Dienstag, 25. März 2008

Flensburg immer wieder usw.

Am Wochenende kam ein Brief aus FL an, von unserem ehemaligen Vermieter. Eine Nachberechnung von Nebenkosten, dabei haben wir die Wohnung schon im Dezember verlassen. Ich ärgerte mich also, dass wir nachzahlen sollen und berechnete mir den Unterschied zu meiner eigenen Auflistung, denn es ging aus der Abrechnung nicht hervor, dass wir nur einen Teil des Jahresbetrages bezahlen sollen. Kurz bevor ich den ärgerlichen Brief an den Vermieter schreiben wollte, gab ich Bea die Abrechnung um zu prüfen, ob ich mich zu Recht aufrege. Und da sah ich es, das ist die Abrechnung von April 2006 bis März 2007, also schon ein Jahr her. Mit anderen Worten, in einem Jahr werde ich dann wohl noch eine Nachforderung erhalten. FL lässt mich halt nicht mehr los.
Aber auch angenehmes passiert, zumindest hoffe ich, dass es angenehm wird. Morgen früh werden Kim und Ich einen zweiten Versuche eines Papa – Kind Urlaubs in FL unternehmen. Nur drei Tage sind geplant und wir freuen uns beide. Ich mich, weil ich vielleicht abschalten kann und den angestauten Stress etwas vermindern kann. Sie freut sich, weil Papa den ganzen Tag für sie da ist und keine kleine Schwester dazwischen kommen kann. Kim hat so ihre eigenen Vorstellungen von FL, die nur zum Teil wieder erfüllt werden können. Die alte Wohnung wird sie vermissen, sie wird vermutlich frieren und mehr Spaßaktivitäten erwarten, als ich bieten möchte. Wir haben einiges zum Spielen und Lesen dabei, werden einkaufen gehen und mit dem Bus zu Spielplätzen fahren. Auch werden wir wohl mal schwimmen gehen und nur Essen kochen, was Kim mag. Einseitige Kost ist zwar ungesund, aber einige Tage geht das schon. Und dann sind da ja vielleicht auch noch nette Menschen, die uns mal was kochen. Morgen zum Beispiel werden wir bei Neele zum Mittag einfallen. Das wird bestimmt auch nett. Neele wird etwas vom Prüfungsstress abgelenkt, Kim lernt Neele wieder neu kennen und ich kann wieder etwas Uni Luft spüren. Diese Uni Zeit vermisse ich immer mehr, denn Arbeit, und sei es auch nur das Referendariat ist deutlich weniger spaßig.
Heute habe ich für zukünftige WiPo Stunden endlich die Arbeitsblätter für Demokratie in Deutschland fertig gestellt. Mit der Vorbereitung zum Unterrichtsverlauf und dem was ich schon bei der bpb gefunden hatte sind das jetzt mindestens sechs, vielleicht sogar zehn Doppelstunden zur Demokratie. Inklusive verschiedener Methoden, die auch gleich neu eingeführt werden können. Eine Methode, die ich mal als Kreativtechnik ausprobieren werde sind Kawa’s von Birkenbihl. Macht auf mich einen guten Eindruck. Ich bin mal auf das Schüler Feedback gespannt.
Jetzt werde ich noch einiges einpacken und dann das Sofa nutzen um morgen Früh (hoffentlich) in den Kurzurlaub zu starten. Ich brauche Entspannung und Kim braucht Abwechslung.
See you

Freitag, 21. März 2008

Der Tod betrifft alle- irgendwann

Ja, ic habe die letzten Tage wenig geschrieben. Ich hatte keine rechte Lust. Das liegt nicht nur daran, dass wir einen schweren Krankheitsfall in der Familie haben und mit einem baldigen Tod des Betroffenen rechnen. Das bringt alte Gedanken wieder hoch, die das Nachdenken über das Leben anregen. Also z.B. was wir alles so tun, ohne das es einen Sinn hat. Oder einfach nur die Frage nach dem Sinn des Lebens. Als Lehrer ja einfacher zu beantworten, als damal als Vertriebler. Immerhin kümmere ich mich um das Fortkommen anderer Menschen.
Ganz anders die persönlichen Veränderungen, die eintreten, wenn ich so über das Leben nachdenke. Entgegen meiner uralten Überzeugung haben wir jetzt tatsächlich einen Neuwagen bestellt und konsequenterweise nur noch auf Nutzwert statt Spaßfaktor Wert gelegt. Dafür dann aber auch gleich den Umweltschutzgedanken durch den Umbau auf Flüssiggas bedient.
Zum Lernen kann ich sagen, dass ei einige neue Rezensionen zu Büchern gibt (siehe links) und, dass ich zwei neue DVDs von Birkenbihl erworben habe. Eine wurde heute geschaut.
Von nix kommt nix” von Vera F. Birkenbihl habe ich zwar nicht gelesen. Ich weiß noch nicht einmal, ob es das als Buch gibt. Ich sah nur gerade die DVD mit ihrem Vortrag. Es geht um Lerntechniken und die Überwindung des persönlichen innernen Schweinehundes. Anregungen zum Lernen kann ich gebrauchen. Als Lehrer hoffe ich, dass ich meinen Schülern mehr beibrigen kann, wie man ernt, als was man lernen sollte. Dazu muss ich aber auch selber am Ball bleiben und die “Zeitverschwendung” der Werbepausen beim TV glotzen kann ich schließlich nutzen. Die ABC Listen, bei denen ich eigentlich nur aufschreibe, was ich schon weiß, befördern viel Wissen aus meinem Unterbewusstsein in das Bewusstsein. Etwas Fleiß hilft. Was ich aber länger vernachlässigt habe ist das konsequente Schreiben über meine Ausbildung. Die fehlende Reflexion und das zum Schreiben notwendige Umformulieren haben den Lernerfolg etwas geschmählert. Das hole ich gerade, neben den Tagesthemen und dem Scheibenwischer nach.
see you

Donnerstag, 20. März 2008

40 Jahre

Ich bin ja schon älter als diese läppischen Vierzig. Aber gestern waren wir zu einer entsprechenden Geburtstagsfeier eingeladen und haben dazu das folgende Gedicht einbes mir sehr genehmen Dichters gefunden und vorgetragen.

"Das Leben, meint ein holder Wahn,
Geht erst mit vierzig Jahren an.
Wir lassen uns auch leicht betören
Von Meinungen die wir gern hören,
Und halten, längst schon vierzigjährig,
Meist unsre Kräfte noch für bärig.

Was haben wir, gestehn wirs offen,
Von diesem Leben noch zu hoffen?
Ein Weilchen sind wir noch geschäftig
Und vorderhand auch Steuerkräftig,
Doch spüren wir, wie nach und nach
Gemächlich kommt das Ungemach

Und wie Hormone und Arterien
Schön langsam gehen in die Ferien.
Man nennt uns rüstig, nennt uns wacker
Und denkt dabei: “der alte Knacker!“
Wir stehn auf unsres Lebens Höhn,
Doch ist die Aussicht gar nicht schön,

Ganz abgesehn, dass auch zum Schluss –
Wer droben, wieder runter muss.
Wer es genau nimmt, kommt darauf:
Mit vierzig hört das Leben auf."


Eugen Roth
„Die guten Vierziger“

Die Beschenkte war auch nicht so glücklich, ob wegen des Gedichtes, oder aufgrund des Anlasses, weiß ich nicht. Es war ganz nett, aber mit meiner Feier zum vierzigsten nicht zu vergleichen. Daran erinnere ich mich noch immer sehr gerne.
see you

Dienstag, 11. März 2008

Noch kein Pädagoge

Zweimal Wipo an einem Tag in verschiedenen Schulformen und unterschiedlichem Kenntnisstand der Schüler. Einmal normale Unlust am allgemeinen Unterricht und das andere Mal fast komplette Verweigerung am Schulbesuch. Die hälfte der Klasse war da, das ist schon ein guter Schnitt.
Was lief also? Geplant war in der Fachschule die Wahl in den USA zum Thema Demokratie aufzubereiten. Als Anschluss an die Wahlen in Russland, die wir letzte Woche untersucht hatten. Vorbereitung nach einer Struktur namens „aktuelle Stunde“ sollte das in 90 Minuten klappen. Das war wohl nichts, denn ich habe selber zu viel im Kurzvortrag erzählt und bin immer wieder in ein Lehrer-Schüler-Gespräch „abgerutscht“. Das war zwar interessant und viele gute Informationen zum Thema kamen auch von den Schülern. Die Gruppenarbeit habe ich kurzfristig in eine Partnerarbeit umgewandelt, weil die Klasse noch wenig Erfahrung damit hat. Somit kamen wir dann zum Stundenschluss noch zu ersten Teilergebnissen. Daran lässt sich nächste Woche anknüpfen und in Richtung Demokratie weitermachen. Das Experiment an der Partnerarbeit: Die meisten Schüler hatten unterschiedliche Informationen erhalten, die nur entfernt und „um die Ecke gedacht“ mit der konkreten Frage zu tun hatte. Trotzdem haben die Ergebnisse gezeigt, dass die Schüler die Texte mit Erfahrungen und Teilen des Kurzvortrags in Verbindung bringen können. Einige Schüler waren irritiert, aber das verhinderte nicht den Arbeitserfolg. Bis auf die Menge dieser Unterrichtseinheit bin ich ganz zufrieden. Zu verbessern wäre vielleicht noch der Lernerfolg, zumindest muss ich nächste Woche mal testen, was bei den Schülern hängen geblieben ist, bevor wir weitermachen.
Die andere Klasse war herausfordernder. Ich habe schon wieder kein Thema getroffen oder zumindest nicht so aufbereitet, dass es die Schüler begeisterte. Hier ist der Pädagoge gefragt, nicht der Fachvermittler. Da muss ich noch viel lernen. Morgen wird hospitiert. Mal sehen, was ich abgucken kann. Donnerstag acht Stunden, Freitag Vorführung und Reflexion. Abends dann mal wieder Feuerwehr. Das wird auch immer mehr.
Nebenbei die Ungewissheit über den Gesundheitszustand von Leo. Mal sehen, ob er diese Krise diesmal wieder überlebt, das belastet die Familie natürlich sehr. Alle Planungen sind dadurch unsicher. Ob also der WE Trip zu Freunden an die Ostsee stattfinden kann, bleibt somit fraglich.
See you

Sonntag, 9. März 2008

hat sich was geändert?

Gerade wiedergefunden:
"Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand."

Theodor Fontane

Ich denke, heute verschiebt sich das etwas. Hoffe ich.
Ich bin jetzt 41 und möchte noch nicht aufhören, meine Ideen zu verfolgen. Auch gegen Widerstände.
Aber der Elan wird geringer, da hatte er schon Recht.
see you

Unwissenheit schützt vor Unterricht nicht

Ich weiß nicht, was ich wie mache. Für WiPo Inhalte habe ich allmählich ein Gefühl bekommen und kann recht gut abschätzen, welche Inhalte mit welchen Methoden vermittelt wie lange brauchen. In der BV Klasse verschätze ich mich zwar immer wieder, aber das wird sich schon noch geben. Aber im technischen Bereich fällt es mir schwerer. Aktuell arbeite ich, mal wieder, an der Konzeption von Unterricht über Spule und Induktivität. Vor etwas einem Jahr habe ich mal eine Klasse, während meines Praktikums, auf die Klausurinhalte zum Thema Spule und Induktion vorbereiten dürfen. Diese Unterlagen habe ich gesichtet und für schlecht befunden. Also mache ich mir seit einigen Tagen das Leben angenehm, indem ich mal wieder Grundlagen der Elektrotechnik erlerne. Das ist schon ganz spannend und macht auch Spaß. Aber es ist mir noch nicht möglich, zu erahnen, wie lange ich mit meinen Schülern daran arbeite. Handschriftlich habe ich jetzt 19 Seiten vorbereitet. Das nenne ich noch nicht wirklich reduziert. Das zeitliche Randproblem dabei ist, dass ich am Donnerstag bis zu sechs Doppelstunden verwenden kann, um dann am Freitag die 45 Minuten Vorführstunde im Rahmen meines Vorbereitungsdienstes daran anzuknüpfen. Wichtig ist dann, dass am Freitag auch ein guter und Sinnvoller Abschluss gefunden wird, denn danach sind die Schüler drei Wochen nicht da (Ferien). Nach den Ferien würde ich zwar gerne wiederholen, aber nicht noch einmal von vorne beginnen müssen.
Morgen bin ich sowieso in der Schule, weil ein Schulrechtsseminar ansteht. Da werde ich dann hoffentlich mal alle Namen und mailadressen der anderen LiAs bekommen und wir werden uns über die nächsten Veranstaltungen abstimmen. Außerdem suche ich morgen in aller Ruhe Demo Objekte zu Spule und E-Magnet.
Für Dienstag steht dann wieder zweimal WiPo auf dem Plan. Bisher habe ich nur 30 % vorbereitet, aber das würde auch morgen Früh noch gehen. Gleich noch einige Folien für die BFT vorbereiten und eine Arbeitsaufgabe (Stillarbeit) kreieren. Thema: irgendwas zur USA Wahl und deren Wahlsystem. Nachdem letzte Woche Russland dran war, werden Dienstag die USA betrachtet und nächste Woche könnten wir dann ja Deutschland zum Vergleich anschauen.
Die BV Klasse werde ich wohl mit Sozialversicherungen bedienen. Mal sehen, ob sie sich hierzu etwas begeistern lassen. Die letzte Veranstaltung war ja eher ein Reinfall. Warum auch immer sie so müde waren, ich habe kaum jemanden erreichen können.
Und Privat? Gestern noch habe ich mich über einen Brief von Sandra gefreut, weil er mich an den bevorstehenden Kurzurlaub und eine baldige Party bei Annika erinnert. Heute kam Bea’s Vater erneut ins Krankenhaus und schon besteht mal wieder die Gefahr, dass wir nicht in den Urlaub fahren können. Hoffentlich erholt er sich in den nächsten Tagen wieder, sonst fällt unsere Urlaubserholung schon wieder aus.
Zu beneiden ist Frank. Der ist gestern nach Rom geflogen und wird sich dort erholen. Ich gönne es ihm, möchte aber auch mal wieder raus und ohne volle todo Liste dasitzen. Es nerven auch nur die todo’s, die keine Freude bereiten. Lernen könnte ich irgendwie ständig, aber nicht alles was mich interessiert findet ausreichend Platz in den 24 Stunden des Tages. Und ich merke deutlich, dass zwischendurch Pausen notwendig sind.
Zu guter letzt. Gestern habe ich als Hilfsausbilder bei der Feuerwehr den Tag verbracht. Das war lustig und bei schönem Wetter draußen auch angenehm entspannend. Abends zuhause die neue Kettensäge ausprobiert und einiges geschafft, so dass ich danach noch ein wenig im Netz nach Hilfen für meinen Unterricht suchen mochte. Als der Wein zu viel wurde und die Augen schwer ging es dann zu Bett. Heute war ich viel am Schreibtisch. Ob ich viel geschafft habe, weiß ich nicht.
See you

Donnerstag, 6. März 2008

Regen Sturm Arbeit Freizeit

Es ist kühl, aber für den Winter zu warm. Es regnet und das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen, wo der letzte Sturm doch einen Teil unseres Daches weggepustet hat. Die Arbeit für die Schule, für die Ausbildung ist auch nicht ohne, zumindest dann nicht, wenn ich mir ausreichend Mühe für guten Unterricht geben will. Manchmal muss es aber auch mit weniger gehen. Heute ja auch wieder. Die Stichwortliste, die ich als Unterrichtsvorbereitung für die letzte Stunde hatte, wurde nicht mehr benötigt, so dass daraus für nächsten Donnerstag auch was anständiges entstehen kann. Fachlich haben wir heute einiges abgearbeitet. Auch wurde geübt und sehr viel zielgerichtet diskutiert. Eigentlich hätte ich gerne noch den Einstieg in die Magnetische Welt und Spulen begonnen, aber Lehrer und Schüler waren zum Ende des Schultages doch ziemlich kaputt. Und da tat es gut, dass einer der Schüler einen sehr guten Beitrag über Raubkopien und deren Folgen vorbereitet hatte. WiPo und Technologie laut Lernfeld 4 gleichzeitig. Das Internet, Datennetze und Kopieren von Daten. Alles enthalten. Die rechtliche und wirtschaftliche Seite wurde diskutiert, so dass mir im Anschluss nur noch die Grundlagen der EDV Teil 3 blieben. Heute: Betriebssysteme im Schnelldurchgang. Irgendwann werde ich dann Netzwerke behandeln, aber vorerst kümmern wir uns wieder um Applikationen, Spule und Kondensator. Auch sollen nächste Woche die Kompetenzen zur Berechnung der im Projekt zu bauenden Elektromagnete erworben werden. Also Kraft, Magnetfeld und Bauformen pauken, didaktisch aufbereiten und methodisch vorbereiten.
Gleich holt mich Thomas noch ab und wir gehen in den KiGa um etwas über Bewegungstherapie bei Kleinkindern zu lernen. Vielleicht gibt es ja hinterher auch ein Bier? Morgen habe ich quasi frei und kann etwas länger schlafen. Danach wird strengend geplant und der Unterricht bis zu den Osterferien geplant. Die anderen Tage wird es wieder mal zeitlich eng. Nur Sonntag verbleibt etwas Zeit zur weiteren Vertiefung. Ich muss lernen, mich auf eine Sache zu konzentrieren und wieder mehr Lücken zulassen. Wie der Tag heute gezeigt hat, geht das ja auch mal. Selbst mein Ausbilder, der heute mal 90Min zugeschaut hat, hatte nicht zu viel zu bemängeln.
Was mich etwas ärgert ist die Kommunikation mit meinen Freunden. Lange Zeit schon habe ich nichts mehr von Dori, Antje und Annica gehört. Selbst auf Mails gibt es keine Antwort. Sind die alle weg? Und Frank, wo bist Du? Keine Antworten mehr.
Was habe ich getan?
Ostern steht vor der Tür, vermutlich bemalen alle irgendwelche unförmigen Bälle ;)
See you

Samstag, 1. März 2008

Tief Emma

Der Sturm tobt über das Land. Die Feuerwehr ruft noch nicht zum Einsatz und die letzte Nacht gab es hier auch keine Schäden. Heute Früh sind wir dann los, haben Kim bei ihrer Freundin abgeholt und sind zur Einweihung der neuen Eissporthalle in unserem kleinen Ort gegangen. Einen Monat lang wird sie für diese Saison noch geöffnet sein. Seit Jahren war ich nicht mehr Eislaufen und traute mich heute 15 Minuten auf die Eisfläche. Mit geliehenen Schlittschuhen, die etwas zu groß waren habe ich mir sicher Muskelkater für die nächsten Tage geholt. Immerhin bin ich nicht gestürzt. Aber elegant war mein Stil auch nicht.
Danach wollten wir zur „Bildungsmesse“ einer Grundschule in Brunsbüttel. Zum Glück hatte ich die Adresse zuhause vergessen und rief eine Freundin an, die auch dorthin gehen wollte. Es stellte sich heraus, dass die Messe erst nächstes WE stattfindet. Die gewonnene Zeit, weil sie ja schon verplant war, haben wir genutzt, um einen Baumarkt zu stürmen, eine neue Kettensäge zu kaufen (bei Sturm recht wichtig auf dem Lande) und einiges mehr mit nach hause zu bringen. Auch haben wir ein neues Restaurant ausprobiert und gemütlich, sehr gut und recht günstig zu Mittag gegessen. Alles gut soweit. Ab durch den Sturm nach hause. Dort stellte sich dann leider heraus, das „Emma“ einen kleinen Teil unseres Daches in die Tiefe geblasen hat. Das Loch im Dach ist nicht sehr groß, aber bei Regen dürfte die Wohnstube unter Wasser stehen. Also Eimer bereitstellen. Die schweren Dachfirstplatten unseres Reetdachhauses sind aus Eternit. Zum Glück ist diese Platte in einem schmalen Bereich zwischen anderen Dächern und dem Wohnwagen aufgeschlagen und hat außer des Komposthaufens nichts und niemanden getroffen. Glück gehabt.
Die Versicherung und der Dachdecker sind informiert, nur kann bei diesem Sturm niemand ohne Lebensgefahr auf das Dach klettern. Also warten und hoffen, dass der Regen ausbleibt.
Morgen geht es nach Hamburg und wenn das Wetter mitspielt wollen wir nach Jahren mal wieder in den Zoo. Das heißt für mich, dass ich heute noch meinen WiPo Unterricht für Dienstag und Donnerstag vorbereiten muss. Die Jahresplanung steht schon, aber Struktur, Methoden und Inhalte müssen jeweils neu erarbeitet werden. Einige Themen werden sich in mehreren Klassen wiederholen, das spart Zeit. Allerdings sind die Vorkenntnisse zwischen den Klassen extrem unterschiedlich. Auch gibt es „Spezialthemen“, die nur in einzelnen Klassen Anwendung finden werden.
Donnerstag wird mein WiPo Unterricht das erste Mal vom Ausbildungslehrer besucht. Also muss die Vorbereitung auch formal vernünftig erarbeitet werden. Das ist etwas aufwändiger, übt aber für die anderen Vorführungen. Auf das Feedback bin ich gespannt.
Ein weiterer Termin steht an, auf den ich mich sehr freue. Demnächst besuchen wir einen alten Kollegen mal privat. Volker kenne ich schon mindestens 15 Jahre, wir verstehen uns aber treffen uns selten. Das mag an der Entfernung von gut 150 km liegen. Und wie es der Zufall so will, wohnt Udo mit Familie sehr nahe bei Volker, so dass wir dort auch noch reinschauen werden. Das wird ein langer, anstrengender Tag, aber bestimmt sehr nett.
See you

Mittwoch, 27. Februar 2008

Elbe, Sturm und Hochwasser

Nachdem ich mir heute morgen wieder viel Zeit bei der Sichtung verschiedener WiPo Bücher genommen habe, habe ich einen recht guten Überblick, was es so gibt. Einige, eigentlich viele Themen der Lehrpläne sind noch nicht abgedeckt. Entweder habe ich das richtige Buch noch nicht gefunden, oder ich muss es erst schreiben. Könnte sich lohnen, denn ein gutes und vor allem stets aktuelles Buch wäre schon sehr hilfreich.
Mittags schön gegessen, danach dann etwas am Unterricht für morgen geschraubt und anschließend Kim zum Turnen chauffiert. Diese Stunde habe ich dann genossen und bin mit dem Hund an die Elbe gegangen. Es herrscht derzeit ein schöner Sturm, es war trocken und kalt. Das Wasser stand sehr hoch und die Wellen waren für einen Fluss schon gewaltig. DA konnte ich die Gedanken schön wandern lassen. Den Hund hat es auch gefreut und als mir zu kalt wurde hatte ich noch 15 Minuten, um im Auto was zu lesen, bevor der Turnunterricht zu Ende war. Ein nettes Fachbuch aus den 1980ern hilft mir dabei, die Grundlagen der Elektronik aufzubessern. Als Student der Elektrotechnik habe ich diese Bücher kaum gelesen, jetzt, da ich selber Schüler habe, muss ich da durch.
Heute habe ich mit dem Magnetischen Feld begonnen, Grundlagen schaffen für meinen Vorführunterricht. Ich werde vermutlich etwas zum Thema Elektromagneten behandeln, da meine Schüler zur Zeit einen Verriegelungsmechanismus für eine Schranke projektieren. Und dafür bauen sie dann einen Elektromagneten, den sie selber berechnen. Wie das gehen könnte, das sollte ich zumindest wissen.
Es gibt so viele interessante Themen, in die ich mich einarbeiten möchte. Ich unterrichte ja auch bald Datenverarbeitung und hätte schon gerne selber mehr Ahnung davon. Wie geht man das Thema didaktisch sinnvoll an? Wie erarbeite ich mir das nötige fachlich tiefere Grundwissen? Spannend. Manchmal fehlt die Zeit, manchmal hilft der Mut zur Lücke über den Zeitmangel hinweg. Die anstehenden Aufgaben so erledigen, dass die Resultate sich kopieren und anpassen lassen. Heute habe ich zumindest mal erfasst, wie viel verschiedenen WiPo Unterricht ich schon selber veranstaltet habe. Der Fundus wächst. Mal sehen, welche Quellen sich da sonst noch öffnen, es muss ja nicht alles selber erdacht werden.
Gleich noch einige Mails, ein Telefonat und einen Serienbrief erstellen, dann ist der Abend auch rum und ich kann morgen entspannt in die Schule gehen. Meist komme ich Donnerstags zwar nicht entspannt zurück, aber vielleicht schaffe ich es ja, mich noch ein Stündchen zu motivieren, um die Laborschränke zu inspizieren. Wer weiß, welche Schätze sich da verbergen, um den Unterricht aufzuwerten. Einen alten PC zum probieren der Schüler habe ich schon beschaffen können. Ich muss jetzt nur noch sehen, was ich damit Sinnvolles anstelle.
See you

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