind, konnten wir noch schön in der Flensburger Förde baden, auf dem Spielplatz am Strand Kim beschäftigen und nett mit Freunden Essen gehen. Ein gelungener Urlaubstag halt. Er wäre noch schöner gewesen, wenn alle Beteiligten in guter Stimmung gewesen wären, aber manchmal ist das Privatleben gerade mal auf einem Tiefpunkt angelangt, aus dem man sich dann mühsam wieder befreien muss. Ich hoffe es geht schnell. Helfen möchte ich, weiß aber nicht, ob ich das kann.
Großen Dank schulde ich Anni und Antje, die sich so lieb um unsere Kleinen gekümmert haben, während die „Alten“ zum Konzert gingen. Das war sehr schön.
Wie geht es weiter? Heute körperlich ruhiger angehen lassen, was schon mit einem langen und angenehmen Ausschlafen begonnen hat. Gleich geht es zum „Kringelverdrehen“, was immer das ist. Es hat hier in der Gegend Tradition und Bea will da gerne mal hin. Abends werde ich dann schwimmen, muss mich nur noch zwischen Schwimmbad und Elbe entscheiden. Das Schwimmen gestern tat meinem Rücken sehr gut. Ich hoffe auf eine Wiederholung des Erfolgs.
Nächsten Freitag dann nach Sylt- Fortbildungsurlaub, wie ich hoffe. Gestern habe ich den veranstaltenden Dozenten noch kurz auf dem Konzert getroffen und er sagte immerhin, dass es nicht nur Arbeit sein werde. Ich hoffe es sehr, denn Erholung mal ohne (eigene) Kinder und etwas Neues im Bereich Wassersport zu testen ist es, worauf ich mich sehr freue.
Was noch? Ach ja, die Altlasten holen mich ein. Wenn man Dinge lange genug verschiebt, vergisst man sie leicht – oder ist „man“ hier falsch? Mir geht es jedenfalls so. Und so bin ich jetzt wieder auf Behördentour für meine Tante, um noch einmal die Pflegestufe zu beantragen. Auch müssen unsere Kfz Versicherungen umgeändert werden und die Arbeiten bei Schwiegereltern müssen zumindest begonnen werden. Kleinkram an allen Ecken, aber das mag ich nicht. Trotzdem tue ich es. Warum?
See you

Freitag, 25. Juli 2008

Lebensziele

„Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, daß der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.“
Samuel Butler nach www.zitate.net

Ist das nicht wirklich wichtig?
Andere Weisheiten dazu gibt es ja auch noch in „Der Sinn des Lebens“ einer Satire von Monty Python. Diesen Film habe ich erst verstanden, nachdem ich ihn mit langen Abständen mindestens fünfmal gesehen habe. Am Ende des Pädagogik Studiums in unserer WG kam dann der Durchblick. Genieße es!
Auch Douglas Adams hat in seiner fünfbändigen Trilogie „Per Anhalter durch die Galaxis“ dieses Thema sehr schön aufgegriffen. Immerhin war hier die Antwort auf die große Frage einfach „42“. Leider hatte man die Frage nicht konkret genug formuliert und sie auch nicht rekonstruieren können.
Einen weiteren Sinn wird mir sicher das Buch „Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele“ aufzeigen. Aber das Buch muss noch etwas warten.
Was ist mein Sinn des Lebens eigentlich? Vielleicht auch der Genuss. Nur genießt halt jeder Mensch anders. Ich finde es beispielsweise gut zu lernen, solange ich es freiwillig machen kann. Ich genieße das Ansehen, das mir entgegengebracht wird, wenn dieses auf meiner „echten“ Persönlichkeit beruht. Ich genieße, wenn ich Menschen, die ich mag, helfen kann und diese das auch wollten.
Viel eher fallen uns immer Dinge ein, die wir nicht mögen, nicht genießen. Dazu werde ich hier und jetzt nichts schreiben.
Ich gehe jetzt in die Sonne und genieße es, an unserem Schuppen weiter zu bauen. Denn auch Anstrengung und das erschaffen von Bauwerken oder anderem freut mich (oft). Hauptsache freiwillig.
Als Letztes: Ich vertrete ja immer noch den Standpunkt, dass alles was wir tun freiwillig geschieht, da wir Menschen ja einen eigenen Willen haben. Aber zwischen freiwillig und freiwillig gibt es Unterschiede.
See you

Donnerstag, 24. Juli 2008

Steuerungen

Was ist der Unterschied zwischen steuern und regeln? Eine beliebte Frage von Dozenten und Lehrern, und sicher auch eine Frage in einer der kommenden Klassenarbeiten. Für mich ist das aber derzeit nicht so wichtig. Gerade letzte Woche habe ich mir die Ausbildungsunterlagen von Siemens zur S7 SPS durchgearbeitet. Gestern dann den ASI Kurs. Ich war ganz stolz, dass ich jeweils nur einige Stunden daran saß, wenn auch das Seminar von Siemens zwei bis drei Tage dauern soll. Dort gibt es dann natürlich auch Praxis und angeleitete Übungszeit. Heute in der Schule haben wir, Jan und ich, dann die Kommunikationsmodule und Spannungsversorgungen an die Lehrmodule für die STEP 7 angebaut, danach haben wir erfolgreich versucht einen ASI Bus zu installieren und die Sensoren abzufragen, sowie Aktuatoren anzusprechen. Dies hat zwar auch drei Stunden Zeit benötigt, aber nun kann ich auch sagen „so schwer ist es nicht“. Was am meisten Zeit gekostet hat waren Probleme mit der Software, weil wir eine alte Version hatten, die nicht alle ASI Bauteile kennt. Auch aufwändig war die Fehlersuche bei der Abfrage von Sensoren (Induktiver Näherungsschalter), der zwar das Werkstück erkannte, aber der ASI Slave dessen Schaltsignal nicht erkannte. Alles haben wir durchgemessen, bis wir zu dem Ergebnis gelangten, dass der Sensor nicht für diese Slaves geeignet ist. Und ein weiteres Bedienteil lässt sich einfach nicht adressieren. Typische Praxis halt, wen die Theorie schon stimmt. Na ja, morgen mal beim Lieferanten anrufen und um Hilfe ersuchen, denn im November soll diese Technik meine Schüler begeistern und ich dazu meine erste Hausarbeit abgeben.
Gestern konnte ich mit Lars auch eine Web-Video-Konferenz testen, die unsere Schülergruppen vielleicht einsetzen sollen. Der Rest der Kommunikation zwischen den entfernt und zeitlich nicht gleichzeitig arbeitenden Schülern wird im Lo-Net2 abgebildet.
Und sonst so? Ich hatte einen sehr schönen entspannten Montag, einen arbeitsreichen erfolgreichen Dienstag mit nachmittags Tantenbesuch und abends einen nachdenklich stimmenden Kneipenabend mit Frank. Wenn ich über mich sowieso schon stärker nachdenke, dann bin ich zu sensibel bezüglich Kommentaren von Freunden. Gestern kam dann auch noch so eine Frage, vermutlich im Spaß, von Neele „richtigen Beruf ergriffen?“, nachdem ich Ihr von meinen Stundenplanungen für das nächste Schuljahr erzählte.
Ich denke, der Beruf ist richtig. Ich muss nur noch viel lernen und wenn ich dann einen gangbaren Weg gefunden habe, werde ich auch noch zufriedener. Bis dahin arbeite ich an mir.
Und heute? Wie oben beschrieben ist die Programmierung erfolgreich, jetzt werde ich nächste Woche nur noch einige Beispiele ausprobieren und Arbeitsblätter entwerfen. Eine pädagogische Fragestellung zur Hausarbeit findet sich dann auch schnell. Ich freue mich jedenfalls, dass ich erneut das Themengebiet e-learning untersuchen kann. Diesmal sogar mit Unterrichts und Lernfeldbezug. Sonst gab es heute meine Geburtstagsgeschenke. Ich durfte einkaufen gehen. Ist es eigentlich üblich, dass man mit zunehmendem Alter stärker auf die Garderobe achtet? Jedenfalls war es nicht wirklich billig heute, dafür finde ich die Klamotten aber wirklich gut.
See you

Samstag, 19. Juli 2008

Ferien einläuten

Ferien einläuten
So nennen das die Kollegen an meiner Schule und veranstalten seit Jahren am Abend des letzten Schultages vor den Sommerferien ein Fest. Das war gestern sehr schön und gemütlich viele Kollegen und ehemalige der Abteilung dieser Schule waren dort. Hier hat man dann die Möglichkeit, sich über Schule, Lernerfahrungen und privates auszutauschen. Vor allem letzteres fand ich sehr angenehm, denn sonst erfährt man ja nur sehr wenig über das private Umfeld der Kollegen. Ein soziales Gefüge entsteht und Informationen werden problemloser ausgetauscht.
Schön für mich war auch, dass es einige Rückmeldungen zu meiner Person als Lehrer, zu „meiner“ Klasse und zu den Zukunftsaussichten an dieser Schule gab.
Seit heute sind dann Ferien und ich bin seit gestern Nachmittag deutlich entspannter. Die letzten Tage waren rückblickend betrachtet doch sehr anstrengend.
Nächste Woche will ich mindestens zwei Tage in der Schule verbringen, um mir den Umgang mit der Technik anzueignen, die ich im nächsten Schuljahr unterrichten werde. Ich werde Aufgaben entwerfen und diese mit SPS Steuerungen realisieren. Neue Bauteile zusammenbauen und Schulfertig vorbereiten. Mich mit meinem Fachlehrer Kollegen abstimmen und gemeinsam den Unterricht planen. Vielleicht sogar schon die technischen Herausforderungen meiner geplanten Hausarbeit erarbeiten und an Schüler satt einmal musterhaft lösen.
Ansonsten hoffe ich in dieser Woche auf gutes Wetter zum Bauen, auf Badewetter in Flensburg und Zeit von Frank in Hamburg. Langeweile habe ich nicht. Gleich geht’s ans neue Auto. Irgendwann möchte ich auch mal wieder Radio hören können und muss mich demzufolge mit dem Einbau der Technik dazu beschäftigen.
Nachmittags mit Kim spielen und abends die Programmierung der S7 erarbeiten.
Ferien sind schön.

Ach ja. Ich habe da mal eine Frage: Umfrage unter Lehrern
See you

Freitag, 18. Juli 2008

Lernen ist Verhaltensänderung

Und Das ist schwer, denn damit stoße ich leicht an Grenzen, die meine Persönlichkeit in Frage stellen.
Reflektion ist wichtig, um zu erkennen, wie ich auf andere wirke. Interessant dabei ist, dass mein Selbstbild oft vom Fremdbild abweicht. Und das ist gerade deshalb interessant, weil ich dieses Phänomen oft bei anderen Menschen beobachte und anspreche. Mich selber sah ich meist nicht so. Ich dachte bisher, ich könne meine Wirkung durchaus real einschätzen. Was ist real?
Vielleicht geht es manchmal auch nur um verschiedene Bewertung von Begriffen. Beispiel: Ich soll lockerer werden im Unterricht, aber auch gleichzeitig strenger. Für mich ist das ein Widerspruch, den ich noch nicht aufklären kann. Bislang hatte ich auch eher den Eindruck, zu locker zu sein.
Interessant ist ja auch, wenn ich mir Feedback so durchlese oder das mündliche Feedback durch den Kopf gehen lasse, dass immer einzelne Aussagen besonders hängen bleiben. Eine Aussage davon ist, dass das Wort Feedback bei meinen Schülern schon negativ besetzt ist. Ich wende diese Reflexion scheinbar zu häufig an. Bei näherem nachdenken dazu fällt schon auf, dass sie sich gegenseitig, ihrer Arbeitsgruppe und mir immer wieder die Wirkung auf die eigene Person darstellen sollen. Zu häufig angewendet wird das lästig, so hilfreich es auch sein mag, sich Gedanken über Außenwirkungen zu machen. Und einige der Schüler sollten dringen etwas an ihrer Außenwirkung ändern um im Berufsleben erfolgreicher sein zu können.
Zurück zu den Veränderungen. Ich bin scheinbar wieder an dem Punkt angekommen, den ich vor drei Monaten schon einmal zu ändern versuchte. Ich sollte mehr auf die Schülererwartungen Rücksicht nehmen. Scheinbar überfordere ich sie mit meiner Art der Forderung von Selbständigkeit. Sie rufen förmlich nach Kontrolle, Regeln, sogar Bestrafung, damit sie effektiv an den Themen der Ausbildung arbeiten. Freiwillig erfolgt nicht sehr viel. Schade.
Einen Wunsch kann ich jedoch nicht erfüllen. Ich werde weiterhin nicht an die Tafel schreiben, was genau so in der nächsten Klassenarbeit gefragt wird. Dann wäre ich beim Faktenlernen angekommen und würde mein Ziel des selbständig handelnden Schülers aufgeben. Ein Zugeständnis in dieser Richtung war ja schon die Entscheidung, dass Aufgaben der Hausaufgaben in sehr ähnlicher Form auch in der Klassenarbeit abgefragt wurden. Schade für jeden, der sich nicht mit seinen Hausaufgaben beschäftigt hat.
Noch bin ich nicht so weit, dass ich mir das Lehrer-Leben einfacher mache, indem ich den Schülern das Leben einfacher mache. Aber Ihnen einen effektiveren Unterricht zu geben, das werde ich weiter anstreben. Ich muss mich verändern.
Interessant für mich: Die Schüler fordern mehr selbständiges Arbeiten im Unterricht und ich dachte bisher, dass ich dies auch fordere. So gehen die Meinungen auseinander. Ich glaube aber zu wissen, was die Schüler meinen. Getreu dem Grundsatz „vom Leichten zum Schweren“ ist Lernen angenehmer. Ich dachte bislang, dass größere Herausforderungen mehr Freude bereiten. Scheinbar aber verbreiten große Herausforderungen erstmal mehr Stress und Frust. OK, das habe ich verstanden. Jetzt muss ich es nur noch umsetzen können. Die Planung für das kommende Jahr läuft ja gerade an.
See you

Dienstag, 15. Juli 2008

Keine rechte Lust

Das Schuljahr geht zu Ende und ich müsste Zeugnisse schreiben. Die Noten habe ich fast alle vorliegen, aber einige fehlen noch, weil einige Schüler das Referat bzw die Präsentation einer Projektarbeit erst am Donnerstag halten werden. Gerade in das Projekt wurde zum Teil sehr viel Zeit und Mühe investiert. Ich möchte das darum nicht unbewertet lassen. Vermutlich werde ich also am Freitag nochmals in die Schule eilen und die Zeugnisse verteilen.
Heute hatten wir einen angenehmen Tag, denn es War Tag der beruflichen Bildung. Ich war ehrlich erstaunt, wie viele Schüler ihre Berufe vorgestellt haben oder Technik präsentierten. Es hat Spaß gemacht, sich die verschiedenen Räume mal anzusehen. Auch meine Klasse hat ein Projekt vorgestellt. Sechs Schüler sind extra gekommen, haben eine Präsentation erarbeitet und ihr Projektergebnis vorgestellt. Diesen Einsatz werte ich sehr hoch.
Ich könnte jetzt Schulrecht pauken, denn kurz nach den Ferien steht der Test an. Ich könnte meine Hausarbeit beginnen, denn nach den Ferien steht der begleitende Unterricht dazu an. Ich könnte meine Unterlagen für die Lehrerschulung morgen überarbeiten. Ich könnte mir Simatic S7 Programmieren beibringen oder auch den Lehrplan für Berufsfachschulen Oberstufe Politik sichten und das nächste Schuljahr vorbereiten.
Aber ich mag nicht. Ich glaube, ich werde alte Zeitungen durchblättern und etwas TV glotzen. Morgen früh ist dann ja auch wieder Zeit ;)
See you

Montag, 14. Juli 2008

Zeugnisse 2

Und wieder einmal merke ich, dass ich es nicht wirklich mag Menschen zu bewerten. Ein Urteil bildet man sich ja schnell, aber wenn ich das dann niederschreibe und als Dokument verteile wird es plötzlich wesentlich werthaltiger und bestimmender. Gerade solche Noten wie „Lernverhalten“, „Verhalten in der Schule“ und „Kommunikation“ unterliegen stark dem jeweiligen Wertegefüge des Beurteilenden. Hier gibt es zumindest unterschiedliche Lehrer, die sich auf eine gemeinsame Note einigen müssen. Das ist dann zwar auch nicht so einfach zu organisieren, aber immerhin möglich.
Organisation ist das Zweite, was ich nicht wirklich gerne mag. Ich organisiere zwar eine Menge Dinge gleichzeitig, aber ich finde langwierige Planungen, Abstimmungen und Terminvereinbarungen eher lästig. Gestern erst habe ich zu lange erneut vor dem PC und meinen beiden Kalendern gesessen um die Lehrgänge, sorry „Module“ des nächsten Semesters zu planen. Welche Termine überschneiden sich? Was muss privat geändert werden? Warum verschieben sich Seminare einfach und weshalb bekomme ich nicht die angeboten, die ich gebucht hatte. All diese Fragen sind zu klären und danach die Termineinhaltungen zu beobachten. Die Lernerfolge der Module flie0en dann in die eigene Reflexion mit ein. Auch diese Planerei fließt in die eigenen Reflexion mit ein. Es ist kaum zu glauben, dass ich diese Tätigkeit in meinem früherem Leben fast täglich zu erledigen hatte. Immer waren neue Kundentermine zu planen, Projekttermine zu überwachen und Lösungen bei Verschiebungen zu organisieren. Und jetzt fällt diese Arbeit nur noch viermal im Jahr an. Dann zwar geballt, aber dafür seltener.
Das WE war nett. Einige Freunde kamen zum Feiern und wir haben ruhig und gesittet den Abend miteinander verbracht. Vorher habe ich noch schnell die Feuerwehr Ausbildung abgeschlossen, so dass ich mich jetzt auch Sprechfunker nennen darf. Alles in allem ganz gut gelaufen in den letzten 14 Tagen.
Gleich geht es zur Schule. Mal sehen, ob mein Chef noch zu sprechen ist, das mit den Zeugnissen braucht noch einiges an Klärungen. Und danach Schulrecht besprechen. Einiges drucken und ab nach Hause. Unterricht für Donnerstag ist eigentlich nicht sehr viel zu planen, da noch drei Projektpräsentationen und die Zeugnisbesprechungen anstehen. Zusätzlich dann noch Feedback und Planung des nächsten Schuljahres. Dan sind acht Stunden auch schnell wieder rum.
See you

Donnerstag, 10. Juli 2008

Umgangsformen

Ist es das Wetter oder woran liegt es, dass so viele Menschen derzeit unhöflich, um es nett auszudrücken, sind? Einige Beispiele der letzten drei Tage. Ich komme mit der falschen Kleidung zum Lehrgang und werde schon vor der Tür rüde darauf hingewiesen, dass ich gefälligst in Dienstkleidung zu erscheinen habe. Sachlich richtig, menschlich falsch. Meist gibt es ja einen Grund, warum jemand nicht den Regeln entsprechend handelt. Als Leiter, Chef oder auch Lehrer kann ich diese Gründe doch wenigstens erfragen. Und wenn nicht, kann ich doch das Gespräch zumindest so führen, dass dem Gesprächspartner die Möglichkeit gegeben wird, nicht sauer und verbockt zu reagieren. Ich jedenfalls musste mich sehr beherrschen, diesen Ausbilder den Abend über noch ernst zu nehmen.
Heute am Fahrkartenautomaten in der Schlange neben mir. Nicht nur, dass die Bahn durch die Einführung der neuen Automaten fest von sinkenden Fahrgastzahlen auszugehen scheint. Der Druck eines Tickets dauert so lange, dass es einfach nur noch wenige Fahrgäste schaffen, rechtzeitig eine Karte zu lösen. Aber das ist ein anderes Problem, über das ich mich schon Jahrelang aufrege.
Jedenfalls waren viele Personen in Schlangen vor den vier betriebsbereiten der sechs Automaten aufgereiht. Jeder auf dem Weg zur nächsten Bahn, meist in Eile. Eine Typische Frage in diesen Situationen ist „ Dürfte ich mal vor? Mein Zug kommt gleich“ Heute eine Reaktion „ Nein, mein Zug kommt auch gleich, wenn ich jetzt jemanden vorlasse, schaffe ich den auch nicht mehr….laber laber laber….“ Die fragende Junge Frau ist schon längst zur Nachbarschlange geflüchtet, der nächste in der Schlange schaut genervt. Er weist die erklärende Frau darauf hin, dass Sie doch jetzt mal weiter den Automaten bedienen könne, damit es weiter geht. Zugegeben auch er war nicht mehr sehr freundlich. Dies steigerte nun wieder den Unmut der Automatenblockiererin und sie schimpfte auf den Jungen Mann ein. Der Automat tat ungerührt seine Pflicht und ging zurück zur Startseite. Wer die Bahnautomaten kennt weiß, jetzt dauert es wieder sehr lange bis ein ungeübter Antragsteller (Kunde mag ich einfach nicht mehr sagen) seinen Fahrtwunsch und Kartenwunsch formuliert bekommt. Auch dieser junge Mann flüchtet nun zum Nachbarautomaten. In der Zwischenzeit ist auch meine Schlange so kurz, dass ich bald den Kampf mit der Maschine aufnehme und gewinne. Und jetzt kommt’s, ich brauche eine zweite Karte und kann schon spüren, wie die Enttäuschung sich in dem Antragsteller hinter mir breit macht. Gut, dass er sich nicht auch noch lauthals bei mir beschwert hat.
Und dann kommt man nach Hause und das Spiel geht weiter. Schlechte Laune trifft auf Erschöpftheit und der Stress nimmt seinen Lauf. Einerseits ganz gut, dass ich gleich wieder weg muss, aber dann treffe ich auch gleich wieder auf den unfreundlichen, oder zumindest manchmal ungeschickten Ausbilder ;)
Na ja, immerhin hat mich meine Mutter gerade angerufen und wir hatten ein erstaunlich entspanntes Telefonat. Nun kommt am Sonntag zu meiner Geburtstagsfeier auch ein Onkel noch, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Er ist zwar auch nicht einfach zu nehmen, aber andererseits kann man sich einige Stunden ganz nett unterhalten.
Samstag feiern wir mit einigen Freunden, nachdem ich (schon wieder) von der Feuerwehr Ausbildung komme. Ich hoffe, das wird ein entspannender Abend.
See you

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