Was habe ich die letzten beiden Tage zum Thema Weltwirtschaft gelernt? Zum einen, dass es mit zwanzig Studenten eine Stunde lang dauern kann, bis wir alle möglichen Themen zu diesem Komplex als Inhalte der Veranstaltung definiert haben. Das ist schon sehr viel. Pädagogisch wertvoll, dass der Prof. sich nun mit seiner didaktisch reduzierten Auswahl an Themen auf jeden Fall in unserem Erwartungsbereich bewegt. Ich glaube, von Herrn Woll lerne ich nicht nur Weltwirtschaft, sondern auch einen weiteren Teil intelligenter Didaktik. Es ist schon verwunderlich, wie viele Studenten den Eindruck haben, dass es kein Ablauf-Konzept gibt. Ich habe das bestimmte Gefühl und den sicheren Eindruck, dass hier eine exzellente Planung vorliegt. Das Menschenbild von Adam Smith im Hinterkopf, erweist sich ein Prof. auch mal als Studenten-Versteher, ohne gleich den Anspruch auf Null zu setzen. Es macht Spaß. Und nun muss ich auch noch was über die Spiel Theorie zusammentragen, um meinen Leistungsnachweis erwerben zu können. Das trifft sich gut, denn heute Abend ist Kim angekommen, mit ihrer Mama. Leider hat Kim schon geschlafen, sonst hätten wir noch spielen können. Zum Glück hat Kim schon geschlafen, da konnten wir Eltern einen ungestörten Abend genießen.
Na ja, ganz so ungestört war der Abend nicht. Im Hinterkopf standen mir immer die Hausaufgaben für die Berufsorientierungs-Seminare. Ich kann mich nicht wirklich damit anfreunden, was aber eindeutig nicht am Thema liegt. Das finde ich wichtig! Aber dieser Dozent hat es geschafft, innerhalb der ersten fünf Minuten eine so schlechte Stimmung zu verursachen, dass fast jeder auf Konfrontationskurs gegangen ist. Da machen die Hausarbeiten so richtig Spaß. Aber was soll`s, Bea ist schlafen gegangen und ich mache Hausaufgaben. Dann haben wir morgen wenigstens einen schönen freien Tag ohne schlechte Gewissen. Ich freue mich schon darauf, die Spieltheorie mit Kim zu diskutieren. Vielleicht erklärt sie mir ja auch gleich noch den Komparativen Vorteil nach Ricardo.
See you
msa - 18. Nov, 23:58
Die Überschrift ist etwas irreführend. Aber das sind die ja bei mir meistens, nur sind hier halt Überschriften verlangt. Ich habe aber tatsächlich heute Morgen die Berufliche Schule in FL besucht. Es ist ein riesiger Komplex, der aber einen freundlichen Eindruck hinterlässt. Es war schon lustig, sich einen Weg durch die Schülermassen zu bahnen. Ich habe immer an meine Zukunft denken müssen. Das wird mal mein Alltag. Der Begriff Alltag ist in meinem Empfinden immer negativ besetzt, ich meine es aber ausdrücklich positiv. Ich freue mich darauf, diese (oder andere) jungen Menschen bei ihrem Weg helfen zu dürfen.
Heute, bei der Vorbereitung unseres Unterrichts im "Labor", es ist halt ein Raum mit einem PC-Netzwerk, habe ich mal wieder Ängste verloren. Auch wenn ich nichts vom Thema weiß, gibt es etwas, was ich unterrichten kann. Und das sogar ohne schlechtes Gewissen, denn ich bin mir sicher, dass die Schüler etwas davon haben werden. Ja, ich glaube, nach dem Unterricht werde auch ich wieder mehr wissen.
Bleibt die Frage offen: werde ich es je schaffen, meine Netzwerkkarte im heimischen PC wieder zum Laufen zu bringen? Als Ing. habe ich gelernt, dass ich zwar einen Fernseher erklären, vielleicht sogar entwickeln kann. Das reparieren aber von einem dual beruflich und praktisch ausgebildeten Facharbeiter deutlich schneller geht. Und danach funktioniert das Gerät dann auch noch. Interessant dabei ist nur, dass die meisten Facharbeiter von Lehrern mit Ing. Studium unterrichtet werden. Wie schaffen die Schüler nur diese fachlich-praktische Übersetzung?
Jürgen kann mir da sicher eine Antwort geben, Sonntagnacht, beim Bier am besten.
see you
msa - 17. Nov, 11:14
Dieses Wochenende wird sicher gut. Morgen früh schaue ich mir die Klasse am Fachgymnasium an, in der wir nächste Woche Netzwerktechnik unterrichten dürfen. Mal sehen, was da so im Labor herumsteht.
Mittags geht es dann um Weltwirtschaft, bei einem meiner Lieblingsprofessoren, Helmut Woll. Gleich werde ich noch ein wenig in seinem Buch lesen, es ist ja noch früh.
Samstag Abend kommen dann Kim und Bea, das ist schön, denn das Spielen mit unserer Kleinen fehlt mir doch sehr die Woche über. Und ich denke, wenn sie die Wohnung und die Uni in Flensburg manchmal sieht, dann sind unsere täglichen Telefonate nicht so unpersönlich für sie.
Morgen Abend aber werde ich mal versuchen, aus meiner alten Erinnerung heraus, etwas Projektmanagement zu rekapitulieren. Ist vielleicht nicht schlecht, so etwas auch mal gemacht zu haben. Zumindest, wenn man zwei guten Freundinnen helfen darf.
Ich freue mich schon auf heute, nur werde ich jetzt erst noch etwas schlafen.
see you
msa - 17. Nov, 01:00
Heute sind wir nach der Uni erstmal zu unserer lieben Andrea gefahren. Die Arme kommt hoffentlich bald wieder auf die Beine.
In der Uni habe ich die Sprecherziehung nicht genießen können. Immer nur Lunar und Solar, keine Praxis, keine Übungen, kein Training. Nur die Stimme der Dozentin und Langeweile. Wenn es nächstes Mal nicht besser wird, dann lasse ich das bleiben. Dafür war das Seminar über Erwachsenenlernen sehr angenehm. Einiges fand ich interessant, eine Diskussion kam trotz des (unmöglichen) Hörsaals auf. Und ich durfte endlich auch mal wieder neben Anne sitzen. Die gemeinsamen Diskussionen haben dann auch noch gut geholfen, den Seminarinhalt mit der eigenen Welt zu verbinden. Sehr schön.
Weltreligionen fiel mal wieder aus. Wenn das so weitergeht, dan muss ich mir die Religionen neben dem Islam wohl selber anlesen. Dabei ist das doch so schön, sich was vorlesen zu lassen.
see you
msa - 16. Nov, 00:57
Heute war das zweite und letzte Referat für Politik in diesem Semester. Eigentlich war ich ja garnicht dran, aber Stephan ging es nicht so gut, Jörn brauchte eine Pause und Harro wollte ich auch nicht alleine vortreten lassen. Also habe ich mir den Spaß gegönnt und wir haben etwas über den Europäischen Rat zum Besten gegeben. War gut, denke ich. Und Abends dann hatte Stephan noch seinen Anteil zum Wahlverhalten der Deutschen. Das war insgesamt auch lustig. Nur schade, dass er Fieber hatte. Das ist dann etwas zu anstrengend. Wir hatten aber unseren Spaß. Vor allem mit den netten Nachbarinnen und ihren Anmerkungen zum oder neben dem Thema. Das lockert auf. Danach dann die dritte Runde der Party Planung für Frau M. . Jetzt wissen wir doch wenigstens, was wer zu tun hat. Mit dem Geld werden wir wohl nicht auskommen, aber das findet sich. Stepahn und ich haben dann auch gleich dafür gesorgt, dass eine "vor-Party" stattfindet, denn die Nacht vorher werden wir das Fingerfood in der größeren WG erstellen. Zum Glück helfen einige nette Kommis, das ist dann auch meist mehr Spaß als Arbeit. Das Leben ist schon schön als Student. Da stört es nicht einmal mehr, wenn sein alter Vorstandsvorsitzender gefeuert wird. Vielleicht studiert der ja demnächst auch auf Lehramt.
So, jetzt habe ich mich lange genug vor der Arbeit gedrückt. Für nächste Woche muss ich noch einen Unterricht vorbereiten. Dumm nur, dass ich so wenihg von Computernetzen verstehe. Mal googeln.
see you
msa - 13. Nov, 21:42
Lange nichts mehr geschrieben, also jetzt zur Entspannung vor dem Durcharbeiten einer englischen Studie der OECD etwas über das aktuelle im Studium. Aber zuerst: Gestern war ein interessanter, lehrreicher und überraschender Tag. Mein Bruder hat abends schnell mal verkündet, dass er geheiratet hat. Na ja, nach 15 Jahren eheähnlichem Lebens ist das dann ja auch nicht mehr so lebensverändernd -oder?
Kim war bei einigen Ärzten, wobei ich ein wirklich gutes Gefühl hatte, denn die konnten wirklich gut mit Kindern umgehen. Immerhin ist nichts Schlimmes festgestellt worden, und ihren Zehenspitzengang werden wir vielleicht mit Krankengymnastik los. Eine Sorge weniger, vorerst.
Heute Morgen hatte ich ein tolles Frühstück und während des Seminars einen exzellenten Mittagsservice, so dass die Seminarreihe der Agentur für Arbeit nicht langweilig werden konnte. Widererwartend war der Inhalt sogar interessant und ansprechend dargeboten. Da hatte ich schon ganz andere Vorurteile gehört. Ob ich wirlich was gelernt habe, weiß ich nicht. Zumindest aber kann ich mir jetzt helfen, weitere Informationen einzuholen und zu bewerten. Unter der Seite
www.machs-richtig.de finden sich dazu Hilfen. Diese Seite wird mir sicher bei BvB Maßnahmen und AVJ Klassen weiterhelfen. Unter
www.cct-germany.desoll es einen Test geben, ob ich für das Studium zum Lehrer geeignet bin. Den werde ich demnächst mal machen.
So, heute Abend gibt es warscheinlich noch ein Essen. Eine gute Freundin hat angekündigt zu kochen. Da bin ich ja mal gespannt.
see you
msa - 11. Nov, 15:37
Planung einer Party für unsere gute ehemalige Frau M. aus der Politik. Das wird hoffentlich ein gutes Fest. Ich habe mich gefreut, heute zu erleben, wie viele der Studenten diese Frau wirklich mögen und ihr einen schönen Abschied bereiten wollen. Das ist nicht selbstverständlich, zumal der didaktische Stil der Seminare nicht immer einfach war. Aber ich kann auch nur danke sagen, denn bei ihr habe ich mehr über Politik gelernt, als ich je erwartet hätte. Teilweise glichen die Aufgaben dem Höhlengleichnis von Platon. Jemand muss mich von den Ketten losreißen, um mehr zu sehen, als nur die Abbilder der Wirklichkeit. Dieses Lernen ist anstrengend und ohne Zwang hätte ich sicher nicht so viel getan.
So wie heute. Das Referat war gut gelaufen. Ich denke der Aufwand stand in einem sehr guten Verhältnis zur eingesetzten Arbeitszeit. Lag das nun daran, dass ich thematisch was in den letzten beiden Semestern gelernt habe, oder einfach daran, die Herausforderungen nicht mehr über zu bewerten? Ich weiß es noch nicht. Mal sehen, was die nächsten Ausarbeitungen ergeben. Morgen gebe ich mal wieder eine ab. Und dann werden die Termine auch schon wieder enger. Langeweile kommt jedenfalls nicht auf. Dafür aber die Party am 28.11.06.
See you
msa - 7. Nov, 02:27
Danke für den Tipp. Ich will manchmal etwas zu viel (immer?), das führt zu Enttäuschungen. Diese Enttäuschungen hemmen dann den Tatendrang, weil das Gefühl die Konzentration schwächt.
Vielleicht hat Frank Recht. Ich interpretiere das so, dass ich zukünftig bei jeder Entscheidung für eine neue Begeisterung noch einmal nachdenke, bevor ich das Neue auch noch anfange. Ist es aber möglich, vor der Begeisterung zu entscheiden? Zumindest werde ich meine bisherigen ToDo´s kritisch ansehen. Vielleicht kann ich ja etwas wegfallen lassen, ohne das es mir schlechter geht. Aber was? Bisher dachte ich immer, es ist gut, immer einen Traumin Resserve zu haben. Ich habe mehrere und kann immer auswählen, was ich gerade vorantreiben möchte. Sind aber unerfüllte Träume dabei, dann ist das auch unangenehm. Zumal die meistzen Träume / Wünsche nicht grundsätzlich unerfüllbar sind, dafür sorgt schon mein Realismus (denke ich), aber ich habe oft nicht genügend Zeit in die Erfüllung investiert. Nur selten sind es andere Menschen, die mir Träume zerstören oder ihre Erfüllung behindern. Aber auch damit muss ich umgehen.
Keine Angst, der nächste Eintrag wird wieder strukturierter, aber das musste mal sein.
Zum Glück ist Jürgen gerade gekommen, das gibt jetzt ein Feierabendbier. (Traum oder Realität?)
see you
msa - 5. Nov, 23:35
Ja, jetzt sind wieder alle aufgebracht. Der Staat hat wieder mal mehr Geld als erwartet. Ich würde mich privat immer darüber freuen. Bei uns gibt es dann auch immer eine Diskussion darum, ob wir unsere Schulden tilgen oder anderes machen wollen. Meist gewinnt das andere. Das wird in Deutschland sicher auch so sein. Wenn ich ein bischen im Netz suche und mir die Daten zusammentrage, dann ist das auch logisch. Es gibt schließlich immer wichtige Dinge zu reparieren oder neu anzuschaffen.
Eine Quelle im Netz sei genannt. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, profitiert Deutschland von sagenhaft günstigen Schuldzinsen (ca. 4,3%), das heisst, jeder Bürger zahlt für seinen Schuldenanteil 800 € pro Jahr an Zinsen. Aus den Steuermehreinnahmen stündem jeden etwa 280,- € zur Verfügung. Das reicht nicht für die Zinsen, geschweige denn für einen Tilgungsanteil. Unser aller Leben ist auf Pump aufgebaut, sieht man mal von wenigen Ausnahmen ab, die das vermeiden. Warum sollte ein Sozial-Staat so etwas tun? Es geht schließlich darum, möglichst vielen Menschen ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Wenn wir also jährlich 23 Mrd € abzahlen und die Zinsen sowieso aus dem Haushalt aufbrächten, dann wären wir in 66 Jahren dait fertig. Mit Mehrwertsteuererhöhng und den zusätzlichen Einnahmen schon in 35 Jahren. Aber warum? Und vor allem: würde das unser Staat überleben? Würden die sozialen Einschnitte die Stabilität ds Staates vernichten?
Mal ehrlich. Wenn ich bei einem Schuldenstand von 18000 € Mehreinnahmen durch meinen Arbeitgeber von 280 € habe, dann würde ich vermutlich ein paar CDs kaufen, ins Kino gehen ind meine Familie zum Essen einladen. Das schafft mehr Stabilität und Lebensfreude als zu sagen: Hey Kim, wenn ich in die Kiste springe, hast du nur noch die Hälfte meiner Schulden abzuzahlen.
So, jetzt ist es dunkel und ich gehe mit Kim einsam Laterne laufen. Es kommt auf die Freude im Leben an, nicht auf das gute Gewissen.
see you
msa - 4. Nov, 17:26